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Motorfahrrad-Scheinwerfer mit angebautem Abblendschalter.
Um den entgegenkommenden Fahrer nicht zu blenden, wird beim Begegnen von Kraftfahrzeugen das in der Fahrtrichtung ausgesandte Scheinwerferlicht geschwächt. Vielfach wird hiezu ein Abblendschalter benutzt, mit dem die Lampenstromleitung in geeigneter Weise verändert wird, indem z. B. die Hauptlampe aus-und gleichzeitig die Nebenlampe eingeschaltet wird. Bei Motorfahrrädern ist das Bedienen des zumeist beim Scheinwerfer angebrachten Abblendschalters lästig, weil man nur ungern die Hand von der Lenkstange fortnimmt. Um den Abblendschalter in einfacher Weise bedienen zu können, verändert erfindunggemäss der durch einen an der Lenkstange angebrachten Bowdenzug verstellbare Abblendschalter beim Zurückgehen des Bowdenzuges in die Ruhelage die eingestellte Schaltung nicht.
Der Bowdenzug kann dabei durch einen einzelnen Finger leicht betätigt werden, ohne die Lenkstange mit der Hand loslassen zu müssen.
Den Bowdenzug zum Verstellen von Lichtschaltern an Fahrrädern zu benutzen, ist an sich bekannt. Doch ergibt die Anwendung des Bowdenzuges auf einen nur vorwärts schaltbaren Abblendschalter eine besonders geschickte Anordnung, die gegenüber den bekannten Ausführungen einen beträchtlichen Fortschritt dadurch zeigt, dass der Bowdenzug beim Zurückgehen in seine Ruhestellung die eingestellte Schaltung nicht verändert.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt den Einbau eines Umschalters im Schemwerfergehäuse ; Fig. 2 eine Seitenansicht des Umschalters ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 ; Fig. 4 eine Seitenansicht des Umschalters in einer gegen Fig. 2 um 450 gedrehten Schaltstellung ; Fig. 5 eine Ansicht der ganzen Anlage ; Fig. 6 eine Ansicht der Kontaktglieder in der einen und Fig. 7 eine Ansicht der Kontaktglieder in der andern Schaltstellung ; Fig. 8 einen Abblendschalter mit Gleitwiderstand und Fig. 9 einen Schaltplan dafür.
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die den Abblendschalter trägt. Dieser besteht aus einem um eine Achse 3 schwenkbaren Schalthebel 4, der mit einer Rastenscheibe 5 verbunden ist.
Diese greift in eine Rastenscheibe 6 ein, die an einer durch die Achse 3 geführten Schaltwalze 7 aus Isolierstoff befestigt ist. An dieser sind vier Schrägzähne 8 in gleichen Abständen von einander vorgesehen. Die Aussenflächen der Schaltwalze 7 und der Schrägzähne 8 sind mit einem Kupfer-
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ihrem freien Ende schräg abgebogen entsprechend der schrägen Endfläche der Zähne 8.
Beide Kontaktstreifen 10 und 11 sind so gegeneinander versetzt, dass der eine in eine Zahnlücke der Schaltwalze 7 zu liegen kommt, wenn der andere gegen einen Schaltzahn anliegt.
Der Kontaktstreifen 10 ist mit dem Hauptfaden und der Kontakstreifen 11 mit dem Nebenfaden einer Zweifadenglühlampe verbunden. Eine an die Stromquelle angeschlossene Blattfeder 12 kann auf der Schaltwalze 7 schleifen. Durch eine Schraubenfeder 13 werden die Rastenscheibe 5 und die Schaltwalze 7 längs der Achse 3 nach der Platte 2 zu gedrückt.
Der Schalthebel 4 ist über seine Drehachse hinaus verlängert und stösst mit dieser Verlängerung in seiner Ruhestellung gegen einen Anschlag 14 ; er kann entgegen der Kraft einer
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Schraubenfeder 15 um die Achse 3 durch ein Bowdenzugkabel 16 geschwenkt werden, dessen
Hebel 17 an der Lenkstange 18 eines Motorfahrrades befestigt ist.
Beim Betätigen des Hebels 17 wird der Schalthebel 4 durch das Bowdenkabel 16 um einen Winkel von 450 geschwenkt und nimmt dabei durch die beiden Rastenscheiben 5 und
6 die Schaltwalze 7 mit. Diese verschiebt sich-an der schrägen Endfläche des anliegenden
Kontaktstreifens 10 entlang, bis dieser nach einem gewissen Drehwinkel den Schaltzahn frei- gibt und dabei in die auf den Schaltzahn folgende Zahnlücke zu liegen kommt (Fig. 4). Der andere K, ontaktstrej. fen 11 berührt dann einen ihm gerade gegenüberliegenden Schaltzahn.
