AT125180B - Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Gärung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Gärung.

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Th & G Mautner Markhof Kommand
Bruno Drexler Ing
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  Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Gärung. 
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Desgleichen sind alle zur Gewinnung von konzentrierter Essigsäure aus   verdünnten   Lösungen bekannt- gewordenen Methoden, die sich der Extraktion oder der Destillation bedienen, zur Isolierung der erzeugten
Essigsäure aus den   versäuerten   Maischen verwendbar. 



   Ausführungsbeispiel : 100   leg   Melasse werden mit Wasser auf etwa   300 Balling verdÜnnt.   Zur besseren Ernährung der Hefe können   der Melasselösung kleine Mengen Ammonsalze   und Phosphorsäure zugesetzt werden. Durch Zugabe einer entsprechenden Menge Mineralsäure wird die Maische auf schwach saure Reaktion eingestellt. Die Vergärung einer so hoch konzentrierten Maische mit Hefe muss durch   eine Vorgärung verdünnterer Maische   eingeleitet werden. Zu diesem Zweck wird ein kleiner Anteil der zur Verarbeitung   kommenden Melasse (z.   B. ein Sechstel) auf eine Konzentration von etwa   19 Balling   verdünnt und mit Hefe angestellt, wozu man vorteilhaft   Reinzuchthefe verwendet.

   Man   lässt die Hefe unter schwacher   Lüftung   angaren und fügt dann die   gärende Maisehe   der Hauptmaische hinzu. Die
Gärung dieser Maische spielt sich in der üblichen Weise ab. 



   Die vergorene Maische wird filtriert und mit Essigsäurebakterien geimpft. Hiezu werden Rein- zuchten bekannter Essigbakterien verwendet ; es empfiehlt sich jedoch, die Kulturen dadurch an höhere   Alkohol-und Essigsäurekonzentrationen   zu gewöhnen, dass sie in   Medien, denen steigende Mengen   dieser
Stoffe zugesetzt sind, fortgeziiehtet werden. Die Versäuerung der   Maische   kann beispielsweise durch ein Aufgusssystem erfolgen. In einem geräumigen Gefäss befinden sieh Späne oder Holzwolle, die zufolge längerer Behandlung mit essigsauren   Maischen Träger   der reingezüchteten Essigbakterien geworden sind. 



   Oberhalb dieser Späne befindet sich eine Rohrleitung mit mehreren Diisen. Von Stunde zu Stunde wird alkoholhaltige Maische durch dieses Rohrsystem gedrückt. Die Flüssigkeit rieselt langsam an der Oberfläche der Bakterienträger ab und gelangt schliesslich in einen Sammelraum am Boden des Gefässes. Von dort gelangt sie wieder zum Aufguss, der mit Hilfe einer Pumpe od. dgl. erfolgen kann. Der Kreislauf wird so lange fortgesetzt, bis kein Alkohol mehr in der Maische vorhanden ist. Dann wird die Hälfte der gebildeten essigsauren Maische zur weiteren Aufarbeitung abgelassen und das System durch Aufgabe frischer alkoholischer Maische gespeist.

   Vorteilhaft kann auch hier eine Voroxydation in einem Säuerungsgefäss der oben beschriebenen Art erfolgen und erst die voroxydierte,   d.   h. etwa 5% Alkohol und   3-5So   Essigsäure enthaltende Maische im   Hauptoxydationsgefäss   vollständig versäuert werden. Dadurch erfährt der   Säuerungsprozess   eine wesentliche Abkürzung. Für ständige Luftzufuhr in den   Säuerungsgefässen   muss gesorgt werden. Die entweichende Luft. die mit Essigsäuredämpfen beladen ist. wird durch ein   Waschgefäss   geleitet, die Waschflüssigkeit wird der Maische vor der Säuerung zugegeben. 



   Nach Beendigung der Säuerung wird die gebildete Essigsäure durch eines der Extraktions-oder Destillationsverfahren bekannter Art aus der Maische isoliert. Die Ausbeute kommt der Theorie sehr nahe : man erhält bis zu   30lcg Essigsäure   aus 100 kg Melasse.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Gärung, dadurch gekennzeichnet, dass der Äthyl- alkohol nach Art der Gärungsessigfabrikation als Bestandteil einer vergorenen technischen, xn Genuss- zwecken ungeeigneten Zuckerlösung (wie Melasse-oder Holzzuckerlösung), ohne vorherige Abscheidung, auf bakteriellem Wege zu Essigsäure oxydiert und die Essigsäure in an sieh bekannter Weise durch Destillation oder Extraktion aus der versäuerten Flüssigkeit gewonnen wird.
AT125180D 1929-07-12 1929-07-12 Verfahren zur Herstellung von Essigsäure durch Gärung. AT125180B (de)

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