<Desc/Clms Page number 1>
Abwiege-und Teilmasehine für teigige Massen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine, durch welche selbsttätig gleiche Teile jeweils bestimmten Gewichts von breiige bzw. teigförmigen Stoffen abgetrennt werden können und ist der
EMI1.1
genau gleiche Teile ist mittels der bekannten Teigteilmaschinen sehr schwer durchzuführen, u. zw. wegen der Dichtigkeitsunterschiede, welche der Teig aufweist, je nachdem er mehr oder weniger aufgegangen ist.
Die Maschine gemäss der Erfindung besitzt ein einstellbares Wiegeorgan ; wenn dasselbe aus einem Behälter eine bestimmte Menge des aufzuteilenden Stoffes erhalten hat, bewirkt es, während es sich senkt, die Schliessung eines elektrischen Stromkreises ; in demselben liegt ein Elektromagnet, dessen Anker nach Anziehung eine den Ausgang des Behälters abschliessende Klappe'betätigt, wodurch der abgewogene Teil von dem Vorrat getrennt wird. Durch diese Bewegung der Verschlussklappe wird der Stromkreis eines Elektromotors geschlossen, welcher das Wiegeorgan derart verstellt, dass dasselbe den abgetrennten Teil abgibt.
Das Wiegeorgan stellt sich dann in seine ursprüngliche Lage zurück und wenn es am äussersten Ende seiner Bewegungsbahn angekommen ist, schliesst es von neuem den Stromkreis des Elektromagneten, welcher dieses Mal die Öffnung der Verschlussklappe des Behälters bewirkt, infolgedessen kann wieder eine Teilmenge auf das Wiegeorgan übertragen werden und die Arbeitsvorgänge folgen dann selbsttätig aufeinander, ohne dass irgendeine Bedienung von Hand erforderlich wäre.
Die Zeichnungen veranschaulichen beispielsweise eine Ausführungsform (Fig. 1-14) der Erfindung. Das Wiegeorgan besteht aus einer pendelnden Trommel und die Verschlussklappe wird von einem drehbaren Messer gebildet.
Die in den Fig. 1-3 veranschaulichte Abwiege-und Teilmaschine wird im nachfolgenden in ihrer Anwendung für Bäckereibetriebe beschrieben, für welche sie hauptsächlich bestimmt ist, obwohl sie auch für andere gewerbliche Zwecke Anwendung finden kann. Die Maschine besitzt einen Behälter 1 (Fig. 1, 2, 3,4) für den Teig, der durch Schaufeln 2 einer Fördertrommel 3 durch einen engeren. die Trommel 3 umgebenden Kanal und dann durch ein waagrechte Rohr 5, welches den Ausgang des Kanals bildet, hindurchgedrückt wird.
Die Einzelheiten des Aufbaues der Fördertrommel 3 sind in Fig. 3 und 4 veranschaulicht ; aus diesen Figuren ist ersichtlich, dass die zurückziehbaren Schaufeln 2 von Rollen 6 gesteuert werden, die in Kurvennuten 7 laufen, welche in zwei festen, auf der Hülse 9 angeordneten Wänden 8 vorgesehen sind. Die Hülse 9 wird an den äusseren Enden von dem Gestell 10 der Maschine getragen und enthält die Welle jfjf, durch welche die Trommel 3 gedreht wird. Auf dem linken (Fig. 4) mit einem Gewinde versehenen Ende 13 der Welle sitzt eine Kupplungsscheibe 12, welche unter dem Einfluss einer Feder 14 normalerweise mit einer lose gelagerten Riemenscheibe 15 in Eingriff steht, welch letztere mittels eines Riemens von einem Motor angetrieben werden kann.
Der Ausgang des Rohres 5 wird von einer drehbaren Abschlussscheibe 16 verschlossen, welche gleichzeitig als Messer dient, um den Teig am Ende des Rohres 5 abzuschneiden, wenn derselbe durch einen der Ausschnitte 17 des Verschluss-und Trennmessers j ! 6 aus dem Rohr 5 ausgetreten ist. Die Einrichtung, welche das Messer 16 dreht, um einen der Ausschnitte oder einen vollen Teil des Messers vor das Rohr 5 zu bringen, besteht aus einem auf der Welle 19 des Messers festgekeilten Schaltrad 18 und einer an dem drehbar gelagerten Anker 21 des Elektromagneten 22 angeordneten Klinke 20.
