DEV0004439MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 20. März 1952 Bekanntgemacht am 12. Januar 1956
PATENTANMELDUNG
KLASSE 24a GRUPPE 17
V 4439
IaJ
24a
Aime Vandevelde, Wolvertem (Belgien)
ist als Erfinder genannt worden
Aime Vandevelde, Wolvertem (Belgien)
Vertreter: Dr. H. H. Willrath, Patentanwalt, Wiesbaden
Für Warmwasserheizungszwecke u.dgl. dienender Ofen für feste Brennstoffe, insbesondere Fettkohle
Dde Priorität der Anmeldung in Belgien vom 31. März 1951 ist in Ansprach genommen
Die Erfindung betrifft einen für Warmwasserheizungszwecke u. dgl. dienenden Ofen für feste
Brennstoffe, insbesondere Fettkohle, mit unterhalb einer lotrecht gestellten Trennwand bestehenden
Verbindung von Feuerraum und Verbrennungskammer. Bei den bekannten Öfen wird die Erstluft
ungerichtet in die Feuerraumkammer ungefähr in mittlerer Höhe der der senkrechten Trennwand
gegenüberliegenden Wand sowie im oberen Teil ίο des Feuerraumes eingeführt, und die Zweitluftzufuhr
ist am Eingang der Verbrennungskammer vorgesehen.
Derartige Öfen gehen leicht aus, weil sich der fette Brennstoff rasch auf den unmittelbaren Übergang
von Erstlufteintritt zur Unterkante der Trennwand, insbesondere aber in deren Nähe, verzehrt,
während er oberhalb dieses Durchganges ausschwelt und sich unter Brückenbildung derart
zusammenballt, daß sich in dem Bett ein praktisch freier Durchlaß für die Erstluft bildet und die
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Verbrennung unterbindet. Die Feuerraumwände können durch Wassermäntel gebildet sein. In
beiden Fällen erfolgt nach Schwachlastbetrieb, z. B. während der Nachtstunden,.die Wiederingangsetzung
einer normalen Verbrennung nur sehr langsam, insbesondere wenn ungünstige atmosphärische
Verhältnisse den Zug beeinflussen.
D1Je Erfindung geht von einem mit festen Brennstoffen,
insbesondere mit Fettkohle, zu beheizenden
ίο Ofen mit lotrecht gestellter Trennwand zwischen
Feuerraum und Verbrennungskammer aus, die unterhalb der Trennwand miteinander in Verbindung
stehen; jedoch unterscheidet sich der Ofen nach der Erfindung von den bekannten Öfen dadurch,
daß die Verbrennungserstluft dem Feuerraum
vom oberen Teil der Trennwand gegenüberliegenden Feuerraumwand in Form eines breitflächigen
nach unten gerichteten Stromes zugeführt wird, der vorzugsweise die ganze Fläche der
2D Feuerraumwand bestreicht. Dieser breitflächige
Luftstrom kann gemäß einer Ausführungsform durch einen Spalt zwischen der der Trennwand
gegenüberliegenden Feuerraumwand und einer Platte erzeugt werden; die Platte deckt eine Kammer
ab, in welche eine Erstluftleitung einmündet, der die Luft gegebenenfalls in Zeitabständen zugeführt
werden kann. Dieser breitflächige Luftstrom kann auf seinem absteigenden Ast im unteren
Teil des Feuerraumes gegebenenfalls mittels eines Ablenkers geleitet werden, der an der Feuerraumwand
in Nähe der Brennstoffauflage (Rost) vorgesehen sein kann.
Der Verbrauch des Brennstoffbettes wird auf diese Weise vergleichmäßigt. Der Feuerraum und
die Verbrennungskammer können von Wasserkästen für die Erwärmung von Wasser umgeben
sein.
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dar.
Fig! ι ist ein Längsschnitt durch einen Ofen;
Fig. 2 ist ein Querschnitt nach Linie II-II der
Fig. 1;
Fig. 3 ist ein Längsschnitt der Linie III-III der
Fig. 4 ist ein der Fig. 3 entsprechender Teilschnitt, jedoch von der anderen Seite der Feuerung
aus gesehen;
Fig. 5 zeigt im Teilschnitt eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels des Ofens, der von
Wasserkästen umgeben ist;
Fig. 6 ist eine Rückansicht des in Fig. 5 dar-•
gestellten Ofens.
