AT141145B - Verfahren zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchten.Info
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Description
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Vcriithreu zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchte.
Die Erfindung'betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchten, z. B. Sojabohnen oder Marinebohnen (kleine, trockene, weisse Bohnen), die einen scharfen Geschdmack und unerwünschte dunkle Farb- oder Pigment4substanzen enthalten.
Es ist bekannt, Schwefeldioxyd zur Behandlung von Hülsenfrüchten sowie zur Behandlung von Trockenschnitzeln von Kartoffeln zu verwenden : das erhaltene Produkt ist jedoch nicht haltbar und auch nicht schmackhaft, so dass es für Ernährungszwecke nicht in Frage kommt. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, die bei der Behandlung entsehenden Restsubstanzen oder das überschüssige Schwefeldioxyd zu entfernen, da die Restsubstanzen die Früchte besonders als Nahrungsmittel unbrauchbar machen würden.
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findung die Hülsenfrüchte bei normaler Temperatur in eine wässerige Lösung von Schwefeldioxyd, die unwirksam bei der herrschenden Temperatur ist, getaucht und darin gequollen, wonach durch eine mässige Erwärmung in nassem Zustand das von den Hülsenfrüchten aufgenommene Schwefeldioxyd
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wendung von neutralisierenden Substanzen beseitigt wird. Die Wärmebehandlung erfolgt zweckmässig in mehreren Stufen. So werden z. B. die in der wässerigen Lösung von Sehwefeldioxyd aufgequollenen Bohnen aus der Lösung genommen, in einem Wasserbad auf 60-80 f 20-30 Minuten lang erhitzt und dann 1-4 Minuten lang mit Dampf von 100 C behandelt.
Das nach dem Verfahren hergestellte Produkt ist gekennzeichnet durch seine weisse Farbe, neu- tralen oder angenehmen Geschmack und seine Fnsehädlichkeit. Es kann bei der Herstellung von milch- ähnlichen Produkten, von Hefe in fliissiger, kondensierter oder Pulverform, von Mehl, Käse. Kasein, für industrielle Zwecke u. a. Verwendung finden.
Das Verfahren wird in Anwendung auf Sojabohnen beschrieben, welche reich an Protein und an öligen oder fettigen Substanzen sind. Fm die Absorptionsfähigkeit der Bohnen zu erhöhen, werden sie vorzugsweise vor der Behandlung gut getrocknet.
Die Sojabohnen können in ganzem oder in zerkleinertem Zustand behandelt und zu diesem Zwecke gebrochen, geschnitten oder auf irgendeine andere Weise durch entsprechende Maschinen zerkleinert werden. Vorzugsweise jedoch werden die Sojabohnen so zerteilt, dass die Olzellen möglichst nicht zer- stört werden, um eine Einwirkung des Schwefeldioxyds auf die Ölzellen zu vermeiden. Es können
Sojabohnen jeder beliebigen Farbe, wie gelbe. sehwarze, grüne oder rote, welche alle reich an stickstoff- haltigen Substanzen sind, verwendet werden. Hohe Temperaturen und eine hohe Konzentration der schwefligen Säure werden während des Prozesses vermieden, um die Proteine und andern Substanzen in ihrem natürlichen, ungeronnenen Zustand zu erhalten.
In Durchführung des Verfahrens wird eine Charge der Hülsenfrüehte. z. B. weisse, trockene Soja-
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502 in H20 oder ihr Ph-Wert ist gleich 2. 2. Die Charge wird in dieser Lösung belassen, bis sie vollständig mit derselben gesättigt ist. was bei normaler Temperatur ungefähr 10 Stunden dauert. Dadurch quilit das Bohnenmaterial, auf und die Lösung wird bis zu einem solchen Grade absorbiert, dass sie vollständig die Bohnenstruktur durchdringt.
Das Schwefeldioxyd ist jedoch bei der beim Aufquellen herrschenden
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diesem Fall die Sojabohnen dem Schwefeldioxyd in einem Dampfstrom ausgesetzt. wodurch die Behandlungszeit von ungefähr zehn auf etwa zwei Stunden vermindert wird.
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dringen, dass die Farbstoffe der Bohnen weiss gebleicht werden und dass der charakteristische Geschmack und Geruch vollständig entfernt ist.
Das Schwefeldioxyd, das in der wässerigen Losing in den Bohnen verbleibt, wird dann aus der Lösung in Gasform durch Wärme ansgetrieben, wobei es seine Wirkung
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Schwefeldioxyd kann ohne Anwendung von neutralisierenden Substanzen geschehen, welche in der Bohnensubstanz schädliche oder unerwünschte Reaktionsprodukte oder Rückstände hinterlassen würden.
Durch die Wärmebehandlunrg wird nicht nur die bleichende und geschmackreinigende Wirkung auf die Bohnenstruktur ausgeübt, sondern es wird auch ausserdem der Überschuss an Schwefeldioxyd leicht und rasch entfernt. Die Bohnen werden zu diesem Zweck für bestimmte Zeit bei einer bestimmten Temperatur zwei Verfahrensschritten ausgesetzt, u. zw. werden die Bohnen für 20-30 Minuten einer Temperatur von 60 bis 800 C und hierauf einer Temperatur von 100 C für 1-4 Minuten ausgesetzt.
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Die Wärme kann auf irgendeine beliebige Weise angewandt werden. So können z. B. die Bohnen in reinem Wasser auf einer Temperatur von 60 bis 800 Cgehalten und dann einem Dampfstrom voll 100'C
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in welchem sich die Bohnen befinden, eingebraeht werden, worauf nach dem Aufquellen das Schwefeldioxyd entfernt und auf irgendeine geeignete Weise Wasser in den Behälter eingelassen wird. Xach 20-30 Minuten wird das Wasser abgelassen und in denselben Behälter Dampf von] 00 0 ('zur Weiter- behandlung der Bohnen für 1-4 Minuten eingelassen.
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unverändert in ihrer natürlichen Form. Die Pigmente und scharfschmeckenden Substanzen sowie die Enzyme sind in inaktivem Zustand.
Das Produkt hat weiter den Vorteil, dass es nach dem Trocknen sehr lange aufbewahrt werden kann. ohne ranzig zu werden.
PATEXT-AXSPRL('HE :
1. Verfahren zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchten, z. B. Sojabohnen, die einen scharfen Geschmack und dunkel gefärbte Substanzen enthalten, unter Verwendung vonSchwefel- dioxyd.
dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenfrüchte bei normaler Temperatur in eine wässerige
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gequollen werden, wonach durch eine mässige Erwärmung in nassem Zustand das von den Hülsenfrüchte aufgenommene Schwefeldioxyd befreit und wirksam gemacht wird, ohne dass eine Veränderung der Proteine und Albumine eintritt, während gleichzeitig durch die Erwärmung jeder etwaige Überschuss des Schwefeldioxyds ohne Anwendung von neutralisierenden Substanzen beseitigt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch]. dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung in mehreren Stufen erfolgt, um ein Gerinnen des Proteins zu verhindern. EMI2.8
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT141145T | 1931-11-26 |
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|---|---|---|---|
| AT141145D AT141145B (de) | 1931-11-26 | 1931-11-26 | Verfahren zur Herstellung eines verfeinerten Produktes aus Hülsenfrüchten. |
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|---|---|
| AT (1) | AT141145B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE970264C (de) * | 1940-10-20 | 1958-09-04 | Dr Richard Hempel | Verfahren zur Verarbeitung von Huelsenfruechten, Getreidearten und sonstigen Samen |
-
1931
- 1931-11-26 AT AT141145D patent/AT141145B/de active
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