AT114856B - Glühflammofen mit ununterbrochenem Betrieb. - Google Patents

Glühflammofen mit ununterbrochenem Betrieb.

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AT114856B
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Description


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    Gltihssammofen   mit ununterbrochenem Betrieb. 



   Die Erfindung betrifft einen   Glühf1ammofen   mit ununterbrochenem Betrieb für längliche Körper, welche durch den Ofen mit Hilfe endloser Ketten hindurchbewegt werden ; ein solcher Ofen ist besonders zum Ausglühen von aus Gusseisen durch Schleuderguss hergestellten Rohren geeignet. 



     Erfindungsgemäss   besitzt die zweckmässig aus feuerfesten Steinen hergestellte Sohle des Ofens nicht nur die bekannten Längsnuten für den Durchgang der Förderketten, sondern auch Längsausnehmungen für den Durchgang von vorragenden Teilen der Arbeitsstücke, z. B. 



    Rohrmuffen, welche   Ausnehmungen auch als Führungen wirken und ferner ermöglichen, die Arbeitsstücke unmittelbar von der Ofensohle, statt, wie üblich, von diese überragenden Schienen tragen zu lassen, wodurch gefährliche Biegungsbeanspruchungen für die hocherhitzte Werkstücke ausgeschaltet werden. 



   Die Förderung der Arbeitsstücke erfolgt in bekannter Weise durch Ketten und wird er-   findungsgemäss   durch Stifte geregelt, welche am oberen Teil dieser endlosen Ketten angebracht sind, die ihrerseits durch angetriebene Zahnräder bewegt werden. Diese Bewegung wird noch durch eine Neigung der Ofensohle begünstigt. 



   Die Lager der im hinteren Teil des Ofens angeordneten Kettenräder gleiten in Führungen von Grundplatten, wobei die Räder mittels starker, durch Schrauben gespannter Federn in ihrer Stellung gehalten werden. Die Schrauben gestatten, die Kettenspannung bei jedem Arbeits- gang zu regeln, wobei die Federn durch die Wirkung der durchhängenden Kettenlinien, welche sich zwischen den Stützen der unterhalb der Ofensohle liegenden Teile ausbilden, beim
Spannen der Ketten unterstützt werden, deren Spannung durch die   Wärmeschwankungen   im Verlaufe des Arbeitsvorganges sich ändert. 



   In der Nähe der hinteren Räder sind Schaulöcher angeordnet, durch die die richtige Anordnung der zu behandelnden Arbeitsstücke senkrecht zu den Ketten ermöglicht wird. 



   Beim Austritt der Arbeitsstücke fallen die Förderstifte durch ihr Eigengewicht von den Ketten ab ; ihr Abfallen wird aber durch Anstossen an eine ausserhalb des Ofens angeordnete, als Anschlag wirkende Stange befördert. Diese Stange liegt oberhalb eines Trichters, in welchen die Stifte hineingefallen und aus welchem sie wieder zum Ofeneingang   zurückgebracht   werden. 



   An der Austrittsseite gestattet eine besondere Anordnung von Führungen das selbst- tätige Trennen der kürzeren von den längeren Arbeitsstücken, indem die längeren auf der oberen Führung   verbleiben* während   die kürzeren auf die untere Führung niedergleiten. 



   Zur Erläuterung der Erfindung wird im folgenden eine Ausführungsform des Ofens zum Ausglühen von Schleudergussrohren beschrieben, u. zw. mit Bezug auf die Zeichnung, in welcher
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Ofens nach der Erfindung, Fig. 2 einen Grundriss, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie b-b der Fig. 2 und Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie a-a der Fig. 2 zeigen ; die Fig. 5 und 6 stellen Einzelheiten der Einrichtung zur Beförderung der Rohre bzw. des vorderen und hinteren Teiles des Ofens dar, während die Fig. 7,8, 9 den Grundriss bzw. eine Seitenansicht und einen Schnitt eines Kettengliedes und Fig. 10 den
Grundriss einer Einzelheit der Regelungsanordnung der hinteren Kettenglieder veranschaulichen. 



   In den Fig.   bezeichnen j !   die Verbrennungskammer, 2 die Brenner, 3 die Öffnungen für den   Flammenrlurchgang.   4 den   Arbeitsherd,   5 die Kanäle zum Austritt der Verhrennungsprodukte. 

