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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Ablieferung abgemessener Glasposten an eine Form aus einem Behälter, in dem ein Austreibkolben angeordnet ist, der das Austreiben und freihängende
Ansammeln eines Glasklumpens oder-tropfens an einem unter dem Flüssigkeitsspiegel im Behälter angeordneten Auslass unterstützt. Von dem Klumpen oder Tropfen wird eine einer Formbeschickung entsprechende Glasmenge durch eine Abschneidvorriehtung abgeschnitten. Schliesslich ist eine weitere
Vorrichtung vorgesehen, welche den Glasausfluss nach dem Abschneiden hemmt, verzögert oder aber das Glas in den Auslass zurücktreibt.
Die Erfindung besteht darin, dass an dieser bekannten Einrichtung eine selbsttätige Vorrichtung vorgesehen wird, welche während des Betriebes die Zeitpunkte der Auf-und Abwärtsbewegung des Aus- treibkolbens, der Schneidbewegung der Abschneidvorrichtung und schliesslich des Inwirkungtretens der Vorrichtung zum Unterbrechen, Verzögern oder Umkehren des Glasausflusses gegeneinander einzu- stellen gestattet. Beispielsweise besteht eine solche Vorrichtung in einem Druekluftantrieb, der Ventile zur Steuerung der genannten drei Vorrichtungen enthält, die durch umlaufende Steuervorrichtungen (Steuerscheiben) betätigt werden. Zwei dieser Steuerscheiben sind in ihrer relativen Lage gegenüber der dritten Steuerscheibe verstellbar.
Vorzugsweise wird je ein Paar Steuerseheiben vorgesehen, von denen eine fest mit der Antriebswelle verbunden ist, während die andere lose aufsitzt und mit der fest- sitzenden durch ein betriebsmässig verstellbares Kupplungselement verbunden ist.
Weitere Einzelheiten der Erfindung seien an Hand der folgenden Beschreibung eines Ausführungs- beispiels der Erfindung erläutert.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Aufriss von einem ganzen Glasabgabeapparat nach der Er- findung, Fig. 2 einen Aufriss des in Fig. 1 gezeigten Apparates, von der Seite gesehen, Fig. 3 einen Aufriss des Zeitmeehanismus,. wobei einige Teile weggenommen sind, um die Daumenwelle, die Ritzel und ihre
Verbindung mit den Organen, mit welchen sie arbeiten, zu zeigen. Fig. 4 ist eine schematische Ansicht eines Teiles des Steuerungsmechanismus mit Zylinder und Kolben zum Antrieb des Ausstosskolbens mit den Öffnungen, Ventilen, Durchgängen für den Zu-und Ablass des unter Druck stehenden Fluidums (Druckluft) zu und von dem Zylinder. Damit die Darstellung einfacher ausfällt, sind sämtliche Öffnungen,
Durchgänge und Ventile in der gleichen Ebene gezeichnet, während sie in der praktischen Ausführung sieh in verschiedenen Ebenen befinden.
In der Fig. l der Zeichnung ist ein Apparat zur Abgabe von bestimmten Glasposten nach der
Erfindung gezeigt. Er weist verschiedene Teile auf, die in einem Behälter arbeiten, welcher an seinem
Boden eine Auslassöffnung besitzt. Jeder der einzelnen Teile arbeitet zu einem Zeitpunkt, der zum voraus bestimmt wird. Diese einzelnen Teile sind : eine Scher Vorrichtung und Steuerung, eine Brennerkappe und ihre Steuerung, ein Ausstosskolben mit den mit ihm zusammenhängenden Teilen und ihre Steuerung und eine Vorrichtung, welche den Zeitpunkt der Wirkung dieser verschiedenen Teile bestimmt.
Der Behälter 1 hat einen Zuflusskanal 2 und einen Auslass 4, der mit dem Zuflusskanal 2 in Ver- bindung steht.
Unmittelbar oberhalb des Kanals 2 und koaxial mit dem Auslass ist eine Öffnung vorgesehen, in der sich der Ausstosskolben 6 bewegt, um den Abfluss des Glases durch den Auslass zu beschleunigen bzw. zu regeln.
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Arme-176, siehe Fig. 1, sind unmittelbar unterhalb der Öffnung des Behälters 1 angeordnet. Diese Arme tragen Messer, die sich in regelmässigen Zeiträumen nähern und auseinandergehen, um das zähflüssige Glas, das sich an der Öffnung 4 freihängend angesammelt hat, abzuschneiden. Die Arbeit der Arme 175 ist durch einen Kolben und Zylinder aufweisende Vorrichtung, die in Fig. 2 mit 176 bezeichnet ist, überwacht.
