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Ausgabevorrichtung für Selbstverkäufer Die Erfindung bezieht sich
auf eine Ausgabevorrichtung für Selbstverkäufer mit einer drehbaren Welle, die durch
das eingeworfene Geldstück mittels einer Kuppelungsscheibe mit einer Handkurbel
gekuppelt wird, während beim Abfallen des eingeworfenen Geldstückes die Kuppelung
gelöst und die Kuppelungsscheibe durch eine Feder in ihre Anfangsstellung zurückgedreht
wird, während die Welle bis zur nächsten Betätigung durch die Kuppelungsscheibe
stehenbleibt.
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Diese Vorrichtungen haben den Nachteil, daß, wenn die Kurbel am Ende
ihrer Bewegung plötzlich losgelassen wird, die Rückbewegung der Kuppelungsscheibe
durch die gespannte Feder so schnell .erfolgt, daß das Geldstück an das untere Ende
der Wand anschlägt, bevor es den Einwurfschlitz der Scheibe vollkommen verlassen
hat. Dann klemmt das Geldstück, .und die Scheibe und die Kurbel gehen nicht mehr
zurück.
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Das kennzeichnende. Merkmal der Erfindung diesen bekannten Ausgabevorrichtungen
gegenüber besteht darin, daß mit der Kuppelungsscheibe .ein diese einseitig belastendes
Gewicht so verbunden ist, daß das Drehmoment dieses Gewichtes,der Feder entgegenwirkt,
und zwar um so mehr, j e mehr die Feder gespannt wird.
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Die Kuppelungsscheibe bewegt sich bei diesen Ausgabevorrichtungen
um etwa i 8o'. Das Gewicht ist nun zur Scheibe so angeordnet, daß sein Hebelarm
horizontal liegt, wenn der Münzenschlitz an der Kuppelungsscheibe nach unten gerichtet
ist, also dann, wenn nach erfolgter Drehung der Kurbel die auf diese wirkende Feder
gespannt ist. Es wirkt demnach in diesem Augenblicke das größte Drehmoment des Gewichtes
der Federspannung entgegen. Wird jetzt die Kurbel plötzlich losgelassen, so wird
infolge der Trägheit des Gewichtes die Rückwärtsbewegung der Kuppelungsscheibe verzögert,
und zwar so`r stark, daß das Geldstück genügend Zeit hat, auf dem Wege das Münizenschlitzes
von dessen Endstellung bis an das untere Ende der abdeckenden Wand aus dem Schlitz
herauszufallen. Bei der weiteren Rückwärtsdrehung der Kuppelungsscheibe verringert
sich infolge. der Verkürzung der Horizontalkomponente des Hebelarmes, mit welchem
das Gewicht gegen die Drehung der Scheibe wirkt, der Widerstand des Gewichtes gegen
die Feder. Im gleichen Maße nimmt die Federspannung ab, und wenn das Gewicht seinen
höchsten Punkt überschritten hat, wirkt es beschleunigend auf die weitere Rückwärtsdrehung
der Kuppelungsscheibe, entsprechend der weiteren Abnahme der Federspannung. Die
gesamte Zeitdauer der Rückwärtsbewegung der Kuppelungsscheibe ist also die gleiche
geblieben wie bei den bekannten Einrichtungen, es ist aber eine Ungleichförmigkeit
in der Bewegung in der Weise erreicht worden, daß ;die Drehgeschwindigkeit beim
Beginn der Rückwärtsbewegung der Scheibe dem angestrebten Zweck .entsprechend verzögert
wird.
Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal der Erfindung zur Erhöhung
der angestrebten Wirkung besteht darin, daß die Kuppelungsmuffe .der Antriebswelle
für :die Abgabevorrichtung einen unter Federwirkung stehenden Anschlag für das Geldstück
aufweist, und @daß die die Kuppelungsscheibe zum Teilumschließende Schutzwand an
ihrem oberen Ende mit einer schrägen Anlauffläche für d as Geldstück versehen ist,
durch die das Geldstück, nachdem es in den. Schlitz der Kuppelungsscheibe hineingefallen
ist und auf dem Anschlag der Kuppelungsmuffe aufliegt, gegen den federnden Anschlag
der Muffe niedergedrückt wird und dadurch die Feder dieses Anschlages spannt. Sobald
nun nach :erfolgter Drehung der Kuppelungsscheibe das Geldstück frei wird, tritt
die Federung des Anschlages mit in Wirkung, um das Geldstück schnell aus dem Schlitz
der Kuppelungsscheibe herauszuschleudern.
