AT133383B - Verfahren zur Veredelung von Öl bzw. koagulierbares Eiweiß enthaltenden Produkten. - Google Patents
Verfahren zur Veredelung von Öl bzw. koagulierbares Eiweiß enthaltenden Produkten.Info
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Description
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EMI1.1
Es konnte nachgewiesen werden, dass durch Destillation der die Fette begleitenden leicht oxydablen
Stoffe die Haltbarkeit von öl-bzw. fetthaltigen Produkten wesentlich erhöht werden kann. Hiebei ist eine Erhöhung der Temperatur dieser Produkte notwendig, und insofern die Produkte durch Hitze koagulierbare Eiweisskörper enthalten, werden diese aus dem lyophilen kolloiden Zustand in einen lyophoben überführt. Um nun diese Umwandlung abzuschwächen, bzw. vollkommen zu verhindern. wird das Behandlungsgut erfindungsgemäss bei erhöhter Temperatur abwechselnd mit Wasserdampf in Berührung gebracht und wieder getrocknet, so dass nebst der Temperaturänderung auch eine periodische Änderung des Wassergehaltes eintritt.
Zweelunässig wird das Behandlungsgut während der Wasserentziehung gekühlt. Es ist zwar bekannt, zur Steigerung der Backfähigkeit von Mehl dieses mehrmals zwischen 0 und 40 C oder -20 und 20 C abzukühlen bzw. zu erwärmen, doch können diese Tem- peraturänderungen wegen der Wahl des Temperaturänderungsbereiches und mangels gleichzeitiger Änderung des Feuchtigkeitsgehaltes den Zweck der vorliegenden Erfindung nicht eriüllen. Von Bedeutung für die rationelle Durchführung des Verfahrens ist es. wie sieh erwiesen hat. während des Erhitzens die H-Jonenkonzentration des Substrates zu regulieren sowie den Quellungszustand niedrig zu erhalten.
Zum Zwecke, die Hitzekoagulation der Eiweissstoffe zu verhindern. ist es auch möglich, Zusätze zu verwenden, die in diesem Sinne wirken, beispielsweise Ammoniak, alle Alkalien, Zucker u. dgl. Diese werden, je nach ihrem Aggregatzustand, dem zur Behandlung des Gutes dienenden Wasserdampf zugesetzt oder in einer Flüssigkeit gelöst, mit welcher vor Durchfüll1' ! U1g des Verfahrens eine Quellung des Gutes herbeigeführt wird. Die Verwendung von Ammoniak zur Erhöhung der Haltbarkeit von Getreide ist wohl bereits vorgeschlagen worden, doch sollte dieses Zusatzmittel in jenem Falle die H-. Jonenkonzen- tration herabsetzen. während die Verhinderung der Hitzekoagulation von Eiweiss hiebei nicht in Betracht kam.
Ausfuhrungsbeispiele :
1. Geschälte Sojabohnen werden in trockenem Zustand auf zirka 80 bis 900 C'erhitzt und sodann durch ein doppelwandiges Gefäss geführt, welches in mehrere Abteilungen geteilt ist. Diese werden von einem Dampfstrom und einem zirka 40 C heissen, trockenen Luftstrom derart durchzogen, dass auf je eine dampf durchströmte Kammer eine mit Troekenluft beschickte Kammer folgt. Die Sojabahnen passieren auf ihrem Durchgang durch den Apparat zunächst eine dampfdurchströmte Kammer, gelangen sodann in eine vom Luftstrom durchzogene Kammer, hierauf neuerdings in eine dampf durchströmte Kammer usf.. bis sie nach beendeter Behandlung aus dem Gefäss abgelassen werden.
Das Verfahren ist als beendet anzusehen, wenn die übelriechenden bzw. die Oxydation der Fettstoffe verursachenden Begleitsubstanzen abgetrieben sind. Der Endpunkt der Behandlung ist sehr leicht an der wesentlichen Veränderung des Geschmacks des Rohmaterials festzustellen. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Sojabohnen durch den Apparat kann in jedem Fall so eingestellt werden, dass die Bohnen den Apparat gerade dann verlassen. wenn das Veredelungsverfahren als beendet anzusehen ist.
EMI1.2
Hitzekoagulation der Eiweisskörper aufgehalten wird.
2. Lose aufgeschüttete Weizenkörner werden in trockenem Zustande auf 600 C erhitzt nnd abwechselnd mit einem Dampfstrom von etwa 100 C und einem Strom trockener Luft von etwa 50'" L' behandelt. Das Verfahren ist beendet, wenn die die leichte Oxydation der Kleiesehieht verursachende ! ! Stoffe abgetrieben sind.
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EMI2.1
Bedeutung ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Veredelung von Öl bzw. koagulierbares Eiweiss enthaltenden Produkten, dadurch gekennzeichnet, dass man das Behandlungsgut bei erhöhter Temperatur abwechselnd mit Wasserdampf in Berührung bringt und wieder trocknet, so dass sein Wassergehalt periodisch verändert wird.
Claims (1)
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut während der Wasserentziehung gekühlt wird.3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Behandlungsgut durch eine Reihe von Kammern geführt wird, von welchen jede zweite mit Wasserdampf von zirka 100 C, die dazwischen liegenden mit Luft niedrigerer Temperatur beschickt werden.4. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass dem Arbeitsgut die Koagulation der Eiweisskörper hemmende Stoffe zugesetzt werden. EMI2.2
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| AT133383T | 1929-08-24 |
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