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Anordnung zur elektrischen Fernanzeige von in entgegengesetzten Richtungen erfolgenden Bewegungen.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektrischen Fernanzeige von Bewegungen, die in zwei entgegengesetzten Richtungen erfolgen, beispielsweise zur Fernanzeige des Thermometer-oder Barometerstandes.
Es ist bereits eine Einrichtung bekanntgeworden, bei der zur Vermeidung der Übertragung von geringfügigen pendelartigen Schwankungen einer Flüssigkeitsoberfläche auf der Geberstelle zwei Steuerräder angeordnet sind, von denen jedes nur in einer Bewegungsrichtung gedreht wird. während das andere gleichzeitig selbsttätig gehemmt wird. Treten auf der Empfangsstelle Störungen, z. B. Stromunter- breehung am Antriebsmotor des Anzeigeorganes auf. so ist es umständlich, während solcher Störungen eintretende Verstellungen des Gebers ihren wahren Beträgen nach nachträglich auf der Empfangsstelle zu berücksichtigen, was aber z.
B. fir Registrierung von Wichtigkeit ist. Ähnliche Schwierigkeiten ergeben sich, wenn nach zeitweiliger Abschaltung der Stromzufiihrnng der Synchronismus zwischen Geber und Empfänger wiederhergestellt werden soll.
Gemäss der Erfindung wird unter Ausnutzung des Vorteiles der beiden nur in einer Bewegungrichtung drehbaren Steuerräder der erwähnte Nachteil dadurch vermieden, dass von den Steuerrädern aus eingestellte Schaltwerke zunächst ein besonderes Laufwerk zur Steuerung des Antriebsmotors des Anzeigeorganes einstellen. Dieses Laufwerk steuert normalerweise den Antriebsmotor sofort.
Bei etwaigen Stromunterbreehungen erfolgende Einstellungen der Sehaltwerke überträgt es durch den Antriebsmotor bei Wiederkehr des normalen Betriebszustandes ihren wahren Beträgen nach selbsttätig auf das Anzeigeorgan, so dass die Einstellung des Anzeigeorganes auch in solchen Fällen genau den Einstellungen auf der Gebestelle entspricht und selbsttätig der Synchronismus zwischen Geber und Empfänger wieder hergestellt ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Ausbildung der Gebereinrichtung im wesentlichen in Seitenansicht. In Fig. 2 sind die mechanischen Teile dieser Einrichtung in Draufsicht dargestellt. Fig. 3 veranschaulicht die Schaltung der Empfangseinrichtung.
In den Fig. 4 und 5 sind im wesentlichen die mechanischen Teile der Empfangseinrichtung in zwei Ansichten dargestellt.
Es ist dabei beispielsweise der Fall angenommen, dass die neue Einrichtung zur Fernanzeige des Barometerstandes benutzt werden soll. Wie bekannt, werden die Bewegungen und Veränderungen des Luftdruckes durch eine Quecksilbersäule oder durch ein Aneroid auf eine Schreibfeder übertragen, durch welche der jeweilige Luftdruck auf ein Blatt Papier aufgezeichnet wird.
Diese Bewegungen werden bei der neuen Einrichtung in nicht dargestellter Weise auf einen Hebel-
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Zahnsegment 2 entsprechend dem Steigen und Fallen des Luftdruckes eine Bewegung nach oben oder nach unten ausführt. Das Zahnsegment 2 steht in Eingriff mit einem Stirnrad c3. An den gegenüberliegenden Flachseite dieses Stirnrades. 3 sind in entsprechenden Aussparungen zwei Differentialrider 4
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ein. Die Räder 6 und 7 sind mit je einem nach Art eines Sperrades ausgebildeten Kontaktrad 9 bzw. 10 fest verbunden und sitzen ebenso wie das Stirnrad 3 unabhängig voneinander lose auf einer gemeinsamen Achse 8. Durch die Kontakträder 9, 10 werden Kontakthebel 11, 12 und 13, 14 beeinflusst.
