AT114916B - Vorrichtung zur elektrischen Übertragung der Streckensignale auf die Lokomotive des fahrenden Zuges. - Google Patents

Vorrichtung zur elektrischen Übertragung der Streckensignale auf die Lokomotive des fahrenden Zuges.

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AT114916B
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Karl Riedlmayer
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Karl Riedlmayer
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  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung zur elektrischen Übertragung der Streckensignale auf die Lokomotive des fahrenden Zuges. 



   Um die Sicherheit im Eisenbahnverkehr, insbesondere bei Nebel, Schneesturm oder sonstigem unsichtigen Wetter zu erhöhen, werden elektrische Eisenbahnsignalvorrichtungen verwendet, bei welchen die Stellung der Streckensignale auf Signalanzeiger auf den Eisenbahnzug überrragen wird. Die Erfindung bezieht sich auf solche Signalvorrichtungen jener Art, bei welchen die Übertragung der Streckensignale auf den Zug mittels fester Signalschienen erfolgt, mit denen von der   Lokomotive getragene   Kontaktteile zusammenwirken, wobei die Streckensignale das Öffnen und Schliessen von mit den Signalschienen verbundenen Kontakten bewirken.

   Die Erfindung besteht darin, dass die vom Semaphorflügel in bekannter Weise betätigte Kontaktfeder od. dgl. je nach der Stellung dieses Flügels das einemal mit einem Gegenkontakt, der mit der der Signalanzeige Freilauf dem Zug zugeordneten Signalschiene verbunden ist, und das anderemal mit einem mit den beiden den   Signalanzeigen. Langsam "     und. Halt" zugeordneten Signalschienen   verbundenen Gegenkontakt in Anlage kommt. 



   Als Signalanzeigen auf dem Zuge können optische oder akustische Einrichtungen Verwendung finden oder es können gleichzeitig optische und akustische Signale verwendet werden. 



   Um zu verhüten, dass durch Versagen einer der Signalanzeigen am Zuge der Lokomotivführer ohne Signal bleibt, wird gemäss der Erfindung die Anordnung derart getroffen, dass jeder der zu den   Signalanzeigen. Frei", "Langsam" und. Halt" auf   dem Zuge gehörigen Stromkreise durch ein Relais kontrolliert wird, welches bei eintretender Störung des zugehörigen Stromkreises selbsttätig einen anderen, eine Reservesignalanzeige enthaltenden Stromkreis schliesst.

   So ist beispielsweise bei der in der Zeichnung in einem Beispiel dargestellten Ausführungsform für jede der drei Hauptlampen 1, 2 und 3 (Fig. 1) eine Reservelampe 4, 5 und 6 vorgesehen, welche durch ein Trennrelais TRi, TR2   Tris,   eingeschaltet wird, wenn die korrespondierende Hauptlampe unbrauchbar geworden ist oder der zu dieser Hauptlampe zugehörige Stromkreis aus sonstigen Ursachen gestört wurde. Die Lampen 1, 2 und 3 und ebenso die Reservelampen   4,   5 und 6 sind zweckmässig derart verschieden gefärbt, dass für jedes Haltsignal eine rote, für jedes Langsamsignal eine grüne und für fedes Freisignal eine weisse Lampe vorhanden ist. 



   Bei der   Stellung Halt"desSemaphorsistderStromverlauffolgender   :   Der einer Akkumula-   torenbatterie B (Fig. 1) entnommene Strom fliesst über den Hauptschalter HS zum Massiv M (Fig. 2) der Lokomotive, über das Rad derselben zur Fahrschiene, von da zur Umschaltekontaktfeder b des Semaphors, über den geschlossenen Kontakt c zur Kontaktschiene   II,   die so wie alle übrigen Kontaktschienen in entsprechender Entfernung vor den Signalen zwischen den Gleisschienen eingebaut ist ; weiter über eine fixe Verbindung zur Kontaktschiene 1 beim
Vorsignal, wodurch beim Auf fahren der Laufkontaktrolle L der Stromschluss erfolgt.

   Nun kann der Strom weiter seinen Weg nehmen, durch die Wicklung des Trennrelais TR2, durch die grüne Signallampe 2, über die geschlossenen Kontaktlamellen   k     uns kil   des   Überprüfungs-   schalters ÜS zurück zum zweiten Pol der Stromquelle. 



