AT133185B - Auslöseventil für Luftbremsen von Eisenbahnfahrzeugen. - Google Patents

Auslöseventil für Luftbremsen von Eisenbahnfahrzeugen.

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AT133185B
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Julius Ing Hiltscher
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Julius Ing Hiltscher
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  AuslöseventilfürLuftbremsenvonEisenbahnfahrzeugen. 



   Die bisherigen Auslöseventile für die Luftbremsen von Eisenbahnfahrzeugen lassen beim Öffnen von Hand Luft durchströmen, woran man erkennt, dass die Luftbremse des Fahrzeuges geladen ist. Soll die Bremse des Fahrzeuges gelöst werden) so muss das Auslöseventil von
Hand weiter gehohen werden, wobei eine Einrichtung getroffen sein kann, um das Ventil selbsttätig so lange offen zu halten, bis die in Betracht kommenden Teile der Bremsanlage auf Atmosphärendruck gebracht sind. 



   Um nun beim Prüfen der Bremse darauf, ob sie geladen ist, zu verhüten, dass das Ventil zufällig zu weit gehoben und so die Bremse unabsichtlich gelöst wird, ist gemäss der Erfindung eine Einrichtung getroffen, welche den vom Ventil dem Heben entgegengesetzten Wider- stand beträchtlich erhöht, sobald der zum Prüfen erforderliche Hub überschritten wird, woran der   Bedienungsmann   sofort merkt, dass er das Ventil loszulassen hat, wenn er die Bremse bloss prüfen soll. 



   Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise   Ausführungsform   des vorliegenden
Ventils in einer Einkammerdruckluftbremse. 



   Das mit einem Auslöseteller 4 und einem Hochhalteteller 6 ausgestattete Auslöseventil, dessen beide Teller durch eine aus zwei   ineinandergeschraubten   Teilen bestehende Spindel 15 starr miteinander verbunden sind, spielt in einem zweiteiligen   Gehäuse 1, 2.   von dem der obere Teil.   2   den Sitz 8 für die Oberseite des grösseren Tellers   6 trägt, während   der untere   Gehäuseteil 1 den   Sitz 13 für den kleineren Teller 4 trägt. Die beiden Gehäuseteile stehen durch den schmalen   ringförmigen   Zwischenraum 16 zwischen der Spindel 15 und der unteren Querwand des oberen   Gehäuseteiles.   2 miteinander in dauernd offener Verbindung.

   Die den   Meineren Ventilteller- aufnehmende   Kammer ist einerseits durch einen Stutzen   17,   z. B. mit dem Hilfsbehälter oder dem Bremszylinder der Einkammerdruckluftbremse, und anderseits durch Öffnungen 18 im Sitz 13 und   Öffnungen im Gehäuseteil J'dauernd mit   der   Aussenluft   verbunden.

   Eine im unteren   Gehäuseteil 1 längsverschiebliche.   unter der Wirkung einer mittels Mutter   1,'2 nachspannbaren Feder 9   stehende Hülse 11 dient   erfindungsgemnäss   zur Führung der Ventilspindel 15, deren unteres Ende in der dargestellten Ruhelage aus dem unteren Ende der   Hülse   ein kurzes   Stück herausragt   ; eine zweite Feder 10 ist zwischen die untere Querwand des   oberen Gehäuseteiles. 3   und den Teller 4 des Mehrsitzventils eingespannt. Der von Hand. etwa mit Hilfe eines Drahtzuges in   üblicher Weise   zu betätigende Hebel 14 dient seinerseits zur Betätigung des Ventils.

   Bei der in der Zeichnung dargestellten Ruhelage liegt der obere grössere Teller 6, der Hochhalteteller, mit der Unterseite auf einem in einer Querwand 19 des oberen Gehäuseteiles 2 befindlichen Sitz 7, der Raum oberhalb des Sitzes 8 des Tellers 6 ist durch eine Öffnung 20 im Deckel 3 mit der Aussenhlft dauernd verbunden. Alle Ventile sind als   Weichsitzventile ausgeführt.   



   Ist die Bremse einige Zeit geladen gewesen, so hat sich in den Räumen oberhalb der unteren Querwand des oberen Gehäuseteiles 2 und oberhalb des Tellers 4 und Sitzes 5 Druckausgleich mit der Druckluft im Stutzen 17, also mit dem Hilfsluftbehälter oder Bremszylinder. eingestellt. Dadurch, dass der Durchmesser des Sitzes 7 des Tellers 6 kleiner ist als der   Durch-   messer des Sitzes 5 des Tellers 4 und unter Mitwirkung der Feder 10 wird der Teller 6 auf 

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 EMI2.1 
 unterhalb des Sitzes 5 Atmosphärendruck herrscht. 



