AT103716B - Verfahren zur Raffination von leichten Kohlenwasserstoffölen. - Google Patents

Verfahren zur Raffination von leichten Kohlenwasserstoffölen.

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AT103716B
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  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  VerfahrenzurRaffinationvonleichtenKohlenwasserstoffölen. 



    Gegenstand der Erfindung isteinVerfahrenzurRaffinierungvonleichten Kohlenwasserstoffen, bei dem die ungesättigten Verbindungen, die bei den bisher benutzten Verfahren unnötigerweise aus- . geschieden werden, in dem Raffinationsprodukt zurückbleibe !).. 



  Bei den zurzeit üblichen Raffinationsverfahren wird das Rohdestillat erst mit starker Schwefelsäure und dann mit einem Alkali behandelt, wobei die Säure dazu dient, unerwünschte Bestandteile zu beseitigen, die die Farbe des Endproduktes beeinträchtigen und zur Polymerisation neigen. Gleichzeitig entfernt die Säure aber auch gewisse ungesättigte Bestandteile, die für die Verwendung des Endproduktes als Treibmittel ruhig, ja sogar mit besonderem Vorteil in dem Endprodukt belassen werden könnten. Der Verlust an solchen Produkten beträgt etwa 25-28% der Gesamtmenge. 



  Gemäss der Erfindung wird das aus dem rohen Kohlenwasserstoff, nachdem dieser gewöhnlich mit schwacher Säure und Alkali behandelt worden ist, erhaltene Destillat unter einem die Bildung von Dampf verhindernden Druck auf eine Temperatur erhitzt, die wenig über dem normalen Siedepunkt des höchst siedenden Anteils liegt, worauf man es als Dampf in einem geheizten Filtrierraum expandieren lässt, der einen die Polymerisation fördernden Körper enthält, welcher aus dem Dampf die unerwünschten Bestandteile durch Polymerisation abscheidet. Wenn die Kohlenwasscrstoffe aus der Verschwelung von Steinkohle, Braunkohle od. dgl. stammen und infolgedessen Phenol und Basen enthalten, muss eine Vorbehandlung mit Kammersäure (die im Verhältnis zu der bisher verwendeten Säure nur schwach ist) und mit Alkali vorangehen. 



  Die Destillation kann bei 180-200  C und einem Druck von 9.25 lis 10.5 kg pro 1 cm2 vorgenommen werden. Man kann sie auch in zwei oder mehr Abschnitte unterteilen und erhält dann je nach dem Siedebereich des erwünschten Endproduktes zwei oder mehr Fraktionen, z. B. eine solche bis zu 130  und eine zweite von 130-200 , die dann jede für sich weiter behandelt werden. 



  Die zur Vorbehandlung erforderlichen Säure- und Alkalimengen richten sich nach der Art des behandelten Kohlenwasserstoffes ; sie betragen annähernd 2% einer 65%igen Säure (Kammersäure) und 5% einer 10% igen Ätznatronlösung, berechnet auf das Gewicht des behandelten Destillates. Sowohl die Säurenkonzentration als auch die Säurenmenge sind also wesentlich niedriger als bisher. Eine gleiche Menge stärker konzentrierter Schwefelsäure würde schädlich wirken. 



  Zweck dieser Vorbehandlung ist die Entfernung freier Basen und Säuren, z. B. der Phenole, und die Säure- und Alklimengen richten sich deshalb nach den Mengen solcher B@standt@ile. Die von der bisher verwendeten starken Säure ausgeschiedenen ungesättigten Bestandteile verble@en @ nmehr im Destillat. Der so behandelte Kohlenwasserstoff wird 10-20  über den Siedepunkt des höchst siedenden Anteiles erhitzt. In der Filtrierkammer kann Floridin, Bauxit, aktivierte Kohle oder ein anderes Reinigungsmittel zweckmässig in Körnerform vorhanden sein, und die Kammer wird auf einer Temperatur gehalten, bei der eine Kondensation der Dämpfe, bevor sie in die üblichen Verdichter übertreten, nicht eintreten kann. 



  An der Stelle, wo die Dämpfe in die Filtrierkammer expandieren, kann gleichzeitig ein gasförmiger Träger, wie Wasserstoff oder Kohlensäure, eingeleitet werden, der auf die Öldnmpfc chemisch nicht ein-   
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 Umständen bis zu   100%. Der g sförmige   Träger setzt das Löslichkeitsgleichgewicht der polymerisierten Bestandteile im Dampf so herab, dass sie vollständig aus dem Dampf abgeschieden werden, was ohne Gegenwart des gasförmigen Trägers schwer zu erreichen sein würde. Der gasförmige Träger wird nach der Verdichtung der Dämpfe wieder im Kreislauf zurückgeführt, etwaige Verlustmengen ergänzt. 



   Man erhält auf diese Weise ein wasserhelles Produkt, das keinen unangenehmen Gsruch aufweist. 



  Die Verluste werden auf weniger als 10% herabgemindert, je nach Art und Güte des Rohmaterials. 



   Beispiel : Das aus Rohbenzol bis zu etwa 180 C übergehende Destillat wird mit etwa 2% Kammersaure, dann mit etwa 5% einer   10% igen Ätznatronlösung   behandelt und nach dem Absitzen unter einem Druck von   10 5 kg auf   den Quadratzentimetef auf 200  C erhitzt, um dann in die   aû etwa 2000   C erhitzte Filltrier- und Polymerisationskammer gleichzeitig mit etwa   0'02-0'035 m3   Kohlensäure auf den Liter Destillat zu expandieren. Die Dämpfe werden abgezogen und in besonderen Apparaten verdichtet. 



   PATENT-ANSPRUCHE : 
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 in gereinigtem Zustand durch die Kammer gehen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Öl vor dem Erhitzen durch aufeinanderfolgende Behandlung mit schwacher Säure und schwachen Alkalilösungen, zwecks Entfernung saurer und basischer Bestandteile unter Belassung der ungesättigten Kohlenwasserstoffe, vorgereinigt wird.
AT103716D 1923-11-14 1924-04-30 Verfahren zur Raffination von leichten Kohlenwasserstoffölen. AT103716B (de)

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