AT134976B - Verfahren zur Herstellung schmelzbarer, löslicher Harze. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schmelzbarer, löslicher Harze.

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  Verfahren zur   Herstellung sehmelzbarer, löslieher Harze.   



   Es ist bekannt, dass man zu unschmelzbaren Kondensationsprodukten gelangt, wenn man aromaische Amine in Anwesenheit von Säure mit mehr als äquimolekularen Mengen von Aldehyden, insbesondere Formaldehyd, behandelt und hernach die Säure entfernt. 



   Je nach den Arbeitsbedingungen werden diese unschmelzbaren Kondensationsprodukte als amorphe Pulver, die zu Kunstmassen verpresst werden können, oder direkt als geformte Massen gewonnen. 



  Sie haben sich für die verschiedensten Zweige der Kunststoffindustrie verwertbar erwiesen (vgl. u. a. österr. Patentschrift Nr. 120862 nebst Zusatzpatenten Nr. 123866 und Patent Nr. 127008, sowie Patent Nr. 132705, ferner österr. Patent Nr. 114870). 



   Es wurde nun gefunden, dass die angeführten unschmelzbaren,   unlöslichen   Kondensationsprodukte in schmelzbare, lösliche Harze   überzuführen   sind, wenn sie mit Mitteln behandelt werden, die harzbildende Gruppen enthalten. Darunter sind Substanzen zu verstehen, die fähig sind, durch Kondensation oder durch Polymerisation in Harze   überzugehen,   wie Phenole, aromatische Amine, wie Anilin, Anhydroformaldehydanilin usw.. ferner Harze selbst, die noch weiterer Kondensation oder Polymerisation zugänglich sind, z. B. schmelzbare   Phenolaldehydkondensationsprodukte,   schmelzbare Kondensationprodukte aromatischer Amine mit Aldehyden, wie z.

   B. die im Zusatzpatent Nr. 123866 zum Patente Nr. 120862 und in der Patentschrift Nr. 132705 beschriebenen, schmelzbaren Produkte, ferner schmelzbare Kondensationsprodukte polyvalenter Alkohole mit mehrwertigen Säuren usw. 



   Gemäss der Erfindung werden unschmelzbare Amin-Aldehydkondensationsprodukte mit harzbildende Gruppen enthaltenden Mitteln erhitzt, was so geschehen kann, dass entweder eine Mischung der unschmelzbaren mit der schmelzbaren Komponente zum Schmelzen gebracht oder die unschmelzbare Komponente in die geschmolzene Komponente eingetragen wird. 



   In beiden Fällen entstehen klare, braunrot gefärbte Schmelzen, die beim Erkalten zu springharten, kolophoniumartigen Harzen erstarren. Diese sind schmelzbar und in gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln löslich. Der Erweichungspunkt und die   Löslichkeit   der Harze hänge von der Natur der schmelzbaren Komponente und vom Mengenverhältnis beider ab. 



   Die erhaltenen Harze können in geschmolzenem Zustande zu   Imprägnierungszwecken   Verwendung finden oder auf Flächen aller Art in Form dünner Schichten aufgetragen werden. In gelöster Form finden sie in der Lack-und Firnisindustrie Verwendung. Ihre Eigenschaften können mannigfaltig beeinflusst werden durch Zusätze von Füllstoffen, Farbstoffen,   Weichhaltungs-und Elastifizierungs-   mitteln, natürlichen und   künstlichen   Harzen, Ölen, Kautschuk usw. 



   Selbstverständlich sind die schmelzbaren Harze durch Behandlung mit Aldehyden, aldehydabspaltenden Mitteln oder   Aldehydkondensationsprodukten   wieder in den unschmelzbaren und unlöslichen Zustand überführbar. 



