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Zug- und Hebevorrichtung mit Drahtseil
Die Erfindung betrifft eine Zug-und Hebevorrichtung mit zwischen zwei, mit Hilfe eines Betätigungs- hebels zueinander beweglichen Backenpaaren hindurchgehendem Seil, wobei die Verschwenkung des Hebels um seinen Drehpunkt je nach der Schwenkrichtung jeweils eines der Backenpaare spannt und gleichzeitig das andere löst und dem jeweils gelösten Backenpaar eine Längsbewegung gegenüber dem Seil erteilt.
Durch das Hin- und Herschwenken des Betätigungshebels wird die Vorrichtung in bezug auf das Seil in einer Richtung weiterbewegt, wenn dieses festgehalten ist, oder es kann bei festgehaltener Vorrichtung dem Seil die Arbeitsbewegung erteilt werden.
Bekannte Zug-und Hebevorrichtungen dieser Art sind ausser mit dem das Ziehen bzw. Heben der Last bewirkenden Betätigungshebel noch mit einem zweiten Handhebel versehen, mit dessen Hilfe ebenfalls durch Hin- und Herschwenken das schrittweise Senken der Last bzw. Zurückbewegen des Seiles bewirkt werden kann.
Zur Anpassung der Zug- und Hebevorrichtung an die Grösse der zu hebenden Last ist es zweckmässig, den Betätigungshebel mit variablem Übersetzungsverhältnis auszustatten.
Erfindungsgemäss wird daher der Hebel mittels eines in bezug auf ihn verdrehbaren und feststellbaren Exzenters an dem Gehäuse der Vorrichtung schwenkbar gelagert, wodurch das Verhältnis zwischen Kraftarm und Lastarm des Betätigungshebels willkürlich einstellbar ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung besteht der Exzenter aus einer in einer Querbohrung des Hebels sitzenden zylindrischen Scheibe, die mittels zweier aus ihren beiden Stirnflächen vorragender, aussermittig angeordneter Achsenzapfen im Gehäuse drehbar gelagert ist.
Hiebei kann in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes die Exzenterscheibe in der Hebelbohrung verdrehbar und in verschiedenen Drehlagen mittels einer am Hebel angeordneten Sperrvorrichtung diesem gegenüber feststellbar sein.
Bei einer zweckmässigen Ausführung der Zug-und Hebevorrichtung ist die zylindrische Scheibe des Exzenters an ihrem Umfange mit einer Reihe von Öffnungen versehen, die zur Aufnahme eines Fingers als Spitze eines Schaftes bestimmt sind der in einem länglichen Hohlraum im Inneren des Hebels verschiebbar angebracht ist, wodurch die Verbindung zwischen dem Exzenter und dem Hebel in der jeweils gewünschten Stellung ermöglicht wird. Hiebei wird der den Finger tragende Schaft mit Hilfe einer Feder in der gewünschten Öffnung des Exzenters festgehalten.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Abnahme der vorderen Hälfte des Gehäuses ; Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung des Exzenters.
Die Kurbel 1, die die Bewegung der beiden Backen 13 und 14 über die beiden Gelenkzapfen 28 und 30 mit einem Drehzapfen 15 im Gehäuse montiert steuert, ist durch eine Pleuelstange 2 über die Gelenksachse 22 mit dem Hebel 7 von beliebiger Länge verbunden. Die beiden Backen 13 und 14 sind mittels der Kurbel 1 über die Kurbelstangen 16, 27 gesteuert. Die Backe 13 kann ausserdem durch den in Richtung F drehbaren Hebel 17 beeinflusst werden.
Die Nutzlänge des Hebels 7 ist mittels eines Exzenters 3, welcher in einem Auge des Hebels 7 eingesetzt ist, veränderbar.
Der Exzenter besteht aus einem zylindrischen Körper 24, in dem die zylindrischen Lagerzapfen 23 exzentrisch angeordnet sind. Die Lagerzapfen 23 sind in entsprechenden Lageraugen des Gehäuses ortsfest
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gelagert. Der Exzenterzylinder 24 ist an seinem Umfang mit Bohrungen 25 versehen, in welche ein an einem Schaft 26 durch eine Axialbohrung 6 des Hebels 7 gleitend geführter Finger 4 rastend eingreift.
Mittels einer Feder 10 ist der Finger 4 in einem der Löcher 25 in Raststellung festgehalten. Der Schaft 26 hat an seinem aus dem Hebel 7 herausschauenden Ende einen Knopf 5. Wird dieser Knopf 5 entgegen der Kraft der gegen die Anschlagplatte 9 abgestützten Feder 10 herausgezogen und der Exzenter 3 mittels der an der Drehachse vorgesehenen Stifte 11 in der Bohrung 8 des Hebels 7 verdreht, so kann der Finger 4 in ein anderes beliebig wählbares Loch 25 am Körper 24 eingerastet werden. Durch diese Bewegung des Exzenters 3 um den Zapfen 23 wird der Abstand zwischen den Achsen 22 und 23 und infolgedessen auch die Nutzlänge des Hebels 7 verändert.
Die Vorrichtung kann einerseits entlang eines an einem Punkt fixierten Drahtseiles'c'bewegt wer-- den und eine an ihr befestigte Last befördern. Anderseits kann die Vorrichtung ortsgebunden sein und ein Drahtseil ziehen, an dem eine Last befestigt ist. Hiebei kann ein Drahtseil in jeder beliebigen Zugrichtung Fi bzw. F zwischen senkrecht und waagrecht verwendet werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung bietet die Vorteile, dass bei einer geringfügigen Last mit gleicher Kraftanwendung ein grösserer Fortbewegungsweg erzielt werden, die Arbeitsleistung jederzeit an die zu bewegende Last angepasst werden und die Bewegungsgeschwindigkeit während des Betriebes beliebig ver- ändert werden kann.
Ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten, kann die Vorrichtung nicht nur im Umfang der beschriebenen Ausführungsform, sondern auch in andern Variationen verwendet werden, z. B. könnte die Sperre des Exzenters auch mittels eines Keiles oder einer ähnlichen Vorrichtung erfolgen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Zug- und Hebevorrichtung mit zwischen zwei, mit Hilfe eines Betätigungshebels zueinander beweglichen Backenpaaren hindurchgehendem Seil, wobei die Verschwenkung des Hebels um seinen Drehpunkt je nach der Schwenkrichtung jeweils eines der Backenpaare spannt und. gleichzeitig das andere löst und dem jeweils gelösten Backenpaar eine Längsbewegung gegenüber dem Seil erteilt, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (7) mittels eines in bezug auf ihn verdrehbaren und feststellbaren Exzenters (3) an dem Gehäuse der Vorrichtung schwenkbar gelagert ist, wodurch das Verhältnis zwischen Kraftarm und Lastarm des Betätigungshebels (7) willkürlich einstellbar ist.