AT132380B - Verfahren zur Herstellung eines calciumphosphat- und stickstoffhaltigen Düngers. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines calciumphosphat- und stickstoffhaltigen Düngers.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines ealciumphosphat- und stickstoffhaltigen Düngers. Es ist bereits beschrieben worden, durch Einwirkung von Ammoniak auf Superphosphat oder Doppelsuperphosphal Mischdünger herzustellen. Man benutzt hiefür konzentriertes Ammoniak. Die grosstechnische Ausführung des Verfahrens zeigte nun, dass bei der Behandlung von Super mit konzentriertem Ammoniakgas einerseits infolge der durch die Reaktionswärme verursachten starken Temperaturerhöhung Produkte entstehen, bei welchen die Phosphorsäure nur in geringem Masse in Petermann-Lösung und selbst in 2% iger Zitronensäure nicht völlig löslich ist. Anderseits findet aber auch eine starke Wasserverdampfung statt, welche bei kontinuierlichem Betrieb zu Kondensationen an den kälteren Teilen des Apparats oder der Reaktionsmasse und dadurch zum Schmieren-und Klumpenbilden Veranlassung gibt. Zur Behebung dieser Schwierigkeiten und vor allem zur Erzielung von Produkten mit bestimmten Löslichkeitseigenschaften der entstehenden Calciumphosphate in einer Ammoncitratlösung, welche eine pH-Zahl gleich 6 hat, wurde bereits vorgeschlagen, das Verfahren im kontinuierlichen Gegenstrom mit verdünntem Ammoniakgas durchzuführen. Es zeigte sich aber, dass die von Superphosphat oder ähnlichen Aufschlussprodukten aus verdünntem Ammoniakgas aufgenommene Stickstoffmenge bei weitem nicht derjenigen entspricht. EMI1.1 P2O5-Gewichts aufgenommen. Mit 100/0 Ammoniak etwa 33% vom P2O5-Gewicht. während das völlig gesättigte Produkt 44-45% bis zu 49 % vom P2Oü-Ge,,'icht aufzunehmen vermag. so dass also auf 18-8 Teile Psi,, =8'3 Teile LX, kommen. Die Reaktionen zwischen den aufgeschlossenen Rohphosphaten mit Ammoniak verlaufen beispielsweise in folgender Weise : EMI1.2 Von diesen Reaktionen entwickeln diejenigen nach Gleichung J die grösste Keakhons- EMI1.3 Diese Erkenntnis ermöglicht es, ein völlig mit Ammoniak gesättigtes Produkt von sehr hoher Citratlöslichkeit und befriedigender physikalischer Beschaffenheit bei der Erzeugung herzustellen. Man fiihrt vorteilhaft die Behandlung der Aufschlussmassen mit verdünntem Ammoniak so <Desc/Clms Page number 2> weit, dass die Reaktionen, welche die hauptsächliche Reaktionswärme entwickeln, im wesent- lichen zu Ende geführt werden. Das sind die Reaktionen gemäss der Gleichung 1 und-l. Natürlich können daneben auch teilweise Reaktionen nach den anderen Gleichungen verlaufen. Jedoch finden diese Reaktionen mit verdünntem Ammoniak nur in geringerem Umfange statt, es sei denn, dass die Reaktionsmasse sehr feucht ist oder in wässeriger Lösung gearbeitet wird. Die weiteren Reaktionen nach Gleichungen 3 bis 5 führt man dann mit hoher konzentriertem Ammoniakgas zu Ende. Bei der Behandlung des Superphosphats oder ähnlicher Produkte mit verdünntem Ammoniak kann es vorkommen, dass die Reaktionsmasse stark austrocknet. Dann zeigte sich. dass auch konzentriertes Ammoniak nur schwierig und unter Umständen garnicht aufgenommen wird. Man arbeitet deshalb zur vollständigen Umsetzung der Phosphorsäure mit konzentriertem Ammoniak vorteilhaft bei Gegenwart von Wasser. Die Menge des Wassers braucht aber nicht grösser zu sein, als dass man unmittelbar ein