<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung bildet eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung nach dem Patent Nr. 107981.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lochen von Karten, wie sie für statistische und andere, z. B. Buchhaltung3zwecke, dienen, bei denen die Karten durchsetzende Löcher Symbole für Zahlenwerte und andere Daten bilden. Die Anordnung der Löcher in den Karten, in welchen die nachfolgend
EMI1.2
stellung von Zahlenwerten oder durch Zahlen ersetzter anderer Angaben durch Löcher erfolgt auch in zwei sieh kreuzenden Reihenfolgen auf der Karte, aber für jede Zahl der Ziffernreihe 0, 1, 2 usw.
bis 9 sollen in einer gewöhnlieh zur Breitenausdehmui ! ! der Lochkanten senkrechten Reihe oder Kolonne so viel von sich eines an das andere mit dem Abstand der dazu quer gerichteten Reihen aneinander anschliessenden Löchern erscheinen, dass deren Anzahl den Ziffernwert der darzustellenden Zahl angibt. In solcher Kolonne. also einer senkrechten, erscheint dann, wenn z. B. die Zahl 0 wiedergegeben werden soll. kein (null) Loch, wenn die Zahl l wiedergegeben werden soll. ein Loch und wenn die Zahl 4 wiedergegeben werden soll, sind vier aneinandergereihte Löcher vorhanden usw. bis zur Zahl 9, die durch neun aufeinanderfolgende Löcher wiedergegeben ist.
Diese Mehrzahl von Lochungen in einer Reihe oder Kolonnen könnte mit einer
EMI1.3
des Lochstel1lpels oder nach Verschiebung der Karte unter den Lochstempel, das zweite, das dritte usw.
Das wurde zeitraubend und umständlich werden. Auch andere Nachteile, die nicht im einzelnen aufgezählt werden sollen, würden damit verbunden sein.
Die Vorrichtung nach der Erfindung hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, ohne Verschiebung der Lochkarte, wenn sie einmal in den Apparat gebracht ist, jeweils die Anzahl der Löcher, die in einer
EMI1.4
ausgeführt werden kann. Diese Parallelspalten nehmen jede für sich und in sieh die Zahl auf. die der betreffenden Dezimalstelle entspricht, also die Einer, die Zehner und die Hunderter usw.
Schliesslich sorgt die Vorrichtung auch dafür, dass die in den verschiedenen Parallelspalten auftretenden Lochungen mit ihrem ersten Loch immer auf der gleichen Querreihe oder sozusagen in gleicher Höhe liegen. Obgleich das für das erwähnte Lochkartensystem und die Auswertung dieser Karten in den Sortier-und Zählmaschinen keine notwendige Bedingung wäre, sind doch damit Vorteile verbunden, die insbesondere darin liegen, dass die schon durch die Art der Lochung an sich hergestellte Les- und Yer- gleiehbarkeit der Karte allein mit dem Auge noch wesentlich erleichtert und erhöht wird.
Zur Erreichung der angedeuteten Ziele enthält die Vorrichtung eine Reihe von senkrecht zu der
EMI1.5
bestehend aus einem schieberförmigen Teil und einem Griff, kann mit : dessen Hilfe aus seiner Stellung ausserhalb der Stempelreihe über diese hin bewegt werden, sodass der Schieber, über die Stempel hinweggleitend, sich mit seiner Spitze zuerst über den vordersten Stempel stellt, bei der Weiterbewegung über den zweiten, dritten usw. gleitet und sie überdeckt. Wird er bis über den fünften Stempel geschoben,
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
fest, und die Bewegung des Druckteils in Richtung auf die Lochkarte bewirkt, dass eine Anzahl von Löchern ausgestanzt wird, die gleich derjenigen der Stempel ist, die von dem Schieber des Einsatzes überdeckt sind.
Die übrigen nicht überdeckten Stempel bleiben ausser Tätigkeit.
Die Einrichtung enthält eine Grundplatte 1, auf welche die Lochkarte gelegt und auf der sie mit geeigneten Mitteln in einer bestimmten Lage festgehalten wird. Auf Führungsstangen S, die über die Breite der Grundplatte hinweggehen mit dieser an den Enden verbunden sind, kann eip Sehlitten 3 verschoben werden. In diesem Schlitten 3 ist der Druckteil 4 in der Höhenrichtung verschiebbar gelagert, so dass ihm also eine Bewegung zur Lochkarte hin und wieder von ihr ab erteilt werden kann.
In dem Druckteil 4, den die Kraft von unter ihm angeordneten Federn immer in seiner obersten Lage zu halten bestrebt ist, sind die Lochstempel G ihrerseits gegen den Druckteil in Richtung ihrer Längsausdehnung verschiebbar gelagert und werden nach der gezeichneten Ausführungsform durch Federn 7 ebenfalls immer in eirer oberen Lage erhalten, in welcher sie eine gewisse Entfernung von der auf der Grundplatte liegenden Lochkarte haben. Mit ihrem Kopheil ragen sie über die Oberfläche des Druekteiles hervor. Diese Kopfteile sind einseitig abgeschrägt, und über sie hinweg lässt sich der einen Teil des Einsatzes 8. bildende Schieber verschieben, der sie bei seiner Bewegung über sie hin in die Bereitschaftslage herunterdrückt.
