DE477408C - Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Huelsenfruechten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Huelsenfruechten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes

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DE477408C
DE477408C DEH109772D DEH0109772D DE477408C DE 477408 C DE477408 C DE 477408C DE H109772 D DEH109772 D DE H109772D DE H0109772 D DEH0109772 D DE H0109772D DE 477408 C DE477408 C DE 477408C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B9/00Preservation of edible seeds, e.g. cereals
    • A23B9/06Preserving by irradiation or electric treatment without heating effect

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes Die Beseitigung des müffigen Geruches und Geschmackes von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl., die stets auf einen übernormalen, durch - feuchtes Einbringen, schlechte Lagerung, Seewasser usw. verursachten Feuchtigkeitsgehalt und auf die dadurch ermöglichte Tätigkeit von Mikroorganismen zurückzuführen sind, wurde bereits vielfach versucht, ohne zu (einem befriedigenden Ergebnis zu führen.
  • Die ältesten Verfahren zur Unterbindung des Wachstums der fäulniserregenden Mikroorganismen bestehen darin, das kranke Aufbereitungsgut zu waschen und sodann wieder zu trocknen. Das Waschen und Trocknen allein sind jedoch durchaus unzureichend, da sie wohl eine weitere Tätigkeit der Mikroorganismen verhindern, dagegen nicht den schon vorhandenen muffigen Geruch und Geschmack zu beseitigen vermögen. Das gleiche gilt für Verfahren, die in raschem Erhitzen des Aufbereitungsgutes mit darauffolgendem Abschrecken bestehen. Verfahren dieser Art haben zudem den Nachteil, daß der erforderliche Wasserentzug im Trocknungsgut nicht unter Berücksichtigung seiner biologischen Beschaffenheit erfolgt. Das Aufbewahrungsgut muß bei diesen Verfahren stets auf etwa ioo° C erhitzt werden, wodurch seine biologische Beschaffenheit verändert wird, weil die Verkleisterung der Stärke- und Mehlkörper schon bei einer Temperatur von 6o bis 65° C eintritt. Die durch die rasche Erhitzung des Aufbewahrungsgutes bewirkte Sterilisation ist zudem unvollkommen- und damit ungenügend, um einen dauernden Erfolg zu erzielen.
  • Ebenso sind auch die chemischen Entmuffungsverfahren, bei welchen. das Getreide durch Einwirkung von frisch geglühtem Calcium- oder Magnesiumoxyd unter Versetzung mit einem Bicarbonat getrocknet werden. soll, unvollkommen in ihrer Wirkung, insbesondere dann, wenn ges sich um stark muffige Aufbereitungsgüter handelt. Außerdem erfordert die hier notwendige tagelange Abstehzeit kostspielige Säloanlagen; solche Verfahren kommen daher, abgesehen von ihrer geringen Wirksamkeit, dann gar nicht in Frage, wenn es sich um die Behandlung großer und laufender Posten handelt.
  • Es ist schließlich auch bekannt, zur Entmuffung des Aufbereitungsgutes dieses durch längere Zeit währende Bestrahlung mit Uviollicht zu sterilisieren und :es gleichzeitig oder danach mit bis zu einer Temperatur von 30° C erhitzter Holzkohle, Kalk u. dgl. zu behandeln. 'Die Erfahrungen babten ,gezeigt, daß auch auf diesem Wegeeine Entmuffung nicht erreichbar ist. Die auch noch so ausgiebige Bestrahlung allein ist völlig ungenügend, da die ultravioletten Strahlen nur -ein geringes Durchdringungsvermögen besitzen, so daßz. B. Körnerfrüchte nur in einer Schichtlage unter ständigem Wenden bestrahlt werden müssen. Die Verwendung von Holzkohle o. dgl., noch dazu erwärmter, ist völlig zwecklos. Die erwärmte Holzkohle kann den muffigen Geruch nicht beseitigen bzw. absorbieren; die Erwärmung bewirkt vielmehr gerade das Gegenteil, insofern, als dadurch etwa in der Kälte bereits absorbierte Gase wieder ausgetrieben werden. Für eine Trocknung ist zudem die angegebene Arbeitstemperatur von 3o° C ungenügend, ganz abgesehen von der Feuersgefahr, die eine Erwärmung von Holzkohle mit sich bringt. Dieses unwirksame Verfahren ist zudem auch noch teuer in seiner Durchführung, da mit langen Bestrahlungs- und Trocknungszeiten gearbeitet werden muß.
  • Man hat schließlich schon vorgeschlagen, Lebensmittel o. dgl. zum Zwecke ihrer Veredelung oder Verbesserung mit ultravioletten oder anderen, chemisch wirksamen Strahlen zu behandeln, und dabei auch die Erwärmung auf 6o bis 65° C sowie eine mechanische Bearbeitung, wie Walken u. dgl., vorgesehen. Bei den Verfahren genannter Art handelt @es sich jedoch um Bleichprozesse, derart, daß durch die Bestrahlung allein oder in. Verbindung mit der Erhitzung usw. aus zugefügten chemischen Verbindungen aktiver Sauerstoff z. B. freigemacht werden soll, um dadurch eine Veredelung der unverdorbenen Nahrungsmittel o. dgl. zu erreichen.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Weiterausbildung der Bestrahlungsverfahren zur Entmuffung von verdorbenem Getreide u. dgl., welches einen dauernden Erfolg gewährleistet und dazu noch den Vorteil hat, daß die Kosten der Entmuffung infolge der kurzen Behandlungszeit des Aufbereitungsgutes viel niedriger sind als bei allen vorbekannten Verfahren.
