<Desc/Clms Page number 1>
Fahrzeugkupplung, insbesondere für Strassenbahnen und Kraftfahrzeuge.
EMI1.1
in den Kupplungsschuh gestattenden, beim Kuppeln freiwerdenden und den Verschluss der Kupplung bewirkenden Kupplungsdorn arbeiten wie jede andere durch das Zusammen spiel beweglicher Teile wirkende Vorrichtung um so zuverlässiger, aus je weniger und aus je einfacher gestalteten Teilen sie bestehen.
Gegenstand der Erfindung ist eine insbesondere für Strassen- und Kleinbahnen, sowie für Kraftfahrzeuge vorteilhaft geeignete Kupplung, bei welcher diese Voraussetzung in besonders günstiger Weise erfüllt ist.
In der Zeichnung ist eine Kupplung nach der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform in Fig. 1 und 2 im Längsschnitt, in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen dargestellt ; Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 4 eine Draufsicht auf Fig. 1.
Der an dem einen zweier miteiander zu kuppelndei Fahrzeuge, z. B. am Motorwagen eines Strassenbahnzuges, sitzende Kupplungssehuh besteht aus einem Körper a, der eine Ausnehmung b besitzt, die dem Querschnitt d, r Kupplungsstange c angepasst ist und sich nach aussen trichterförmig erweitert. Auf dem Körper aist ein Gehäuse d angebracht, in welchem der Kupplungsdorn e der Höhe nach verschiebbar ist, wozu das Gehaus j eine dem Dornquerschnitt angepasste Lochung enthält ; übereinstimmend mit dieser ist derkörper amiteinerihn seinerganzen Höhenach durchsetzenden Lochung j (Fig. l) versehen, derart, dass der Kupplungsdorn e glatt und widerstandslos auf und ab bewegt werden kann. Letzterer besitzt vorne eine Längsnut g, die an ihrem unteren Ende in eine Vertiefung h übergeht.
In die Nut g oder deren Vertiefung h greift der Kopf i eines Sperrzapfens 7c ein, der in einer Bohrung l des Gehäuses d axial verschiebbar gelagert ist und unter dem Einfluss einer Feder m steht, welche den Sperrzapfen stets gegen den Kupplungsdorn zu pressen sucht. Am andern Ende des Sperrzapfens k greift ein im Körper a um einen Bolzen n drehbar gelagerter Doppelhebel mit seinem gabelförmigen Arm o in eine Einschnürung des Zapfens k ein. Der andere Arm p des Doppelhebels ragt in die Ausnehmung b des Kupplungsschuhes a hinein.
Die Kupplungsstange c enthält an ihrem Ende für den vorstehenden Teil des Armes 1) eine Nut r von entsprechender Länge ; ausserdem ist vorne in der Kupplungsstal1ge c eine senkrechte Lochung 8 vorhanden, die dem Querschnitt des Kupplungsdornes e entspricht. Dieser bildet an seinem oberen Ende eine Öse t, an welcher ein Zugglied angreift, das zum Wagenschaffner oder Fahrzeuglenker führt.
Die Gebrauchs-und Wirkungsweise der Kupplung ist folgende : Wenn die Kupplung ausgelöst ist, so nehmen deren Teile die in Fig. 1 angegebene Stellung ein. Die Kupplul1gsstange c befindet sich ausserhalb des Kupplungsschults a, in welchem der Kupplungsdorn e hochgezogen ist, so dass der Zapfen k mit seinem Kopf i von der Feder m in die Vertiefung h der Nut g gepresst wird. Dadurch ist der Kupplungsdorn e gesperrt und kann sich nicht von selbst lösen. Tritt nun die Kupplungsstange c in den Kupp- lungsschuh a ein, wobei der Hebelarm p in der Nut l'gleitet, so wird hiedurch selbsttätig das Kuppeln bewirkt.
Es wird nämlich zunächst der Arm p am Ende der Nut von der Kupplungsstange erfasst und dann der Doppelhebel entgegen der Wirkung der Feder m geschwenkt, wodurch der Sperrzapfenkopf i aus der Vertiefung h des Kupplungsdornes herausgezogen wird. Dieser wird damit frei, senkt sich zufolge seines Gewichtes und gelangt in die in Fig. 2 dargestellte Lage, weil inzwischen die Ausnehmung r der
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
tritt dessen Kopf tin die Vertiefung h ein und sperrt damit den Kupplungsdorn, so dass dieser nicht ganz aus dem Kupplungssehuh herausgezogen werden kann. Der zum Vorschnellen des Sperrzapfens k erforderliche Spielraum ist dadurch gegeben, dass die Öffnung s in Längsrichtung der Kupplungsstange etwas grösser gehalten ist als mit Rücksicht auf die Stärke des Kupplungsdornes e erforderlich wäre.
Die Form des Kupplungsschuhes kann auch so gewählt werden, dass sich dieser vorne glockeförmig erweitert, um das Einfahren der Kupplungsstange zu erleichtern. Ebenso kann eine Mittelführung für die Kupplung vorgesehen werden, die auch dann das sichere Kuppeln ermöglicht, wenn dieses an einem gebogenen Teil einer Gleisstrecke erfolgen solL
Die vorbeschriebene Kupplung kann infolge ihrer Einfachheit sehr billig hergestellt werden, z. B. ist bei sorgfältig eingeformten Abgüssen der Einzelteile in Temperguss eine besondere Bearbeitung der Teile nicht erforderlich.