AT133894B - Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstmassen.

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  Verfahren zur Herstellung von   Kunstmassen.   



   In der österr. Patentschrift Nr. 120679 wird ein Verfahren zur Veredelung von Harzen, Wachsen und fetten Ölen für technische Zwecke beschrieben. Die Verbesserung erfolgt dadurch, dass man auf die zu veredelnden Stoffe-es handelt sich in erster Linie um harzartige Körper mit niedriger Säurezahlin der Hitze (mehr oder weniger) niedrig molekulare Kondensationsprodukte einwirken lässt, die aus Formaldehyd und in der p-Stellung durch ein Alkyl oder Aralkyl substituierten Phenolen gewonnen wurden. Die Kondensationsprodukte werden mit Hilfe alkalischer Kontaktmittel bei   mässigen Tempera-   turen hergestellt und gehen, für sich erhitzt, infolge fortschreitender Kondensation in den unschmelzbaren Zustand über.

   Die chemische Reaktion, die zur Veredlung der genannten Stoffe führt, vollzieht sich unter Wasseraustritt und ist ebenfalls als Kondensationsreaktion aufzufassen. Bei der dort dargelegten Arbeitsweise werden stets lösliche Endprodukte gewonnen. 



   Es wurde nun gefunden, dass sich für diesen Vorgang die Kondensationsprodukte solcher Phenole eignen, in denen eine der reaktionsbevorzugten Stellen im Molekül besetzt ist. Als reaktionsbevorzugte Stellen sind in einem Phenol bekanntlich die beiden ortho-und die para-Stellung zur Phenolhydroxylgruppe aufzufassen. Eine dieser muss also durch einen Substituenten besetzt sein. Als solcher kommt in Frage : ein Kohlenwasserstoffrest (Alkyl, Aryl,   Aralkyl, hydroaromatiseher Rest)   oder ein Oxalkyl oder Chlor. Andere haben sich als wenig geeignet erwiesen. Ausserdem können eventuell auch eine oder 
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   m-Kresols   ; Guajakol,   0- und p-Chlorphenol, 0- und p-Chlor-m-Kresol   u. dgl. 



   Einige der hier genannten Phenole finden bereits im Patent Nr. 120679 Anwendung. 



   Auch Abkömmlinge der Dioxybenzole, also 2-wertige einkernige Phenolkörper, eignen sich, doch sind die Bedingungen etwas komplizierter und nicht restlos geklärt. Da die Verwendung dieser Körper überdies der Wirtschaftlichkeit entbehrt, sollen sie nicht weiter berührt werden. 



   Dagegen soll die   Verwendungsmöglichkeit   aller jener 2-wertigen, 2-kernigen Phenolkörper betont werden, die Abkömmlinge des pp-Di-oxy-Diphenylmethans sind. Sie sind leicht zugänglich und entstehen durch Kondensation von 2 Mol Phenolen bzw. gewisser Homologen mit   1}   Mol einer Carbonylverbindung mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure, eventuell auch anderen Säuren. Im vorliegenden Fall kommt als Phenolhomologes vornehmlich o-Kresol in Frage, aus dem man Di-o-Kresylol-methan, - aethan,-propan,-butan, erhält, je nachdem man mit Formaldehyd und seinen Homologen oder Aceton und seinen Homologen kondensiert. Auch cyklische Ketone können herangezogen werden und man erhält z. B., den obigen Verbindungen entsprechend,   Di-o-Kresylol-Cyelohexan-oder Methylcyclohexan.

   Man   kann aber auch von Phenol ausgehen und in den so erhaltenen Diphenylolverbindungen z. B. 2 Atome Chlor substituieren. In allen diesen Fällen resultieren 2-kernige, 2-wertige Phenolkörper, die insgesamt gleichfalls nur zwei unsubstituierte reaktionsbevorzugte Stellen im Molekül besitzen. 