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Die Zeichnung zeigt die durch die Ausgabevorrichtung betätigte Antriebsvorrichtung
in Abb. 1 in einer Seitenansicht und in Abb. 2 in einem Grundriß.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III der Abb. i von rechts
gesehen, und Abb. q. ist ein Schnitt nach,der Linie IV-IV der Abb.3, während die
Abb. 5, 6, 7 und 8 im größeren Maßstabe die verschiedenen Stellungen der Kuppelungsscheibe
der Handkurbel zu :der Kuppelungsmuffe der Antriebswelle zur Darstellung bringen.
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Die Kurbelscheibe i, von welcher aus der Antrieb auf die Warenabgabevorrichtung
des Selbstverkäufers erfolgt, ist feist auf einer Welle 2 angeordnet, die in den
Lagern 3, 3 drehbar ist. Auf der Welle 2 ist ;ein Klinkrad q. befestigt, in welches
eine Sperrklinke 5 eingreift, die die Drehung der Welle 2 nur nach :einer Richtung
hin gestattet. Auf dem iimeren Endeier Welle :2 ist eine Muffe 6 fest angeordnet,.
die mit zwei Mitnehmernasen 7 und 7a versehen ist.
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In den Lagern 8, 8 ist eine Welle g drehbar gelagert, auf welcher
ein Zahnrad io befestigt ist, das mit einem Zahnrade i i zusammenarbeitet, welch
letzteres von einer Handkurbel 12 in Umdrehung versetzt werden kann. Auf dem inneren
Ende der Welle 9 ist eine Kuppelungsscheibe 13 fest angeordnet, die einen Schlitz
1¢ zur Aufnahme der eingeworfenen Münze aufweist. D.ieseKuppelungs-Scheibe 13 arbeitet
mit Anschlägen 15, 15 zusammen, durch welche die Drehung der Kuppelungsscheibe
13 nach rechts und links hin begrenzt wird. Auf die Welle 9 wirkt eine Feder 16,
welche, nachdem die Kuppelungsscheibe durch die Kurbel 12 zum Auswerfen der Münze
gedreht ist, diese in ihre Anfangsstellung zurückbringt. Ein Teil des Umfanges der
Kuppelungsscheibe 13 ist durch eine Führung 17 (Abb. 5 bis 8) abgedeckt, die verhindert,
daß das eingeworfene Geldstück auf :dem Wege von der Einwurfstelle bis zu der Abwurfstelle
aus der. Kuppelungsscheibe herausfallen kann. Mit dieser Kuppelungsscheibe 13 ist
ein Gewacht 18 in Verbindung ' gebracht, welches :so angeordnet ist, d,aß. die Verbindungslinie
zwischen dem Schwerpunkt des Gewichtes und dem Mittelpunkt der Welle 9 wagerecht
steht, sobald die Kuppelungsscheibe 13 in die Au:swurfstellung für die Münze "gedreht
ist und die diese Scheibe 13 beeinflussende Feder 16 ihre größte Spannung besitzt.
Die Kuppelungsmuffe 6 der Welle 2 liegt so zu der Kuppelungsscheibe 13, daß immer
eine Nase 7 oder 7a im Bereiche des Einwurfschlitzes 1q. liegt, sobald die Münze
ig in den Münzenschlitz 1q. der Kuppelungsscheibe 13 hineinfällt. Im Bereiche
einer jeden der Nasen 7 und 7a ist eine Feder 2o, 20a derart angebracht, daß sich
die in dem Münzenschlitz 1q. der Kuppelungsscheibe befindliche Münze auf diesen
federnden Anschlag auflegt. Die Führung 17 für -die Münze ist in ihrem oberen Teil.
