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Rüttelvorrichtung für Siebe.
Die Erfindung betrifft eine Rüttelvorriehtung für Siebe mit Elektromagneten periodisch veränderlicher Polarität, insbesondere für solche zur Mahlfeinheitspriifung feinster Mahlprodukte, wie Puder, Federweiss, Kohle od. dgl., und besteht darin, dass lotrecht angeordnete Elektromagnete auf horizontale, in der Mitte gelagerte und an ihren Enden freisehwingende Anker einwirken. Des weiteren betrifft die Erfindung die Aufhängung der Siebträger sowie die Ausbildung und Lagerung der Anker.
Zur Rüttelung von Sieben wurden bereits Solenoidspnlen verwendet, deren hin und her gehender, vornehmlich unter Federwirkung stehender Kern durch Änderung der Spulenpolarität eine horizontale Rüttelbewegung des Siebes hervorruft. Auch wurden bereits zwischen zwei gegenläufig gesteuerten Magnetspulen Ankerstüeke mit Federn vorgesehen, welche gleichfalls eine horizontale Schwingung des Siebes hervorrufen.
Diese Einrichtungen haben jedoch den Nachteil, dass insbesondere bei der Anwendung für Siebe für die Mahlfeinheitsprüfung feiner Mehle, wie Puder od. dgl., welche beispielsweise pro
Quadratzentimeter Siebfläche 10.000 Öffnungen aufweisen, ein Verstopfen der Sieböffnungen eintritt, da für diese Mahlfeinheitsgrade Rüttelbewegungen verschiedenster Richtung und verschiedenster
Intensität erforderlich sind, um das Mahlgut durch die Sieböffnungen hindurehzubringen. Ausserdem hat die horizontale Rüttelung des Siebes den Nachteil, dass das Material an den Siebmaschen gescheuert, d. h. in seiner Korngrösse weiterhin verkleinert wird, so dass die Priifresultate fehlerhaft sind, da im
Prüfsieb selbst eine weitere Zerkleinerung des in seiner Korngrösse zu prüfenden Materiales stattfindet.
Ausserdem ist die Siebdauer bei den bekannten Einrichtungen so gross, dass eine Mahlfeinheitsprüfung während des Mahlganges durch Entnahme von Proben nicht unmittelbar, sondern erst nach vielen Minuten möglich ist, während welcher Prüfzeit jedoch die Mühle gegebenenfalls ein Produkt nicht gewünschter Korngrosse, demnach Ausschussware liefert.
Mit dem Erfindungsgegenstand ist es jedoch möglich, beispielsweise Mahlfeinheitsprüfungen in wenigen Minuten durchzuführen, wobei ausserdem durch die hauptsächlich lotrechte Schüttelbewegung sowohl ein Verstopfen der Sieblöeher als auch ein Scheuern des Mahlgutes durch die Siebmaschen und damit schliesslich auch ein stärkerer Verschleiss der Siebe ausgeschlossen ist. Ausserdem erfordert die Einrichtung keine besonderen Klopfeinrichtungen zum Durchbringen des Mahlgutes durch die Sieblöcher, ist einfach und billig herstellbar und im Gebrauch leicht bedien-und beschiekbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 im Aufriss und in Fig. 2 im Grundriss dargestellt.
Die einzelnen Siebe S"S"S, und 84 abgestufter Masehenweite sind in einem Siebträger 1 gelagert, welcher beispielsweise mittels Bandfedern 2 auf je zwei Ankern 3 und 3'aufgehängt ist, welche Anker um eine ortsfeste, horizontale Achse 4 schwingbar gelagert sind, wobei ihre Horizontallage durch Schraubenfedern 5 eingestellt werden kann. Die Spannung der Schraubenfedern 5 kann durch Stellschrauben 6 beliebig eingestellt werden. Oberhalb der beiden Anker. ? und 5'ist je ein Paar Elektromagnete 7 bzw. 7'mit lotrechter Achse angeordnet, deren Entfernung von den Ankern j bzw.. 3' mittels der Stellschrauben 8 bzw. 8'eingestellt werden kann.
Die Magnete 7 bzw. 7'sind mittels der genannten Stellschrauben ortsfest in einer Trägerplatte 9 befestigt, in welcher durch Schrauben 10 die Lager 11 für die ortsfeste Achse 4 befestigt sind. Zur periodischen Veränderung der Polarität können entweder umsteuerbare Gleichstromspulen 7 bzw. 7', oder aber vorzugsweise Wechselstromspulen entgegengesetzten Wicklungssinnes verwendet werden, so dass die Polarität der vier Spulen 7 bzw. 7'in jedem Zeitpunkt voneinander verschieden ist.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Auf das oberste Sieb S, wird das etwa in seiner Feinheit zu überprüfende Mahlgut aufgelegt und die beispielsweise in Serie geschalteten vier Weehselstromspulen 7 bzw. 7'eingeschaltet. Durch die verschiedene Polarität der Spulen sowie durch die bei Wechselstrom übliche Periodenzahl (z. B. 50 Perioden) werden die um die Achse 4 sehwingbaren Anker 3 bzw.. 3' in gegeneinander versetzte Schwingungsbewegungen kleinster Amplitude versetzt, welche durch die Bandfedern 2 dem Siebträger 1 mitgeteilt werden. Durch diese aufgedruckten Schwingungsbewegungen als auch durch die Elastizität der Puffer-
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Resonanzschwingungen und dadurch Schüttelbewegungen, wodurch eine rasche und verlässliche Siebung bei gleichzeitiger Schonung des Mahlgutes und der Siebe erzielt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rüttelbewegung für Siebe mit Elektromagneten periodisch veränderlicher Polarität, gekenn- zeichnet durch lotrecht angeordnete Elektromagnete, die auf horizontale, in der Mitte gelagerte und an ihren Enden freischwingende Anker einwirken.