Sie legen sieh an gegenüberliegenden Stellen der Kontakträder 9, 10 mit Sperrzähnen federnd gegen den gezahnten Umfang der Räder 9 und 10 und lassen nur fortlaufende Drehbewegungen der beiden Räder 9 und 10 in bestimmten, entgegengesetzt zueinander verlaufenden Richtungen zu. Bewegt sich also das Zahnsegment 2 aufwärts, so werden durch die in die Zahnlücken des Kontakt. rades. 20 mit Sperrzähnen einfallenden Kontakthebel13 und 14 das Kontaktrad 10 und das mit diesem zusammenhängende Zahnrad 7 gesperrt, so dass dem Kontaktrad 9 über die Zahnräder 3, 5,4 und 6 eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinne erteilt wird. Hiebei fallen die Kontakthebel 11 und 12 in Hintereinanderfolge in die Zahn- lücken des Rades 9 und schliessen die Kontakte 15 und 16.
Stehen die Kontakthebel 11 und 12 auf den Zähnen des Rades 9, so sind die Kontakte 15 und 16 geöffnet.
Bewegt sich aber das Zahnsegment 2 abwärts, so wird das Kontaktrad 9 durch die Hebel 11 und 12 gesperrt und hält gleichzeitig das mit ihm im Zusammenhang stehende Zahnrad 6 fest, so dass das Rad 10 über die Zahnräder 3,4, 5 und 7 im Uhrzeigersinne angetrieben wird und mittels der Hebel 13 und 14
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umfanges erfolgt, wird der Kontaktschluss plötzlich bewirkt. Der erneute Kontaktschluss findet erst dann statt, wenn der Luftdruck sich um einen bestimmten Betrag geändert hat, welcher der Weiterbeförderung des Kontaktrades 9 oder 10 um eine Zahnteilung entspricht.
Durch das abwechselnd erfolgende Schliessen und Öffnen eines der Kontakte 15 oder 16 wird je eines der Relais 19 oder 20 beeinflusst. Die Kontakte der beiden Relais 19, 20 sind zusammen nach Art eines Hauptuhrenkontaktes geschaltet. Bei Betätigung eines der beiden Relais wird ein von einer Batterie 84 erzeugter Stromimpuls in einer bestimmten Richtung durch Leitungen 23, 24 nach einem polarisierten Kontaktwerk 27 (Fig. 3) der Empfangseinrichtung gesandt. Bewegt sich das Zahnsegment 2 abwärts, so werden durch die Kontakte 17, 18 ebenfalls in Hintereinanderfolge zwei Relais erregt, welche ihrerseits wieder durch die Leitungen 25 und 26 von der Stromquelle 84 ausgehende Stromimpulse wechselnder Richtung nach einem zweiten polarisierten Kontaktwerk : 28 (Fig. 3 und o) senden.
Die Schliessung eines der Kontakte JJ-. M und die Fortschaltung eines der Kontaktwerke 27 und 28 erfolgt erst dann, wenn der Luftdruck um einen solchen Betrag gestiegen oder gefallen ist. dass einer der Hebel 11-14 in eine Zahnlücke des Rades 9 bzw. 10 eingefallen ist. Steigt der Luftdruck, so wird das Kontaktwerk 27, fällt der Luftdruck, so wird das Kontaktwerk 28 fortgeschaltet.
Beim Fortschalten der Kontaktwerke 27 und 28 werden die pendelnden Bewegungen der Anker dieser Kontaktwerke in bekannter. Weise mittels Schaltklinke auf die nach Art von Sperrädern ausgebildeten Räder 29 übertragen, denen dadurch eine schrittweise Fortsehaltbewegung erteilt wird. Mit den Rädern 29 (Fig. 4) ist je eines der auf den gleichen Wellen sitzenden Kontakträder 30 und 31 fest verbunden. Diese Räder 30 und. ; il steuern mit Hilfe von zwei Paar Hebeln 80, 81, welche paarweise auf gemeinsamer Welle befestigt sind und mit Nasen 82 in entsprechende Aussparungen der Räder. 30 und J. ? eingreifen, die Kontakte 34, 35 und. 32.. 3. 3, bei deren Schliessung der Stromkreis des zum Antriebswerk der Nebenuhr gehörenden Motors geschlossen wird.