   Bemerkt sei, dass auch Kondensationsprodukte aus Phenolkörpern verwendet werden können, in denen von den reaktionsbevorzugten Stellen im Molekül nur eine unbesetzt ist. Ihre Ausgiebigkeit ist aber erheblich geringer und die Wirkung eine nur beschränkte, was in Einklang damit steht, dass sie, allein erhitzt, nicht in den unschmelzbaren Zustand übergeführt werden können. Solche Phenole sind z. B. gewisse Xylenole, Pseudocumenol, Kresol, Chlo-o-Kresol, Chlor-p-Kresol. 

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     Überraschenderweise   verhalten sich auch   (1. - und ss-Naphtol   wie die zuletzt genannten Phenole, obwohl sie eigentlich zur erstgenannten Gruppe   gezählt werden   sollten. 



   Die aus Formaldehyd und solchen Phenolen, in denen alle drei reaktionsbevorzugten Stellen unbesetzt sind, gewonnenen Kondensationsprodukte aber sind für das Verfahren deshalb ungeeignet, weil sie in der Hitze so rasch weiter kondensieren, dass es meist zur Entstehung von groben oder feineren Ausscheidungen unlöslicher Harzmassen, mindestens aber von bleibenden Trübungen kommt. 



   Im vorliegenden soll sich die Anwendung des Verfahrens vornehmlich auf mehr oder weniger neutrale, esterartige Stoffe erstrecken. Die Menge der anderen Komponente (des   Condensations-   produktes) muss nicht wie gemäss Patent Nr. 120679 eine untergeordnete sein, sondern mag. je nach der beabsichtigten Wirkung, auch verhältnismässig gross sein. 



   Ohne Zweifel besteht der Mechanismus der Reaktion darin, dass die   Molekiile   des Eondensationsproduktes nicht nur untereinander unter Bildung höhermolekulare Produkte reagieren, sondern auch mit dem esterartigen Stoff, bzw. mit seinen Komponenten. Die bekanntlich sehr reaktionsfähigen 
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 dass teilweise mehrwertige Esterkomponenten gebildet werden. Diese Möglichkeit im Verein mit der erstgenannten Reaktion kann dann bis zur Bildung einheitlicher gallertartiger oder gummiähnlicher, unschmelzbarer,   unlöslicher Massen führen. Es ist bekannt, dass bei der Veresterung annähernd äquivalenter   Mengen mehrbasischer Carbonäsuren mit mehrwertigen Alkoholen unschmelzbare Massen entstehen. 



  Ebenso erinnert die Entstehung von eventuell gallertigen Massen an die gleichartige Erscheinung bei der fortschreitenden Polymerisation der Glyceride ungesättigter Fettsäuren. Auch in letzterem Falle entsteht ein esterartiges Produkt zwischen einem mehrwertigen Alkohol und einer mehrbasisehen Carbonsäure neben gewissen Mengen einer einbasischen. Daneben finden zweifellos gewisse   Gelbilduns : en durch   Zusammenwirken löslich gebliebener und unlöslich gewordener Anteile im   Endprodukte statt. Auc-h   bei der vorliegenden Reaktion scheinen die Gelbildungen analoge Ursachen zu haben. 



   Im allgemeinen haben sich alle möglichen esterartigen Stoffe der Reaktion   zugänglich erwiesen.   



   Schon niedrigmolekulare, durchaus kristalloide Ester, z. B. Benzoesäureester einwertiger Alkohole geben, je nach den Mengenverhältnissen, dünne bis hochviskose Öle. Die Erhöhung der Viskosität kann allenfalls einen Grenzzustand überschreiten, so dass dann eine gelartige oder   gummiähnliche 11asse   entsteht. Ein derartiger Produkt löst sich in den gewöhnlichen Lösungsmitteln nicht mehr oder nicht vollständig, sondern quillt in ihnen meistens nur auf. Ester aus einwertigen mit mehrwertigen   Komponenten   geben schon mit geringeren Mengen desselben Kondensationsproduktes eventuell gelartige Endprodukte. 