In Fig. ι bis 4 sind die Wände des Mantels 1
mit feuerfesten Steinen 2 ausgefüttert, und der Innenraum ist durch eine Teiltrennwand 3 in einen
Feuerraum 4 und eine Verbrennungskammer 5 unterteilt, welche miteinander unterhalb der
Trennwand 3 in Verbindung stehen. Am oberen Teil der Verbrennungskammer 5 ist eine Leitung 6
angeschlossen, welche zu -dem Schornsteineinlaß 7
führt. ■ ' : ■·:■·■■
Der Feuerraum ward: unten durch eine Sohle oder einen Rost 8 abgeschlossen, welcher zweckmäßig
wenigstens senkrecht unterhalb der Trennwand 3 aus beweglichen, insbesondere kippbaren
Elementen besteht. Unter dem Rost liegt der Aschenraum 9. Die Zufuhr der Erstluft erfolgt von
einer Luftquelle durch den Einlaß 10 in eine sich über die ganze Breite der Wand 12 erstreckende
Kammer 11, die den oberen Teil dieser Wand einnimmt.
Ein sich ebenfalls nahezu über die ganze Breite der Wand 12 erstreckender, nach unten gerichteter
Schlitz 13 streut die Erstluft nach abwärts.
Gegebenenfalls können kleine Durchtrittsöffnungen 14 in der die Kammer 11 begrenzenden Platte
ιS-vorgesehen sein, aus denen während der auf die
Brennstoffnachfüllung folgenden Betriebsperiode Luft austreten und1 den Einsatz von oben nach
unten durchströmen kann, um die frei werdenden Gase und den Rauch mitzunehmen. Die Öffnungen
14 liefern nur einen Bruchteil der eingeführten Erstluftmenge; die öffnungen 14 sind mittels eines
Schiebers 16 verschließbar.
Zur Zufuhr von Zweitluft können am Fuß der Verbrennungskammer 5 oder in dessen Nähe getrennte
feuerfeste Elemente 17 vorgesehen sein,
welche einzeln oder mittels nachgiebiger Verbindungen, z. B. federnder Klammern 18, gruppenweise
abnehmbar angebracht sind. Sie stützen sich einerseits auf einem darunterliegenden Block oder
feuerfesten Futter und andererseits an einem oberen Teil der Trennwand 3 ab und weisen einzeln
oder paarweise Durchlässe auf, welche gemeinsam einen, insbesondere den unteren Teil der
Verbrennungskammer 5 bilden.
An ihrer Unterseite besitzen die Elemente 17 Ausnehmungen 19, welche mit dem darunterliegenden
Futter 20 über die ganze Breite der Trennwand 3 einen Zufuhrkanal 21 und einen Verteilungsschlitz
22 für die Zweitluft bilden. Letztere wird durch am Ende des Kanals 21 liegende .Öffnungen
23 eingeführt.
Eine die Beschickungsöffnung 24 verschließende Tür 25 ist mit einer Verriegelungseinrichtung 26
versehen, welche bei Öffnung der Tür 25 eine Klappe 27 öffnet, die normalerweise eine unmittelbare
Verbindung 28 zwischen dem Feuerraum 4 und dem Schornsteineinlaß 7 schließt. Wenn der
Feuerraum mit festem Brennstoff, insbesondere mit Fettkohle, bis erheblich über die Unterkante
der Trenmvand 3 hinaus beschickt und der Brennstoff gezündet ist, strömt die Erstluft von dem
Schlitz 13 in einer nach unten gerichteten Schicht durch das Brennstoffbett. Dabei reißt sie die Gase
und Verbrennungsprodukte in einem zunächst abwärts und dann mehr oder weniger waagerecht
oder schräg gerichteten Strom mit, welcher zum Eingang der Verbrennungskammer 5 strömt, wo er
einen Luftzustrom zur vollständigen Verbrennung der brennbaren Gase an dieser Stelle und in der
Verbrennungskammer 5 erhält. Die Flammen und die Verbrennungsprodukte steigen in der Kammer
5 auf und gelangen von dort zum Schornsteineinlaß 7.
Sowohl die Erstluft wie die Zweitluft können aus der Umgebung der Feuerung kommen, wenn
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der Unterdruck im Schornstein sicher ausreicht. Die Öffnungen io und 23 können ins Freie führen;
sie können mit Einstellvorrichtungen versehen sein. Um jedoch ungünstige atmosphärische Bedingungen
auszuschalten und eine schnelle Steigerung der Verbrennung, zu gewährleisten, ist es zweckmäßig,
die Feuerung mit Gebläseluft zu speisen und hierfür einen Lüfter an die Öffnungen 10 und
2T> anzuschließen, der z. B. durch Thermostate gesteuert
werden kann.