Unterhalb der Öffnung des Behälters 1 ist in einer bestimmten Stellung im Verhältnis zu den Messern 17. 5 eine Brennerkappe 177 angeordnet, in welcher ein unter Druck eingelassenes Gasgemisch brennt. Diese Kappe wird nach jeder Abscherung betätigt, um die Öffnung 4 zu decken und das Glas, das aus ihr austritt oder in ihr sich befindet, zu unterstützen, zurückzutreiben oder verzögert austreten zu lassen. Diese Kappe ist so angeordnet, dass sie eine wagrechte und eine senkrechte Bewegung zu bestimmten Zeitpunkten ausführen kann. Die wagrechten Bewegungen sind durch einen Zylinder 178 und die senkrechten durch einen Zylinder 179 gesteuert. Die Kappe ist zur rechten Zeit gesteuert, um den Gasaustritt zu regeln.
Die Kappe 177 ist in Arbeitsstellung mit einem brennbaren Gasgemisch gespeist, das durch einen Injektor 267 (Fig. 2) zugedrückt wird.
Der sich vom Behälter 1 seitlich erstreckende Teil ist durch einen Arm 180 unterstützt, der einstell- bar auf der senkrechten Stange 182 montiert ist. Der innere Teil des Behälters 1 ist durch eine Sohle dz
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sein oberer Teil ist durch eine Haltevorrichtung erfasst, die eine Hülse 7 aufweist, die mit einem gegen oben geriehteten Halter 8 versehen ist.
Die Hülse ist mit dem den Ausstosskolben tragenden Arm 14 mittels eines Schraubenbolzens verbunden, der im Halter 8 eingeschraubt ist.
Zur Auf-und Abbewegung des Ausstosskolbens ist ein Differentialkolben 26 im Zylinder 56 vorgesehen ; mit dem Kolben 26 ist eine aufwärts steigende Stange (nicht dargestellt) verbunden, auf welcher die in Fig. 1 ersichtliche, den Arm 14 tragende und durch eine Handhabe 42 einstellbare Schraubenspindel befestigt ist. Durch Auf-und Abbewegung des Kolbens 26 wird daher auch der Ausstosskolben 6 gleichsinnig bewegt.
Wie in Fig. 4 gezeigt ist, wird konstanter Luftdruck der Fläche 68 des Differentialkolbens 26 durch eine Öffnung 70 und durch einen Ventilkörper 71 zugelassen. Die Zulassung der Druckluft zu diesem Ventilkörper 71 wird durch Röhre 72, die bei dem T 73 mit der Röhre 74 verbunden ist. Die eintretende Druckluft geht direkt von dieser Röhre'72 in den Körper 71 und dann durch ein MÜndungsstÜck 75. Wenn die Druckluft aus dem Zylinder während des Hebens des Kolbens hinausgedrängt und zurück in die Leitung befördert wird, kann sie nicht nur durch das Mündungsstück passieren, sondern auch durch die Öffnung 76 und über das Rückschlagventil 77. Die nach unten gerichtete Verlängerung der Ventilkappe 78 dient dazu, den Hub des Rüekschlagventiles 77 zu begrenzen.
Zu geregelten Zeiten wird Druckluft zum Abheben des Kolbens 26 aus seiner untersten Lage
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ventil 84 zugelassen. Die Ventilkappe 85 hat eine nach unten gerichtete Verlängerung 86, welche den Hub der Kugel begrenzt. Nachdem die Druckluft aufwärts um die Kugel 84 herumgedrungen ist, tritt sie in den Durchlass 87 ein, dann nach unten um die Spindel des Hahnes 88, welche mit Gewinde 89 versehen ist und in der gewünschten Lage durch den Handhebel 80 festgehalten werden kann, dann in die
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des Kolbens 26. Der Kolben ist mit einem Vorsprung 95 versehen, der einen toten Raum unter der Kolbenfläche bedingt, so dass die Druckluft stets wirksam gegen den Kolbenkopf zur Wirkung gelangt.
Der Zulass der Druckluft durch den Durchgang 94 wird den Kolben 26 heben, wie in Fig. 4 gezeigt, und die Druckluft im Raum 67 wird zurück durch die Durchlässe 70 und 76, Ventil 77, ferner durch das Mündungstück 75 zu den Röhren 72 und 74 in die Zuführungsleitung zurückgedrängt. Im Ventilkasten 79 ist ein Mündungsstüek 96 angeordnet, das ausgewechselt werden kann, so dass eine Öffnung von gewünschtem Durchmesser benutzt werden kann. Wenn der Hahn 88 geschlossen ist, wird Druckluft durch Durchlass 97, Mündungsstück 96, Durchlass 92 in den Zylinder unter den Kolbenkopf durch die Durchlässe 93 und 94 übertreten.
Das Loch im Mündungsstöpsel 96 bestimmt das Maximum des Druckes, welcher in dem Zylinder 26 durch den Durchlass 94 auftreten kann, wenn der Hahn 88 geschlossen ist, wodurch das Minimum der Aufwärtsgeschwindigkeit des Kolbens 26 bestimmt ist. Grössere Aufwärtsgeschwindigkeit der Kolbenbewegung kann durch Öffnen des Hahnes 88 zu verschiedenen Graden erreicht werden.