  Den vollen Wert gewinnt das Verfahren aber erst, wenn der esterartige Stoff ein sehr   schwerfliichtiger   oder besser ein praktisch nicht flüchtiger ist. In diesem Sinne sind sehr vorteilhaft solche Produkte, die durch Veresterung eines geeigneten Gemisches mehrwertiger und einwertiger Komponenten auf beiden Seiten entstanden sind. Auf einer der beiden Seiten kann   zweckmässig   auch nur eine mehrwertige   Kom-   ponente vertreten sein. Bei geeigneten Mengenverhältnissen sind solche esterartige Stoffe löslich und vom gummiartigen, unschmelzbaren Zustand noch weit entfernt. Unter Umständen erzielen hier schon geringe Mengen eines Kondensationsproduktes den obengeschilderten Effekt. 



   Die Anwendung des vorliegenden Verfahrens gestattet eine sehr bedeutende Verschiebung der Mengenverhältnisse der Esterkomponenten zugunsten der meist billigen einbasischen Säure. Das   schliess-   liehe Endprodukt aber weist technisch sehr   ähnliche   Eigenschaften auf, wie ein Ester mit einem verhältnismässig hohen Anteil der meist teuren mehrbasischen Säure. Der wirtschaftliche Vorteil liegt somit auf der Hand, um so mehr als gleichzeitig eine bedeutende Ersparnis am mehrwertigen Alkohol mit bedingt ist. 



   Es ist im übrigen nicht notwendig, von den einzelnen Komponenten des Esters als solchen auszugehen, es ist auch möglich, die einbasische Säure (z. B. höhere Fettsäure u.   dgl.)   mehr oder weniger durch deren Glycerid (also Fett bzw. fettes Öl) zu ersetzen, wobei man anscheinend infolge Umesterung 
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 mit den Kondensationsprodukten so, als wären sie auf direktem Wege gewonnen worden. Man kann   natürlich   auch rein physikalische Gemenge aus solchen komplizierten Estern mit   gewöhnlichen   Fett-   säureglyceriden   usw. gemeinsam der Reaktion mit den Kondensationsprodukten unterwerfen. In diesen Fällen ist der wirtschaftliche Vorteil natürlich noch grösser. 



   Die einbasischen, sowie die mehrbasischen Säuren können aliphatisch, gesättigt oder ungesättigt, aromatisch, hydroaromatisch sein, sie können alkoholische bzw. phenolische Hydroxylgruppen tragen (also Oxysäuren sein) oder nicht. Als mehrwertiger Alkohol kommt in erster Linie Glycerin in Betracht, aber auch höherwertige oder das nur zweiwertige Glykol. 



   Im übrigen sei nochmals betont, dass Ester aller Art der Reaktion zugänglich sind. Die Hydroxylverbindung kann auch ein Phenol und die Säure auch eine anorganische sein.   Bedingung für das Gelingell   der Reaktion ist nur, dass das Kondensationsprodukt, das bei erhöhter Temperatur   zunächst   sein   mechta-   nisch gebundenes Wasser abgibt, dann im esterartigen Körper (wenigstens in der Hitze) löslich ist, ehe eine Kondensationsreaktion vor sich geht, da sonst natürlich keine gegenseitige Reaktion erfolgen kann. 



  Man erreicht dies durch geeignete Wahl des Substituenten im Phenolkörper. 

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   Die Herstellung der niedrigmolekularen Kondensationsprodukte ist bekannt und auch in der Patentschrift Nr.   120 679 geschildert.   Ebenso wurde die Art ihrer Verarbeitung mit dem zu veredelnden Stoff beschrieben. 



   Der oben geschilderte Effekt lässt sich in verschiedener Richtung verwerten. Entweder man 
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 reaktion mit dem Ester ein   unlösliches,   gummiartiges Produkt entstehen würde, unterbricht aber die Reaktion schon vorzeitig, eventuell schon im Anfangsstadium. Die Lösungen solcher Produkte liefern dann   ueberzüge,   die bei Ofentemperaturen besonders hart werden. Wenn erforderlich, kann dem Reaktionprodukt ausserdem ein Sikkativ zugesetzt werden. Solche Produkte mit unterbrochener Reaktion eignen sich auch besonders zur Verwendung als plastische Massen. Mit oder ohne Füllmaterial können sie zur Herstellung der verschiedensten   Gebrauchsgegenstände   dienen.

