AT103804B - Siegel und Gerät zu dessen Herstellung. - Google Patents
Siegel und Gerät zu dessen Herstellung.Info
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Siegel und Gerät zu dessen Herstellung. Beim widerrechtlichen Öffnen gesiegelter postalischer Sendungen wird gewöhnlich so verfahren, dass die Siegel abgeformt und nach Aufbruch der Sendungen durch falsche Siegel ersetzt werden, die mit Hilfe der abgeformte Matrizen erzeugt werden, ohne dass es im allgemeinen möglich ist, das unbefugte Öffnen auch bei genauester Prüfung festzustellen. Die Erfindung besteht in einem Siegel und in einem besonderen Gerät zu dessen Herstellung. Diese neuen Siegel können nicht abgeformt werden, ohne dass Spuren hinterlassen würden, die das unbefugte Öffnen erkennen lassen. Die Besonderheiten des Siegels, die verschiedenen Abschnitte seiner Herstellung und die besonderen Anordnungen des Gerätes, das zur Herstellung der Siegel dient, sind in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Gerätes zur Herstellung des Siegels, Fig. 1 a ist ein lotrechter Schnitt durch eine andere Ausführungsform dieses Gerätes, Fig. 2 ist ein lotrechter Querschnitt nach Fig. 1, Fig. 3 ist ein Grundriss des Gerätes von unten gesehen, Fig. 4,5, 6,7, 2 a, 3 a und 4 a sind Einzelheiten, Fig. 5 a ist eine Abbildung des Siegels gemäss der Erfindung. Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem zylindrischen Körper 1 aus Kupfer, Stahl oder anderem geeigneten Material, in welchem eine Stange 2 mittels des abnehmbaren Deckels 3 geführt ist. Am unteren Teil der Stange 2 sitzt eine Matrize 4, die sieh in der Bohrung des Körpers 1 führt. Die Stange 2 wird durch eine Feder 5 aufwärts gedrückt, die sieh einerseits gegen einen Napf 6 des Deckels 3, anderseits gegen den Knopf 61 der Stange 2 stützt. Der untere Teil der Matrize 4, die hier zylindrisch ist, kann eine beliebige runde, viereckige, ovale oder sternförmige Form haben. Hier ist eine kreisförmige Form gewählt. In diesem unteren Teil ist eine Punze 9 eingesetzt, die mit einem Buchstaben, Zahl, Zeichnung oder Marke versehen ist, die ein wenig über die Grundfläche der Befestigung herausragt. Nach der Ausführungsform gemäss Fig. 1 a gibt man dem hohlen Teil des Körpers 1 eine im wesentlichen zylindrische Form und bringt in der unteren Fläche des Stempels 4 ein Einsetzstück 41 an, das im Querschnitte die gewünschte Form besitzt, wobei die untere Fläche dieses Einsatzes leicht ein wenig vertieft ist. Die Grundfläche des Stempels 4 oder des eingesetzten Stempels 41 arbeitet bei einem Schlag auf den Stempel mit dem oberen Rande einer mittleren Öffnung des Bodens 8 zusammen. Der Boden bildet die untere Begrenzung einer Kammer 7, die sich im unteren Teil des Körpers 1 befindet. Diese Anordnung dient dazu, um Blättchen aus einem Papierbande 111 zu stanzen, das unter dem Stempel vorbeigezogen wird. Das Band 111 rollt von einer Spule 12 ab, wird mittels der Bohrungen 11 quer durch die Kammer 7 hindurchgeführt und wickelt sich auf einer Spule 13 auf. Die beiden Spulen 12 und 13 sind an Trägern 14 gelagert, die seitlich am Körper 1 befestigt sind. Die Drehachsen, die mit den Spulen verbunden sind, besitzen auf ihren Verlängerungen Griffe (Fig. 7) oder andere geeignete Vorrichtungen zur Betätigung, Nach der Ausführungsform gemäss Fig. 1 a ist der Boden des Körpers 1 an diesem Körper beispielsweise mittels eines Schraubengewindes befestigt. Die mittlere Öffnung, die die Matrize der Stanzvor- <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 besitzt, die mit jener des Bodens 8 übereinstimmt. Nach der Ausführungsform gemäss Fig. la ist die. mittlere Öffnung des Stempels 10 gegen die Öffnung des Bodens oder der Matrize 8 schwach verjüngt. Ihre Umgrenzungslinie stimmt mit der Matrizen- öffnung überein. Unter dem Einfluss der Feder 5 wird der Stempel 4 bzw. 41 in das Innere der Kammer 7 hinein- gezogen. Wird aber die Stange 2 bis an das Hubende gesenkt, so dringt der Stempel 4 (bzw. 41) in die Öffnung der Matrize 8 und schneidet ein Blättchen aus dem Bande 111 aus, dessen unverletzter Teil über EMI2.2 zu werden, das den mittleren Teil des Siegels bildet. Um das ausgeschnittene Blättchen besser zu befestigen, bringt man vier kleine Kanäle 15 an der unteren Fläche des Stempels 10 an, wodurch der Zufluss des warmen Wachses gegen die mittlere Öffnung erleichtert wird. Auch bringt man, wie in den Fig. 1 a und 2 a dargestellt, an den inneren Flächen der Matrize übereinstimmende Rinnen an, durch welche das Wachs über den Rand des Papierblättchens fliessen kann, oder man verjüngt die Öffnung des Stempels 10 (Fig. 4 a) gegenüber der Öffnung der Matrize, um einen ununterbrochenen Wachsrand zu erhalten, der den Rand des Blättchens ringförmig umfasst. Auf der unteren Fläche des Stempels 10 ist eine in Richtung des Durchmessers gelegte Nut 16 vorgesehen, die gegen die Enden hin zwei kleine Vertiefungen oder eingeschnittene hohle Sterne 17 trägt. Vor der Prägung des Siegels bringt