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 6 die Leitungen, durch welche die Verbrennungsprodukte zur Hauptleitung 7 gelangen, 8 die Sohle, 9 und 10 die   Kettellnutellj 11   die Nuten für die Rohrmuffen, 12 und 13 die Haupttüren und 14 die kleinen Seitentüren. 



   Die Förderketten 15 bestehen aus Gliedern, die aus einem Mittelteil 16 gebildet sind, welcher drei senkrechte, voneinander gleich weit entfernte Löcher 17 und und eine Längs- 
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 dessen Füsse 22 in die Längsnut   18   des Mittelteiles 16 der Glieder eingreifen und dazu dienen, die Stifte während der Arbeit senkrecht zu erhalten und ein unbeabsichtigtes Verdrehen des unteren Teiles 23   in'den Löchern 17 zu   verhindern. Bei den Stiften 19 sind der untere Teil 23 und der entsprechende obere Teil gleichachsig, während bei den Stiften 20 der untere Teil 23 versetzt ist. Dieser Unterschied gestattet, die Stifte in    Reihen von vorherbestimmten   gleichen oder   verschiedenen   Entfernungen'anzuordnen.

   Der gemischte Gebrauch der beiden Stiftarten gestattet viele Varianten der Anordnungen der Stifte, so   dass, wie verschieden auch   die äusseren Abmessungen der zu behandelnden   Körper sein mögen,   der   vollständige   Ofenraum immer gut ausgenutzt werden kann. 



   Die   Räder 24   und 25 (Fig. 5,6 und 10), welche die Ketten 15 treiben, sind auf den Achsen 26 und 27 aufgekeilt. Jedes dieser Räder besteht aus einem Rädkörper 28 und zwei seitlichen Zahnkränzen 30, vorzugsweise aus Stahl. Der Radkörper besitzt eine vieleckige Umfläche   29,   auf deren ebenen Teile die Mittelteile 16 der Kettenglieder liegen. Die Zähne der Kränze 30 sind gemäss den Begrenzungen der Zwischenräume zwischen den aufeinanderfolgenden Seitenlaschen der Kettenglieder gestaltet. Die Zahnkränze sind mit dem Radkörper mittels durchgehender Bolzen verbunden.

   Die Achse 27 der vorderen Scheiben 25 wird über ein Getriebe durch die Kraftmaschine   31   (Fig. 2) angetrieben, wobei die Antriebsgeschwindigkeit der Ketten innerhalb gewisser Grenzen durch Änderung des   Übersetzungsverhältnisses   des Getriebes geändert werden kann. Die hinteren   Räder 54   ruhen auf Stützen 33, die in Führungen 34 der Grundplatte 35 verschiebbar sind. Durch die Schrauben   36,   die auf Kegelfedern 37 wirken} kann die Spannung der Feder geregelt werden. Die Teile der Ketten unterhalb des Ofens ruhen auf   Doppelflanschrädern   oder Rollen 38, deren Lager auf Betonsockel   89   angeordnet sind. 



   Zwischen den hinteren Rädern   24   und der Eintrittstür für die zu behandelnden Rohre sind   Schaulöcher vorgesehen, während   am vorderen ; äusseren Ende des Ofens, entsprechend der   Sohlenhöhe,   Führungen 41 und 42 angeordnet und mit der Sohle verbunden sind, die zum selbsttätigen Trennen der längeren von den kürzeren Arbeitsstücken dienen (Fig.-1, 2 und 5), indem die längeren Stücke auf den oberen Führungen 41 verbleiben, während die kürzeren   Arbeitsstücke   auf die   unteren.. Führungen 45   niedersinken. 



   Um die Stifte 19, 20 zu veranlassen, in den unterhalb'der Räder 25 befindlichen Trichter 44 zu fallen, ist dort eine als Anschlag wirkende Querstange 43 (Fig. 1 und 5) angeordnet,
Die Ketten 15 und die Brenner 5 werden von zwei verschiedenen elektrischen Maschinen 31 und 45 betrieben. Wenn eine der beiden Maschinen aus irgendeinem Grunde stehen bleibt, so schaltet eine Vorrichtung auch den Strom der andern Maschine ab, so dass gleichzeitig sowohl die Heizung als auch die Bewegung der durch den Ofen vorwärts zu befördernden Arbeitsstücke unterbrochen wird, wodurch die   Übelstände vermieden   werden, die entstehen könnten, wenn nur die Kettenbewegung oder nur der Brennerbetrieb unterbrochen werden würde. 