   Das Aufleuchten der grünen Lampe zeigt nun an, dass das Vorsignal   auf   Langsam ;   steht und daher die Fahrgeschwindigkeit herabzumindern ist. Fährt nun in der weiteren Folge die Lokomotive über die   Kontaktschiene II   vor dem Hauptsignal, so erfolgt jetzt der Strom- 

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   'schluss durch-die LaufkoTttaktroRe ff für die nun aufleuchtende rote Lampe und gleichzeitig für den zu dieser Lampe samt seinem zugehörigen Trennrelais parallel geschalteten akustischen Signalapparat H : L, so dass der Lokomotivführer,. sowohl optisch wie akutisch auf das Haltsignal aufmerksam gemacht, dieses nicht überfahren kann. 



  In analoger Weise erfolgt der Stromschluss bei der Freistellung der Hauptsignale durch die Kontaktschiene IH und die Laufkontaktrolle P für die weisse Signallampe. 



  Dort wo es sich um Dauer-Langsamsignale handelt, genügt es, eine entsprechend lange Kontaktschiene IV mit der Fahrschiene in dauernde direkte Verbindung zu bringen. 



  Für aussergewöhnliche Langsam-oder Haltsignale kann die Einrichtung mit Hilfe der Kontaktschienen V und VI so getroffen werden, dass der Stromschluss durch die Hebelschalter S oder 81 erfolgt, welche im Bedarfsfalle vom Bahnbeamten umgestellt werden. 



  Als weitere Sicherung im Zugsverkehr kann die Einrichtung auch dazu benützt werden, um bei Bahnübersetzungen im Niveau, mit Hilfe der in geeignetem Abstand vor der Übersetzung angebrachten Kontaktschiene VII ein Warnsignal in Form eines akustischen Signalapparates während der Dauer des Befahrens der Kontaktschiene in Funktion zu setzen : Der in Fig. 1 angegebene Überprüfungschalter dient dazu, um jederzeit die Stromquelle, die Lampen samt zugehörigen Relais und die Signalhupe auf ihre richtige Funktion prüfen zu können. Er besteht der Hauptsache nach aus einer Messinggrundplatte G, auf welcher eine nach beiden Richtungen drehbare Stahlachse mit einer, Griffscheibe gelagert ist. In metallischer Verbindung mit der Grundplatte und der Stahlachse befindet sich eine elastische Kontaktfeder f und isoliert gegen die Achse ist das'Kontaktstück d angebracht.

   Bei einer kleinen Rechtsdrehung der Griffscheibe wird nun'der"Batteriestrom über die mit der Feder f in Kontakt gebrachten Lamellen af, b, c auf die Hauptlampen geschaltet und findet seine Rückleitung über die durch das Kontaktstück d in Verbindung gebrachten Kontaktfedern k und kt. Erfolgt nun hierauf eine Linksdrehung der Griffscheibe, so wird dadurch die Stromrückleitung durch Entfernung des Kontaktstückes von den beiden Kontaktfedem unterbrochen, wodurch die Hauptlampen stromlos bleiben, dafür aber die Reservelampen zum Aufleuchten gebracht werden. 



  Als Ausgleichwiderstände für die durch die Trennrelaiswicklungen bedingten Spannungs- - abfälle im Stromkreise der Hauptlampen sind die Widerstände AWi, AWs, AWg den Reservelampen vorgeschaltet. 



  Damit, bei eventuell verkehrt fahrender Lokomotive die Halt-und Freisignale nicht im verkehrten Sinne aufleuchten, ist der Wechselsehalter WS, Fig. 1, vorgesehen, der nur nach rechts umgestellt zu werden braucht, um die richtige Funktion der Signallampe zu erzielen. 



  Die Konstruktion der Umschaltekontaktvorrichtung am Semaphpr lässt sich auf einfache Art und Weise durchführen, indem man drei'gegeneinander und gegen den Rohrmast gut isolierte Kontaktfedern am letzteren anbringt, von denen die mittlere mit einem abgeschrägten Ansatzstück d, Fig. 2, versehen ist, u. zw. so, dass. eine am Semaphorffügel befestigte Rolle bei der Umstellung des Flügels auf. Frei* über die abgeschrägte Fläche gleitet, wodurch die Kontaktfeder b vom Kontakt c angehoben und an den Kontakt a gedrückt wird. Ein über die Kontakteinrichtung angebrachtes Schutzgehäuse dient zur Vermeidung von Beschädigung und Verunreinigung der Kontakte. 



