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Vereinigte Rechen- und I1. artenlochmaschine.
Es ist bekannt, die von einer Rechenmaschine verrechneten Zahlenwerte mittels einer Karten- lochmaschine auf einzelne Karten zu übertragen. Bei bekannten Einrichtungen dieser Art stehen beide
Maschinen durch elektrische Stromkreise miteinander in Verbindung, in welchen durch Niederdrücken der Tasten der Rechenmaschine Magnete für die Typenträger und Lochstempel in der Kartenloeh-oder - druckmaschine erregt werden.
Um die durch das Vorhandensein einer Stromquelle für die Übertragung gegebene Beschränkung und die zusätzliche fremde Energiequelle für den Betrieb der Kartenlochmaschine einerseits zu vermeiden, anderseits aber auch ohne eine zusätzliche Handbedienung der Kartenlochmaschine auszukommen, ist gemäss der Erfindung der Antrieb der Kartendruck-und-lochmaschine, die als in sich geschlossene
Einheit ausgebildet und an der Rechenmaschine abnehmbar befestigt ist, vom Antriebe der Rechen- maschine unmittelbar durch eine zweckmässig wahlweise ein-und ausrückbare Kupplung abgeleitet.
Die Einführung der Karte in die Lochmaschine erfolgt mit Hilfe eines Schlittens, dessen Bewegung vom Antrieb der Rechenmaschine gesteuert wird. Die Typen zum Bedrucken der Karten können beispielsweise auf verschiebbaren Schlitten angeordnet sein, die entsprechend den von der Rechen- maschine auf die Hauptdruekvorrichtung übertragenen Zahlenwerten eingestellt werden. Wird ein
Schlitten um eine Einheit, nämlich von der Type,, 0" auf die Type "verschoben, so werden sowohl der zugehörige als auch sämtliche rechts von dem verstellten Schlitten liegenden Druckhammer entbloekt.
Die Auslösung und Rückführung der Druckhämmer erfolgt mit Hilfe einer an drehbaren und in Ab- hängigkeit-vom Antrieb der Rechenmaschine bewegten Querleiste, mit der die Druckhammer durch
Federn verbunden sind und die in ihrer tiefsten Lage das Auslöseorgan für die Druckhammer beeinflusst.
Die Stempel zum Lochen der Karten sind auf verschiebbaren Schlitten angeordnet, wobei die Köpfe der Stempel in den Längsnuten von nur in senkrechter Richtung beweglichen Druckplatten gleiten können. Auch diese Schlitten werden von der Antriebswelle der Rechenmaschine aus verstellt. Die zu bedruckenden Karten werden entsprechend der Bewegung des Wagens der Rechenmaschine zum Zwecke der Vornahme mehrerer Aufdruck oder Lochungen quer durch die Maschine geführt. Durch eine besondere Klinkenanordnung kann man die Kupplung zwischen Kartenschlitten und dem Wagen der Rechenmaschine in den Endstellungen oder an beliebiger Stelle aufheben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 1-13 dargestellt, u. zw. die Vereinigung der bekannten"Ellis"-Reehenmaschine mit einer Kartenlochmaschine. Dabei sind nur diejenigen Teile der Rechenmaschine angedeutet, die zum Verständnis der Erfindung erforderlich sind. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Maschine mit den für die Wirkungsweise des Druckwerkes massgeblichen Teilen, Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt mit den für das Lochwerk wesentlichen Teilen, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Teile der Maschine nach Fig. 1 und 2, Fig. 4 einen Seitenriss von der rechten Seite der Maschine her mit den vom Rechenwerk gesteuerten Antriebsmitteln für die neue Einrichtung, Fig. 5 einen Schnitt durch den die Karte in der Maschine befördernden Schlitten, Fig. 6 eine Draufsicht auf die Maschinenteile nach Fig. 4 und 5, Fig.
