AT132398B - Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen.

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AT132398B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus   Gummi     oder iihnliehen Stoffen.   



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen aus deren wässerigen Dispersionen oder Emulsionen der später genannten Art durch Aufstreichen, Tauchen, Imprägnieren, Spritzen, Elektrophorese od. dgl. Gemäss der Erfindung werden den wässerigen Dispersionen oder Emulsion wechselnde Mengen eines oder mehrerer der Salze der   Kieselfluorwasserstoffs1iure   beigemischt oder der freien Kieselfluorwasserstoffsäure selbst, wenn die wässerige Emulsion oder Dispersion bereits eine freie Base, wie Ammoniak, beigemischt enthält.

   Die genannten Salze üben je nach der zugesetzten Menge eine verschiedene Wirkung auf die wässerigen Dispersionen oder Emulsionen aus, so dass   ent-   weder die Viskosität der wässerigen Emulsionen oder Dispersionen erhöht wird oder dieselben in der Kälte oder unter Anwendung   von Wärme   in vorher zu bestimmenden und zu regelnden Zeiten zum Koagulieren gebracht werden können. 



   Die Emulsionen oder Dispersionen aus Gummi oder   ähnlichen   Stoffen können wärmeempfindlich gemacht werden, wenn ihnen im Überschuss über eine gewisse Mindestmenge je nach der betreffenden Zusammensetzung der Emulsionen oder Dispersionen Natrium-, Kalium-, Barium-, Ammonium-oder andere Salze der   Kieselfluorwasserstoffsäure   zugesetzt werden. Diese Mengen reichen nicht aus. eine schnelle Koagulation hervorzubringen, aber die Salze in diesen Mengen werden wirksame Koagulationsmittel bei Anwendung von Wärme.

   Es wurde gefunden. dass bei Anwendung eines Latexkonzentrats mit   0-5% Ammoniak   und einem durch Zentrifugieren auf   60"/o gebrachten Gumrnigehalt 0-1-1'0% kieselfluorwasserstoHsallres   Natrium auf den Gummi berechnet   ausreichen,   die Koagulation bei etwa   800 C hervorzubringen.   Die Stabilität des Latexkonzentrats und die Geschwindigkeit der verlangten Koagulation sind wichtige Faktoren.

   Unter der erwähnten Mindestmenge ergeben diese Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure keine Koagulation innerhalb einer   angemessenen Zeit. u. zw.   weder in der Kälte noch in der Wärme ; jedoch erhöhen Mengen unter der erwähnten Mindestmenge in der Grössenordnung von   0-05-0-1% auf   den Gummigehalt   berechnet die Viskosität derartiger   wässeriger   Gummiemulsionen   oder Dispersionen. 



   Bei Verwendung grösserer Mengen dieser Salze, u. zw. in der Grössenordnung von 1-50/0 auf den Gummi berechnet, wurde gefunden, dass die wässerigen Emulsionen oder Dispersionen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen in der Kälte gleichmässig zum Gerinnen gebracht werden. 



  Während des Zusetzens dieser Salze tritt keine ernstliche örtliche Koagulation ein. Die Gesamtzeit, innerhalb welcher das Gerinnen in der Kälte vollständig durchgeführt werden kann, kann auf etwa 5 Minuten und darüber hinaus vermindert werden. Auch die Zeit bis zum Beginnen der Koagulation ist regelbar. Es wurde ferner gefunden, dass neben andern Substanzen Zinkoxyd ein Beschleuniger (activator) bei dem Koagulationsverfahren ist und dass eine schnelle Koagulation in der Kälte eintritt, wenn die Alkalität niedrig ist. Die Salze können entweder als Pulver, welches in die Latex eingesiebt wird. oder als eine Dispersion, gewöhnlich in Wasser, mit oder ohne Zusatz geeigneter   Dispergierungsrnittel   oder von Schutzkolloiden zugesetzt werden. Die Emulsionen oder Dispersionen werden durch den Zusatz geeigneter Mittel konserviert.

