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Selbstverkäufer, insbesondere für Getränke.
Vorliegende Erfindung stellt eine Verbesserung eines in dem Patent Nr. 123604 beschriebenen Selbstverkäufers, inbesondere für Getränke dar. welcher mit Verschlussvorrichtungen versehen ist, die die Ausgabeöffnung des Selbstverkäufergehäuses bei der Herausbeförderung eines gefüllten Bechers freigeben und vorher wie auch bei gänzlichem Ausschub des Bechers abschliessen.
Der Erfindung liegt nun der Gedanke zu Grunde, die Ausgabevorrichtung mit der VerschlussVorrichtung zu vereinen und durch ein besonderes, vom Hauptantrieb gesteuertes Antriebswerk zu betreiben, wodurch einerseits ein Mechanismus zur Freilegung der Ausgabeöffnung und anderseits besondere Vorkehrungen zur Absperrung des Innenraumes (vor bzw. während nach Ausgabe des gefüllten Bechers) entbehrlich werden, was erfindungsgemäss durch ein Fördersehaufelrad für die Becher erreicht wird. das unter Belassung einer Ausgabeöffnung eingehäust ist und zwischen dessen Schaufeln die vor Eintritt in die Ausgabeöffnung gefüllten Becher gelangen.
Das Schaufelrad wird durch ein Antriebswerk gesteuert, dessen jeweilige Auslösung durch den Hauptantrieb erfolgt. Die von den einzelnen Schaufeln des Schaufelrades gebildeten Fächer sind der Form des Bechers angepasst, um dem Becher während der Ausgabe einen seitlichen Halt zu bieten.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. 1 die Vorrichtung im teilweisen Längsschnitt und die Fig. 2 im Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1. In der Fig. 3 ist noch eine Einzelheit veranschaulicht.
Auf der im Selbstverkäufer drehbar gelagerten Welle 1 des Hauptantriebes 2 ist ein beispielsweise vier Schaufeln aufweisendes Schaufelrad 3 frei drehbar gelagert, auf dessen Lagerbüchse 4 ein Schneckenrad 5 befestigt ist, das in eine selbsthemmend wirkende Schnecke 6 eingreift, die von einem Antriebswerk 7 angetrieben wird. Das Antriebswerk 7 hat eine in sein Klinkenrad 8 eingreifende Klinke 9, die in die Bahn eines Anschlages 10 ragt, der auf einer auf der Welle 1 befestigten Scheibe 11 angeordnet ist. Über dem Schaufelrad ist der Becherstapel12 angeordnet, von dem durch eine geeignete, mit dem Hauptantrieb durch die Wellen 1 und 13 verbundene Steuereinrichtung 14 bei jeder Umdrehung der Welle 1 nur ein Becher abgegeben wird.
Das durch die selbsthemmende Schnecke 6 gegen gewaltsame Verdrehung gesicherte Schaufelrad 3 ist von einem Gehäuse 15 eingeschlossen, das die Ausgabeöffnung 16 des Selbstverkäufers freilässt. Diese wird vor und nach jeder Ausgabe von zwei Schaufeln des Schaufelrades gegen das Gehäuseinnere abgeschlossen. Um dem zur Ausgabe gelangenden Becher eine sichere Führung zu geben, ist der von zwei Schaufeln oder Wänden des Schaufelrades und Gehäuses 15 jeweils gebildete Raum der Form des Bechers angepasst, so dass der vom Stapel durch eine Öffnung 17 des Gehäuses 15 abgelassene Becher im leeren sowie im gefüllten Zustand von den am Becher anliegenden Schaufeln in jeder Lage des Schaufelrades während der Ausgabe gehalten wird.
Der vom Becherstapel abgelassene, in das Fach des Schaufelrades fallende Becher kommt auf einer unter dem Flügelrad fest im Gehäuse 15 angeordneten Ausgabetasse 21 zu stehen und wird auf dieser durch das Schaufelrad bis in die Ausgabeöffnung geschoben.
Um einen in die Ausgabeöffnung zurückgestellten Becher zu beseitigen, hat das Schaufelrad ein Fach mehr als zur Ausgabe eines Bechers notwendig ist, unter dem die Ausgabetasse 21 eine Ausnehmung 22 für einen Abfallkanal des an dieser Stelle ebenfalls eine Öffnung aufweisenden Gehäuses 15 besitzt. *) Erstes Zusatzpatent Nr. 127076.
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Der durch Drehung des Schaufelrades über den Ausschnitt 22 der Ausgabetasse 21 zu stehen kommende
Becher wird durch die Öffnung des Gehäuses 15 abgleiten und in den Fallkanal 18 gelangen.
Bei besonders geformten Bechern ist am Gehäuse 15 eine Aushebevorrichtung von an und für sich beliebiger Konstruktion angeordnet, die beispielsweise von dem Hauptantriebwerk zwangsläufig gesteuert wird und den über dem Fallkanal. M befindlichen Becher aus den Flügeln des Flügelrades 3 aushebt.
Die Wirkungsweise des Selbstverkäufers ist folgende :
Durch den Einwurf einer oder mehrerer Münzen wird mittels eines bekannten Schaltorgans 19 das Hauptwerk 2 eingeschaltet. Die Hauptwelle 1 betätigt nun in den ersten drei Vierteln während ihrer einmaligen Umdrehung die Steuereinrichtung. M des Becherstapels und ein am Gehäuse 15 vor- gesehenes Ventil 20 der Zuleitung für das Getränk.
Während der in der unter dem Ventil 20 befindliehen Abteilung des Schaufelrades stehende Becher mit dem Getränk gefüllt wird, lässt die Steuereinrichtung 14 einen Becher in die nächste noch leere Abteilung des Schaufelrades fallen. Erst nach Beendigung der Füllung des Bechers und der Dreivierteldrehung der Welle 1 hebt der Anschlag 10 der sich mitdrehenden Scheibe 11 die Klinke 9 aus dem Klinkenrad 8 auf die Dauer der letzten Vierteldrehung der Welle 1 aus, so dass das jetzt freigewordene Antriebswerk 7 mittels der Schnecke 6 und dem Schneckenrad 5 das Schaufelrad um eine Abteilung verdreht.
Dadurch wurde einerseits der gefüllte Becher in die Ausgabeöffnung und der leere Becher unter die Fülleinrichtung 20 verdreht, anderseits der eventuell in die Ausgabeöffnung zurückgestellte Becher mittels einer ent- sprechenden Aushebevorrichtung bei der Verdrehung in den Abfallkanal. M abgeworfen. Am Ende der
Drehung der Welle 1 ist die Klinke 9 vom Anschlag 10 freigegeben worden und in das Klinkenrad 8 ein- gefallen, so dass das Antriebswerk 7 sofort abgebremst und das Flügelrad in seiner die Ausgabeöffnung nach innen abschliessenden Stellung wieder gesperrt ist.
Statt der selbsthemmenden Schnecke kann auch ein anderes beliebiges Sperrorgan, z. B. eine in ein Zahnrad eingreifende Klinke, zur Sperrung des Flügelrades vorgesehen sein.
Ebenso kann auch das Flügelrad unmittelbar als Träger für die Becher ausgebildet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbstverkäufer, insbesondere für Getränke, nach Patent Nr. 123604, gekennzeichnet durch ein unter Belassung einer Ausgabeöffnung eingehäustes Förderschaufelrad (3), zwischen dessen Schaufeln die vor Eintritt in die Ausgabeöffnung gefüllten Becher gelangen und das durch ein Antriebswerk (7) betätigt wird, dessen jeweilige Auslösung durch den Hauptantrieb (2) erfolgt.