AT109470B - Verfahren zur Befreiung des Kesselspeisewassers von Gasen durch Vakuum. - Google Patents

Verfahren zur Befreiung des Kesselspeisewassers von Gasen durch Vakuum.

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AT109470B
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0068General arrangements, e.g. flowsheets

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Description


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  Verfahren zur Befreiung des   Eesselspeisewassers   von Gasen durch Vakuum. 



   Es ist bekannt, Wasser durch Vakuum zu entgasen. Häufig versagen aber die Einrichtungen sehr schnell. Ausserdem erfordern diese für ihren Betrieb viel Kraft. Nachstehend beschriebene Erfindung beseitigt die bisherigen Mängel in einfachster Weise. 



  Es ist bekannt, von einem oder mehreren   Dampfkesseln Schlammabführungen   nach einem Wasserreiniger zu verlegen. Diese Schlammabführung arbeitet dergestalt, dass dauernd eine bestimmte Menge schlammhaltiges Kesselwasser aus dem Kessel abgeführt wird. Bisher hat man dieses Wasser direkt zum Wasserreiniger geführt, damit die Wärme des Schlammwasser nicht verloren gehen soll. 



   Gemäss der Erfindung soll nun dieses m eist mit einer Temperatur von   zirka200   und   mehr   anfalle. nde   Kesselschlammwasser dazu verwendet werden, das Speisewasser zu entgasen. In sehr   einfacher We) se   kann dies dadurch gemacht werden, dass man über einen Vakuumbehälter einen   Dampfstrahllutsausse-   apparat setzt, durch welchen das schlammhaltige Kesselwasser oder auch nur der aus dem   schlamm.,., :   haltigen Kesselwasser gewonnene Dampf strömt. Das Gemisch von Dampf und Luft usw. kann einem
Vorwärmer od. dgl. zugeführt werden, wo der Dampf kondensiert wird, während die abgeführte Luft entweichen kann.

   Wird statt des Schlammabführungsverfahrens das Regenerativverfahren angewendet, So kann natürlich auch die sogenannte Regenerierleitung für denselben Zweck nutzbar gemacht werden. 



  Überhaupt kann man jede   Sahlammwasserleitung,   sei es nun, dass sie Schlamm oder Soda oder leichtlösliche Salze oder sonst dicke Stoffe aus einem Kessel abzuführen hat, für fraglichen Zweck benutzen ; der erzielte Effekt wird   natürlich   davon abhängen, wieviel Kesselwasser abgeführt wird. Beim Schlammabführungsverfahren hängt die Menge des abgeführten Kesselschlammwassers davon ab, mit welcher Resthärte das gereinigte Wasser in den Kessel kommt. Beim Regenerativverfahren dagegen hängt die Menge des abgeführten sodahaltigen Kesselwassers davon ab, wie hoch die Karbonathärte ist, die im Reiniger durch die zurückgeführte Soda gefällt werden soll und welchen   Sodaüberschuss   im Kesselwasser man für den gegebenen Fall noch als statthaft betrachtet.

   Handelt es sich darum, leichtlösliche Salze, wie Glaubersalz und Kochsalz aus den Kesseln abzuführen, so richtet sich die Menge des abzuführenden Kesselwassers nach dem Salzgehalt des Speisewassers und nach der Konzentration des Kesselwassers, die man im gegebenen Falle noch für zulässig erachtet. In den einzelnen Fällen können also sehr verschiedene Kesselwassermengen zur Abführung kommen und demgemäss wird auch der Entgasungeffekt ein sehr verschiedener sein. In den meisten Fällen wird aber die abgeführte Kesselwassermenge ausreichend sein, um eine zufriedenstellende Entgasung des Speisewassers zu ermöglichen. An einem Beipsiel möge die Arbeitsweise des Verfahrens noch genauer erläutert sein. 



   In der Zeichnung ist eine schematische Darstellung einer entsprechenden Einrichtung veran-   schaulicht.   



   Mit a sind die Dampfkessel bezeichnet, mit b die von jedem Kessel ausgehenden Schlammwasserleitungen, c ist die Sammelleitung, d ein   Entwässerungsapparat,   den man in die Leitung c schalten kann, um den sich infolge des Druckabfalles bildenden Dampf vom restlichen Wasser abzuscheiden, e ist die Dampfleitung, durch welche der infolge   Druekentspannung   gebildete Dampf nach dem Dampfstrahl-   luftsaugeapparat f geführt   wird, durch die Leitung g strömt das Gemisch von Dampf und Gasen nach dem Vorwärmer h, welchem durch die Leitung i das zu reinigende Wasser zugeführt wird, durch die
Leitung k können die abgeführten Gase entweichen, durch die Leitung   l   fliesst das durch den Dampf erwärmte Wasser dem Reiniger zu,

   durch die Leitung   m   wird das nach der Druckentspannung übrig- 

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 bleibende Wasser abgeführt, u. zw. entweder ins Freie oder zu einem Vorwärmer oder zu dem Reiniger, durch die Leitung   M. werden die.   Gase aus dem im Behälter o befindlichen Speisewasser, welches gereinigtes Wasser oder aber auch eine Mischung von gereinigtem Wasser und Kondensat sein kann, abgesaugt. 



  Dem Behälter o kann durch die Leitung p Wasser aus dem Reiniger und durch die Leitung q eventuell Kondensat zugeführt werden. Das Wasser fliesst dem Behälter o durch das mittels   Strahla ppara t te rzeugte   Vakuum von selbst zu. Ein oder mehrere Schwimmerventile, die im Behälter o angeordnet sein können, sorgen für gleichbleibenden Wasserstand im Behälter o. Auch gibt der Wasserstand an, ob das erwünschte Vakuum erzielt ist. Die Pumpe   r   entnimmt das   entlüftet   Wasser aus dem Behälter   o   und drückt es durch die Leitung s in die Kessel. Welche Dampfmengen aus dem Schlammwasser für den Strahlapparat f zu erwarten sind, ergibt sich aus folgendem Beispiel :
Die Kessel a sollen beispielsweise stündlich 40000 kg Wasser verdampfen.

   An Schlammwasser 
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 mässig kleine Mengen Gas handelt, die das Wasser abgeben kann und welche das Vakuum verschlechtern könnten. 



   Der besondere Vorteil des Verfahrens ist der, dass bewegliche Teile, die sich leicht   abnutzen,   gar nicht erforderlich sind, und dass die ganze Arbeit kostenlos ohne jeden Aufwand von Kraft erfolgt, da die Schlammwasserleitungen ohnehin vorhanden    sind.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entgasung von Kesselspeisewasser durch Vakuum, dadurch gekennzeichnet, dass der durch Entspannung von Schlammwasser gewonnene Dampf zum Betrieb eines Dampfstrahlluftsaugeapparates verwendet wird, welcher in Verbindung mit einem das Speisewasser enthaltenden Behälter steht.

Claims (1)

  1. ..'2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Sehlammwasserleitung ein Entwässerungsapparat geschaltet wird, welcher den durch die Entspannung des Sehlammwassers erzeugten Dampf vom übrigbleibenden Wasser absondert.
    . 3 : Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das ganze Schlammwasser ohne vorherige Dampfabsonderung durch den Dampfstrahlluftsaugeapparat geführt wird.
AT109470D 1925-07-03 1926-06-28 Verfahren zur Befreiung des Kesselspeisewassers von Gasen durch Vakuum. AT109470B (de)

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DEM90383D DE461623C (de) 1925-07-03 1925-07-03 Einrichtung zur Entgasung von Kesselspeisewasser mittels einer Strahlluftsaugevorrichtung

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