Der Stromkreis des Nebensehlussantriebsmotors verläuft bei Schliessung der : Kontakte. 3 : 2. : 33 vom Pluspol 37 aus über die Kontakte 32, 33, die Leitung 38, die Kontakte 39, 40, die Leitung 41, den Anker 36 des Motors, die Leitung 42, Kontakte 43, 44 und die Feldwicklung 45, 46 des Motors nach dem Minuspol. Der Motor läuft nun entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne um. Durch den Motor wird über eine Schnecke 47 (Fig. 4) ein Schneckenrad 48, eine mit diesem fest verbundene Schnecke 49, ein Schneckenrad 51. eine mit diesem auf gleicher Welle angeordnete Schnecke 50, ein Schneckenrad 52 und die das letztere tragende Welle 5-3 in Umdrehung versetzt.
Die Welle 53 ist in den Ständern 54 und 55 gelagert und trägt am linken Ende einen Zeiger 56, der beim Laufen des Motors in der oben angegebenen Richtung entgegen dem Uhrzeigersinne bewegt wird.
Bei Schliessung der Kontakte 34, 35 (Fig. 3) infolge Schaltung des Kontaktwerkes 2 werden über eine Leitung 58 die Spulen 57 eines Relais erregt. Durch den Anker ; er 59 des Relais werden die Kontaktfedern 40, 4. 3 umgelegt, so dass sie mit den Kontaktfedern 60, 61 in Berührung kommen. Dadurch wird ein Strom entgegengesetzter Richtung durch den Anker 36 des Motors gesandt, so dass dieser sich dann im Uhrzeigersinne dreht. Der hiebei geschlossene Stromkreis verläuft vom Pluspol 62 über Kontakt- federn 61, 4. 3, Leitung 42, Anker 36 des Motors, Leitung 41, Kontaktfedern 40,60 und die beiden Feldspulen 45, 46 nach dem Minuspol ; durch die so erzeugte Drehung des Motors in umgekehrter Richtung wird der Zeiger 66 in Richtung des Uhrzeigersinnes fortgeschaltet.
Beim Fortschalten des Zeigers 56 wird ein auf gleicher Welle fest angebrachtes Zahnrad 63 gedreht. dessen Zähne mit den Zähnen eines Rades 64 in Eingriff stehen, das lose auf einer Welle 65 gelagert ist.
An den Flachseiten des Rades 64 sind zwei Differentialräder 66 und 67 so in Aussparungen des Rades 64 gelagert, dass sie durch das Rad 64 hindurch miteinander kämmen. Das Rad 67, welches entsprechend breit und auch als Doppelrad mit gemeinsamer Nabe ausgebildet ist, greift ausserdem mit seinen Zähnen in das lose auf der Welle 65 gelagerte Zahnrad 69 ein. Letzteres ist durch eine Büchse mit dem ebenfalls
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lose auf der Welle 65 gelagerten Zahnrad 73 fest verbunden, das ein auf der Welle des Kontaktrades 30 lose gelagertes Zahnrad 75 antreibt. Das Rad 66 ist genau wie das Rad 67 breiter als gewöhnlich ausgeführt und kämmt mit einem auf der Welle 65 fest verkeilten Zahnrade 68.
Auf der in den Winkel- stücken 71, 72 gelagerten Welle 65 ist aber ausserdem ein Zahnrad 70 fest angebracht, das ein mit der Kontaktscheibr : 11 auf gleicher Welle lose sitzendes Zahnrad 74 antreibt. Durch Buchsen sind die Räder 74, 75 mit je einem Sperrad 76 verbunden. Gegen die Sperräder 76 legen sich Sperrklinken 77, 78 (Fig. 5), welche den Rädern 74, 75 nur eine Drehbewegung nach einer Seite hin gestatten.
