AT122511B - Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung. - Google Patents
Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung.Info
- Publication number
- AT122511B AT122511B AT122511DA AT122511B AT 122511 B AT122511 B AT 122511B AT 122511D A AT122511D A AT 122511DA AT 122511 B AT122511 B AT 122511B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- boiling
- unsaturated compounds
- simultaneous
- decolouration
- mineral oils
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- 238000009835 boiling Methods 0.000 title description 19
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 title description 9
- 229930195733 hydrocarbon Natural products 0.000 title description 6
- 150000002430 hydrocarbons Chemical class 0.000 title description 6
- 239000002480 mineral oil Substances 0.000 title description 4
- 238000004821 distillation Methods 0.000 claims description 9
- 239000003921 oil Substances 0.000 claims description 9
- 229910021578 Iron(III) chloride Inorganic materials 0.000 claims description 4
- RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K iron trichloride Chemical compound Cl[Fe](Cl)Cl RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K 0.000 claims description 4
- 239000000243 solution Substances 0.000 claims description 4
- 239000007864 aqueous solution Substances 0.000 claims description 3
- 239000010779 crude oil Substances 0.000 description 6
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 6
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 description 4
- 238000005336 cracking Methods 0.000 description 3
- 239000003208 petroleum Substances 0.000 description 3
- VSCWAEJMTAWNJL-UHFFFAOYSA-K aluminium trichloride Chemical compound Cl[Al](Cl)Cl VSCWAEJMTAWNJL-UHFFFAOYSA-K 0.000 description 2
- 150000001805 chlorine compounds Chemical class 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 2
- 229910001385 heavy metal Inorganic materials 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N Zinc Chemical compound [Zn] HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 1
- 238000003776 cleavage reaction Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000002845 discoloration Methods 0.000 description 1
- 238000005194 fractionation Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000010687 lubricating oil Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 230000007017 scission Effects 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 229910052725 zinc Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011701 zinc Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Ver- bindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung.
Es ist bekannt, dass hochsiedende Kohlenwasserstoffe durch Erhitzung auf hohe Temperatur in Kohlenwasserstoffe mit niedrigerem Siedepunkt gespalten werden können. Dieses Spalten oder Kracken kann auch bei niederer Temperatur vorgenommen werden, indem man'bestimmte feste Salze dem zu spaltenden Öl in der Krackretorte zusetzt, z. B. wasserfreies Aluminiumchlorid, und destilliert, wobei diese Salze das Kracken fördern.
Das Verfahren gemäss der Erfindung, das die Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe betrifft, gründet sieh ebenfalls auf die Einwirkung von Salzen, aber nicht in wasserfreiem Zustand auf das 01. Das Verfahren besteht darin, dass man die Rohöle bei erhöhter Temperatur, zweckmässig zwischen 70 und 100 C, mit konzentrierten wässerigen Lösungen von Schwermetallehloriden behandelt und nach Entfernung der Salzlösung gegebenenfalls destilliert.
Gemäss einer vorzugsweise angewendeten Ausführungsform dieses Verfahrens setzt man die konzentrierten Salzlösungen nicht in der Destillationsretorte zu, sondern führt die Behandlung mit diesen Lösungen vor der Destillation ausserhalb der Retorte aus, so dass also auch die Spaltung vor der Destillation stattfindet.
Das Verfahren gemäss der Erfindung zeigt den Vorteil, dass nicht mit wasserfreien Salzen gear- beitet zu werden braucht, und folglich diese, meistens stark hydroskopischen Stoffe nicht vorher mit viel Kostenaufwand und Mühe hergestellt werden müssen.
Wird dieBehandlung ausserhalb der Retorte vorgenommen, so kann man, wenn nötig oder erwünscht, das behandelte Öl vor der Destillation noch neutralisieren, um eine Korrosion der Destillationsgeräte zu verhindern.
Die besten Ergebnisse erhält man bei Behandlung mit einer konzentrierten Eisenchloridlösung, zweckmässig vom spezifischen Gewicht 1-6, welches Salz die stärkste Wirkung zeigt, obwohl auch bei Behandlung mit andern Salzen, z. B. mit Zink-, Kupfer-, Niekelchorid u. dgl., befriedigende Ergebnisse erhalten werden.
Die Behandlung zeitigt eine um so bessere Wirkung, je mehr ungesättigte Verbindungen das zu behandelnde Rohöl enthält.
Ausführungsbeispiele :
1. Zu einem Liter rohen Petroleums mit einem Siedepunktintervall von 150-250 C und einem Gehalte von 60% an ungesättigten Verbindungen gibt man 250 cm"Eisenchloridlösung von dem spezifischen Gewicht 1. 6 und hält die Mischung unter fortwährendem Rühren 15 Minuten lang auf einer Temperatur zwischen 70 und 100 C. Man lässt nun das Öl sich über dem Eisenchlorid abscheiden und bringt es, nachdem es mit Lauge gewaschen wurde, in eine Destillationsretorte.
Fraktioniert man hernach das so vorbehandelte Öl, so erhält man als erste Fraktion mit dem Siedepunktsintervall von 70-150 C ungefähr 300 em wasserweisses"Benzin, selbst wenn das ursprüngliche Öl stark gefärbt war, als zweite Fraktion mit einem Siedepunktintervall von 150-250 C
<Desc/Clms Page number 2>
500 cm3 Petroleum und einen Rückstand mit einem Siedepunktintervall von 250-350 C, der bei weiterer Fraktionierung schliesslich eine Fraktion ergibt, die die Viskosität von Spindelöl oder dünnem
Schmieröl aufweist.
