AT120426B - Verfahren zur Veredelung der bei der Sulfat- oder Natronzellstoffherstellung anfallenden sogenannten Schmierseife. - Google Patents
Verfahren zur Veredelung der bei der Sulfat- oder Natronzellstoffherstellung anfallenden sogenannten Schmierseife.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Veredelung der bei der Sulfat-oder Natronzellstoffherstellung an- fallenden sogenannten Schmierseife. Bekanntlich entsteht bei der Sulfat-oder Natronzellstoffherstellung auch ein auf der Abfalllauge schwimmendes seifenartiges Erzeugnis, das hauptsächlich aus Alkalisalzen von Fett-und Harzsäuren besteht und dessen Trennung von der Abfallauge beispielsweise durch Zumischung frischer Sulfitlösung noch erleichtert werden kann. Man hat bereits auf verschiedene Weise versucht, aus dieser sogenannten Schmierseife reine Fett-und Harzsäuren herzustellen. So hat man z. B. das Erzeugnis mit Säuren zerlegt, wodurch die Fett-und Harzsäuren unter Bildung eines sogenannten fliessenden Harzes freigemacht werden. Die fliessenden Harze wurden weiteren Reinigungsverfahren unterworfen, z. B. destilliert, ohne dass es gelang, den ihnen anhaftenden üblen Geruch und andere vorhandene Verunreinigungen ganz zu entfernen. Gemäss der Erfindung werden aus der sogenannten Schmierseife reine Fett-und Harzsäuren erhalten unter gleichzeitiger Veredelung von Sulfitablauge. Das neue Verfahren besteht darin, dass die rohe oder in irgendeiner Weise gereinigte, sogenannte Schmierseife mit Sulfitablauge bei Zimmertemperatur oder unter Erhitzung gut durchgerührt wird. Als Sulfitablauge wird die bei der Sulfitzelluloseherstellung anfallende Ablauge gegebenenfalls in konzentrierter Form verwendet. Die in der sogenannten Schmierseife enthaltenen Fett-und Harzsäuren werden durch die Behandlung mit Sulfitablauge freigemacht und aus der Mischung durch geeignete Lösungsmittel, z. B. Benzin od. dgl. extrahiert. Das Lösungsmittel wird vertrieben ; als Rückstand erhält man ein reines Erzeugnis, das aus Fett-und Harzsäuren besteht. Die Extraktion mit einem Lösungsmittel kann bei Zimmertemperatur oder auch unter Erwärmen vorgenommen werden. Auch kann man so verfahren, dass die durch gutes Verrühren der Schmierseife mit Sulfitablauge erhaltene Mischung stehen gelassen wird, wobei sich dann die Fettund Harzsäuren allmählich an der Oberfläche abscheiden und abgeschäumt oder in anderer Weise abgetrennt werden können, um dann weiter mit Lösungsmitteln, wie oben beschrieben, gereinigt zu werden. Bei dem Verfahren erfährt auch die Sulfitablauge Veränderungen. Sie wird bedeutend heller und kann leicht verarbeitet werden zur Gewinnung in ihr enthaltener wertvoller Stoffe. Sie kann z. B. leicht zu einem absolut trockenen Rückstand eingedämpft werden. Beispiel : Die zur Spaltung gemäss der Erfindung verwendete Sulfitablauge wird unmittelbar einem Zellstoffkocher entnommen und ohne Zusatz von Wasser auf 50 C abgekühlt. Je nach dem Säuregrade der Ablauge verwendet man auf 100 kg sogenannte Schmierseife 750-1000 lAblauge. Schmierseife und Ablauge werden in einem offenen Holzgefäss etwa ira Stunden lang gut vermischt, wobei die Temperatur die ganze Zeit auf 500 C gehalten wird. Nachdem das Rühren beendet ist, wird die Flüssigkeit etwa 11/2 Stunden stehen gelassen. Nach Verlauf dieser Zeit sind zwei Schichten entstanden, von denen die veränderte Sulfitablauge die untere und die Harz-und Fettsubstanz die obere Schicht bildet. Durch einen Ablass im Boden des Gefässes wird die Ablauge abgezapft, um weiter zur Trockne eingedampft und damit verwertbar zu werden. Die zurückbleibende Fett-und Harzsubstanz wird einer weiteren Reinigung unterworfen je nach ihrem Verwendungszweck. Beispielsweise wird sie in Benzin aufgelöst, die Lösung filtriert, und das Lösungsmittel abgetrieben. Wenn gewünscht, können dann die Harz-und Fettsäuren nach bekannten Verfahren getrennt werden. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 an sogenanntem flüssigen Harz. Die nach dem neuen Verfahren erhaltene Fett-Harzsäuresubstanz enthält 93-95% Säuren, wovon 63-65% Fettsäuren und 37-35% Harzsäuren sind. Die Vorteile beim Arbeiten gemäss der Erfindung sind zusammengestellt folgende : 1. Es kann bei mittlerer Temperatur während der Spaltung der sogenannten Schmierseife gearbeitet werden. Dadurch werden die übelriechenden Zersetzungsprodukte vermieden und die Ausbeute an EMI2.2 ablauge selbst gewonnen wird. 2. Die durch die Spaltung veränderte Sulfitablauge kann leichter weiter verarbeitet und verwertet werden. PATENT-ANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Veredelung der bei der Sulfat-oder Natronzellstoffherstellung anfallenden sogenannten Schmierseife durch Abscheidung der darin enthaltenen Harz-und Fettsäuren mit Hilfe von Säuren, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmierseife mit gegebenenfalls konzentrierter Sulfitablauge bei gewöhnlicher Temperatur oder erhöhter Temperatur behandelt wird, um Fett-und Harzsäuren aus der Schmierseife frei zu machen.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die freigemachten Fett-und Harzsäuren mit einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Benzin, extrahiert werden, worauf das Lösungsmittel vertrieben wird.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mit"Schmierseife" behandelte und von Fett- und Harzs uren befreite Sulfitablauge zu einem vollkommen trockenen Rück- stand eingedampft wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FI120426X | 1928-05-09 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT120426B true AT120426B (de) | 1930-12-27 |
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ID=8555956
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT120426D AT120426B (de) | 1928-05-09 | 1929-04-06 | Verfahren zur Veredelung der bei der Sulfat- oder Natronzellstoffherstellung anfallenden sogenannten Schmierseife. |
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| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT120426B (de) |
-
1929
- 1929-04-06 AT AT120426D patent/AT120426B/de active
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