AT132513B - Rüttelvorrichtung für Siebe. - Google Patents

Rüttelvorrichtung für Siebe.

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AT132513B
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Walter Spiehs
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Walter Spiehs
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Rüttelvorrichtung   für Siebe. 



   Die Erfindung betrifft eine   Rüttelvorriehtung   für Siebe mit Elektromagneten periodisch veränderlicher Polarität,   insbesondere für solche   zur Mahlfeinheitspriifung feinster Mahlprodukte, wie Puder, Federweiss, Kohle od. dgl., und besteht darin, dass lotrecht angeordnete Elektromagnete auf horizontale, in der Mitte gelagerte und an ihren Enden   freisehwingende   Anker einwirken. Des weiteren betrifft die Erfindung die   Aufhängung   der Siebträger sowie die Ausbildung und Lagerung der Anker. 



   Zur Rüttelung von Sieben wurden bereits Solenoidspnlen verwendet, deren hin und her gehender, vornehmlich unter Federwirkung stehender Kern durch Änderung der Spulenpolarität eine horizontale Rüttelbewegung des Siebes hervorruft. Auch wurden bereits zwischen zwei gegenläufig gesteuerten Magnetspulen Ankerstüeke mit Federn vorgesehen, welche gleichfalls eine horizontale Schwingung des Siebes hervorrufen.

   Diese Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass insbesondere bei der Anwendung für Siebe für die Mahlfeinheitsprüfung feiner Mehle, wie Puder od. dgl., welche beispielsweise pro 
Quadratzentimeter   Siebfläche   10.000 Öffnungen aufweisen, ein Verstopfen der Sieböffnungen eintritt, da für diese Mahlfeinheitsgrade Rüttelbewegungen verschiedenster Richtung und verschiedenster
Intensität erforderlich sind, um das Mahlgut durch die Sieböffnungen hindurehzubringen. Ausserdem hat die horizontale Rüttelung des Siebes den Nachteil, dass das Material an den Siebmaschen gescheuert, d. h. in seiner Korngrösse weiterhin verkleinert wird, so dass die Priifresultate fehlerhaft sind, da im
Prüfsieb selbst eine weitere Zerkleinerung des in seiner   Korngrösse   zu prüfenden Materiales stattfindet. 



  Ausserdem ist die Siebdauer bei den bekannten Einrichtungen so gross, dass eine Mahlfeinheitsprüfung während des Mahlganges durch Entnahme von Proben nicht unmittelbar, sondern erst nach vielen Minuten möglich ist, während welcher Prüfzeit jedoch die Mühle gegebenenfalls ein Produkt nicht gewünschter   Korngrosse,   demnach Ausschussware liefert. 



   Mit dem Erfindungsgegenstand ist es jedoch möglich, beispielsweise   Mahlfeinheitsprüfungen   in wenigen Minuten durchzuführen, wobei ausserdem durch die   hauptsächlich   lotrechte   Schüttelbewegung   sowohl ein Verstopfen der Sieblöeher als auch ein   Scheuern   des Mahlgutes durch die Siebmaschen und damit schliesslich auch ein stärkerer Verschleiss der Siebe ausgeschlossen ist. Ausserdem erfordert die Einrichtung keine besonderen Klopfeinrichtungen zum Durchbringen des Mahlgutes durch die Sieblöcher, ist einfach und billig herstellbar und im Gebrauch leicht bedien-und beschiekbar. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 im Aufriss und in Fig. 2 im Grundriss dargestellt. 



   Die einzelnen Siebe   S"S"S,   und   84   abgestufter Masehenweite sind in einem Siebträger 1 gelagert, welcher beispielsweise mittels Bandfedern 2 auf je zwei Ankern 3 und 3'aufgehängt ist, welche Anker um eine ortsfeste, horizontale Achse 4 schwingbar gelagert sind, wobei ihre Horizontallage durch Schraubenfedern 5 eingestellt werden kann. Die Spannung der Schraubenfedern 5 kann durch Stellschrauben 6 beliebig eingestellt werden. Oberhalb der beiden   Anker. ? und 5'ist   je ein Paar Elektromagnete 7 bzw. 7'mit lotrechter Achse angeordnet, deren Entfernung von den Ankern   j bzw.. 3' mittels   der Stellschrauben 8 bzw. 8'eingestellt werden kann.

   Die Magnete 7 bzw. 7'sind mittels der genannten Stellschrauben ortsfest in einer Trägerplatte 9 befestigt, in welcher durch Schrauben 10 die Lager 11 für die ortsfeste Achse   4   befestigt sind. Zur periodischen Veränderung der Polarität können entweder umsteuerbare Gleichstromspulen 7 bzw. 7', oder aber vorzugsweise Wechselstromspulen entgegengesetzten   Wicklungssinnes   verwendet werden, so dass die Polarität der vier Spulen 7 bzw. 7'in jedem Zeitpunkt voneinander verschieden ist. 

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   Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Auf das oberste Sieb S, wird das etwa in seiner Feinheit zu überprüfende   Mahlgut   aufgelegt und die beispielsweise in Serie geschalteten vier Weehselstromspulen 7 bzw. 7'eingeschaltet. Durch die verschiedene Polarität der Spulen sowie durch die bei Wechselstrom übliche Periodenzahl (z. B. 50 Perioden) werden die um die Achse 4 sehwingbaren Anker   3 bzw.. 3' in gegeneinander   versetzte Schwingungsbewegungen kleinster Amplitude versetzt, welche durch die Bandfedern 2 dem Siebträger 1 mitgeteilt werden. Durch diese aufgedruckten Schwingungsbewegungen als auch durch die Elastizität der Puffer- 
 EMI2.1 
 Resonanzschwingungen und dadurch Schüttelbewegungen, wodurch eine rasche und verlässliche Siebung bei gleichzeitiger Schonung des Mahlgutes und der Siebe erzielt wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Rüttelbewegung für Siebe mit Elektromagneten periodisch veränderlicher   Polarität, gekenn-   zeichnet durch lotrecht angeordnete Elektromagnete, die auf horizontale, in der Mitte gelagerte und an ihren Enden freischwingende Anker einwirken.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebträger auf den beiden, in der Mitte gelagerten Ankern zweier l\1agnetpaal'e befestigt sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anker durch einstellbare Federn in der horizontalen Lage erhalten werden.
    4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängung der Siebträger auf den Ankern durch elastische Bänder erfolgt, welche auf Zug starr, in bezug auf seitliche Schwingungen jedoch elastisch sind. EMI2.2
AT132513D 1931-03-05 1931-03-05 Rüttelvorrichtung für Siebe. AT132513B (de)

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