streufähiges Produkt bekommt, beispielsweise 5-12 % der Aufschlussmasse. Man kann die Reaktion so ausführen, dass man das mit verdünntem Ammoniak hergestellte Produkt entweder während der Behandlung mit verdünntem Ammoniak mit Wasser befeuchtet und dann mit konzentriertem Ammoniak reagieren lässt, oder erst nach der Reaktion mit verdünntem Ammoniak mit Wasser befeuchtet, so dass auf alle Fälle das Reaktionsprodukt während der Reaktion mit konzentriertem Ammoniak genügende Wassermengen enthält. Man kann auch so arbeiten, dass man das durch Reaktion mit verdünntem Ammoniak teilweise ab gesättigte Reaktionsprodukt mit Lösungen von Ammoniak in Wasser vollständig absättigt. Um nicht zu viel Wasser in das Produkt hineinzubringen, benutzt man dazu eine konzentrierte Ammoniaklösung, beispielsweise 25-50%oige Losungen. Das Ammoniak kann sowohl in die Reaktionszone mit verdünntem als auch mit konzentriertem Ammoniak in gasförmiger oder in flüssiger Form eingeführt werden. Will man dem Dünger noch weitere Nährstoffe zuführen. so kann man dieselben in dem bei der Reaktion benutzten Wasser oder der Ammoniaklösung auflösen oder suspendieren. EMI2.1 säure und saure Phosphate bei Gegenwart von Wasser beschrieben worden. Gemäss dem Verfahren nach der vorgenannten deutschen und amerikanischen Patentschrift sollen 2 Atome Stickstoff je 1 Mol. POg gebunden werden. Diese Stickstoffmenge wird nach Feststellungen der Erfinder auch von sehr trockenem Superphosphat oder ähnlichen Produkten aufgenommen. Der Wasserzusatz entsprechend dem Verfahren der Anmeldung ist notwendig, um zwei weitere Atome Stickstoff je 1 P2O ; ; zu binden. Diese Notwendigkeit war aus den genannten Patentschriften nicht zu ersehen. In der englischen Patentschrift Nr. 301387 wird die Herstellung eines Volldüngers durch Einwirkung von Ammoniak auf Mischungen von Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure bei Gegenwart von Kalisalzen besehrieben. Aus wirtschaftlichen Gründen sollen die Säuren in verdünnter Form angewendet werden. Bei diesem Verfahren handelt es sieh um grundsätzlich andere Reaktionen, wie bei der Ammonisierung mineralsauer KalkphosphatAufschlussprodukte. Das gilt besonders von den früher aufgeführten Reaktionsgleichungen 3 bis 5. welche die Anwesenheit von Wasser zur Voraussetzung haben. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines calciumphosphat- und stickstoffhaltigen Düngers durch Behandlung der mineralsauren Aufschlussprodukte der Rohphosphat mit Ammoniak, dadurch gekennzeichnet. dass man die Aufschlussprodukte von Rohphosphaten mit Mineralsäure zunächst mit verdünntem Ammoniak und danach mit konzentriertem. gasförmigen oder flüssigen Ammoniak behandelt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet. dass man das konzentrierte Ammoniakgas bei Gegenwart von Wasser einwirken lässt. wobei man vorteilhaft die Wassermenge so bemisst, dass nach der Absättigung mit Ammoniak ein streufähiger Dünger erhalten wird.3. Ausführungsform nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet. dass man die mit verdünntem Ammoniakgas behandelte Aufschlussmasse mit einer wässerigen Lösung von Ammoniak, welche gegebenenfalls noch Düngesalze, z. B. Ammoniak-oder Kalisalze enthalten kann. behandelt. wobei man die Wassermenge vorteilhaft nur so gross wählt, dass eim streu- fähiger Dünger entsteht.
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