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Wechsel'adsllcher für Werkzeugmaschinen.
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des richtigen und passenden Radsatzes, welcher zum Schneiden eines bestimmten Gewindes auf einer Leitspindeldrehbank erforderlich ist.
Es sind schon verschiedene Vorrichtungen, die diesem Zwecke dienen sollen, bekannt, doch weisen sie den Nachteil auf, dass sie entweder sehr kompliziert sind, wodurch die Erleichterung gegenüber der Berechnung ohne Vorrichtung verschwindet, oder es gestatten diese Vorrichtungen bloss die Anwendung bei Drehbänken mit ganz bestimmter Gangzahl der Leitspindel.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist es, diesen erwähnten Nachteil durch Schaffung einer äusserst einfachen, in der Herstellung billigen Vorrichtung zu steuern, die sich zur Anwendung bei jeder Leitspindeldrehbank od. dgl. eignet, welche Gangzahl deren Leitspindel auch immer haben möge.
Die Vorrichtung ist weiter so beschaffen, dass nicht nur ein bestimmter Radsatz gefunden wird, sondern alle in ihren Übersetzungsverhältnissen gleichwertigen, so dass aus den theoretisch möglichen Radsätzen der jeweils praktisch geeignetste gewählt werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt :
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zweier Läufer, die auf der Vorrichtung verschiebbar sind, Fig. 5 zeigt eine Hilfstabelle ähnlich wie die Haupttabelle, welche Zahlenreihen enthält, die gewissermassen eine Fortsetzung der in der Haupttabelle gegebenen darstellen. Fig. 6 eine Hilfstabelle zur Umrechnung von Steigungen in Millimetern, Zollsteigungen und nicht ganzzahligen Gängen auf ganzzahlige Gangzahlen auf ganze Zoll. Fig. 7-12 veranschaulichen endlich die Stellung der Schieber bei der Ausrechnung bestimmter, weiter unten aus-
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Die Vorrichtung besteht in der beispielsweisen Ausführungsform aus einem flachen Schieberkörper, der auf beiden Seiten mit Tabellen versehen ist (Fig. 1 und 2).
Im vorliegenden Falle sind auf der Vorderseite in senkrechten Kolonnen, von oben nach unten fortschreitend, die Vielfachen der in der obersten waagrechten Reihe von links nach rechts fortschreitend angegebenen Zahlengrössen angebracht, wobei die oberste waagrechte Reihe gleich der am weitesten links stehenden Kolonne mit 1 beginnt und beide im gleichen Verhältnis ihre Werte vergrössernd, die oberste horizontalte Reihe beispielsweise bis zum Werte 30 reicht, während die erste Kolonne links bis zum Werte 19 fortschreitet. Auf der Rüekseite finden sich die direkten Fortsetzungen der vertikalen Kolonnen vor.
Im vorliegenden Beispiel reicht
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sind, wogegen Zwischenwerte zwischen zwei ganzen Zahlen eingeschaltet sind (lu2, und 7%). In den von den nicht ganzzahligen Werten der Kolonne links ausgehenden Reihen bzw. auch analog in Vertikalkolonnen sind jedoch nur die ganzzahligen Vielfachen verzeichnet. Insoweit kann man sich die Vorrichtung aus einer an sich bekannten Multiplikationstabelle durch Zusammenlegung dieser zu
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an die erwähnte Tabelle noch einige Kolonnen an. In der am weitesten links stehenden Vertikalkolonne sind die Steigungen in Millimetern angegeben, welche beiverwendung eines 127er Rades geschnitten werden, wenn man in der weiter unten ausgeführten Weise von einer gegebenen Leitspindelgangzahl ausgeht. Die weiter rechts liegenden Kolonnen geben Teile bzw.
Vielfache dieser Millimetersteigungen an, nebst der Angabe, mit wieviel das ans der Multiplikationstabelle gefundene Resultat multipliziert bzw. durch
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wieviel es dividiert werden muss, um in bezug auf diese weiteren Millimeter Steigungskolonnen richtig zu sein. Über den Schieberkörper sind zur Erleichterung der Handhabung zwei Läufer (Fig. 3 und 4) verschiebbar angeordnet, welche für Vorder- und Rückseite je einen Schlitz (Ablesefenster) aufweisen, in welchem jeweils eine Kolonne sichtbar sein kann. An der Seite trägt jeder Läufer die den äussersten
Kolonnen entsprechenden Zahlen in der gleichen Anordnung wie in den Kolonnen selbst.