Wenn das Rohr 5 durch einen Flügel der Scheibe 16 geschlossen wird und mit dem von den Schaufeln 2 zugeführten
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Rohres 5 finden, zu gleiten beginnen ; die Reibung in der Kupplung ist so eingestellt, dass ein Zusammenpressen des Teiges bis zu dem Punkt, wo er die Fähigkeit aufzugehen verlieren könnte, vermieden wird ; infolge des erwähnten Gleitens der Kupplung 12 wird also die Trommel 3 angehalten, obwohl sich die Welle 11 weiter dreht.
Wenn die Abschlussscheibe. M den Weg freigibt, dreht sich die Schaufeltrommel 3 wieder und
EMI2.1
im einzelnen in den Fig. 9-12 veranschaulicht ist. Die Achse 24 dieser Trommel 23 sitzt fest in Lagern eines Bügels 25, welcher sich um die Zapfen 26 am Gestell 27 bewegen kann, so dass die Trommel 23 sich um ihre Achse 24 drehen und um die Zapfen 26 pendeln kann. Ein Gegengewicht 28 hält die Wiegetrommel 23 und den Bügel 25 an einem der Zapfen 26 in Gleichgewicht, dadurch, dass auf dem einen Zapfen 26 ein Zahnse1.'ior 29 sitzt, der mit einem auf der Drehwelle des Hebels-31 festgekeilten Ritzel 30 in Eingriff steht. Der Hebel 31 trägt das Gegengewicht 28 und ist mittels seiner Drehwelle an einem am Gestell 27 befestigten Arm 32 aufgehängt.
Durch einen kleinen Elektromotor 33, der an dem Bügel 25 sitzt und dessen Antriebsscheibe unmittelbar mit dem Innenumfang der Trommel 23 zusammenarbeitet, kann die Trommel 23 um ihre Achse 24 gedreht werden, um den daraufliegenden Teig abzuwerfen.
Der aus dem Rohr 5 austretende Teigstrang legt sich über die Trommel 23, welche sich samt dem Bügel 25 langsam um die Zapfen 2e senkt und dabei das Gegengewicht 28 hochhebt. Mit der Trommel bewegt sich auch der Bügel 25, dessen äusseres freies Ende ein Kontaktstüek 34 (Fig. 12) trägt, welches sich auf einem gekrümmten Gleitbügel 35 bewegt, der am Gestell 27 befestigt und mit einem einstellbaren Läufer 36- versehen ist. Wenn der Kontakt 34 auf den Läufer 36 trifft, so wird dadurch ein elektrischer Stromkreis geschlossen-, in dem die beiden'Schienen des Gleitbügels 35 sowie eine geeignete Stromquelle und der das Trennmesser 16 betätigende Elektromagnet 22 liegen. (Fig. 13).
Der Anker 21 (Fig. 5) wird von dem Magneten 22 angezogen und dreht die Abschlussscheibe ? unter Vermittlung der Klinke 20 und des Schaltrades 18 um eine Achtelumdrehung, so dass der Teig am Ende des Rohres 5
EMI2.2
zu verhindern, sind zwei kleine Rollen 38 (Fig. 4) vorgesehen, welche die beiden Seiten des zwischen ihnen hindurchlaufenden Messers 16 mit etwas Kunstbutter oder einem anderen geeigneten Fett einfetten.
EMI2.3
des kleinen Motors 33' beherrscht, der die Wiegetrommel 23 (Fig. 9) um ihre Achse 24 dreht. Das von dem Messer 16 abgeschnittene Teigstück wird durch die Drehung der Trommel 23 abgeführt und fällt, nachdem es von der letzteren durch einen Abstreifer 41 (Fig. 9) entfernt worden ist, in einen Behälter oder in eine andere Maschine.
Nachdem die Wiegetrommel 23 von der Last befreit ist, hebt sie sich unter dem Einfluss des Gegengewichtes 28 wieder, wobei sie um die Zapfen 26 schwingt. Der Kontakt 34 verlässt zur gleichen Zeit den Läufer 36, so dass der Stromkreis des Elektromagneten 22 bei 35 (Fig. 12,13) unterbrochen wird ; der Anker 21 fällt daher wieder ab und die Klinke 2 greift unter den nächsten Zahn des Schaltrades 18. Wenn der Kontakt 34 am obersteh Ende der Gleitschiene 35 angekommen ist, schliesst er einen anderen Schalter 42, der. parallel zum Schalter 36 (Fig. 13) im Kreis des Elektromagneten 22 an- geordnet ist. Der letztere wird daher von neuem erregt, der Anker 21 wird wieder angezogen und dreht
EMI2.4
trommel in ihrer Drehung angehalten wird.