   Wird der Hebel 14 zwecks Prüfung der Bremse derart betätigt, dass er nur die Ventil- spindel 15 auf einen Augenblick, nicht aber die   Hülse   hebt, so wird der Teller 4 vom
Sitz 5 und der Teller 6 vom Sitz 7 abgehoben. und Luft bläst durch die Öffnungen 18 und
21 einerseits und durch die Öffnung 20 anderseits aus. Man erkennt wie üblich daraus. dass die Bremse geladen ist. Lässt man nach einem Augenblick den Hebel 14 in die Ruhelage zurückkehren, so werden auch die Teller 4 und 6 unter der Einwirkung der Feder 10 und der im wesentlichen unverändert gebliebenen Luftdruekverhältnisse wieder in die gezeichnete Ruhelage zurückgeführt. 



   Will man aber die Bremsen lösen, so betätigt man den Hebel 14 derart. dass nicht nur die   Spindel 15,   sondern mit ihr auch die   Hülse 11   entgegen dem deutlich fühlbaren Druck der Feder 9 so weit gehoben wird, dass der Teller 6 sich an den Sitz 8 legt. Dadurch, dass die Druckluft aus dem Stutzen 17 durch die Öffnungen 18 und 21 sehr rasch entweichen kann, tritt auf den beiden Seiten des Tellers 4 sehr rasch Druckausgleich ein. während auf die Unterseite des Tellers 6 durch die aus dem Raum zwischen der Querwand 19 und der unteren Querwand des Gehäuseteiles 2 durch den Sitz 7 nachströmende Druckluft noch immer Druck ausgeübt wird und die Oberseite des Tellers 6 unter Atmosphärendruck steht.

   Der Teller 6 wird daher durch den auf seine Unterseite wirkenden Überdruck entgegen der Wirkung der Feder 10 in der Schlussstellung hochgehalten, auch wenn der Hebel   14   alsbald nach dem Heben des Tellers 6 in die Schliesslage freigegeben und die Hülse 11 durch ihre Feder 9 in die Ruhelage zurückgeführt wird. In dieser Lage verbleibt der Teller   6,   bis infolge Durchleckens der Druckluft von der Unterseite des Tellers 6 durch den schmalen Ringspalt 16 zwischen der Spindel 15 und ihrer Führung in der unteren Querwand des Gehäuseteiles der auf die Unterseite des Tellers 6 wirkende Luftdruck nahezu auf den   Atmosphärendruck ge-   sunken ist.

   Der Hilfsluftbehälter oder Bremszylinder ist dann entleert, mithin die Bremse gelöst. und schliesslich führt die Feder 10 die Spindel 15 samt den Tellern 4 und 6 in die Ruhelage zurück. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :   
1. Auslöseventil für Luftbremsen von Eisenbahnfahrzeugen mit einem die Verbindung der in Betracht kommenden Teile der Luftbremse mit der Aussenluft überwachenden und schon bei kleinem Hub öffnenden Ventilteller, dadurch gekennzeichnet, dass neben diesem Ventilteller   (4)   auf derselben Spindel (15) noch ein Hochhalteventilteller   (6)   vorgesehen ist.

   der erst bei grösserem Hub in die   Schliessstellung   gelangt und dann einen mit Luft von höherem Druck gefüllten Raum von einem mit Luft von   geringerem Druck gefüllten   Raum trennt, wodurch er und damit das ganze Mehrsitzventil durch den höheren Druck im ersteren Raum in Lösestellung gehalten wird, bis es durch den herbeigeführten Druckausgleich zwischen beiden Räumen, gegebenenfalls im Verein mit Federn, in die Ruhelage   zurückgeführt   wird.

Claims (1)

  1. 2. Auslöseventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindel (jf ;) in einer unter der Wirkung einer Feder (9) stehenden Hülse (11) geführt ist und mit ihrem freien Ende bloss so weit aus der Hülse hinausragt, dass beim Hineindrücken des freien Spindelende bis zum freien Hülsenende der die Verbindung mit der Aussenluft überwachende Teller (4) in die Offenstellung, dagegen der zum Festhalten des Ventils in der Losestellung dienende Teller (6) noch nicht in die Schliessstellung gelangt.
    3. Auslöseventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass neben den Sitzen (5, 8) für die Teller (4 bzw. 6) noch ein dritter Sitz (7) im Ventilgehäuse vorgesehen ist. auf dem in der Ruhelage eine Seite (die Unterseite) des Hochhalteventiltellers (6) liegt. durch welchen Sitz (7) beim Anheben des Hochhaltetellers (6) die Verbindung zwischen einer Seite (der Unterseite) des Hochhaltetellers (6) und dem durch Anheben des kleineren Tellers ( freigelegten Weg [über den Ringspaltss und die Ventilspindel (15) und Öffnungen (18 und 21)] zur Aussenluft geöffnet wird. EMI2.2
AT133185D 1931-03-19 1930-05-22 Auslöseventil für Luftbremsen von Eisenbahnfahrzeugen. AT133185B (de)

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