AT100851B - Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären.

Info

Publication number
AT100851B
AT100851B AT100851DA AT100851B AT 100851 B AT100851 B AT 100851B AT 100851D A AT100851D A AT 100851DA AT 100851 B AT100851 B AT 100851B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
fermentation
stains
leather
production
pigeons
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Chem Fab Haltingen Jucker & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chem Fab Haltingen Jucker & Co filed Critical Chem Fab Haltingen Jucker & Co
Application granted granted Critical
Publication of AT100851B publication Critical patent/AT100851B/de

Links

Landscapes

  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Note von Hunden, Tauben und dergleichen durch   Vergären.   



   Die Benutzung von vergorenem Hundekot an Stelle von chemischen Mitteln für Gerbereizwecke besitzt in der heute bekannten Form mancherlei Nachteile, so dass man sich vielfach schon den chemischen Präparaten zugewendet hat. Bei den bekannten Verfahren zur Anrichtung des Kotes für Beizzwecke wird der gereinigte mit Wasser angemachte Kotbrei in einem warmen Raum in Gärung versetzt und nach einiger Zeit für die Gerbereizwecke benutzt. Die Arbeiter sind dann gezwungen, den meist noch stark riechenden unhygienische Kotbrei zu verwenden, von dem sie mehr als ausreichende Mengen in Anwendung bringen müssen, um sicher zu sein, dass die Beizwirkung genügt. Dies bedingt naturgemäss eine erhebliche Vergeudung von Beizmitteln, ganz abgesehen von den schädlichen Stoffen, die dem Kot oft beigemengt sind. 



   Gemäss der Erfindung wird die Fermentation des in bekannter Weise in volle Gärung versetzten, vom Sande gereinigten Kotbreies durch den Zusatz von die Gärung unterbrechenden, aber die   Bsizwirkung   nicht   beeinträchtigenden   Mitteln wie z. B. etwas Salzsäure oder Alkohol oder etwa 20% eines Neutralsalzes, wie Kochsalz oder Natriumbenzoat und ähnlichen, die   Beizwirkung nicht beeinträchtigenden   Mitteln völlig unterbrochen, die Beize auf eine bestimmte Beizkraft eingestellt, dann durch Zusatz von die Fermente nicht angreifenden Stoffen, z. B. Fluornatrium desinfiziert und schliesslich auf Trockenform gebracht, sei es durch Verdampfen oder durch Zusatz von gerbstoffarmen Holzmehlsorten. 



   Hiedurch entsteht eine Beize aus Kot, die genau dosiert werden kann, so dass stets die zum Beizprozess erforderliche Menge leicht zu ermitteln ist. Der Arbeiter hat es dabei mit einem hygienischen und fast völlig geruchlosen Erzeugnis zu tun, das er ähnlich anwenden kann, wie rein chemische   Mittel. Da,   der Kot auf eine geruchlose hygienische Trockenform gebracht und nicht   mehr im Zustande ein r unüber-   sehbaren Weiterentwicklung der Gärung sich befindet, so lässt sich das Präparat fabrikatorisch mit allen Mitteln und Vorzügen des Grossbetriebes herstellen.

   Während das Versenden und Lagern von   gärendem   Kot mit ausserordentlichen Schwierigkeiten und Belästigungen verbunden war, so dass die Gerbereien sich die Beizen mehr oder weniger vollkommen selbst herstellten, so kann jetzt das trockene und hygienische Präparat zu beliebiger Verwendung auf Vorrat gehalten werden. 



   Gegenüber den z. B. aus der Bauchspeicheldrüse hergestellten chemischen Produkten besitzt das vorliegende Präparat den Vorteil, dass es zur Erreichung besonderer Lederqualitäten und besonderer Beizwirkungen geeignet ist, die sich mit den modernen Kunstbeizen nicht erreichen lassen. 



   Die Herstellung richtet sich natürlich sehr wesentlich nach dem vorhandenen Ausgangsprodukt und dem gewünschten Ziel. Je nach seiner Herkunft besitzt der Rohkot andere Eigenschaften und muss zur vollen Vergärung anders behandelt werden. Bei solchem Koten, bei denen nach dem Anrühren mit Wasser und bei dem Stehenlassen bei zirka   400 C   nach 12 Stunden keine Gärung eintritt, setzt man   Gärungserreger zu,   damit die Gärung in Fluss kommt. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben u. dgl. durch Vergären, dadurch gekennzeichnet, dass die Gärung des gereinigten Kotbreies durch den Zusatz von die Gärung unterbrechenden, aber die Beizwirkung nicht beeinträchtigenden Mitteln völlig unterbrochen, die Beize auf eine bestimmte Beizkraft eingestellt, dann durch Zusatz von die Fermente nicht angreifenden Stoffen desinfiziert und schliesslich getrocknet wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT100851D 1923-06-14 1924-03-03 Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären. AT100851B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH100851X 1923-06-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT100851B true AT100851B (de) 1925-09-10

Family

ID=4359162

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT100851D AT100851B (de) 1923-06-14 1924-03-03 Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT100851B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3494237B2 (de) Verwendung von olivenmühlenabfallwasser in der ledergerbindustrie
AT100851B (de) Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären.
MISAKI BEDEUTUNG DER GALLENSÄUREN IM KOHLENHYDRATSTOFFWECHSEL I. Mitteilung
CH105244A (de) Verfahren zur Herstellung von Lederbeizen aus dem Kote von Hunden, Tauben und dergleichen durch Vergären.
DE69710498T2 (de) Verfahren zur behandlung von feuchtem organischen abfall
DE3443364A1 (de) Guellebehandlungsmittel zur verhinderung von schwimmdecken und sinkschichten sowie dessen verwendung
DE462254C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinkultur - Trockenpraeparaten
AT103218B (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepräparates für Backzwecke.
DE551316C (de) Verfahren zum Schutze besonders von Textilmaterialien gegen den Befall von Mehltau oder anderen pilzartigen Gewaechsen
DE3612126A1 (de) Verfahren zum haltbarmachen von rohhaeuten und fellen und konservierungsmittel zu dessen durchfuehrung
AT140205B (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren trockenen Teigsäuerungsmittels.
DE379298C (de) Verfahren zur Herstellung von Beizen aus dem Kot von Hunden und Tauben durch Vergaeren des vom Sande gereinigten Kotes
DE619112C (de) Verfahren zur Konservierung von Fischnetzen
DE2041781A1 (de) Konservierungsstoff und Verfahren zum Haltbarmachen von Futtermitteln
DE800877C (de) Desinfektions- und Konservierungsmittel
DE679829C (de) Verfahren zur Herstellung eines schaum- und backfaehigen Eiweissproduktes
DE522333C (de) Verfahren zum Haltbarmachen von Gruenfutter unter Zusatz von Keimtoetungsmitteln
DE637501C (de) Verfahren zur Nachbehandlung geweichter, gegebenenfalls vorgekeimter und wieder getrockneter Gerste
DE441614C (de) Verfahren zur Herstellung eines antidiabetisch wirksamen Praeparates aus Pankreasdruesen
AT99647B (de) Verfahren zur Behandlung von Mehl.
DE412393C (de) Verfahren zur Fermentation von Tabak
AT133746B (de) Verfahren zur Herstellung von Trockenhefe.
DE341276C (de) Verfahren zum AEschern von Haeuten und Fellen
AT93837B (de) Verfahren zum Äschern von Häuten und Fellen.
AT112817B (de) Leder aus Fischhäuten und Verfahren zu seiner Herstellung.