Dieselbe beginnt wieder sich zu neigen, wenn der Teig darauf abgelegt wird und die bereits beschriebenen Arbeitsvorgänge setzen sich selbsttätig fort.
Ein in dem Stromkreis des Elektromagneten 22 liegender Hauptsehalter 43 ermöglicht es, die Abwiege- und TeiJvorri0htung wahlweise ein- oder auszuschalten. Man kann auch das Gewicht der von der Maschine abgegebenen Teigstücke nach Belieben einstellen, indem man den Läufer 36 am Gleitschienenschalter 35 in verschiedene Lagen einstellt, so dass das Trennmesser 16 nach einer mehr oder weniger grossen Neigung der Wiegetrommel 23 in Tätigkeit tritt. Schliesslich ist in dem Stromkreis des
EMI2.5
die plötzlich entlastete Gewichtstrommel 23 den oberen Schalter 42 schliessen wurde, bevor der Anker 21 vollständig abgefallen ist. Dadurch würde eine Fehlschaltung eintreten, welche die Maschine aus der richtigen Arbeitsweise bringt, da das Messer 16 dann nicht im richtigen Zeitpunkt von dem Anker 21 betätigt wird.
Man vermeidet jede derartige Gefahr, indem man den Stromkreis des Schalters 42 während des Zurückfallens des Ankers 21 unterbricht und erst wieder einschaltet, wenn der Anker am unteren Ende seiner Bahn angelangt ist.
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Gabel 50 angeordnet, auf welcher die Scheibe 48 aufruht. Wenn sich der Anker 21 in Ruhelage befindet (wie in Fig. 5 in punktierten Linien veranschaulicht), ruht die Kontaktstange 47 auf den Kontaktstücken 44 auf und schliesst daher den Sicherheitsschalter. so dass der Elektromagnet 22 erregt werden kann, wenn die Wiegetrommel 23 seinen Stromkreis bei 36 oder 42 (Fig. 13) schliesst und daher den Anker anzieht.
Gleichzeitig damit werden die Weieheisenscheiben 48 angezogen, welche während der Aufwärtsbewegung des Ankers an dem Pol 22'entlang rollen und dabei die Stange 47 in Kontakt mit den Kontaktstüeken 44 halten. Sobald die Wiegetrommel den Stromkreis bei 36 oder 42 unterbricht, fällt der Anker ab. Die Scheiben 48 werden daher nicht mehr von dem Pol 22'angezogen und eine Feder 51 (Fig. 8) zieht den Bügel 46 und damit die Stange 47 von dem Pol weg, so dass diese mit den Kontaktstücken 44 erst wieder in Kontakt kommt, wenn der Anker vollständig abgefallen ist.
Die Fig. 14 zeigt eine Maschine der beschriebenen Art, welche jedoch mit zwei Wiegeeinrichtungen ausgerüstet ist, die von einem gemeinsamen oder einem in zwei Kammern unterteilten Teigbehälter gespeist werden können ; dadurch wird die Leistungsfähigkeit vergrössert und es wird ermöglicht, in den beiden Einrichtungen verschiedene Teige in Teile von verschiedenem Gewicht abzuwiegen und aufzuteilen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Abwiege-und Teilmaschine für teigige Massen, wobei der Teig durch ein Abschlussorgan (z. B.
16, 52) von einem Vorratsbehälter aus auf eine Abwiegevorrichtung (z. B. 23, 73) aufgebracht wird, welche sich mit zunehmender Last aus ihrer Grundstellung bewegt und bei Erreichung einer vorherbestimmten Belastung einen Stromkreis schliesst, unter dessen Steuerung die Zufuhr aus dem Vorratsbehälter durch das erwähnte Abschlussorgan unterbrochen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Ab-
EMI3.2
sich die Abwiegevorrichtung um einen Drehpunkt bewegt, um die aufgelegte Last abzugeben.