   Es ist bekannt, dass man aus Anhydroformaldehydanilin gegebenenfalls in Anwesenheit geringer Mengen Säure schmelzbare Harze herstellen kann, die die Eigenschaft besitzen, die   Löslichkeit   schwer oder unlöslicher Natur-und Kunstharze zu erhöhen. Von diesen aus Anhydroformaldehydanilin in Gegenwart geringer Mengen Säure hergestellten Harzen unterscheiden sich die nach vorliegendem Verfahren in löslichen und schmelzbaren Zustand übergeführten Harze abgesehen von ihrer Unschmelzbarkeit wesentlich dadurch, dass bei letzteren die bei der Kondensation verwendete Säure hernach aus dem Kondensationsprodukt entfernt wird, während dieselbe bei ersteren im Endprodukt verbleibt. 

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   Ausserdem handelt es sich bei dem bekannten Verfahren um ein Verschmelzen eines schmelzbaren   Kon-   densationsproduktes aus Anilin und Formaldehyd mit   unlöslichen   bzw. schwer löslichen Natur-oder
Kunstharzen, also mit unlöslichen bzw. schwer löslichen harzbildende Gruppen enthaltenden Verbindungen. Demgegebenüber besteht das vorliegende Verfahren im Verschmelzen unschmelzbarer Harze aus Aminen und Aldehyden mit harzbildende Gruppen enthaltenden Verbindungen, worunter in vorliegendem Falle zweckentsprechend nur flüssige bzw. schmelzbare Verbindungen verstanden werden.

   Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass das schmelzbare Harz, das durch Erhitzen von Anhydroformaldehydanilin erhalten wird, zum   Löslichmachen   von Natur-oder Kunstharzen verwendet wird, während gemäss dem vorliegenden Verfahren das Anhydroformaldehydanilin selbst bzw. dessen Komponente Anilin, zur Überführung der unschmelzbaren   Amin-Aldehydkondensationsprodukte   in schmelzbare lösliche Form verwendet wird. 



   Es ist ferner bekannt, dass durch Kondensation von Anilin und Formaldehyd, gegebenenfalls in Gegenwart von Phenolen z. B. Kresol und Eindampfen des erhaltenen Anhydroformaldehydanilins, unter 500 mm und bei   1500 C   ein schmelzbares Harz erhalten wird, das beim Erhitzen über 170  C unschmelzbar wird. Demgegenüber werden bei vorliegenden Verfahren umgekehrt unschmelzbare Amin-Aldehydkondensationsprodukte durch Erhitzen auf Temperaturen bis zu zirka 200  C in schmelzbare Harze übergeführt. 



   Beispiel 1 : 100 Teile Anhydroformaldehydanilin werden auf 190  C erhitzt ; in die gelbliche, 
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 zu unschmelzbaren und   unlöslichen Formstücken   verpressen. 



   Beispiel 4 : 100 Teile Sägespäne eines gemäss Patent Nr. 120862, Beispiel 1, hergestellten Presskörpers werden in 30 Teilen eines auf 160  C erhitzten Glycerin-Phtalsäurekondensationsproduktes eingetragen. Beim Abkühlen erstarrt die klare, braune Schmelze zu einem   leiehtlösliehen,   bei zirka   400 C   erweichenden Harz. 



   Beispiel 5 : 50 Teile eines flüssigen Phenol-Formaldehydkondensationsproduktes werden mit 20 Teilen eines gemäss Patent Nr. 120862, Beispiel 1, hergestellten Presspulvers rasch auf 160  C erhitzt, wobei eine braune, etwas getrübt Schmelze entsteht. Diese erstarrt beim Erkalten zu einem Harz vom Erweichungspunkt 50  C.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung schmelzbarer, löslicher Harze, dadurch gekennzeichnet, dass unsclmelz- bare und unlösliche Kondensationsprodukte, wie sie durch Kondensation von aromatischen Aminen mit mehr als äquimolelnllaren Mengen von Aldehyden in Gegenwart von Säure und nachherige Entfernung der Säure erhalten werden, mit flüssigen oder schmelzbaren, harzbildende Gruppen enthaltenden Mitteln erhitzt werden.
AT134976D 1928-11-12 1929-10-01 Verfahren zur Herstellung schmelzbarer, löslicher Harze. AT134976B (de)

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