Soweit also dieser mit Hilfe des Griffstückes 9 am Einsatzstück 8 bewegte Schieber die Lochstempel überdeckt, hält er sie in der Bereitschaftslage fest. An der Unterseite des Schieberteiles des
EMI2.1
welche beim Vorschub des Einsatzes bzw. des Schiebers die Stempel mit ihrem Oberteil einschnappen.
Die Lochstempel können sich auch von vornherein in der Bereitschaftslage befinden. Wesentlich ist, dass der über sie geschobene Einsatzschieber sie in dieser Bereitschaftslage festhält, soweit er die Stempel überdeckt.
Beim Niederdrücken des Druekteiles, das mit Hilfe des Griffes 12 und geeigneter Zwischenglieder
EMI2.2
aus, als ihre Zahl beträgt, und es entstehen in der Karte null Löcher, wenn keiner der Zahlenstempel vom Einsatzstüek überdeckt ist, ein Loch, wenn eines überdeckt, und zwei, drei, vier, je nachdem wenn zwei, drei oder vier Stempel von dem Einsatzschieber überdeckt und festgehalten sind. Die nicht überdeckten Stempel, die in der Ziffernreihe den überdeckten folgen, bringen keine Lochung hervor. Sie bleiben bei der gezeichneten Anordnung in ihrer oberen unwirksamen Stellung im Druckteil oder werden, wenn sie nicht durch Federn nach oben gedrückt sind, auf der Lochkarte aufsitzend, bei der nach der Lochkarte hin gerichteten Lochbewegung des Druckteiles dieser entgegengesetzt im Druckteil relativ nach oben verschoben.
Es war bisher angenommen, dass die Lochkarten nur Löcher erhalten zur Darstellung der Ziffern 0, 1, 2 usw. bis 9, wobei es gleichgültig ist, ob für die Zahl 0 tatsächlich eine Lochung ausgeführt oder die Zahl 0 durch null Löcher dargestellt wird, also dadurch, dass für die Zahl 0 in der für sie-bestimmten Nnllquerreihe kein Loch ausgestanzt wird. Es ist aber für manche Fälle vorteilhaft, auf den Karten auch ein Symbol erscheinen zu lassen, das die Bedeutung des Vorzeichens hat, derart, dass z. B, wenn die folgende Zahl positiv (Addition) zu nehmen ist, keine Lochung in einer über der Nullreihe liegenden Querreihe angebracht wird, dass dagegen, wenn sie negativ (Subtraktion) gelten soll, ein Minuszeichen durch Ausstanzen einer Lochung in der über der Querreihe liegenden Reihe markiert wird. Das.
Fehlen einer Vorzeichenlochung in der dafür bestimmten Reihe würde also beispielsweise die Zählmaschine für die Karten auf Addition, und das Vorhandensein einer Vorzeichenlochung würde diese Zählmaschine auf Subtraktion stellen. Die Loehstcmpelreihe muss dann einen Loehstempel für die V orzeichenloc1ulI1g enthalten, der aber nur wirksam werden darf, wenn es gewollt wird, also beispielsweise nur, wenn das Vorzeichen negativ sein soll. Der Lochstempel für das Vorzeichen bildet den ersten in der Lochstempelreihe, er wird, wie in der Fig. 4 angedeutet, am oberen Ende gegabelt ausgeführt. Der Vorderteil des Schiebers im Einsatzstück 8 wird in der Ausdehnung der Stempeldicke verbreitert. An diesen verbreiterten Teil schliesst sich dann der schmale Teil für die Ziffernlochstempel an.
Wird der Schieber mit seiner verbreiterten Spitze über den Lochstempel gebracht und dann gelocht, so treffen die seitlichen Lappen der Verbreiterung die beiden Gabelenden, das Vorzeichenloch wird ausgestanzt. Wird der Schieber dann weiter vorgeschoben, um die Ziffern zu lochen, so tritt der schmale des Ansatzschiebers zwischen die Gabelenden, er trifft den Vorzeichenlochstempel nicht mehr, sondern nur noch die Zahlenstempel.
Die Zwisehenmittel, die zur Betätigung des Druckteils und zur Einstellung des Einsatzst : ickes dienen, können verschieden sein. Im gezeichneten Beispiel ist das Einsatzstüek 8 mit einem Handgriff 9 verbunden, der mittels einer federnden Klinke 7 in eine in dem Schlitten vorgesehene Verzahnungeingreift, durch deren Zusammenwirken das Einsatzstück in der jeweils eingestellten Lage festgehalten wird.