7 einen Querschnitt durch die) Maschine, von der Rück- seite der Maschine gesehen, mit einzelnen Teilen in Ansicht, Fig. 8 eine Draufsicht auf den Kartenschlitten und die Teile mit denen dieser von dem Rechenmasehinenwagen gesteuert wird, Fig. 9 einen Seitenriss der Teile nach Fig. 8 von der hinteren Seite der Maschine her gesehen, Fig. 10, 11,12 Draufsichten von Teilen aus den Fig. 8 und 9 mit den einzelnen Teilen in verschiedenen Stellungen, Fig. 13 eine Ansicht einer bedruckten und gelochten Karte.
Die Rechenmaschine wird in bekannter Weise durch den auf der Hauptwelle 601 (Fig. 4) sitzenden Hebel 651 angetrieben, der mittels des Zapfens 628 und der Rolle 636 auf die bei 201 gelagerte Kurvenscheibe 662 einwirkt und seinerseits durch die Stange 765 mit dem Antriebsmotor in Verbindung steht.
Wird die Rechenmaschine durch eine Handkurbel angetrieben, so ist diese Kurbel auf der Welle 601 befestigt.
An der Grundplatte 145 (Fig. 4) der Rechenmaschine ist die Kartendruck-und-lochvorrichtung angeschraubt.
Die Karten werden in die Druck-und Loehlage durch einen Schlitten gefördert, der aus den Seitenschienen 10, einer Abschlussleiste 11, einer horizontal angeordneten Platte 12 und einer vorderen Leiste 13 besteht. An der Vorderseite des Schlittens ist zwischen der Vorderkante der Platte 12 und der vorderen Leiste 13 eine Öffnung zur Aufnahme einer Karte vorgesehen. Die Karte wird über die Platte 9 und den Tisch 1 hinwegbewegt, wenn die Platte 12 vorwärts geschoben wird. Die Platte 12 ist ein wenig dünner als eine der Karten. Die vordere Leiste 13 ist um eine Kartenstärke von der Platte 9 hochgehoben. Oberhalb des Schlittens ist ein Behälter 14 zur Aufnahme von Karten 15 angeordnet.
Ein auf dem Kartenstapel ruhendes Gewicht 16 hält die Karten 15 in der für die Bewegung der untersten Karte erforderlichen Bereitschaftslage.
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Der Antriebshebel 651 der Kurbelwelle 601 ist durch eine Stange 19 mit einem Arm 18 (Fig. 4) einer schwingenden Welle 17 verbunden. Die Verbindung der Stange 19 mit dem Antriebshebel 651 kann durch den Benutzer der Maschine wirksam oder unwirksam gemacht werden. Zu diesem Zweck trägt der Antriebshebel 661 einen Zapfen 19', der sieh in einem bogenförmigen Schlitz 19/1 oder in der
Rast 19... des Schlitzes 19"befinden kann, je nachdem die Stange 19 mit dem Antriebshebel 651 ver- bunden werden soll oder nicht. Die Kupplung erfolgt durch Umlegung eines bei 102 am Rahmen gelagerten Handhebels 101, der durch eine kurze Stange 100 mit der Stange 19 verbunden ist und durch eine nicht gezeichnete Sperrklinke in der jeweiligen Lage gehalten wird.
Dieser Hebel 101 tritt durch eine Öffnung der Deckplatte 850 der Rechenmaschine hindurch.
Eine zweite Stange 20 ist an einem Ende mit dem Arm 18 gelenkig und an dem andern Ende durch eine Schlitzverbindung mit einem Arm 21 verbunden, der auf einer Welle 22 sitzt.
Die Welle 22 trägt weiter Arme 23, die an Stangen 24 mit Vorsprüngen 25 der Seitenschienen 10 des Schlittens angelenkt sind.
Wenn die Kurbelwelle 601 ihre Vorwärtsbewegung ausführt, werden die beiden Wellen 17 und 22 vorwärtsbewegt, so dass der Schlitten 12 durch das beschriebene Gestänge 20-2a nach der Vorderseite der Rechenmaschine bewegt wird und dabei die unterste Karte des Stapels 15 in die Maschine befördert.
