DE650088C - Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineraloelen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineraloelen u. dgl.

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DE650088C
DE650088C DEI52098D DEI0052098D DE650088C DE 650088 C DE650088 C DE 650088C DE I52098 D DEI52098 D DE I52098D DE I0052098 D DEI0052098 D DE I0052098D DE 650088 C DE650088 C DE 650088C
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DE
Germany
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hydrocarbons
tars
coal
production
mineral oils
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DEI52098D
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Dr Mathias Pier
Dr Walter Simon
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/08Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal with moving catalysts
    • C10G1/086Characterised by the catalyst used

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineralölen u. dgl. Man kann aus Kohlearten, Teeren, Mineralölen, deren Destillations-, Umwandlungs-und Extraktionsprodukten und Rückständen und ähnlichen kohlenstoffhaltigen Materialien durch Behandlung mit Wasserstoff oder wasserstoffabgebenden Gasen in Gegenwart von Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck wertvolle Kohlenwasserstoffe, besonders flüssiger Natur, herstellen, die als Benzin oder Dieselöl für sich oder in Mischung mit anderen Brennstoffen oder als Lösungs- und Verteilungsmittel oder als Schmiermittel u. dgl. Verwendung finden können.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß man bei diesem Verfahren vorzügliche Ausbeuten an wertvollen, auch niedrigsiedenden Kohlenwasserstoffen erhält, wenn man unter erhöhteih Druck, z. B. bei 5o at, zweckmäßig bei ioo at und mehr, und mit strömenden Gasen unter Aufrechterhaltung eines großen Wasserstoffüberschusses bei Temperaturen oberhalb 300° arbeitet und als Katalysatoren andere Halogene als Jod zusetzt. Die Halogene können mit Vorteil zusammen mit anderen Elementen der 2. 'bis B. Gruppe, insbesondere den Metallen der 6. Gruppe oder deren Verbindungen, verwendet werden.
  • Man arbeitet zweckmäßig irn Kreislauf. Solche Ausgangsmaterialien, die bei der Bebandlung leicht zu nachteiligen Abscheidungen führen, werden zweckmäßig einer Vorbehandlung mit Wasserstoff unter Druck mit oder ohne Katalysatoren unterworfen und in Produkte von der Art der Mittelöle übergeführt, die dann am besten in vergaster oder fein verteilter Form weiterbehandelt werden, wobei in einer, insbesondere in der zweiten oder beiden Stufen Katalysatoren der vorerwähnten Art benutzt werden.
  • Es ist zweckmäßig, dafür zu sorgen, daß die mit den heißen Reaktionsteilnehmern in Berührung kommenden Apparateteile keine schädlichen Einwirkungen ausüben, also z. B. die Methanbildung und Koksabscheidung nicht befördern und keine vorzeitigen Kondensationen herbeiführen. Das Apparateinaterial wählt man am besten so, daß es unter den Arbeitsbedingungen auch nicht angegriffen wird, z. B. verwendet man hochlegierte Stähle.
  • Es ist zwar bekannt, hochsiedende Kohlenwasserstoffe durch Spaltung ohne Zusatz von Wasserstoff in niedrigsiedende Kohlenwasserstoffe überzuführen, wobei man die Ausgangsstoffe vor der Spaltung mit Chlor behandelte oder nach einem anderen Verfahren während der Spaltung Jod zusetzte. Demgegenüber handelt es sich bei dem vorliegenden Verfahren um eine Druckhydrierung. Außerdem wird im einen der bekannten Fälle das zugesetzte Chlor als solches überhaupt nicht bei der Spaltung verwendet, sondern vor dieser in Form von Chlorwasserstoff abgetrennt, während das im anderen Falle als Spaltkatalysator verwendete Jod im vorliegenden Falle als Katalysator nicht beansprucht ist.
