AT131804B - Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens.

Info

Publication number
AT131804B
AT131804B AT131804DA AT131804B AT 131804 B AT131804 B AT 131804B AT 131804D A AT131804D A AT 131804DA AT 131804 B AT131804 B AT 131804B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
placenta
gonococcal
toxin
nutrient medium
obtaining
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schering Kahlbaum Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schering Kahlbaum Ag filed Critical Schering Kahlbaum Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT131804B publication Critical patent/AT131804B/de

Links

Landscapes

  • Cosmetics (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)
  • Medicines Containing Material From Animals Or Micro-Organisms (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines zur   Gonokokkentoxingewinnung   geeigneten Nährbodens. 



   Es ist bekannt, dass menschliche Placenten zu   Bakteriennährboden   verarbeitet werden   können.   



    Diese Nährboden   sind aber an und für sieh keine optimalen und für   das Wachstum   der   Gonokokken ohne   weitere Zusätze nicht brauchbar. 



   Es wurde nun gefunden, dass ein ausserordentlich guter Nährboden für Gonokokken gewonnen werden kann, wenn man darauf achtet, dass bei der Herstellung des Extraktes durch Auskochen von Placenten mit Wasser die   Mengenverhältnisse   so gewählt werden, dass auf etwa   1'5   Teile Placenta etwa 1 Teil wässeriger Extrakt erhalten wird. 



   Dies kann erreicht werden, indem man entweder drei   Placenten   auf einmal in etwa   l ! Wasser     auskoeht   und bei   Verwendung grösserer Plarenten   diese Proportionen wahrt, oder aber dass man eine Placenta in etwa   1l   Wasser   auskocht,   diese sodann entfernt und nach Ersatz des verlorengegangenen Wassers in der entstandenen Bouillon eine zweite Placenta auskocht und nach deren Entfernung eine dritte schliesslich in der Weise, dass man eine Placenta mit Wasser   auskorht   und nach Entfernung der 
 EMI1.1 
 Vakuum. Die Arbeitsweise des wiederholten   Kochens   weiterer Plaeenten im Saft der   vorhergehenden   Abkochung hat   sieh jedoch   als vorteilhafter erwiesen. 



   Das so erhaltene Fleischwasser wird durch die üblichen Zusätze zu einer Nährbouillon ergänzt, die jedoch nur 0'1% (nicht wie sonst   0'5%) Kochsalz   benötigt. Die Bouillon wird zweckmässig auf eine   Wasserstoffionenkonzentration   entsprechend   pH = 7-2-7-4   eingestellt. Natürlich kann man diese Bouillon durch die sonst in der Bakteriologie verwandten Zusätze, z. B. Molke, geeignete Kohlenhydrate usw., ergänzen. 



   In diesem Nährboden wachsen die Gonokokken als dicke, schlierige, fadenziehende Masse, ohne sie zu   trübes,   und geben besonders reichlich Toxine an die Nährflüssigkeit ab, die durch Injektion beim Menschen und Komplementbindung mit Gonorrhoiker Serum nachgewiesen werden können. 



   Beispiel : Eine normale, etwa 500 g schwere Placenta wird nach üblicher Zerkleinerung in   1l   Leitungswasser über Nacht im Eisschrank mazeriert, unter sorgfältigem   Umrühren   auf offener Flamme etwa 20 Minuten unter Rückfluss gekocht und dann unter Ausdrücken koliert.