Ein anderer Arm 26 gelangt bei einer Drehung der Welle 22 im Gegenzeigersinne unter einen bei 2'1'drehbar gelagerten Hakenhebel 27 und dreht diesen entgegen der Wirkung einer Feder 28 im
Gegenzeigersinne. Die Drehung des Hebels 27 wird durch einen auf den Rahmen 1 auftreffenden Anschlag 29 begrenzt (Fig. 4). Ist der Arm 26 unter den Hebel 27 gelangt, so wird er durch die Wirkung der Feder 28 festgehalten.
Bei der Rückbewegung der Welle 601 wird die Welle 17 in die in Fig. 4 gezeigte Lage gebracht, während die Stange 20 infolge der Schlitzverbindung mit dem Arm 26 in ihre normale Lage zurückkehrt, ohne die Welle 22 zurückzudrehen.
Der Hebel 27 ist an seinem vorderen Ende durch eine Stange 30 mit dem Wagenrückstellhebel959 verbunden. Wenn dieser Hebel entweder nur durch Bewegung des Schlittens oder von Hand heruntergedrückt wird, so wird der Hakenhebel 27 ebenfalls heruntergedrückt, der Arm 26 freigegeben und die Welle 22 unter der Einwirkung einer Feder 31 (Fig. 4,6, 7) zurückgedreht.
Während der Rückbewegung des Schlittens 12 wird die bedruckte und gelochte Karte unter die Platte 9 befördert und fällt in den Behälter 8, ohne den Kartenstapel 15 zu beeinflussen. Eine an dem Arm 18 angelenkte Stange 32 verbindet diesen Arm mit einem Arm 33, der auf einer die Hammeranordnung für das Druckwerk betreibenden Welle 34 sich befindet.
An den Übertragungshebeln 260 (Fig. 1) ist bei 36 eine Reihe von Klinken 35 drehbar befestigt, u. zw. an jedem Arm 260 je eine Klinke. Die Klinken 35 werden in einem mit Schlitzen versehenem Blech 44 geführt, das senkrecht zu dem Führungsteil 466 für die Stangen 453 angeordnet ist. Die Klinken 35 sind bei 37 in lose an einer Welle 202 angebrachten Armen 38 drehbeweglich gelagert.
Auf der Welle 17 sind Winkelhebel 40 befestigt, deren Enden zur Aufnahme der von den Klinken 35 getragenen Stifte 39 geschlitzt sind.
Mit den Winkelhebeln 40 sind durch Stangen 41 Schlitten 42 verbunden, die in Schienen 46 geführt werden. Jeder Schlitten 42 trägt einen Satz von zehn Typen, die von 0-9"fortlaufend zählen. Die Typen sind an der Unterseite der Typenträger 43 angeordnet, die normalerweise in der gehobenen Lage durch gebogene Federn 45 gehalten werden. Die Typen sind so angeordnet, dass sie Ziffern auf die Karte drucken, wenn diese sich auf dem Tisch 7 befindet, wie dies später erläutert wird.
Die Stangen 41 sind mit Vorprüngen 41'versehen, die in einem Schlitz 47 geführt werden. Die drehbaren Haken 48 sind so ausgebildet, dass durch einen einzigen Vorsprung 41'sämtliche rechts von der jeweils verstellten Stange 41 befindliche Haken 48 angehoben werden, während alle links von der jeweils verstellten Stange 41 liegenden Haken nicht beeinflusst werden. Es werden also alle rechts von der höchsten eingestellten Ziffer liegenden Ziffern gedruckt, während die links von der Höchstziffer befindlichen Ziffern nicht gedruckt werden.
Die von dem Vorsprung 41'ausgeÜbte Wirkung tritt schon dann ein, wenn eine Type"1 in die Lage gebracht wird, welche normalerweise die Ziffer O,"einnimmt. Dadurch wird nämlich der Haken 48 ausser Eingriff mit dem Hammer 49 gebracht. Die Übertragung auf die Nachbarhaken erfolgt durch Vorsprünge 48' (s. auch Fig. 3).