   Das Mengenverhältnis der esterartigen Komponente zum Phenolkörper kann in diesem Falle, je nach der Viskosität der Ester, innerhalb weiter Grenzen schwanken. Bei niedrigstviskosen, esterartigen Stoffen ist ihre Menge etwa zweimal so gross, sie kann aber bei hochviskosen Stoffen zehnmal so gross werden als die Menge des Phenolkörpers. 



   Man kann aber die Menge des Kondensationsproduktes so wählen, dass auch bei vollständiger 
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 produkt erreicht wird, das dem gummiartigen Zustand mehr oder weniger nahe steht, ohne ihn zu erreichen. Die   Erhitzung auf etwa, 200-220''C kann   dann beliebig fortgesetzt werden, ohne dass eine nennenswerte
Verstärkung des kolloidalen Zustandes zu beobachten ist. Die   Mengenverhältnisse zwischen   der ester- artigen Komponente und dem Phenolkörper sind auch in diesem Falle in hohem Masse von der Viskosität der Ester abhängig. In der Regel ist sie bei niedrigstviskosen, esterartigen Stoffen mindestens dreimal so gross als die Menge des Phenolkörpers. In den meisten Fällen ist sie aber noch bedeutend höher und beträgt etwa das   8-12faehe.   In allen Fällen wird eine Erhöhung des kolloidalen Zustandes erzielt.

   Bei festen, insbesondere harzartigen Estern erfolgt meist ausserdem eine Erhöhung ihres Schmelzpunktes. 



  Die noch löslichen Produkte bzw. deren   Lösung können   allein als Grundlage für Anstriche oder überhaupt als Rohstoffe für die Erzeugung von Lacken und anderen Überzugsmassen dienen. Man kann ihnen auch, wenn die sauren Komponenten oder eine von ihnen von trocknenden oder halbtrocknenden oder selbst nur durch Sauerstoffaufnahme zu verdickende fetten Ölen stammt, Sikkativ zusetzen und so zäh und   harttroeknende Lacke erzielen.   



   Beispiel 1 : 6 Teile   Palmitinsäure-Melissylester (Bienenwachs)   werden geschmolzen und mit dem flüssigen Kondensationsprodukt aus 1 Teil p-tert.-Amylphenol und 1 Teil Formaldehyd   (30% ig)   verrührt. Hierauf wird die Temperatur allmählich bis   2400 C gesteigert.   Das braune Endprodukt weist   gegenüber dem Bienenwachs selbst eigentümliche Unterschiede auf.

   Es ist härter, besser polierfähig,   plastischer, in dünnen Platten ausgegossen elastisch biegsam, in   dünner   Schichte   durchscheinender.   Auf eine glatte Unterlage aufgegossen, zeigt es starke   Haftfähigkeit.   Alles in allem sind seine kolloidalen Eigenschaften bedeutend erhöht, das Produkt hat gewissermassen teilweise harzartige Eigenschaften angenommen. 
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Das hochviskose Öl gibt, entsprechend verdünnt, ein Anstrichmittel (Bindemittel, Imprägnierungs-   mittel u. dgl. ), das auch ohne Sikkativzugabe bzw. unabhängig von Luftsauerstoffaufnahme bei 160 bis     2000 C   einen zähhaftenden Überzug usw. liefert. Je nach der gewählten Temperatur ist für diesen Prozess 1 Stunde bis 10 Minuten erforderlich.

   Mit   Sikkativzusatz   erhält man bei dieser Temperatur einen Überzug von hervorragender Härte und Widerstandsfähigkeit. 



   Beispiel 6 : Ein niedrigmolekulares Kondensationsprodukt aus 70 go-Kresol und 100 g Formaldehyd   (30% ig) wird   in 200 g Trikresylphosphat in der Wärme gelöst und das Gemisch so lange auf 160  C erhitzt, bis eine Probe in der Kälte ein hochviskoses, fadenziehendes Öl darstellt. Es ist in BenzolKohlenwasserstoffen und anderen Lösungsmitteln löslich. Es kann z. B. als Grundlage für ofentrocknende Lacke dienen. Bei fortgesetzter Erhitzung auf   1600 C   oder höher erhält man eine   kautschukähnliche   bis holzölgallertartige Masse. 
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 so lange auf 160 bis 200  C erhitzt, bis ein weiches harzartiges Produkt mit einer Sz. von zirka 25 entstanden ist.