   Das erhaltene Fleischwasser wird durch Leitungswasser auf   l ! aufgefüllt,   mit einer zerkleinerten frischen Plaeenta in gleicher Weise unter Rückfluss gekocht und koliert, das Kolat erneut auf 11 aufgefüllt und nach Zusatz einer frischen Placenta zum dritten Male 20 Minuten lang unter ständigem   Umrühren   unter Rückfluss auf- 
 EMI1.2 
 sodalösung auf   7#2pH eingestellt, wiederum   15 Minuten im Kochsehen Dampftopf gehalten, sodann heiss mehrmals durch Papierfilter bis zur Klarheit filtriert, heiss in vorher sterilisierte gestopfte Glasgefässe eingefüllt und   schliesslich   nochmals sterilisiert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens durch Auskochen von menschlichen Plaeenten, dadurch gekennzeichnet, dass man die   Mengenverhältnisse   so wählt, dass auf etwa   1'5   Teile Placenta etwa 1 Teil wässeriger Extrakt erhalten wird. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die zur Verwendung kommenden Placenten in einem beliebigen Überschuss von Wasser, zweckmässig am Rückfluss, auskocht und die so erhaltene Lösung, am besten im Vakuum, auf die in Anspruch 1 gekennzeichnete Konzentration bringt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man etwa 500 g zerkleinerte Placenta (entsprechend etwa einer Placenta) mit 1 l Wasser unter Rückfluss auskocht und die nach Entfernung der Placenta anfallende Lösung erneut zum Auskochen einer zweiten Placenta benutzt und den Vorgang in analoger Weise ein drittes Mal wiederholt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man den erhaltenen Rohextrakt durch Zusatz von 0'1% Kochsalz auf den erforderlichen osmotischen Druck bringt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man in den erhaltenen Lösungen das pj ? auf 7'2 stellt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT131804D 1931-05-26 1932-03-14 Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens. AT131804B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE131804X 1931-05-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT131804B true AT131804B (de) 1933-02-10

Family

ID=5664216

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT131804D AT131804B (de) 1931-05-26 1932-03-14 Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT131804B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2995313A4 (de) * 2013-05-09 2016-10-19 Ibiden Co Ltd Plazentaextrakte und verfahren zur herstellung davon

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2995313A4 (de) * 2013-05-09 2016-10-19 Ibiden Co Ltd Plazentaextrakte und verfahren zur herstellung davon

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT131804B (de) Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Nährbodens.
DE545287C (de) Verfahren zur Herstellung eines zur Gonokokkentoxingewinnung geeigneten Naehrbodens
DE2143816A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Urokinase
DE1963846C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Kaliumhydrogentartrat
AT70335B (de) Verfahren zur Herstellung eines Würzeauszuges.
DE649188C (de) Verfahren zur Abwasserbehandlung
DE635572C (de) Verfahren zur Herstellung von Butanol durch Gaerung
AT78195B (de) Verfahren zur Reinigung von zuckerhaltigen Säften und Regenerierung des verwendeten Reinigungsmittels.
DE561725C (de) Verfahren zur Herstellung von vitaminhaltigem Bier
AT125895B (de) Verfahren zur Herstellung eines Gemüseextraktes und insbesondere von flüssigem Suppengrün.
DE646651C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochwirksamen Auszuges aus Sennesblaettern
DE567065C (de) Verfahren zur Erhoehung des Dextrosegehaltes des Ablaufs von Dextrosefuellmassen
DE662834C (de) Verfahren zum Reinigen von Suessholzauszuegen
DE865731C (de) Faellung von in Wasser schwebenden Verunreinigungen mit Hilfe von Staerke
DE532168C (de) Vorrichtung zum Herstellen von Papierleim durch Aufloesen von vegetabilischem stueckigem Harz
DE380757C (de) Verfahren zur Herstellung kaustischer Soda aus Natriumkarbonat
AT141143B (de) Verfahren zur Abscheidung der Nichtzuckerstoffe aus Zuckerfabriks- und Raffineriesäften durch Ausflockung.
AT286760B (de) Verfahren zur Herstellung eines aufgußfertigen, praktisch löslichen Kaffee-Konzentrats
AT133131B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Wasser, insbesondere Brauereiwasser.
DE641742C (de) Verfahren zur Herstellung einer fuer die Gewinnung von Baeckereihefe geeigneten Naehrloesung
AT111547B (de) Verfahren zur Reinigung von Melasse für die Zwecke Spiritus- und Hefefabrikation.
AT105786B (de) Verfahren zur Erzeugung von Lufthefe.
DE739947C (de) Verfahren zur Herstellung eines vitaminreichen Malzpraeparates
DE636361C (de) Verfahren zur Erhoehung der Viscositaet von waesserigen Loesungen zum Zwecke der Lumbalanaesthesie
AT89147B (de) Verfahren zur Herstellung von Melassehefe.