AT123869B - Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl.

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  Verfahren zur   Behandlung von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u.   dgl. 



    Die Beseitigung des muffigen Geruchs und Geschmackes von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl., die stets auf einen übernormalen, durch feuchtes Einbringen, schlechte Lagerung Seewasser verursachten Feuchtigkeitsgehalt und auf die dadurch ermöglichte Tätigkeit von Mikroorganismen zurückzuführen sind, wurde bereits vielfach versucht, ohne zu einem befriedigenden Ergebnis zu führen. 



  Die ältesten Entmuffungsverfahren beruhen auf dem Waschen mit darauffolgendem Trocknen des kranken Aufbereitungsgutes, womit jedoch der schon vorhandene muffige Geruch und Geschmack nicht beseitigt werden kann. Das gleiche gilt für Verfahren, die in raschem Erhitzen (Sterilisieren) des Aufbereitungsgutes mit darauffolgendem Abschrecken bestehen. Diese Verfahren haben zudem den Nachteil, dass der Wasserentzug des Aufbereitungsgutes nicht unter Berücksichtigung seiner biologischen Beschaffenheit erfolgt, weil es stets auf etwa 100  C erhitzt werden muss. Da die Verkleisterung der Stärke-und Mehlkörper bekanntlich schon bei einer Temperatur von 60-65  C eintritt, verändert die Erhitzung auf 100  C die biologische Beschaffenheit des Aufbereitungsgutes. 



  Auch chemische Entmuffungsverfahren, bei welchen das Getreide durch Einwirkung von frisch geglühtem Kalzium-oder Magnesiumoxyd unter Versetzung mit einem Bikarbonat getrocknet wird, sind, besonders für stark muffige Ware, sehr unvollkommen in ihrer Wirkung, erfordern dabei tagelange Abstehzeit und damit kostspielige Siloanlagen. Diese Verfahren kommen infolgedessen dann gar nicht in Frage, wenn es sich um die Behandlung grosser und laufender Posten handelt. 



  Es ist schliesslich auch bekannt, dass Aufbereitungsgut durch längere Zeit währende Bestrahlung mit Uviollieht zu sterilisieren, und es gleichzeitig oder darauffolgend mit bis zu 30  C erhitzter Holzkohle, Kalk u. dgl., zu behandeln. Auch hiemit ist eine dauernde Entmuffung nicht erreichbar, weil die ultravioletten Strahlen nur ein geringes Durehdringungsvermögen besitzen. Die Verwendung von Holzkohle od. dgl., noch dazu erwärmter, ist völlig zwecklos, da sie den muffigen Geruch nicht beseitigen bzw. absorbieren kann. Die Erwärmung ist dabei sogar schädlich, weil durch sie etwa in der Kälte bereits absorbierte Gase wieder ausgetrieben werden. Dieses unwirksame Verfahren ist zudem auch noch teuer, weil bei ihm mit langen Bestrahlungs-und Trocknungszeiten gearbeitet werden muss. 



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein Bestrahlungsverfahren zur Entmuffung von verdorbene Getreide u. dgl., welches einen dauernden Erfolg gewährleistet und dazu noch den Vorteil hat, dass die Kosten der Entmuffung infolge der kurzen Behandlungszeit des Aufbereitungsgutes viel niedriger sind als bei allen vorbekannten Verfahren. 



  Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass die Trocknung des vorher mechanisch gründlich gereinigten Aufbereitungsgutes bei einer Temperatur bis zu 550 C und nur bis zur Beseitigung des überschüssigen Wassergehaltes vor sich geht, worauf das Aufbereitungsgut unter fortwährendem Wenden bis zur Höchstdauer von fünf Minuten der Einwirkung ultravioletter Strahlen ausgesetzt wird. 



  Das Verfahren kann mit allen geeigneten Einrichtungen, die die Reinigung, Trocknung, Bestrahlung und Fortbewegung des Aufbereitungsgutes ermöglichen, ausgeführt werden. 



  Auf der Zeichnung ist ein Einrichtungsbeispiel zur Ausübung des Verfahrens schematisch dargestellt. 



  Zur mechanischen Reinigung des Aufbereitungsgutes wird dieses zuerst in einer Getreidewäscherei bekannter Art behandelt, wozu es durch einen Föderschacht a der Waschmaschine b zugeführt und in derem Trog gründlich mit Wasser gewaschen sowie durch eine aufsteigende Schnecke c nochmals mit   

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