Die Hämmer 49 (Fig. 1) sind auf der Welle 34 gelagert, sie besitzen zur Vergrösserung ihres Gewichtes einen verstärkten Kopf, der an demjenigen Teil, der mit der oberen Seite der Typenträger 43 in Berührung kommt, etwas verjüngt ist. An dem Kopf der Hämmer 49 sind bei 49'Hebel 50 angeordnet, die mit einem Vorsprung 50'versehen sind und unter dem Einfluss von Federn 51 stehen. Die Federn 51 sind an ihren Enden an einer gemeinsamen Hammerrüekführungsleiste 52 befestigt (Fig. 3) und drücken die Hebel 50 gegen die Querleiste 52. Die Querleiste 52 wird von Armen 52'getragen, die an den Enden der Welle 34 befestigt sind.
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worden sind. Das allen Druckhämmern gemeinsame Querstück ? gibt die Hämmer 49 durch Abwärtsbewegung der Querleiste 52 frei.
Die Abwärtsbewegung der Querleiste 52 erfolgt durch die Drehung
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Abwärtsbewegung der Querleiste 52 werden die Federn 51 gespannt, so dass die Hämmer 49 bei ihrer Freigabe einen ausreichenden Schlag auf die Typenträger 43 ausüben.
Wenn eine Anzahl von Tasten der Rechenmaschine heruntergedrückt sind und die Maschine durch Drehung der Hauptwelle 601 und des Hebels 651 angetrieben wird und die Welle 601 eine Linksdrehung ausführt, so schwingt der Hebel 450 (Fig. 1) nach rechts aus. Die mit dem Hebel 450 verbundenen Federn 280 erteilen den Übertragungshebeln 260 und den Zahnstangen 250 ebenfalls eine den gedrückten Tasten der Rechenmaschine entsprechende Rüekwärtsbewegung. Hiedurch wird das Druckwerk 410, 411 der Rechenmaschine so verstellt, dass die entsprechenden Zahlen auf das um die Walze 590 herumgeführte Papier gedruckt werden.
Gleichzeitig bewegen die Stangen 35 und die Winkelhebel 40 die Schlitten 42, um die entsprechenden Typen in diejenige Lage zu bringen, in der sie auf die aus dem Stapel 15 entnommenen Karten die gleichen Zahlen drucken, welche das Schreibwerk der Rechenmaschine auf dem Papierstreifen der Walze 590 aufzeichnet.
Durch die Bewegung der Stangen 19 und 32 und des Armes 33 wird die Welle 34 gedreht und die Rückfühiungsleiste 52 nach unten in ihre tiefste Stellung gebracht. Berührt die Leiste 52 das Quer- stüek 53, so werden die Hämmer 49 freigegeben. Diejenigen Hämmer, die nicht durch die Sperrklinken 48 gesichert sind, selnellen unter dem Einfluss der gesrannten Federn 51 nach unten. Treffen die Hebel 50 auf die Rückfühiungsleiste 52 auf, werden sie gehemmt. Die lebendige Kraft der bewegten Teile führt jedoch die Bewegung der Hämmer über die Hemmung hinaus und lässt sie erst dann zurückkehren.
Die Typen 43 erhalten also einen kurzen Schlag, der einen Abdruck auf der auf dem Tisch liegenden
Karte ohne jede Erschütterung gewährleistet. Zur Herstellung dieses Druckes auf der Karte befindet sich zwischen dieser und den Typen ein Farbband 55. Es läuft über Führungsrollen 56 und wird auf oberen und unteren Rollen 57, 58 auf-bzw. abgewickelt, die von Spindeln 59, 63 getragen werden.
Am Ende der Welle 59 ist ein Sperrad 60 befestigt (Fig. 4). Die mit dem Sperrad 60 zusammen- arbeitende Schaltklinke 61 ist bei 62 am Arm 33 angelenkt. Das Aufwickeln des Farbbandes 55 wird durch die Drehung eines Schaltrades 64 (Fig. 4), das auf einer Welle 63 befestigt ist, bewirkt. Zwischen zwei Armen 65, die um die Welle 63 gedreht werden können, liegt das Schaltrad 64 und eine Schaltklinke 68, die durch eine gebogene Feder 69 mit dem Schaltrad 64 in Eingriff gehalten wird. Da die Schaltklinke 68 in den Schlitzen der Arme 65 gleitend gelagert ist, kann sie sich selbsttätig auf die entgegengesetzte
Drehrichtung einstellen, wenn das Farbband von der Rolle 58 abgelaufen ist. Durch die schwingende
Bewegung der Welle 11 wird den Armen 65 eine entsprechende Bewegung erteilt.