   Bei zirka   100-120  C   wird das kristallinische Kondensationsprodukt aus 30 g p-Chlor- 
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 gemischen und hat gummiähnlich dehnbare Beschaffenheit. 



   Beispiel 8 : Zu dem wie oben hergestellten, ziemlich harten spröden harzartigen   Veresterung-   produkt aus 100 g Bernsteinsäure, 160 g   Salicylsäure   und 100 g Glycerin wird in der Wärme ein Kondensationsprodukt aus 55   g   p-Chlor m-Kresol und 55 g Formaldehyd (40 volumprozentig) gefügt und unter Temperatursteigerung bis zirka 200  C zur Reaktion gebracht. Ohne dass eine Schmelzpunkterhöhung des harzartigen Produktes zu beobachten ist, ergibt sich ein Harz von   ausgeprägt sehellaekartiger   Beschaffenheit. Zweifellos ist hier der harzartige Zustand ganz wesentlich verstärkt worden. Das Produkt ist löslich in Aceton und anderen Lösungsmitteln. Es kann zur Herstellung von Polituren u. dgl. dienen.

   Ausserdem können seine Lösungen sowohl mit Nitrocellulose, wie mit   Acetylcellulose-Laeken vermischt   werden ; in beiden Fällen erhält man klare, gut haftende Filme. 



   Beispiel 9 : Das esterartige halbflüssige Reaktionsprodukt aus 150 g Citronensäure   (kristall.),   
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 anderseits werden gemeinsam bei etwa   1800 C zur Reaktion gebracht.   Es entsteht ein weiches, sehr zähelastisches helles Harz, das in Alkohol bis zum Verhältnis 1 : 1   löslich   ist, in Benzol-Alkoholgemischen, in Aceton, sowie esterartigen Lösungsmitteln dagegen in jedem Verhältnis. Es ist vorzüglich als Zusatz zu Nitrocelluloselacken geeignet. 



   Beispiel 10 : Das wie in Beispiel 4 gewonnene Kondesationsprodukt wird mit dem   dicköligen   Ester aus 100 g Phthalsäureanhydrid, 100 g Ölsäure und 65 g   Äthylenglykol   gemeinsam kondensiert. 



  Es entsteht ein weiches, gummiähnliches, dehnbares Harz, löslich in Benzol-Kohlenwasserstoffen sowie anderen Lösungsmitteln und gut geeignet als Zusatz zu Nitrocelluloselaeken. 



   Beispiel 11 : Zu einem Ester mit der Sz. 30 aus 6 Teilen d-Weinsäure, 4 Teilen Benzoesäure und 4 Teilen Aethylenglykol fügt man das Kondensationsprodukt aus 3 Teilen Xylenol (1 : 4 : 5) und 4 Teilen Formaldehyd   (30% ig).   Es entsteht wie oben ein weiches lösliches Harz, das   gummiähnlich   dehnbar ist. 



   Beispiel 12 : 4 Teile Phthalsäureanhydrid, 6 Teile Stearinsäure und 3 Teile Glycerin werden bei   180-220  C   gemeinsam verestert bis eine Sz. von etwa 20 erreicht ist. Das Produkt erstarrt bei Zimmertemperatur rasch zu einer sich etwas klebrig anfühlenden, trüben, wachsartigen Masse. Der 
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 langsam das Lösungsmittel verdunsten lassen. 



   100 go-Kresol und 20   g Methyl-Äthyl-Keton   werden mit Hilfe von konzentrierter Salzsäure   (37% ig)   kondensiert. Das Reaktionsprodukt ist ein Gemisch von o-Kresol und   Di-o-Kresylolbutan.   



  Es wird mit 100 g Formaldehyd (40 volumprozentig) unter Zuhilfenahme von Natronlauge bei Zimmertemperatur kondensiert und das Kondensationsprodukt nach etwa 2 Wochen mit Säure gefällt. 