Wird nun z. B. das Kontaktwerk 28 betätigt, so werden durch die Scheibe 30 und die Hebelarme 80,
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versetzt. Die an diesem angebrachten Räder 66,67 haben nun das Bestreben, über die Räder 68, 70 bzw. über die Räder 69,73 die Räder 74 und 75 ebenfalls in Umdrehung zu setzen. Dabei wird jedoch beispielsweise durch die Sperrklinke 77 und das mit dem Rade 7. 3 fest gekuppelte Sperrad eine Drehung des Zahnrades 69 verhindert, so dass das Rad 67 sich auf dem feststehenden Rade 69 abwälzt und das Rad 66 antreibt. Durch das Rad 66 wird das Rad 68 und das mit diesem auf gleicher Welle 65 fest verkeilte Rad 70 in Umdrehung versetzt. Das Rad 70 treibt das zum Schaltwerk gehörende Rad 75 an. Auf der Stirnfläche des Rades 75 ist aber die Welle gelagert, welche die fest auf ihr sitzenden Hebel 80, 81 trägt.
Diese laufen nun zusammen mit dem Rade 75 um. Sobald hiebei die Nase 82 des Hebels 80 von der Stirnfläche der über das Sperrad 29 von dem Schalt-oder Kontaktwerk angetriebenen Kontakt- scheibe. 30 abgeleitet und in die Aussparung (Fig. 5) dieser Scheibe. 30 einfällt, öffnet sich der Kontakt 34, 35 wieder und der Motor 36, 45, 46 kommt zum Stillstand, nachdem das Rad 75 genau den gleichen Winkelweg wie die Scheibe 30 zurückgelegt hat. Die gleichen Vorgänge wiederholen sich in bezug auf die Schalt- scheibe-M und den zugehörigen Antriebsmechanismus, wenn das Kontaktwerk 27 in Tätigkeit gesetzt wird.
Wird beispielsweise die Stromzuführung zum Motor. 36, 45. 46 unterbrochen, so schalten die Werke 27 bzw. 28 beim Steigen oder Fallen des Barometerdruckes die Schaltscheibe 30 und 31 weiter
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zuführung dann wieder in Ordnung, so wird durch die geschlossenen Kontakte 33 bzw. 34, 35 sofort das Antriebswerk mit dem Motor 36. 4J. 46 fir den Zeiger 56 in Bewegung gesetzt und bewegt diesen entsprechend dem Steigen oder Fallen des vom Barometer in der Zwischenzeit gemessenen Druckes vor bzw. zurück, bis die Hebel 80 mit ihren Nasen 82 fÜr die Sehaltscheiben : JO und 31 wieder in die Aus- sparungen dieser Scheiben eingefallen und damit die Kontakte 32, 33 bzw. 34. 35 wieder geöffnet sind.
Auf jeden Fall gibt dann der Zeiger 56 den richtigen Stand des Barometers an. Die Nachstellung ist auf diese Art und Weise automatisch erfolgt.
Wie leicht ersichtlich ist. kann die neue Anordnung auch gegebenenfalls zur Befehlsübertragung od. dgl. benutzt werden. Die Schalträder 9 und 10 werden dann in dieser oder jener Richtung durch ein mit dem Stirnrad 3 verbundenes Handrad um eine gewisse Anzahl Schritte verstellt. Jedem Schritt in dieser oder jener Richtung könnte dann ein bestimmter Befehl entsprechen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur elektrischen Fernanzeige von in entgegengesetzten Richtungen erfolgenden
Bewegungen, insbesondere des Thermometer-oder Barometerstandes, dadurch gekennzeichnet, dass Schaltwerke (27, 28) des Empfängers. die von zwei nur in je einer Bewegungsrichtung verstellbar ange- ordneten Steuerrädern (9. 10) des Gebers einstellbar sind, ein Laufwerk zur normalerweise sofortigen
Inbetriebsetzung des Antriebsmotors (36) für das Anzeigeorgan (. des Empfängers in Gang setzen, während zur Unterbrechung der den Speisestromkreis des Antriebsmotors (36) schliessenden Kontakte (32,
35) besondere Schalträder (74,75) vorgesehen sind, die von der das Anzeigeorgan (56) tragenden Welle (53) aus in nur je einer Bewegungsriehtung drehbar sind.
so dass während der Dauer von Störungen, beispiels- weise Stromunterbreehung am Antriebsmotor (36), erfolgende Einstellungen der Schaltwerke (27, 28) nach Beseitigung der Störungen nacheinander in ihren wahren Beträgen dem Anzeigeorgan mitgeteilt werden.