Die in Fig. 5 gezeigte Hilfstabelle ist ähnlich wie die Haupttabelle angefertigt. Sie enthält Zahlenreihen, welche gewissermassen eine Fortsetzung (Erweiterung) der in der Haupttabelle gegebenen darstellt. Sie dient dazu, beim Schneiden ganz abnormaler, in der Haupttabelle nicht vorkommender Gewinde, die erforderlichen Wechselräder bestimmen zu können. Die in Fig. 6 gezeigte Hilfstabelle dient zur Umrechnung von Millimetersteigungen, Zollsteigungen und nicht ganzzahligen Gängen auf ganzzahlige Gangzahlen auf ganze Zoll. Sie findet in der weiter unten ausgeführten Weise beim Fehlen des 127er Rades ganz besondere Anwendung.
Die Läufer können eine verbreiterte Gestalt aufweisen, so dass auf ihnen Merksätze, wie Formeln,
Gebrauchsanweisung od. dgl., angebracht werden können.
Die Wirkungsweise und der Gebrauch vorliegender Vorrichtung sollen an einigen praktischen Beispielen erläutert werden.
Es soll bei einer Leitspindel mit vier Gängen pro Zoll ein Gewinde mit zwölf Gängen pro Zoll geschnitten werden. Man stellt den einen Schieber auf Kolonne 4 und den zweiten auf Kolonne 12 und die nun einander gegenüberliegenden Zahlen bezeichnen bereits die passenden Räder : 16-48, 20-60, 24-72 usw. (Fig. 7). Man kann ebensogut einstellen auf die Kolonnen 2 und 6 oder 1 und 3 oder 3 und 9 usw., oder man kann die Zahlen 4 und 12 auch einer andern als der ersten Reihe entnehmen, wobei immer noch neue Räderpaare erscheinen. Man kann auch so verfahren : Man schiebt einen Schieber von links nach rechts, bis neben der Zahl 4 am Schieber ein vorhandenes Wechselrad erscheint. Man lässt den Schieber dort stehen und findet neben der Schieberzahl 12 das zweite Rad (Fig. 8).
Natürlich kann man auch hier statt 4 und 12,2 und 6, 1 und 3, 5 und 15 usw. nehmen.
Ein weiteres Beispiel, bei welchem mit einem Räderpaar das Auslangen nicht gefunden werden kann : Es soll bei einer Leitspindel mit drei Gängen ein zwanziggängiges Gewinde geschnitten werden.
Man stellt ein auf die Kolonnen 3 und 20. Man wählt in der Kolonne 3 ein beliebiges Rad (beispielsweise 30, Reihe 10), verfolgt nun diese Reihe nach rechts bis man auf ein zweites vorhandenes Rad stösst (80, Kolonne 8), verfolgt dann diese Kolonne aufwärts, bis man ein drittes Rad findet (40, Reihe 5) und dann wieder waagrecht bis zur eingestellten Kolonne 20 (100), und man hat die Räder in der Reihenfolge wie sie aufzustecken sind. (30-80-40-100) (Fig. 9). Man kann auch hier das senkrechte Verfahren anwenden.
Man sucht wie oben das erste Rad neben der Schieberzahl 3, verfolgt die betreffende Kolonne nach unten bis zu einem zweiten vorhandenen Rad, verfolgt diese Reihe nach links bis zu einem dritten Rad, stellt dort den zweiten Schieber ein und liest neben der Schieberzahl 20 (Rückseite der Vorriditung) das vierte Rad ab (Fig. 10).
Es soll bei einer Leitspindel mit 3/8 Zoll Steigung ein elfgängiges Gewinde geschnitten werden. Man ersieht aus der Hilfstabelle (Fig. 6), dass sag Zoll Steigung gleich acht Gängen auf drei Zoll sind. Man erweitert den zweiten Faktor ebenfalls auf drei Zoll. Dazu kann man die Haupttabelle verwenden, indem man den Schieber auf Kolonne 11 stellt und neben der Schieberzahl 3 abliest. Man hat also das Verhältnis 8 : 33 und man verfährt wie oben.