   300 g des esterartigen Produktes und die Hälfte des oben gewonnenen Kondensationsproduktes werden gemeinsam bis   2300 C   erhitzt. Das resultierende Produkt stellt bei etwa   350 C   eine weiche, dehnbare, harzartige, durchsichtige Masse dar. Auch nach Abkühlung auf Zimmertemperatur ist es zunächst klar und elastisch biegsam. Erst nach einigen Stunden wird es nur durchscheinend und ist dann ziemlich spröde und leicht zerreibbar. Es ist löslich in Benzol-Kohlenwasserstoff. Seine Lösungen lassen, in dünner Schichte aufgegossen, das Lösungsmittel leicht verdunsten. Die Schichte des zurückbleibenden Produktes ist zunächst klar, wird aber nach einiger Zeit   wachsähnlich   trüb und hat in hohem   Masse   die Eigenschaft Wasser abzustossen. 



   Beispiel 13 : 220 g des in Beispiel 11 gewonnenen esterartigen Produktes werden mit der anderen Hälfte des in diesem Beispiel gewonnenen Kondensationsproduktes so lange auf   1500 C   erhitzt, bis eine abgekühlte Probe etwa die Beschaffenheit des unter Beispiel 11 erzielten Endproduktes angenommen hat. Das Produkt ist wie dieses in Benzol u. dgl. löslich. Die Lösungen liefern einen vorübergehend 
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   wasserabstossende Eigenschaften besitzt und dauernd klar bleibt. Das Produkt selbst kann, mit Füllmitteln aller Art vermengt, zur Herstellung von Presskörpern dienen.   
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 punktes   gummiähnlich   dehnbar ist. Es ist   löslich   in Benzol-Kohlenwasserstoffen, Aceton u. dgl. und mit Nitrocellulose in jedem Verhältnis klar mischbar. 



   Beispiel 15 : 2 Teile   o-luesol   und 1 Teil technisches Methylcyklohexanon werden mit Hilfe von Chlorwasserstoffsäure kondensiert. Das Reaktionsprodukt besteht aus den drei Isomeren des Di-o- 
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 Glycerin verarbeitet, der ein ziemlich sprödes Harz mit einer Sz. 20 und   Schmelzpunkt   von   75/85  C   darstellt. Durch die gemeinsame Kondensation mit dem Kondensationsprodukt erhält man ein sehr hartes, um etwa 30  höher schmelzendes, Harz. Durch relative   Vermehrung   des Kondensationsproduktes kann leicht ein Harz erzielt werden, das äusserst hart ist und bei der Temperatur seines Schmelzpunktes eine gummiähnlich dehnbare Masse darstellt.

   Es ist löslich in Benzol-Kohlenwasserstoff und gibt, mit Nitrocellulose vermischt, klare Filme. 
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 Alkalilauge zugefügt, bis nach dem   Umschütteln   klare Lösung erfolgt ist. Nach zirka 2 Wochen wird das Kondensationsprodukt gefällt. b) 250 g spritlöslicher Manila wird bei 230-240  miot 1000 g Kolophonium verschmolzen und eventuell die Schmelze durch Filtration durch ein feines Sieb von Schmutzstoffen befreit. Hernach wird die Mischung mit 150 Glycerin (Dichte 1.23) bei einer Temperatur von   240-2800 verestert.   



  Manilakopal enthält mehrbasische Harzsäuren. In diesem Mischester wird das Kondensationsprodukt bei 170  allmählich eingetragen und hierauf die Temperatur bis   2500 gesteigert.   Das Endprodukt ist hart und zäh und in trocknenden Ölen gut löslich. 



   Beispiel 17 : Das diekölige Veresterungsprodukt aus 4 Teilen Phthalsäureanhydrid, 6 Teilen Leinölfettsäure, 2 Teilen Kolophonium und 3 Teilen Glycerin wird mit dem Kondensationsprodukt aus 2 Teilen Butylphenol und 2 Teilen Formaldehyd (30% ig) so lange auf 150 C erhitzt, bis eine Probe in der Kälte eine weiche,   gummiähnlich   dehnbare Masse darstellt. Das Produkt ist nicht nur in BenzolKohlenwasserstoff, sondern auch in Terpentinöl und Benzin löslich und liefert mit oder ohne Sikkativzusatz einen bei Ofenhitze sehr hart trocknenden Lack. 



