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Sehaltvor'ichtuitg für Kinoapparate.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine durch die Dreh-oder Antriebsvorrichtung eines kinematographisehen Films zu regelnde Stromschaltungs- oder Unterbrechervorrichtung, welche im wesentlichen derart betätigt wird, dass beim Reissen des Filmbandes oder beim Eintritt irgend welcher sonstigen Störungen eine Schwungscheibe od. dgl., welche auf der Drehachse einer vom Filmstreifen angetriebenen Triebrolle sitzt, infolge verminderter Drehgesehwindigkeit ihre Winkelstellung ändert und dadurch einen Arbeitsstromkreis bzw. einen Sekundärstromkreis schliesst und ein Relais od. dgl. betätigt, welches einerseits die Beleuchtung des Kinoraumes einschalten und den Antriebsmotor abstellen kann sowie gleichzeitig auch die Beleuchtung des Films unterbrechen kann, was aus Gründen der Feuersicherheit erwünscht ist.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. in Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 in der Draufsicht und in Fig. 3 in Hinteransicht.
Auf zwei Trägern 1 und. 3 sind zwei Bolzen 2 mittels Unterlagscheiben M und Schrauben befestigt. Auf diesen Trägern ist ferner eine Welle 4 gelagert, die eine Isolationsmuffe oder einen Ring 5 trägt und auf welcher mittels einer Druckschraube 12 gezahnte Triebräder 11 befestigt sind. Auf der Isoliermuffe 5 sind zwei Kontaktringe 6 angeordnet, auf welchen Kontaktstifte 30 sitzen. Ferner ist auf der Muffe eine Sehwungscheibe 7 mit Kontaktlamellen 8 kippbar gelagert. Die Schwungseheibe 7 dreht sich mittels zweier Spitzzapfen 9 in Vertiefungen 10 der Isioliermuffe 5. Einer der Spitzzapfen 9 ist von einer Feder 35 umwunden, die die Schwungseheibe in eine gekippte Stellung zu bringen sucht.
Der Träger 1 trägt eine Platte 15, auf welcher beispielsweise durch Schrauben 16 die Isolierplatte 17 befestigt ist, die den Stromunterbrecher trägt. Der Stromunterbrecher ist folgendermassen ausgebildet :
Auf der Isolierplatte 17 sitzen zwei Bolzen 18, in welchen an den Kontaktringen 6 reibende Kontaktbürstehen 19 samt Kontaktfedern 20 ihre Führung finden. Einer der Bolzen 18 trägt eine Kontaktfeder 21.
Der zur Einschaltung des Stromes dienende Handdrehschalter besteht aus einer Drehachse 23, auf deren einem Ende ein Knopf 22 und auf deren anderm Ende ein durch eine Schraube 24 befestigter Schaltkontakt 25 und ein Stellstift 26 sitzen. Die Drehachse 23 dreht sich in einer Führung 27, welche fest in der Isolierplatte 17 sitzt ; zwischen der Führung 27 und dem Knopf 22 ist eine Feder 29 um die Drehachse 23 gelegt. Eine Stellschraube 28 dient zur Verstellung der Platte 17 und damit zur Einstellung der Kontakte 19 zu den Kontaktringe 6.
In der in Fig. 2 gezeigten Stellung ist der Stromunterbrecher ausgeschaltet. Zur Einschaltung des Stromes wird der Handschalter 22 um 900 nach rechts gedreht.
Auf der Isolierplatte 17 sind ferner zwei Schrauben 31 und zwei Klemmen 32 zum Anschluss der Drähte an die Sekundärleitung eines Relais vorgesehen. Die eine Klemme 31 stellt die Verbindung mit einer der beiden Kontaktbürstehen 19 her, während durch die andere Schraube 31, die Führung 27, den Kontakt 25 und die Feder 21 der Strom zum zweiten Kontaktbürstehen 19 geführt wird.
Die beiden Bolzen 2 sind mit einer Platte 33 fest verbunden, die in Abständen Bohrungen zum mittelbaren oder unmittelbaren Anschluss an einen Kinoapparat erhält.
Die Vorrichtung wirkt folgendermassen : Der durch den Motor (Hauptleitung) in Bewegung gesetzte Film bewirkt die Drehung der gezahnten Triebräder und dadurch auch die Drehung der Schwungscheibe 7. Letztere gelangt durch die Fliehkraft in eine aufrechte Stellung, so dass die mit ihr verbundenen Kontaktlamellen 8 ausser Berührung mit dem Kontaktstift 30 des Kontaktringe 6 kommen. Reisst der Film oder verlangsamt sich aus irgendeinem Grunde die Drehung des Films, so vermindert sich die Drehgeschwindigkeit der gezahnten Triebräder 11 und hiemit auch der Schwungscheibe 7. Bei verminderter
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Drehgeschwindigkeit oder bei Stillstand der gezahnten Triebräder 11 nimmt die Schwungscheibe 7 infolge ihrer Übergewichte die in Fig. 2 gezeigte gekippte Stellung ein, so dass die Kontaktstifte 30 die Kontaktlamellen 8 berühren.
Dadurch wird der an die Schrauben 31 angeschlossene Sekundärstromkreis, in welchem ein Relais eingeschaltet ist, geschlossen. Das Relais schaltet selbsttätig die Beleuchtung ein, stellt den Motor ab und verhindert die weitere Beleuchtung des Films.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltvorrichtung für Kinoapparate zur selbsttätigen Auslösung der verschiedenen Sieherheitsvorrichtungen, mit einer auf der Drehachse einer durch den Filmstreifen angetriebenen Triebrolle sitzenden, mit Schaltelementen versehenen Schwungscheibe od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Schwungscheibe ('1) od. dgl. auf ihrer Drehachse kippbar gelagert ist, so dass sie sich bei normaler Drehzahl in die lotrechte Lage einstellt und den Stromkreis unterbricht und bei verminderter Drehzahl kippt und dadurch den Stromkreis schliesst.