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doch noch Mittel und Wege, wie in solchen fallen Mi1ímetergewinde mit den vorhandenen Wechselrädern geschnitten werden können. Folgendes Beispiel soll dies erläutern :
Man soll bei einer Leitspindel mit zwei Gängen auf 1 Zoll 1-25 mm Steigung schneiden, es ist aber kein 127er Rad vorhanden.
Man sieht aus der Hilfstabelle, dass 1'25 mm Steigung gleich 264 Gängen auf 13 Zoll ist. Man erweitert auch den andern Faktor auf 13 Zoll, d. h. zwei Gänge auf 1 Zoll werden auf 26 Gänge auf 13 Zoll erweitert, und bekommt nun das Verhältnis 26 : 264. Man sucht nun in der Haupttabelle beide Zahlen und findet 26 in der Kolonne 2, Reihe 13, und 264 in der Kolonne 11, Reihe 24. Man entnimmt das eine Räderpaar beliebig den Kolonnen 2 und 11 und das zweite den Reihen 13 und 24, da in diesen Reihen die ursprünglichen nicht erweiterten Zahlen gefunden worden waren (Fig. 11). Naturlieh kommt fast jede Zahl mehrmals in der Tabelle vor und hat man daher verschiedene Möglichkeiten.
Man findet z. B. 264 auch in der Kolonne 8, Reihe 33, und man hätte somit das Verhältnis 2-8-13-33.
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Für Millimetergewinde bei einer Leitspindel nach Zoll mit Verwendung eines 127er Rades wirkt der Abschnitt : Steigungen in Millimetern mit der Tabelle in der Weise zusammen, dass man sich an die Stelle, an welcher die gewünschte Steigung verzeichnet ist, das 127er Rad hindenkt. Z. B. bei einer Leitspindel mit drei Gängen soll ein Gewinde mit 3'2 mm Steigung geschnitten werden. Man stellt den einen Schieber auf Kolonne 3 und den zweiten auf die erste Millimeterkolonne. Man findet dort 3'2 neben der Schieberzahl 16. In der Kolonne 3, Reihe 16, steht die Zahl 48. Ist ein 48er Rad vorhanden, so sind die beiden Räder 48 und 127 die Gesuchten.
Ist keines vorhanden, so wird ein beliebiges anderes aus der Kolonne 3, z. B. 30 (Reihe 10), genommen. Man verfolgt die Reihe 10 nach rechts (eventuell auch nach links) und
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findet in der Kolonne 5 die Zahl 50 (zweites Rad). Senkrecht darunter in der Reihe 16 (die Reihe in der die gewünschte Steigung steht) haben wir das dritte Rad (80), und das vierte ist dann 127. (30-50- 80-127), Fig. 12). Will man eine der Steigungen schneiden, die in den andern 1vIilIimeterrubriken stehen, so hat man zu beachten, dass das Resultat entsprechend vervielfacht oder geteilt wird.
Endlich soll bei einer Leitspindel mit 3/16 Zoll Steigung ein 3 % gängiges Gewinde geschnitten werden. 3%ist gleich 1%. Wir haben Vie- und nehmen die Räder in dieser Reihenfolge : 16-13- 4-3 wie oben.
Die ganze Tabelle kann naturgemäss auch für die andern Werkzeugmaschinen (Fräsmaschinen) verwendet werden. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist nicht an das beschriebene Ausführungsbeispiel gebunden, vielmehr kann eine Walzenform od. dgl. für den Schieberkörper Verwendung finden, dem die Läufer entsprechend anzupassen sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Weehselradsucher für Werkzeugmaschinen, gekennzeichnet durch eine Tabelle, welche nach Art einer Multiplikationstabelle in horizontalen und vertikalen Reihen die analogen Vielfachen von Grundzahlen enthält, welche Grundzahlen die Gangzahlen oder Steigung der Leitspindel, die Gangzahl oder Steigung der zu schneidenden Gewinde und die Zähnezahlen der allenfalls nur theoretisch möglichen Wechselräder darstellen, so dass durch einfaches horizontales bzw. vertikales Fortschreiten in den entsprechenden Reihen die verschiedenen praktisch möglichen Zähnezahlen der Wechselräder bzw. die Wechselräder selbst gefunden werden können, um aus den der Maschine beigegebenen Wechselrädem den günstigsten Satz auswählen zu können.