   4-5 Teile der für obigen   Ester verwendeten Leinölfettsäure   können durch Leinöl ersetzt werden. 



  Es dauert nur erheblich länger, bis sich eine einheitlich klare Reaktionsmasse gebildet hat. 



   Beispiel 18 : Das diekölige Veresterungsprodukt mit der Sz. 30 aus 50 g Phthalsäureanhydrid, 150 g   Ricinusöl-Fettsäure   und 50   g   Mannit wird zusammen mit dem kristallinischen Kondensationsprodukt aus 30 g eines Gemisches aus o- und p-Chlor-m-Kresol und 30 g Formaldehyd (40 volumprozentig) bei 180  C kondensiert. Das Gemisch der Phenolkörper wurde durch Chlorierung des   in Eisessig gelösten     m-Kresols   mit der berechneten Menge elementaren Chlors unter Eiskühlung gewonnen und besteht vorwiegend aus der p-Verbindung. 



   Das Endprodukt ist sehr weich und   gummiähnlieh   dehnbar, in   beschränktem   Masse durch Alkohol 
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 Chlor-di-phenylol-propan und 60 g Formaldehyd (30%ig) auf 140-200  C erhitzt. Es entsteht ein harzartiges Produkt, etwas weicher wie   Schellack und w ie dieser   bei der Temperatur seines Schmelzpunktes gummi ähnlich dehnbar. Es kann vorteilhaft als Harz in Nitrocelluloselaeken verwendet werden. 



   Beispiel 20 : 105 g kristallisierte   Citronensäure   und 200   g   Benzylalkohol werden gemeinsam in einem Destillierkolben erhitzt bis eine Temperatur von   250 0 C erreicht ist. Der   mit dem Kristall- 
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 und der obige Vorgang wiederholt. Zuletzt wird durch Anwendung von   Vakuum   der unverbraucht geblieben Benzylalkohol entfernt. Das im Kolben gebliebene Reaktionsprodukt wiegt ungefähr 135 y und hat eine Sz. von 90-100 ; in der Vorlage hat sich insgesamt zirka 25 g Wasser angesammelt. Das bedeutet etwa, dass eine Carboxylgruppe verestert wurde und ausserdem teilweise Anhydritbildung eingetreten ist. Nun werden 50 g Ölsäure und 42 g Glycerin zugefügt und auf   2500 C   erhitzt bis eine Säurezahl von etwa 10 erreicht ist.

   Das hellbraune Produkt ist dickflüssig, hat die Konsistenz eines dicken boiled linseed oil. 



   Bei einer Temperatur unter   1400 C   wird, wie in Beispiel 18, das gewonnene Kondensationsprodukt einverleibt und hierauf die Temperatur allmählich bis 220  C gesteigert. Das Endprodukt stellt ein bei gewöhnlicher   Temperatur weiches, gummiähnlich   dehnbares Harz dar,   löslich   in   Benzol-KohIemvasser-   stoffen, esterartigen Lösungsmitteln u. a. und kann z. B. in vorteilhafter Weise in jedem Verhältnis Nitrocelluloselacken zugefügt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
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 und solchenPhenolen in Reaktion bringt, in denen höchstens eine der reaktionsbevorzugten Stellen o, o, p besetzt ist, ausgenommen die aus Kolophoniumglyzerinestern, Wachsen oder fetten Ölen mit Alkyl oder Aralkyl p-substituierten Phenolen und Formaldehyd hergestellten, dauernd   löslich   bleibenden, nicht gummiartigen Produkte.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, darin bestehend, dass die dritte reaktionsbevorzugte Stelle des Phenolkörpers durch einen Kohlenwasserstoffrest, Oxalkyl oder Chlor substituiert ist. EMI6.2
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