Sind die Teile in die in Fig. 4 gezeichnete Lage gelangt, so wird das Farbband von der unteren Rolle 58 auf die obere Rolle 57 gewickelt. Ist das Band vollständig von der Rolle 58 abgelaufen und auf die Rolle 57 aufgewickelt, so wird bei der Fortsetzung des Bewegungsvorganges das Band wieder auf die untere Rolle 58 aufgewickelt, wobei das Schaltrad 60 wirkungslos bleibt. Ist die Rolle 57 abgewickelt, so wird durch die stetigen Schwingungen der Arme 65 die Arbeitsrichtung der Schaltklinke 68 umgekehrt. Da nämlich das Farbband die Weiterdrehung des Schaltrades 64 verhindert, wird die Spitze der Sehaltklinke unter Wirkung der Feder 69 bis hinter die Mittellinie der Arme 65 in ihre rückwärtige Stellung gebracht.
Die Reibung ist so gross, dass bei der Rückwärtsbewegung der Schaltklinke eine Drehung des Sehaltrades 68 vermieden wird. In der beschriebenen Weise wird der Transport des Farbbandes selbsttätig umgekehrt.
Ausser dem Druckwerk zum Bedrucken der Karten ist noch eine Einrichtung getroffen, um in der Karte in beliebiger Abhängigkeit von den jeweils auf der Tastatur der Rechenmaschine eingestellten Tasten Lochsymbole herzustellen. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel können nur die drei obersten Tastenreihen für Lochungszweeke verwendet werden. Es können natürlich auch mehr oder weniger Reihen ohne Schwierigkeiten die gleiche Aufgabe erfüllen.
Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 7 ersichtlich, sind die oberen Enden der Winkelhebel 40 durch Stangen 70 mit je einem Schlitten 71 verbunden. Jeder der Schlitten trägt einen Stempel 72 und eine Matrize 13, die sich zu beiden Seiten eines Aufnahmeschlitzes für die Karten gegenüberstehen.
Schienen 74, die den Schienen 46 entsprechen, dienen als Führung für die Schlitten 71. Eine Druckplatte 75, die auf-und abwärts bewegt wird, besitzt Aussparungen, in denen die Köpfe der Loehstempel 72 gleiten. So stehen also die Lochstempel unabhängig von der jeweiligen Stellung der Schlitten 71 unter der Einwirkung der Druckplatte 75. Die Druckplatte 75 wird von aus den Armen 76 und 77 bestehenden Kniegelenken getragen, die an den Knien durch Lenker 18 miteinander verbunden sind. An dem einen Kniegelenk ist eine Klinke 19 drehbar befestigt, die durch eine Feder 83 nach links (Fig. 2) gezogen wird.
Die Feder 83 hält dabei die Druckplatte 75 und die Lochstempel normalerweise in der oberen Lage.
Auf der Welle 34 sind plattenähnliehe Arme 80 befestigt, die mit Stiften 81 oder 82 mit der Klinke 79 in Eingriff kommen können. Normalerweise greift der Stift 81 in den Hebel 79 ein. Die Bewegung des Hebelsystems 76, 77, 78, 79 nach links wird durch einen Anschlag 84 begrenzt.