  Was die als Stromscmussorgane ausgebildeten Laufkontaktrollen betrifft, so besteht eine solche aus einer starken, gut gelagerten Messingrolle,'die mit Hilfe eines Víerkantstückes in einem Vierkantgehäuse aus Stahl, federnd auf und ab bewegt werden kann. Diese Laufkontaktrollen müssen gegeneinander und gegen das Massiv der Lokomotive gut'isoliert sein und womöglich an der Brustwand der Maschine montiert sein, um für ein eventuelles Auswechseln leicht zugänglich zu sein. 



  Die in Verwendung stehenden Kontaktschienen müssen einerseits an den beiden Enden in geeigneter Weise abgeschrägt sein, um ein exaktes Auflaufen der Kontaktrollen in beiden Fahrtrichtungen zu gestatten ; anderseits müssen ihre obersten Flächen um ungefähr 3 bis 4 cm höher liegen als das Niveau der Fahrschienen, weil sonst beim Überfahren von Bahnkreuzungen die Laufkontaktrollen abgeschert werden würden. Ausserdem erscheint es auch notwendig, die längs der Kontaktschienen verlaufenden Fahrschienenteile untereinander in gut leitende Verbindung zu bringen. Als Kontaktehienen können gegebenenfalls auch unbrauchbar gewordene Fahrschiehen Verwendung finden. 



  Das Intaktsein der Verbindungsleitungen zwischen den Kontaktschiènen 1 und 11 und der Umschaltevorrichtung am Semaphor, welcher in der Normalstellung auf "Halt" steht, kann von dem die Strecke begehenden Bahnwärter unter Zuhilfenahme einer gewöhnlichen Taschentrockenbatterie in Verbindung mit. einer kleinen Klingel leicht überprüft werden, um bei etwa vorgefundenen Mängeln deren sofortige Behebung zu veranlassen. 



  Die Einrichtung zur Signalübertragung kann sowohl für ein-und zweigleisige Bahnen mit Dampfbetrieb, als auch für solche mit elektrischem Betrieb Anwendung finden.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Eisenbahnsignalvorrichtung, bei welcher die Stellung der Streckensignale (Semaphore) mittels fester Signalschienen, mit denen von der Lokomotive getragene Kontaktteile zusammenwirken, auf Signalanzeiger auf dem Eisenbahnzug übertragen wird, indem die Streckensignale das Öffnen und Schliessen von mit den Signalschienen verbundenen Kontakten bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Semaphorflügel in bekannter Weise betätigte Kontaktfeder od. dgl. b je nach der Stellung dieses Flügels abwechselnd einen oder zwei von drei in Parallelschaltung an die Stromquelle B angeschlossenen Signalstromkreisen in Bereitschaftstellung bringt, indem diese Kontaktfeder od. dgl.
    das einemal mit einem Gegenkontakt a, der mit der der Signalanzeige Freilauf dem Zuge zugeordneten Signalschiene (III) verbunden ist, und das anderemal mit einem mit den beiden den Signalanzeigen "Langsam" und "Halt" zugeordneten Signalschienen (I und II) verbundenen Gegenkontakt c in Anlage kommt.
    2. Eisenbahnsignalvorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Wechselschalter WS, mittels dessen die Verbindung zwischen den mit den Signalschienen zusammenwirkenden Kontaktteilen F, H und den Signalanzeigen I, III vertauscht werden kann, so dass auch bei verkehrt fahrender Lokomotive die richtigen Signalanzeigen auf dem Zuge einoder ausgeschaltet werden.
    3. Eisenbahnsignalvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, EMI3.1 gehörigen Stromkreise durch ein Relais TRi T' 's kontrolliert wird, welches bei eintretender Störung des zugehörigen Stromkreises einen anderen, eine Reservesignalanzeige 4, 5 oder 6 enthaltenden Stromkreis schliesst. EMI3.2 sammen und sämtliche Reservesignalanzeigen 4, 5, 6 zusammen unter Strom gesetzt und auf die Betriebsbereitschaft geprüft werden können.
AT114916D 1927-12-12 1927-12-12 Vorrichtung zur elektrischen Übertragung der Streckensignale auf die Lokomotive des fahrenden Zuges. AT114916B (de)

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