Ein Mechanismus zur Einstellung der Zeiten, an welchen die verschiedenen Teile wirken sollen (siehe Fig. 3), veranlasst zeitweilig die Druckluft unter dem Kolben 26 durch die Röhre 80, den Dreiweghahn 81 und die Röhre 82 zu vorbestimmten Zeitabständen zu wirken. Wenn die Auslassperiode eintritt, entweicht die Druckluft durch die gleichen Röhren, durch welche sie eintrat, und der konstante Druck, der durch die Öffnungen 70 zutritt (siehe Fig. 4), drückt den Kolben hinunter. Wenn der Kolben hinuntergeht (Fig. 4), drängt er die Druckluft durch die Durchgänge 98, 99 und 100 hinaus, über den Hahn 101,
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geschlossen ist. so überwacht das Loch im Mündungsstück 113 die Abwärtsbewegung des Kolbens in der ganzen Länge seiner Bahn.
Diese Geschwindigkeit ist die Minimumgeschwindigkeit und kann durch Wechseln der Grösse des Durchlasses des Mündungsstückes 77. 3 verschieden gehalten werden. Schnellere Abwärtsbewegung kann durch Öffnen der Düse 1m zu verschiedenem Grade erreicht werden.
Wenn zeitweilig Druckluft durch die Röhre 82 zum Ventilkasten 79 zugelassen wird. so ist sie
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die Druckluft entlassen wird, dann ist sie durch das Kugelrüekschlagventil 84 gesperrt und strömt über die Düse 101 oder das Mündungsstüek 77. 3 ab.
Druckluft, welche fortwährend durch das Rohr 74 und Abzweigrohr 7J zugeführt wird, strömt
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weise in der Stellung der Fig. 4, um die Druckluft von Röhre 80 zu Röhre 82 zuzulassen. Durch eine Vierteldrehung des Hahngriffes kann der zeitweilige Druck ausgeschaltet werden und der fortwährende Druck kann zu dem grösseren Raum 69 des Kolbens 26 durch Röhren 82 a und 82 zugelassen werden,
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zu bewegen), Ventilkasten 203 und Röhre 263 (zeitweilig zugelassener Druck zum Zylinder 1'79, um die Brennerkappe senkrecht zu bewegen), Ventilkasten 223 und Röhre 80 (zeitweilig zugelassener Druck zum Kolben, der den Ausstosskolben betätigt), Ventilkasten 206 und Röhre 267 (zeitweilig zugelassener Druck, um die Scheren in Tätigkeit zu setzen), Röhre 265 (fortwährender Druck zum Zylinder 178,
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zugeführt. Von dem Injektor strömt das Verbrennungsgemisch zu der Brennerkappe, durch die Gelenkverbindung 28-5 und Röhre 286 getragen.
Der Zeitpunkteinstellungsmechanismus, der benutzt wird, um zeitweilig die Druckluft der Brennerkappe den Messern und dem Ausstosskolben zuzuführen, ist in einem besonderen Kasten 180 enthalten (Fig. 3). Diese Zeiteinstellungsbüchse 180 ist von einem geeigneten Ständer 188 getragen. Die Enden des Kastens sind durch runde Platten 189 und 190 geschlossen. Jede dieser Enden hat geeignete Träger, auf welchen eine Welle 191 gelagert ist, welche eine Mehrzahl von Nockenscheiben trägt.
Die Stange 191 ist mittels einer Kraftquelle durch ein beliebiges Zahnradsystem getrieben und nach vorliegender Zeichnung von einem Motor 192 von wechselnder Geschwindigkeit, durch eine Welle 193 und durch eine Schnecke 193b angetrieben, wobei das Schneckenrad auf der Welle 191 montiert ist (Fig. 3). Auf der Welle 191 sind die Noekenscheiben 194 fest durch beliebige Mittel befestigt. Ebenfalls von der Welle 191 getragen sind eine Mehrzahl von lose sich drehenden Nockenscheiben 195. Die Nockenscheiben 794 und 195 sind paarweise gruppiert und tragen auf ihren gegeneinander schauenden Flächen Verzahnungen 196.
Diese arbeiten mit konischen Ritzel 197 zusammen, wovon jeder auf herunterhängenden Armen montiert ist. Jeder Arm ist von einem Block 199 getragen. Jeder der Blöcke 199 ist drehbar auf der erwähnten Welle 191 montiert. Die Enden der hängenden Arme sind in einem geeignet vorgesehenen Achslager 198 festgehalten, so dass die genannten Ritzel 197 gleichzeitig und in vollkommener Übereinstimmung durch eine einzige Bewegung des Handrades 200 richtiggestellt werden können.
Die Nockenseheiben 797 und 195 tragen Rollen 201, welche dazu bestimmt sind, mit gewissen Rohrventilen in Berührung zu kommen und diese von ihrem Sitz zu entfernen, welche Rohrventile sich in den Yentilkastel1 202 und 20. 3 (Fig. 3) befinden. Dicser Teil des Zeitmechanismus setzt die Brenner-
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