AT101972B - Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf. - Google Patents

Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf.

Info

Publication number
AT101972B
AT101972B AT101972DA AT101972B AT 101972 B AT101972 B AT 101972B AT 101972D A AT101972D A AT 101972DA AT 101972 B AT101972 B AT 101972B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water vapor
destructive distillation
tar oils
ethylene
boiling tar
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Dr Suida
Original Assignee
Hermann Dr Suida
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hermann Dr Suida filed Critical Hermann Dr Suida
Application granted granted Critical
Publication of AT101972B publication Critical patent/AT101972B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von
Wasserdampf. 



   Bekanntlich lassen sich durch destruktive Destillation aus Teerölen und Erdölfraktionen olefin- hältige Gase gewinnen. Dieser Vorgang wird längst in grossem   Massstabe iür   die Erzeugung von   Ölgas   ausgeübt. Der Olefingehalt dieser Gase steigt selten über 20% ; neben Äthylen sind auch bedeutende
Mengen höherer Olefine in diesen Gasen enthalten, was deren Wert für manche Zwecke wesentlich ver- ringert, indem gerade das Äthylen für chemische Auswertung in Betracht kommt. Die betreffenden Angaben der Literatur sind insofern ungenau, als meistens die Olefine in Gesamtheit, oder   fälschlich   als "Äthylen" angegeben werden, ohne dass eine Trennung der Olefine bei der Analyse vorgenommen wurde.

   Bei genauer   Überprüfung   dieser Angaben sieht man, dass bei solchen Temperaturen, welche für Erzielung hoher Gesamt- olefinausbeuten günstig sind   zu   gerade die Homologen des Äthylens vorwiegen. Bei höheren Temperaturen jedoch sinkt der Gesamtolefingehalt zugunsten der Bildung von Methan und Wasser- stoff, wenngleich dann unter den Olefinen das Äthylen vorwiegt. 



   Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass man gerade bei hohen Temperaturen
Gase mit hohem Olefingehalt, u. zw. dieser   fast ausschliesslich   aus Äthylen bestehend, gewinnen kann, wenn man dafür Sorge trägt, dass das entstandene Äthylen nicht weiter abgebaut werden kann. Dieser
Vorteil wird dadurch erzielt, dass man gleichzeitig mit dem Öl Wasserdampf einführt (Sattdampf oder 
 EMI1.1 
 auf die angewandte Menge Teeröl, ganz wesentlich gesteigert. 



   Die destruktive Destillation in Gegenwart von Wasserdampf ist zwar unter andern auch für Kohlenteeröle in der britischen Patentschrift Nr. 19036 vom Jahre 1895 und in der deutschen Patentschrift Nr. 36134 beschrieben worden, doch wird bei diesen Verfahren hinsichtlich der Temperatur keinerlei Beschränkung gemacht und eine Erzielung besonders   äthylenreicher   Gase weder angestrebt noch erreicht. 



   Das obgenannte Verhalten der Teeröle bei der angegebenen Temperatur war nicht vorauszusehen. 



  Ein durch die Anwesenheit von Wasserdampf und Zersetzungskohlenstoff eventuell in geringem Masse gleichzeitig verlaufender Wassergasprozess kommt für die Steigerung der Olefinausbeute nicht in Frage. da hiebei Wasserstoff und Kohlenoxyd aber keine   Olefin'-ohlenwasserstoffe entstehen   können, und der Wasserstoff durch Anlagerung an die Olefine deren Ausbeute nur verringern aber nicht erhöhen könnte. 



   Beispiel : Lässt man Öle, die man durch einfache Destillation aus Braunkohlen-Generatorteer erhalten hat und welche einen Siedepunkt von zirka   300-3500 besitzen,   in rohem Zustande mit der   gleichen Menge Wasserdampf in ein auf 900"erhitztes Eisenrohr eintreten, so gewinnt man neben flüssigen Destillaten bedeutende Mengen eines Gases, welches 44-48% Äthylen enthält. Die Gasausbeute beträgt   zirka   300-400 l   pro Kilogramm angewandten Öles. Wendet man mehr als die gleiche Menge Wasserdampf an, so sinkt die Ausbeute an Äthylen, ebenso wenn man weniger Wasserdampf in Anwendung bringt. Es liegt also bei der Anwendung   ungefähr gleicher   Mengen Wasserdampf und Öl ein Optimum der Ausbeute an Äthylen vor.

   Führt man die gleiche Destillation in Abwesenheit von Wasserdampf durch, aber unter sonst gleichen Bedingungen, so erhält man, ein. Gas von 30% Gesamtolefingehalt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH. : Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf unter Ausschluss von Mineralölen, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Gewinnung äthylenreicher Gase die Destillation bei 800-900 durchführt.
AT101972D 1923-06-26 1923-06-26 Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf. AT101972B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT101972T 1923-06-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT101972B true AT101972B (de) 1925-12-10

Family

ID=3620583

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT101972D AT101972B (de) 1923-06-26 1923-06-26 Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT101972B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2920605A1 (de) Verfahren zum aufbessern von fischer-tropsch-produkten
DE735276C (de) Verfahren zur Herstellung klopffester Benzine
DE1468849A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,3-Diamino-tricyclo-(3.3.1.1?)-decanen
AT101972B (de) Verfahren zur destruktiven Destillation hochsiedender Teeröle in Gegenwart von Wasserdampf.
DE894103C (de) Verfahren zur Methylierung von Olefinen
DE422953C (de) Verfahren zum Kracken von Mineraloelen
DE537895C (de) Verfahren zur Herstellung aethylenreicher Gase
DE741682C (de) Verfahren zur Dehydrierung gesaettigter Kohlenwasserstoffe
DE874823C (de) Verfahren zur Herstellung bestaendiger synthetischer Schmieroele
AT91237B (de) Verfahren zur Absorption des Äthylens aus Gasgemischen, wie Kokerei- und Braunkohlengasen.
DE886898C (de) Verfahren zur Gewinnung von technisch reinem Benzol
DE765440C (de) Verfahren zur Herstellung klopffester Benzine durch zweistufige Druckhydrierung wasserstoffarmer Mitteloele
DE858394C (de) Verfahren zur Polymerisation von Olefinen zu Kohlenwasserstoffoelen
DE972315C (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren aus Olefinen, Kohlenoxyd und Wasser
DE560907C (de) Verfahren zur Herstellung von essigsauren Alkalisalzen aus AEthylen
AT206903B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cyclopentadienylmangantricarbonylverbindungen
DE859888C (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylmethylketon
DE746304C (de) Verfahren zur Gewinnung von als Isolieroele geeigneten Kohlenwasserstoffoelen
DE700434C (de)
DE708261C (de) Verfahren zur Herstellung von Mercaptanen
DE650088C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineraloelen u. dgl.
DE837847C (de) Verfahren zur katalytischen Wassergasanlagerung an ungesaettigte Kohlenwasserstoffe
AT105070B (de) Verfahren zur Gewinnung äthylenreicher Gase.
DE733692C (de) Verfahren zur Herstellung von Chlorolefinen aus Olefinen
DE695210C (de) Verfahren zur Druckhydrierung von Mitteloelen