man in diese Rinne eine langfaserige Schnur 18, die vorher mit Anilin oder einem EMI2.3 gesetzten Seite des Körpers 1 angeordnet ist. Bei der Herstellung des Siegels wird diese Schnur im Wachs festgehalten, welches in die Öffnungen 17 und in die mittlere Öffnung des Stempels 10 eindringt, derart, dass die Schnur an drei Stellen gut befestigt ist, während sie zwischen den Befestigungsstellen oberhalb des Siegels liegt. Bei der Herstellung des Siegels führt man zunächst einen unverletzten Teil des Bandes 11 unter den Stempel 4 bzw. 41. Darauf legt man in die Rinne 16 die Schnur 19 ein, indem man ihr freies Ende durch EMI2.4 geeignete Menge Siegelstoff, z. B. Wachs, fliessen, in welches man den Siegelabdruck durch kräftiges Aufpressen des ringförmigen Stempels 10 einprägt. Hierauf drückt man den Stempel 4 bzw. 41 im Körper 1 nieder. Das weiche Wachs läuft in die Vertiefungen, Rinnen, Kanäle oder durch die Verjüngungen (Fig. 4a), indem es stellenweise die Schnur, wie oben dargestellt ist, bedeckt, und indem zu gleicher Zeit das aus dem Bande 111 ausgeschnittene Blättchen in dem mittleren Teil des Siegels befestigt wird. Das Siegel (Fig. 5 a) besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen : einer Grundschicht, die auf dem Träger, z. B. einem Briefumschlag aufgebracht ist, der gefärbten Schnur 18, die quer über dem Siege] liegt und an drei SteHen 111 und IV mit der Grundmasse verbunden ist, aber zwischen den BefestigungssteIIen frei liegt. Die mittlere Erhöhung wird bedeckt durch das ausgestanzte Papierblättchen, das in dem Wachs, das die mittlere Erhöhung bildet, eingebettet ist. EMI2.5 keit durchtränkt werden, so dass es nur in einem Zustande entfernt werden könnte, der seine Wiederverwendung nicht gestatten würde. Die Abformung des Siegels würde auch eine so sorgfältige Arbeit bedingen, dass es praktisch unmöglich wird, das Siegel nachzuahmen. Um zu verhindern, dass das Siegel mit einer erwärmten Messerklinge abgelöst werden kann, empfiehlt es sich, am Briefumschlag eine Anordnung nach dem Patente Nr. 101180 desselben Erfinders zu treffen. Diese Anordnung besteht ans in der Nähe der Ränder befestigten Papierstreifen, die über das Siegel gelegt und durch eine zweite Schicht Siegelstoff gegen Abreissen gesichert sind. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gerät zur Herstellung eines Siegels aus Wachs oder dgl., gekennzeichnet durch einen Stempel (10) zur Herstellung eines ringförmigen Teiles des Siegels und einen Stempel (4) zur Herstellung des mittleren Teiles des Siegels, wobei der ringförmige Stempel an der Bodenfläche eines hohlen Körpers (1) aus- gebildet ist, in welchem sich gegen die Wirkung einer Feder (5) ein den Stempel für den mittleren Teil des Siegels tragendes Organ (2) verschiebt. <Desc/Clms Page number 3>2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Stempel (4) für den mittleren Teil des Siegels sowohl eine Stanze als auch eine Punze (9) ausgebildet ist, wobei die Bodenfläche des hohlen Körpers (1) eine Stanzmatrize trägt, mit welcher die Stanze des mittleren Stempels (4) zusammenwirkt.3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Herstellung des Siegels durch den mittleren Stempel (4) ein Teil eines Papierbandes abgeschnitten und in das Wachs des mittleren Teiles des Siegels eingebettet wird.4. Gerät nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine in der Prägefläche des ringförmigen Stempels (10) ausgebildete diametrale Nut (16) und durch in derselben Fläche ausgebildete, nahe den Aussenenden dieser Nut angeordnete Vertiefungen (17), wobei die radiale Nut (16) zur Aufnahme einer vor der Prägung des Siegels einzulegenden langfaserigen Schnur (18) dient.5. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch in der Arbeitsfläche des ringförmigen Stempels (10) ausgebildete radiale Nuten (15) und durch lotrechte Nuten (151), die mit den erstgenannten korrespondieren und in der Wandung der mittleren Öffnung des Stempels (10) ausgebildet sind.6. Gerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen ringförmigen Stempel (10), dessen mittlere Öffnung gegen die Stempel (4 bzw.- für den mittleren Teil des Siegels verjüngt ist.7. Gerät nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine aussen am hohlen Körper (1) angeordnete, die Schnur tragende Spule (12) und eine elastische Klemmvorrichtung (ss), die das Ende der Schnur (18) bei der Herstellung des Siegels festhält.8. Siegel aus Wachs od. dgl., gekennzeichnet durch eine mittels eines ringförmigen Prägestempels (10) hergestellte Grundschicht, über der querüber eine langfaserige, vorher gefärbte Schnur liegt, die durch eine mittlere Erhöhung und zwei äussere Erhöhungen des Wachses der Grundschicht an dieser befestigt ist, wobei das Wachs des mittleren Teiles des Siegels durch ein Papierblättehen bedeckt ist, welches in dem diesen mittleren Teil des Siegels bildenden Teil des Wachses eingebettet ist. EMI3.1
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