Der im Schlitten auf und ab bewegliche Druckteil 4 ist durch Kniehebel 10 mit deren oberen Gelenkpunkten im Schlitten aufgehängt, die unteren Gelenkzapfen sind am Druckteil selbst gelagert.
Die mittleren Gelenkpunkte der Knickhebel sind durch eine Verbindungsstange 11 verbunden und werden durch eine an ihr wirkende Feder 5 in der ausgeknickten Stellung gehalten. Beim Niederdrücken des Griffhebels j ! 2 werden die miteinander in Verbindung. stehenden Kniehebel in die Strecklage gebracht und der Druckteil 4. dadurch gegenüber dem Schlitten nach abwärts zur Lochkarte hin bewegt. Die
<Desc/Clms Page number 3>
im Druckteil 4 in der Bereitschaftslage durch die Stellung des Einsatzes mit seinem Deckschieber festgehaltenen Lochstempel treten bei dieser Bewegung durch das Fleisch der Karte hindurch, stanzen also so viel Löcher aus, wie durch die Stellung des Schiebers vorher bestimmt sind.
Die Weiterschaltung des Schlittens 3 nach jeder Lochung um eine Reihe (Dezimalreihe) wird durch die in Fig. 5 besonders dargestellte Schalteinrichtung herbeigeführt. Ausserhalb der Stirnwand des Schlittens ist ein Federhaus 14 (Fig. 1) gelagert, dessen Feder auf eine Welle 15 drehend wirken will, die einerseits im Federhaus, anderseits in der Schlittenstirnwand gelagert ist. Auf der Welle sitzt ein Zahnrad 16, das in eine Verzahnung der einen Führungsstange S eingreift, weiter ein Sperrad 17, das durch die ankerförmige Sperrklinke 18 gehemmt wird.
An einem seitlichen Bolzen 19 des Druckteiles 4, der durch einen Schlitz in der Stirnwand durchgreift, ist ein Lenker 20 befestigt, der einen waagreehten Hebel M beim Abwärtsgehen des Druckteiles 4 mit dem freien Ende nach abwärts schwenkt. Das freie Ende des Hebels 21 trägt eine aufwärtskippbare Nase, die durch eine Feder niedergedrückt wird. Wird beim Lochen der Druckteil abwärts geführt, so zieht sein Bolzen 19 mittels des Lenkers 20 den Hebel 21 nach abwärts, dessen Nase über einen Ansatz der Sperrklinke abkippt, so dass diese unbeeinflusst bleibt.
Beim Wiederaufwärtsgehen lost die Nase die Sperrklinke aus, so dass sie das Sperrad für die Drehung um einen Zahn freigibt. Dadurch wird auch der Schlitten mittels des Zahnrades 16 um eine entsprechende
Strecke weitergeschaltet.
Um die Nase in bezug auf die Klinke genau einstellen zu können, ist das Gelenkende des Hebels an einer schwenkbaren Stellplatte 22 angelenkt, die mittels einer durch einen Kreisbogensehlitz geführten Befestigungsschraube 23 feststellbar ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Lochen von Karten für Rechenmaschinen, Evidenzhaltungsmaschinen u. dgl. nach dem Patent Nr. 107981, dadurch gekennzeichnet, dass über der in der Vorrichtung liegenden Lochkarte in einem zur Ausführung der Loehungen auf und ab beweglichen Druekteil (4) in einer Reihe angeordnete Lochstempel (6) im gleichen Sinne verschiebbar gelagert und jeweils für einen Lochvorgang in beliebiger, vorher bestimmter, mit dem ersten Stempel beginnend, bis zu dem vorher bestimmten
Grenzstempel reichenden Anzahl, also äusserstenfalls alle Stempel der Reihe in der Gebrauchslage im
Druckteil feststellbar sind,
so dass die mit dem Druekteil festgekuppelten Stempel die Lochbewegung des Druckteiles mitmachen und eine entsprechende Reihe von Löchern in der Lochkarte ausstanzen, die nicht festgekuppelten Stempel der Stempelreihe aber unwirksam bleiben.
2. Vorrichtung nach Anspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellung der im Druckteil ver- schiedlich gelagerten Lochstempel (6) in der Gebrauchslage durch einen im Druckteil (1) in Richtung der Lochstempelreihe verstell-und einstellbaren Schieber (8) erfolgt, der je nach seiner Einstellung keinen, den ersten oder eine mit dem ersten Stempel beginnende Folge von mehreren oder alle Stempel der Stempelreihe an ihrem oberen Ende oder an einem Vorsprung überdeckt und mit dem Druckteil festkuppelt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass derLochstempelreihe im Druckteil (4) ein zum Ausstanzen eines Vorzeichenloches (Addition oder Subtraktion) bestimmter
Stempel vorgelagert ist.