   Es kommen solche von Gummi, Guttapercha, Balata oder ähnliche   Pflanzenharzp   die natürlich vorkommen oder künstlich erhalten werden, im vulkanisierten oder nichtvulkanisierten 

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 Zustand zur Verwendung. Wässerige Dispersionen aus koaguliertem Gummi, vulkanisiertem Gummi,   Abfall-oder Regeneratgummi   können nach Belieben für sich oder als Zusätze auch benutzt werden. Die vorgenannten Dispersionen können auch die üblichen bekannten Zusatzstoffe enthalten, und sie können auch konzentriert sein. Die Konzentrate, die nach den englischen Patentschriften Nr. 290313 und   219635   erhalten werden, können auch benutzt werden. 



   Ein Beispiel einer Latexmischung folgt :
Durch Zentrifugieren auf einen Gummigehalt von   60%   konzentrierter Latex, der mit etwa   0'50/0 Ammoniak   konserviert ist, wird durch Zusatzstoffe auf die folgende Zusammensetzung gebracht   :     Gummi...............   100 Gewichtsteile   Schwefel.............. 5  
Mineralöl.............. 10 Der Ammoniakgehalt wird durch bekannte Mittel auf   0'050/0   verringert. 



   Wenn das obige Latexgemisch als wärmeempfindliche Mischung benutzt werden soll, so   werden 2 9 kieselfluorwasserstoffsaures   Natrium als Suspension in   4. Wasser   je Liter der Latexmischung sorgfältig eingerührt, d. h.   0'33 9 kieselfluorwasserstoffsaures   Natrium je 100 y Gummi. Soll jedoch nur die Viskosität der obigen   Mischung erhöht   werden, so wurde gefunden, dass der Zusatz von 0-05-0-2 Teilen je 100 Teilen Gummi in der konzentrierten Latexmischung ausreicht, die   Viskosität   bedeutend zu erhöhen, so dass ein Produkt erhalten wird, das für die   Aufstreich-und Tauchverfahren besonders   geeignet ist.

   Soll dagegen die obige Latexmischung als eine solche benutzt werden, die in der Kälte zum Koagulieren gebracht werden kann, so wurde gefunden, dass der Zusatz von   1'3   Teilen kieselfluorwasserstoffsaurem Natrium je 100 Teilen Gummi ausreicht, um die Latexmischung in etwa 15 Minuten zu einem festen homogenen Gel zu bringen, wenn sie bei Raumtemperatur stehen gelassen wird. Es ist klar. dass es je nach dem Ursprung und der Art der benutzten wässerigen Dispersion erforderlich ist, vor der Vornahme der Koagulation oder der Steigerung der Viskosität eine Anzahl Vorversuche durchzuführen, um das günstigste Mengenverhältnis der Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure festzustellen, das erforderlich ist.

   Unter dem   Ausdruck Koagulieren"oder Gerinnen"   soll der Zustandswechsel des Gummis oder des ähnlichen Materials in der wässerigen Dispersion aus dem dispersen Zustand in den Zustand verstanden werden, in welchem der Gummi die beständige Phase bildet. Das ganze Dispersionsmittel ist in den Poren, Kapillaren oder Zellen von mikroskopischen oder ultramikroskopischen Ausmassen des Gefüges des erzeugten festen Körpers enthalten. Das so hergestellte Gel hat ein starkes, homogenes irreversibles festes Gefüge ohne mit blossem Auge sichtbare Poren. Die mikroskopischen oder ultramikroskopischen Poren, Kapillaren oder Zellen, welche das Serum enthaltem, werden beim Trocknen des Gels allmählich kleiner.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen durch Aufstreichen, Tauchen, Imprägnieren, Elektrophorese od. dgl. unmittelbar aus deren konzentrierten wässerigen Dispersionen oder Emulsionen, dadurch gekennzeichnet, dass den Konzentraten vor ihrer Weiterverarbeitung Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure oder diese Säure selbst in Mengen von etwa 0'05 bis 50/0 auf den Gummi berechnet zugesetzt werden und durch EMI2.1
AT132398D 1928-12-07 1929-12-07 Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Gummi oder ähnlichen Stoffen. AT132398B (de)

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