  • Die Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß die Trocknung des Aufbereitungsgutes bei einer Temperatur bis zu 55°C und nur bis zur Beseitigung des überschüssigen Wassergehalts vor sich geht, worauf das Aufbereitungsgut außen mechanisch gereinigt, nach an sich bekannter Einwirkung eines Spülluftstromes in üblicher Weise gewendet und bis zur Höchstdauer von 5 Minnten der Einwirkung ultravioletter Strahlen .ausgesetzt wird. Das Verfahren kann mit allen geeigneten Einrichtungen, die die Trocknung, Reinigung, Bestrahlung und Fortbewegung des Aufbereitungsgutes ermöglichen, ausgeführt werden. Bei der Ausführung des Verfahrens werden z. B. verstellbare Horden des Trocknungsraumes so eingestellt, daß das Aufbereitungsgut die Trockenkammer mit einer solchen Geschwindigkeit durchfließt, daß die Zeitdauer der Trocknung dem überschüssigen Was@s.ergehalt des Aufbereitungsgutes genau angepaßt ist. Die Trocknung, die unter genauer Prüfung des Wassergehalts der einzelnen Auf-@ereitungsgutsorten erfolgt, darf weder zu rasch noch zu stark erfolgen, da ein zu starkes Heruntergehen des Wassergehalts unter die Normalgrenze ebenso schädlich ist wie ein zu hoher Wassergehalt. Durch -einen übermäßigen Verlust an Wasser erfahren die im Aufbereitungsgut vorhandenen hochmDlekularen Körper eine tiefgreifende Veränderung in der Weise, daß sie denaturiert und damit in ihrer biologischen Wirkung vermindert werden. Durch die gleichmäßige, andauernde Erwärmung bis zu 55° C wird eine biologische Schädigung des Aufbereitungsgutes vermieden, und durch die Regelung der Flußgeschwindigkeit des Aufbereitungsgutes erfolgt die Erwärmung nur so lange, bis der Wassergehalt des letzteren auf den natürlichen Gehalt zurückgeführt ist. Das so vorbehandelte Aufbereitungsgut wird nun auf seiner Außenhaut mechanisch gründlich. gereinigt und in bekannter Weise mittels Spülluft abgeblasen, so daß etwa noch anhaftende Fremdkörper, z. B. Flugrückstände u. d,gl., verschwinden.
  • Sodann wird das Aufbereitungsgut mit Uviollicht bestrahlt, wobei das Gut in üblicher Weise gewendet wird, so daß es auf allen Seiten der Einwirkung der ultravioletter! Strahlen unterworfen wird. Durch die gründliche mechanische Reinigung des Aufbereitungsgutes können die wirksamen Strahlen nunmehr in die erforderliche Tiefe des Aufbereitungsgutes eindringen, wodurch die die Fäulnis erregenden Mikroorganismen abgetötet oder in ihren Lebensbedingungen bis zur dauernden Unschädlichkeit eingeschränkt werden. Die Quecksilberdämpflampen sind dabei in einem Abstand von etwa -o bis 30 cm von dem zu bestrahlenden Aufbereitungsgut angeordnet, welcher Abstand sich am wirksamsten erwiesen hat. Die Bestrahlungsdauer des Aufbereitungsgutes richtet sich je nach dessen Art; sie beträgt zumindest 1/2 Minute bis zur Höchstdauer von 5 Mi1-nüten.
  • Die Behandlungsvorgänge des Verfahrens müssen natürlich nicht in einer einzigen Blockmaschine vorgenommen werden; sie können vielmehr in voneinander getrennten Vorrichtungen nacheinander vorgenommen werden, wobei die Reihenfolge der genannten Verfahrensvorgänge wechseln kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Hülsenfrüchten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes durch Einwirkung von ultravioletten Strahlen auf das getrocknete, luftgespülte Aufbereitungsgut, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung bei einer Temperatur bis zu 55° C und bis zur Beseitigung des überschüssigen Wassergehalts vor sich geht, worauf das Aufbereitungsgut mechanisch gereinigt, nach an sich bekannter Einwirkung eines Spülluftstromes in üblicher Weise gewendet und bis zur Höchstdauer von 5 Minuten mit Uviollicht bestrahlt wird.
DEH109772D 1927-01-21 1927-01-21 Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Huelsenfruechten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes Expired DE477408C (de)

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DE (1) DE477408C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE759876C (de) * 1939-11-14 1953-03-30 Siemens Schuckertwerke A G Einrichtung zur Behandlung von Koerpern mit mehreren Begrenzungsflaechen mit ausgestrahlter Energie

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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