   Selbstverständlich können Einzelheiten des Ofens und besonders diejenigen zum Befördern der   Arbeitsstücke, wie Ketten,   Stifte usw., mannigfach abgeändert werden, ohne dass hiedurch das Wesen der Erfindung betroffen werden würde. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1.   Glühflammofen   mit ununterbrochenem Betrieb für länglich gestaltete Körper mit einer Fördervorrichtung aus über Räder laufenden endlosen Ketten und ebener Herdsohle mit darin ausgesparten Längsnuten tür den Kettendurchgang, dadurch gekennzeichnet, dass, die Herdsohle auch Längsausnehmungen für vorragende Teile der Arbeitsstücke, z. B. Rohrmuffen, aufweist, so   dass die Arbeitsstücke   bei gleichzeitiger Führung in den Ausnehmungen unmittelbar auf der Herdsohle aufruhen.

Claims (1)

  1. 2. Glühofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Fördern der Arbeitsstücke durch den Ofen verwendeten endlosen Ketten aus Gliedern bestehen, die aus einem Mittelteil mit voneinander gleich weit entfernten Löchern und seitlichen Laschen, die mit dem Mittelteil durch Bolzen verbunden sind, zusammengesetzt sind, wobei die'obere Fläche des Mittelteiles der Kettenglieder in ihrer ganzen Länge mit einer Nut versehen ist. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Glühofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Löchern des Mittelteiles der Kettenglieder Stifte lösbar befestigt sind und ein Teil jedes Stiftes in einem Tragkörper eingebettet ist, dessen Füsse in die Längsnut des Mittelteiles des zugehörigen Kettengliedes eingreifen, während der untere Teil jedes Stiftes in den Löchern dieses Mittelteiles festgehalten wird, wobei bei einigen Stiften der eingebettete und der untere in den Löchern festgehaltene Teil gleichachsig sind, während bei andern der untere Teil um ein gewisses Mass versetzt ist, das einem Bruchteil der Entfernung der Löcher entspricht.
    4. Glühofen nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Herde eine Querstange angeordnet ist, gegen die die herankommenden Stifte stossen, wodurch ihr Herausfallen aus dem Mittelteil der Kettenglieder erleichtert wird, so dass die Stifte in einen darunter befindlichen Trichter fallen können.
    5. Glühofen nach Anspruch 2, unter Verwendung von Kettenschlepprädern mit vieleckiger Umfangsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass nebst diesen ebenen Vielecksflächen des Radkörpers. mit welchen die Kettengliedermittelteile in Eingriff kommen, Zahnkränze vorgesehen sind, deren Zähne in die Zwischenräume der aufeinanderfolgenden Verbindungslaschen eintreten, so dass kein direkter Angriff der Schleppräder auf die Kettenbolzen stattfindet.
    6. Glühofen nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Räder mit seinen Lagern auf Führungen einer Grundplatte verschiebbar ist und durch Schrauben verstellt werden kann, die. mittels Federn auf die Radlager wirken, wodurch die Spannung der Ketten selbsttätig geregelt wird, wobei die Ausbildung des Durchhanges der Kettenlinien zwischen je zwei Stützen oder Rollen der Kettenteile unterhalb der Ofensohle mithilft.
    7. Glühofen nach den Ansprüchen l bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die längeren von den kürzeren Arbeitsstücken dadurch getrennt werden, dass die Führungen sich an der Ausgangstüre in zwei übereinanderliegende Teile derart gabeln, dass die längeren, durch die Stifte geschobenen Stücke auf den oberen Führungen verbleiben, während die kürzeren auf die unteren Führungen niedersinken, wobei vor der Eingangstür Schaulöcher vorgesehen sein EMI3.1
AT114856D 1927-11-29 1927-11-29 Glühflammofen mit ununterbrochenem Betrieb. AT114856B (de)

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