2. Behandelt man in gleicher Art einen Liter rohen Petroleums mit einem Siedepunktintervall von 150-250 C mit einem Gehalt von 20% an ungesättigten Verbindungen, so erhält man unter den gleichen Bedingungen nur 100 em3 Benzin und eine entsprechend kleinere Menge einer höher siedenden Fraktion.
3. Behandelt man entsprechend ein Rohöl, das praktisch keine ungesättigten Verbindungen enthält, so erhält man kein Benzin, obwohl die entfärbende Wirkung ebenfalls eintritt.
Das Verfahren gemäss der Erfindung hat also hauptsächlich Bedeutung für die Behandlung von
Rohölen, die grosse Mengen ungesättigter Verbindungen enthalten. Es ist aber nicht beschränkt auf die Behandlung von Ölen mit dem oben genannten Siedepunktsintervall von 150-250 C, sondern ist mit gleich gutem Erfolg auf alle Arten Rohöle, insofern sie von den Fraktionen, die unterhalb 70-1000 C' übergehen würden, befreit sind, anwendbar.
Bei Anwendung des vorliegenden Verfahrens hat man überdies noch den Vorteil, dass die niedriger siedenden Fraktionen vollständig, die höher siedenden zum grössten Teile entfärbt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Rohöle bei erhöhter Temperatur, zweckmässig zwischen 70 und 1000 C', mit konzen- trierten wässerigen Lösungen von Schwermetallchloriden behandelt, hierauf die Salzlösung entfernt und gegebenenfalls die Öle nach Entfernung der Salzlösung destilliert.
Claims (1)
- 2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit den wässerigen Lösungen vor der Destillation, ausserhalb der Destillationsretorte vorgenommen wird und allenfalls die behandelten Öle vor dem Destillieren neutralisiert werden.3. Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit einer Eisenchloridlösung, zweckmässig mit dem spezifischen Gewicht 1'6 vorgenommen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL122511X | 1929-01-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT122511B true AT122511B (de) | 1931-04-25 |
Family
ID=19775505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT122511D AT122511B (de) | 1929-01-16 | 1929-03-05 | Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT122511B (de) |
-
1929
- 1929-03-05 AT AT122511D patent/AT122511B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1594458C3 (de) | Verfahren zum Regenerieren von gebrauchten Schmierölen | |
| AT122511B (de) | Verfahren zur Überführung von hochsiedenden Mineralölen, die ungesättigte Verbindungen enthalten, in niedriger siedende Kohlenwasserstoffe unter gleichzeitiger Entfärbung. | |
| DE565249C (de) | Verfahren zur Herstellung hochwertiger Schmieroele | |
| DE863032C (de) | Verfahren zur Herstellung von an AEthan und AEthylen reichen Gasen durch Spaltung | |
| DE699206C (de) | endigen Produkten aus Rohoelen oder Steinkohlenteeroelen | |
| DE540014C (de) | Verfahren zur Herstellung von viskosen OElen aus Crackprodukten von Mineral- und Teeroelen | |
| AT249231B (de) | Verfahren zum Raffinieren von leichten, durch direkte Destillation erhaltenen Kohlenwasserstofföldestillaten | |
| DE530278C (de) | Verfahren zur Gewinnung leichtsiedender Kohlenwasserstoffe | |
| AT122510B (de) | Verfahren zum Entfärben von Mineralölen und Öldestillaten. | |
| DE575610C (de) | Verfahren zur Raffination von Mineralschmieroelen | |
| DE885700C (de) | Verfahren zur Herstellung klopffester Treibstoffe durch Druckhydrierung hochsiedender Kohlenwasserstoffoele | |
| DE587984C (de) | Verfahren zur Reinigung von Destillations- oder Spaltprodukten aus Mineraloel, Schieferoel oder Braunkohlenteeroel | |
| DE577520C (de) | Verfahren zur Gewinnung eines hochwertigen Strassenteers von starkem Klebevermoegen aus dem bei der Destillation fester mineralischer Brennstoffe anfallenden Rohteer | |
| DE714810C (de) | Verfahren zur Herstellung nicht verharzender Motortreibstoffe | |
| DE432851C (de) | Verfahren zur Aufspaltung wasserstoffarmer Kohlenwasserstoffgemische | |
| AT157698B (de) | Verfahren zur Scheidung von Mineralöl und Mineralölprodukten in paraffinische, naphthenische und aromatische Bestandteile bei gleichzeitiger Raffination der paraffinischen und naphthenischen Bestandteile. | |
| DE579297C (de) | Verfahren zum Reinigen von fluessigen Kohlenwasserstoffgemischen | |
| DE695993C (de) | Verfahren zur Druckhydrierung von festen kohlenstoffhaltigen Stoffen | |
| DE678208C (de) | Verfahren zur Behandlung von Kohlenwasserstoffoelen | |
| DE554803C (de) | Verfahren zum Entfaerben von Mineraloelen und ihren Krack- und Destillationsprodukten | |
| DE812311C (de) | Verfahren zur Herstellung hoehermolekularer oeliger Kondensationsprodukte | |
| AT122484B (de) | Verfahren zum Entparaffinieren von Ölen, Destillationsrückständen oder Destillaten. | |
| DE408417C (de) | Verfahren zur Herstellung von als Spaltmittel fuer Fette und OEle verwendbaren Sulfosaeuren | |
| DE2145639C3 (de) | Kontinuierliches Verfahren zur Reinigung einer leichten Paraffinfraktion durch Hydrierung | |
| DE579032C (de) | Verfahren zum Raffinieren von Erdoelprodukten |