  • Man hat ferner bei der Ausführung katalytischer Hydrogenisationen und Dehydrogenisationen bei mäßigen Temperaturen von etwa ioo bis i2o° neben den bekannten Metallkatalysatoren, wie Nickel, Kupfer u. dgl., Fluoride verwendet. Bei. dar: vorliegenden Verfahren wird dagegen bei Temperaturen oberhalb 300° gearbeitet und mit solchen Ausgangsstoffen, bei denen die genannten Metallkatalysatoren wegen ihrer Giftempfindlichkeit praktisch nicht verwendbar sind.
  • Es ist beim Arbeiten unter den bekannten Druckhydrierungsbedingungen durchaus neuartig, Katalysatoren der beanspruchten Art zu verwenden, deren guteWirkung auf Grund des Standes der Technik in keiner Weise vorauszusehen war.
  • Beispiel i.
  • Durch ein Hochdruckrohr, das mit Tonscherben gefüllt ist und auf einer Temperatur von 46o° gehalten wird, werden bei Zoo at Druck die Dämpfe eines Leuchtöls (5,81j, bis i30°; a7,8°/, bis 2oo° siedend, spez. Gew. 0,78o) zusammen mit Wasserstoff und i Gewichtsprozent Brom, bezogen auf den Ausgangsstoff, hindurchgeleitet. Das erhaltene Produkt enthält 28,81j, bis i 8o1 und 481/, bis 2oo° siedende Anteile.
  • Wird an Stelle von i Gewichtsprozent Brom Jod verwendet, so enthalten die in fast gleicher Ausbeute erhaltenen Produkte nur 1-5;6°j, bis 18o° und 37,6°/, bis 2oo° siedende Anteile.
  • Es ergibt sich also, daß Jod, dessen Verwendung bei der Druckhydrierung von Naphthalin im Autoklaven bereits bekannt war, bei kontinuierlicher Arbeitsweise eine schlechtere Wirkung zeigt als Brom.
  • Beispiel e Die Dämpfe eines amerikanischen Gasöls, das mit Chlor vorbehandelt wurde, bis es hierbei 2 bis 3 °i,, Chloraufgenommen hatte, wurde mit einem Partialdruck von q. at bei einem Gesamtdruck von Zoo at zusammen mit Wasserstoff durch einen Hochdruckofen geführt, der mit Tonscherben gefüllt war und auf einer Temperatur von q.80° gehalten wurde. Die entstehenden Produkte enthielten 26,6°/o bis iSo° siedende Anteile, etwa io°j, mehr als bei Verwendung nicht chlorierten Gasöls.
  • Die katalytische Wirkung des Chlors macht sich auch inGegenwart anderer Katalysatoren geltend. Man erhält beispielsweise unter den obigen. Bedingungen, wenn der Ofen statt mit Tonscherben mit einem an sich katalytisch wirksamen Gemisch von Molybdänsäure, Zinkoxyd und Magnesia in molekularen Mengen gefüllt wird, in Abwesenheit von Chlor ein Produkt von 58,7°/a bis i8o° siedenden Anteilen, in Gegenwart von Chlor ein Produkt, von dem 73,2°/p bis i8o° sieden.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineralölen, deren Destillations-, Umwandlungs- und Extraktionsprodukten und Rückständen u. dgl. durch . Behandeln mit Wasserstoff oder wasserstoffabgebenden Gasen in strömendem Zustand und in großem Überschuß bei. Temperaturen oberhalb 300° und unter Druck, zweckmäßig im Kreislauf, dadurch gekennzeichnet, daß man als Katalysatoren andere Halogene als Jod zusetzt.
DEI52098D 1925-02-14 1926-08-07 Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineraloelen u. dgl. Expired DE650088C (de)

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FR33972D FR33972E (fr) 1925-02-14 1927-08-06 Procédé pour convertir le charbon, les goudrons, les huiles minérales, etc., en produits liquides de grande valeur

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004317B (de) * 1955-03-08 1957-03-14 Carl Zerbe Dr Verfahren zum Kracken und zur Reformierung von Kohlenwasserstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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