Nach Loslassen des Schalters 17 wird der Schalthebel 4 durch die Schraubenfeder 15 bis zum Anschlag 14 zurückgezogen ; die Schaltwalze wird jedoch durch den in eine Zahnlücke eingetretenen Kontaktstreifen 10 zurückgehalten und deshalb rutscht die Rastenscheibe 5 an der Rastenscheibe 6 entlang. Der Abblendschalter kann dann erneut betätigt werden, wobei sich das Spiel wiederholt. Wird dabei der Schalter 17 versehentlich losgelassen, bevor die
Schaltwalze 7 ihre neue Endlage eingenommen hat, so wird der Schalthebel 4 durch die
Feder 15 wieder bis zum Anschlag 14 zurückgezogen und zugleich die Schaltwalze 7 an der schrägen Endfläche des jeweils anliegenden Kontaktstreifens entlang durch die Schraubenfeder 13 in die vorhergehende Endlage zurückgeschoben.
Dadurch ist es ausgeschlossen, dass der Abblendschalter eine Stellung behält, in der weder der Kontaktstreifen 10 noch 11
Kontakt hat ; er kann vielmehr nur in einer Schaltstellung stehen bleiben.
Aus den Fig. 6 und 7 ist ohne weiteres ersichtlich, wie nach einem Fortschalten um 450 einmal der eine Kontaktstreifen 20 und dann der audere Kontaktstreifen 11 an einem der Schaltzähne 8 anliegt und den betreffenden Stromkreis schliesst. An Stelle einer Zweifaden- lampe kann natürlich auch eine Haupt-und eine Nebenlampe benutzt werden. Ist nur eine
Lampe mit einem einzigen Glühfaden vorhanden, so werden beide Kontaktstreifen 10 und 11 mit ihr verbunden, u. zw. der eine über einen Abblendwiderstand.
Gegebenenfalls kann statt dessen auch ein Gleitwiderstand mit dem Abblendhebel ver- bunden werden, so dass die Lichtstärke beim Übergang von der einen Schaltstellung zur anderen allmählich verändert wird. Gemäss Fig. 8 ist um die Schaltwalze 7 ein feststehender ringförmiger Widerstand 19 herumgelegt, an dessen Innenfläche ein mit der Schaltwalze 7 verbundener Kontakt 20 entlang gleiten kann. Die beiden Kontaktstücke 10 und 11 sind jetzt nicht mehr an die Stromleitung angeschlossen, sondern dienen nur noch als Anschläge für die Zähne der Schaltwalze ; die den Strom zuführende Blattfeder 12 ist gegen den umlaufenden
Kontakt 20 soweit seitlich versetzt, dass dieser nicht durch die Feder 12 behindert wird.
Wie aus dem Schaltplan nach Fig. 9 ersichtlich, ist der Abblendwiderstand in vier um 90 von einander abstehenden Punkten 21, 23, 25 und 27 an eine Scheinwerferlampe 29 an- geschlossen. Wenn der Kontakt 20 auf diesen vier Punkten steht, die dem Anliegen des einen Anschlages 10 an der Stirnfläche eines Schaltzahnes 8 entsprechen, dann brennt die Lampe
29 hell, weil der Widerstand ausgeschaltet ist ; in den Stellungen 22, 24, 26 und 28, die dem Anliegen des anderen Anschlages 11 entsprechen, ist dagegen der Abblendwiderstand in dem Lampenstromkreis eingeschaltet.
Der Abblendschalter selbst arbeitet in derselben Weise wie beim ersten Beispiel ; er wird also durch den Bowdenzug stets in derselben Weise fort- geschaltet und bleibt bei losgelassenem Bowdenzug nur in einer der Schaltstellungen 21-28 stehen.
PATENT-ANSPRÜCHE.
1. Motorfahrrad-Scheinwerfer mit einem angebauten Abblendschalter für die Lampenstrom- leitung, dadurch gekennzeichnet, dass der durch einen an der Lenkstange angebrachten
Bowdenzug verstellbare Abblendschalter beim Zurückgehen des Bowdenzuges in die Ruhelage die eingestellte Schaltung nicht verändert.