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Wenn im Verlauf des Arbeitsganges der Rechenmaschine die Arme 40 (Fig. 1), wie bereits beschrieben, gedreht werden, werden die Stempel 72 durch die Verschiebung der Schlitten M in ähnlicher Weise wie die die Typen 4. tragenden Schlitten 42 in eine den gedrückten Tasten der Rechenmaschine entsprechende Stellung gebracht. An der Drehung der Welle 34 im Uhrzeigersinne nehmen die Arme 80 mit den Stiften 81, 82 teil. Bei dieser Bewegung wird der Hebel 79 nach rechts bewegt (Fig. 2), bringt das Hebelsystem 76-78 in die Strecklage und drückt die Platte 75 nach unten, so dass die Stempel 72 in de, Karte Lochungen herstellen. Dabei legt der Stift S2 sich gegen die Klinke 79, hebt diese an und hebt die Verbindung mit dem Stift 81 auf.
Die so entkuppelte Klinke 79 wird zusammen mit dem Hebelsystem 76-78 durch die Feder 83 nach links gezogen, das Kniegelenk 76, 77 nimmt seine gekrümmte Stellung wieder ein und hebt die Druckplatte 75 mit den Stempeln 72 an. Ist die Welle 34 wieder in die normale Lage zurückgekehrt, steht der Stift 81 wieder in Eingriff mit der Klinke 79. Auf diese Weise ist der erste Aufdruck und die erste Lochung auf der von dem Stapel 15 entnommenen Karte fertig- gestellt.
Um an einer andern Stelle der Karte Aufdruck und Loehungen herzustellen, muss die Karte in ihrer Längsrichtung quer durch die Maschine hindurchgeführt werden. Der Durchführung dieser Aufgabe dienen die in den Fig. 5,7, 8,9, 10, 11 und 12 dargestellten Vorrichtungen.
Unterhalb des Tisches 7 sind quer durch die Maschine hindurchgehende Führungen für einen Schlitten 86 (Fig. 5,8) angeordnet, der an den beiden Querseiten senkrecht bewegliche Glieder ? trägt.
Diese werden normalerweise durch Federn 88 in der über die Oberfläche des Tisches 7 hinausragenden Stellung gehalten. Die Glieder 8"1 sind oben konisch ausgeführt, so dass sie durch das vordere Quer- stück L3 des Schlittens 12 heruntergedrÜckt werden, wenn es über sie hinweggleitet.
Wie aus Fig. 7 und 8 ersichtlich, ist der Schlitten 86 an dem Arm 89 befestigt und wird durch den Wagen 645 quer zur Maschine bewegt. An dem Arm 89 ist ein Stift 90 befestigt, auf dem zwei Schaltklinke 91 und 92 angebracht sind. Klinke 92 ist dazu bestimmt, den Schlitten 86 in den End-
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eine Haltefläche des Armes 89. Eine Feder 94 drückt die Sperrklinke 92 gegen einen abwärts gebogenen
Teil der Zugklinke 91, so dass die Sperrklinke durch die Zugklinke nur in einer Richtung beeinflusst wird.
Ein Arm 95, der an der Schiene 6 befestigt ist (Fig. 8), hat an einer Kante zwei Einkerbungen 95' (vgl. auch Fig. 11 und 12) und 95", deren Entfernung voneinander dem von dem Schlitten 86 zurückzulegenden Weg entspricht. Diese Einkerbungen arbeiten mit den Sperrklinken 92 zusammen. An dem Arm 95 sind ferner zwei Uberdeckungsstüeke 96 angelenkt, die durch Federn 97 gegen an dem Arm befindliche Anschlagstifte gedrückt werden und die Kerben 95'und 95" bedecken, um das Eingreifen der Sperrklinken 92 in diese Nuten gegebenenfalls zu verhindern (Fig. 10,11).
Eine längsgeschlitzte Schiene 98 (Fig. 8) ist an einem mit dem Wagen 645 in Verbindung stehenden Arm 99 mittels eines Bolzens 100 und einer Mutter 101 einstellbar befestigt (Fig. 8). Auf einem Zapfen 102 der Schiene 98 sind Backen 103 gelagert, die durch eine Feder 104 so weit zusammengezogen werden, dass zwischen ihnen ein Spalt zur Aufnahme der oberen Enden der Zugklinke 91 bleibt, wie dies aus Fig. 7 und 8 zu ersehen ist.