bei 21 als schräge Anlauffläche für die Münze ausgebildet.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Das .eingeworfene
Geldstück ig fällt in der Stellung der Teile nach Abb. 5 von oben in den Münzensschlitz
1q., gelangt dadurch vor den Anschlag 7 der Kuppelungsmuffe 6 und legt sich auf
die' Feder 2o auf. Durch Drehung der Kurbel 12 wird unter Vermittelung der Zahnräder
io und ii :die Welle 9 und dadurch die Kuppelungsscheibe 13 in Richtung ;des Pfeiles
22 (Abb. 5) mitgenommen. Bei dieser Drehung trifft das Geldstück ig gegen den. Anschlag
7 der Kuppeiunglsmuffe 6 und nimmt dadurch diese Muffe mit. Gleichzeitig gelangt
das Geldstück ig .in den Bereich der schrägen Anlauffläche 21 der Wand 17 und wird
durch diese gegen die Kuppelungsmuffe 6 :gedrückt, wobei es die Feder 2o spannt
(Abb. 6). Bei der wei.taren Drehung .der Kuppelungsscheibe 13 in Richtung des Pfeiles
22 in die Stellung nach Abb. 7 hat das Geldstück 19 das untere Ende 23; der Führungswand
17 verlassen, und sobald jetzt die Kurbel 12 zurückgedreht wird, während die,Kuppelungsmuffe
6 durch deren Welle 2 und die Sperrklinke 5 in ihrer Stellung gehalten wird, hört
die Klemmung des Geildstückes ig zwischen der Kuppelungsscheibe 13 , und dem Anschlage
7 auf, die Feder 2o tritt in Wirkung und drückt das Geldstück rg nach unten aus
dem Schlitz 1q. der Kuppelungsscheibe 13 heraus. In dieser
Stellung
wirkt -das Gewicht 18 der Kuppelungsscheibe mit seinem größten Drehmoment nach unten,
und zwar der jetzt gespannten, auf Rückwärtsdrehung der Kuppelungsscheibe 13 wirkenden
Feder 16 entgegen (Abb.3). Wird also in .der Stellung .der Teile nach Abb. 7 die
Kurbel plötzlich losgelassen, so schlägt die Kuppelungsischeibe .unter der Wirkung
ihrer Feder nicht plötzlich zurück, sondern die Feder muß erst die Trägheit des
schweren Gewichtes 18 überwinden, um dieses in umgekehrter Richtung .in Bewegung
zu setzen, und hierdurch wird bei Beginn der Bewegungsumkehr die Geschwindigkeit
der Kuppelungsscheibe derart verzögert, daß das Geldstück i9 genügend Zeit hat,
aus dem Schlitz 14 der Kuppelungsscheibe herauszufallen, ehe letztere bei ihrer
Drehung in Richtung des Pfeiles 24 (Abb. 8) aus der Stellung nach Abb. 7 in die
Stellung nach Abb. 8 gelangt ist. Durch diese einfache Maßnahme wird mit Sicherheit
verhindert, daß das Geldstück i9, ehe es was dem Schlitz 14 herausgefallen
.ist, an das untere Ende 23 :der Führungswand 17 ,anstößt und dadurch die Rückwärtsbewegung
der Kupplungscheibe 13 sperrt.
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Während der Rückwärtsbewegung der Kuppelungsscheibe 13 in Richtung
des Pfeiles 24 wird die Spannung der Feder 16 immer geringer. Wenn nun aber das
Gewicht 18 seinen höchsten Punkt bei der Rückwärtsdrehung der Scheibe 13 überschritten
hat, wirkt es beschleunigend auf :die Rückwärtsdrehung, bis die Scheibe wieder in
die Stellung nach Abb. 5 gelangt ist. Von dieser höchsten Stellung .an unterstützt
also dies Gewicht 18 die Rückwäxts.drehung der Scheibe, so daß die :gesamte Zeit,
innerhalb welcher die Kuppelungsscheibe von ihrer Endstellung in ihre Anfangsstellung
zurückgeht, durch die Anordnung des --Gewichtes nicht verkürzt wird.
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Die Spannung der Federn 2o und 2oa der Kuppelungsmuffe 6, welche die
Anschläge für das Geldstück i9 bildet, ist so bemessen, daß diese Federn erst in
Wirkung treten, nachdem die Rückwärtsbewegung der Kuppelungsscheibe 13 eingeleitet
ist, also die Klemmurig des Geldstückes i9 zwischen der Kuppelungsscheibe 13 und
dem entsprechenden Anschlag oder 7a der Kuppelungsmuffe 6 aufgehört hat.