Wenn die Karte durch den Schlitten 12 vom Stapel 15 in die Drucklage gebracht ist, so liegt sie auf dem Tisch y zwischen den nach oben vorspringenden Teilen der Glieder 8'7 (Fig. 5). Dies ist die
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Satz von Ziffern auf der Karte aufgetragen wird. In dieser Stellung ist der Schlitten 86 gesperrt.
Wenn beispielsweise der Wagen 64ä seine bewegung von einer stellung beginnt, in welcher die
Backen 103 sich rechts von dem nach oben vorspringenden Teil der Zugklinke 91 befinden, wie dies in Fig. 10 gezeigt ist, in Richtung des Pfeiles bewegt wird und die in Fig. 11 gezeichnete Stellung erreicht, wird das nach oben vorstehende Ende der Zugklinke, welches sich gegen die geneigte Fläche der Baeke legt, nach unten gedrüekt. Gleichzeitig wird die Sperrklinke 92 aus der Kerbe 95'im Arm 95 herausgehoben, so dass das Glied 96 die Kerbe 95'bedecken kann.
Sobald der Wagen so weit bewegt ist, dass die Zugklinke 91 zwischen die Backen 103 gerät, wie in Fig. 8 gezeigt, könnte die Sperrklinke 92 wieder in die Nut 95'des Armes 95 eingreifen, wird hieran aber durch das Überdeckungsglied 96 gehindert. Damit ist der Wagen 645 mit dem Schlitten 86 gekuppelt, so dass dieser entsprechend der Bewegung des Wagens 645 die Karte durch die Maschine führt. Durch bekannte Anschläge am Wagen kann der Schlitten in jeder beliebigen Stellung angehalten werden, um die Ausführung eines Druck-oder Loehvorganges zu ermöglichen.
Hat der Schlitten 86 bei seiner Bewegung nach rechts seine äusserste Stellung erreicht (Fig. 8), so drückt die Sperrklinke 92, die bis dahin auf der Kante der Schiene 95 entlanggeglitten war, das Überdeckungsglied 96 am Ende des Armes zur Seite und schnappt in die Nut Y' ein. Dadurch wird
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bewegt (Fig. 8), so gibt die Feder 104 nach, wie in Fig. 10 gezeigt, so dass die Backe 103 die Zugklinke 91 freigibt.
Bewegt sich der Wagen in der entgegengesetzten Richtung, d. h. kehrt er in seine Anfangslage zurück, so spielen sich die einzelnen V < r p'nge In umgekehrter Reihenfolge ab. Durch Vermehrung der
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Sperr- und Zugklinken 91 und 92 und der Nuten 951 und 95/1 kann der Schlitten 86 und die Karte 15 erforderlichenfalls auch für die Dauer irgendeines Teiles der Bewegung des Wagens festgehalten werden, wenn nämlich gewisse Zahlen nur auf dem Papierstreifen der Walze 590 vermerkt, jedoch nicht auf die Karte 15 aufgedruckt werden sollen.
Sind die Teile in der in der Fig. 4 gezeichneten Stellung, so arbeitet der Druck-und Loehmechanismus in der vorher beschriebenen Weise. Wird dagegen der Hebel 101 nach links verstellt, so wird die Stange 19 an ihrem linken Ende angehoben. Dadurch gelangt der Stift 19'in den Schlitz 19"und gleitet beim Arbeiten der Rechenmaschine in diesem Schlitz. In diesem Falle bleibt die Kartendrufkund-loehvorriehtung wirkungslos.
Fig. 13 zeigt eine Karte, die bedruckt und gelocht ist. Der Druck veranschaulicht eine Subtraktion. das Ergebnis erscheint rechts.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Mit einer Kartendruck-und (oder)-loehmaschine vereinigte Rechenmaschine, insbesondere Rechenschreibmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die als eine in sieh geschlossene Einheit ausgebildete Kartendruck-und-lochvorrichtung abnehmbar an der Rechenmaschine angebaut und der Antrieb der Kartendruck-und-lochvorrichtung unmittelbar vom Antrieb der Rechenmaschine abgeleitet ist.