Eine besonders interessante Ausführungsform besteht jedoch darin, als Quelle für die Druckluft
die Luftaufbereitungsanlage zu benutzen. - Zu diesem Zweck kann um den Ofen ein Mantel 29
angeordnet werden, in welchen die Außenluft durch einen Lüfter 30 eingeführt wird, worauf sie
an dem Ofen entlang zu den Auslassen 31 und von
dort in den zu beheizenden Raum oder zu den Nutzapparaten strömt. Der zwischen dem Mantel
29 und der Heizquelle liegende Raum wird so unter Druck gehalten, und es genügt, im gewünschten
Zeitpunkt die Verbindung zwischen diesem Raum und der Kammer π oder dem Kanal 21 oder
beiden herzustellen, um dem Schlitz 13 oder 22 oder den Schlitzen 13 und 22 Druckluft zuzuführen.
In diesem Raum sind zu diesem Zwecke elektromagnetische Ventile 32 vorgesehen.
Wenn an der maßgeblichen Stelle die gewünschten Temperaturbedingungen nicht mehr bestehen,
löst das Ventil 32 die Drucklufteinführung in die Feuerung aus. Das Ventil 32 kann auch durch ein
Relais, z. B. ein thermisches Relais, geschlossen • werden, welches besonderen Beanspruchungen ausgesetzten
Teilen der Feuerung zugeordnet ist, damit· so Schaden durch Überbeanspruchung vermieden
werden können.
In Fig. 5 und 6 ist die allgemeine Ausbildung des Ofens die gleiche wie bei der ersten Ausführungsform,
jedoch ist hier die Feuerung von
.40 Wasserkästen umgeben, welche z. B.; einer Warm-
\vasserheizung angehören. Die hierdurch hervorgerufene Temperatursenkung könnte das vorzeitige
Erlöschen der Feuerung zur Folge haben. Um dieses zu verhindern, wird der Feuerung Gebläseluft,
insbesondere Druckluft, durch einen Lüfter 34 zugeführt, der in eine mit den Öffnungen 10 und
23 verbundene Leitung 35 hineinfördert. Der Rost besteht zweckmäßig teilweise aus Wasserrohren 36,
welche an den Umlauf, z. B. an die Wasserkästen 33, angeschlossen sind. Da der Luftdruck ziemlich
groß ist und der Eintritt des Erstluftstromes in den Aschenraum vermieden werden soll, wird der
Wasserkasten 33a in seinem unteren Teil mit einer
Schulter 37 versehen, ■ welche den Erstluftstrom und den Verbrennungsgasstrom nach innen gegen
das untere Ende der Verbrennungskammer 5 zu ablenkt.
Claims (8)
1. Für Warmwasserheizungszwecke u. dgl. dienender Ofen für feste Brennstoffe, insbesondere
Fettkohle, mit unterhalb einer lotrecht ge- \ stellten Trennwand bestehenden Verbindung
von Feuerraum und Verbrennungskammer, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbrennungserstluft
dem Feuerraum vom oberen Teil derjenigen Feuerraumwand (2) aus, die der Trennwand
(3) gegenüberliegt, in Form eines breitflächigen, gegen den Boden gerichteten Stromes
zugeleitet wird, der die Fläche der Feuerraumwand (2) bestreicht.
2. Ofen nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Erstluftzuführtmg durch einen
Spalt (13) zwischen der Feuerraumwand (2) und einer Platte (16) erfolgt, die eine Kammer
(11) abschließt, in welche eine Erstluftzufuhrleitung
(10) einmündet.
3- Ofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß im unteren Teil des Feuerraumes ein Ablenker (37), beispielsweise an der Feuerraumwand (2), vorgesehen ist, der den
breitflächig, entlang der Feuerraumwand geführten Erstluftstrom in Richtung auf das
■ untere Ende der Trennwand (3) zu leiten hat.
4. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Erstluftzufuhrleitung (10) in eine im oberen Teil der
Feuerraumwand (2) vorhandene Kammer (11) einmündet, die gegenüber dem Feuerraum
durch eine Platte (15) so abgedeckt ist, daß ein Schlitz (13) zwischen Platte und Feuerraumwand
für die Führung des breitflächigen Erstluftstromes gebildet ist. ■
5- Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Platte (15) verschließbare öffnungen (14) vorgesehen sind.
6.. Ofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Erstluft, allenfalls
auch die Zweitluft, durch ein Gebläse zugeführt wird.
7. Ofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen von einem Mantel (29)
umschlossen ist und die in dem Raum zwischen Ofenmantel und Feuerraumwand eingeblasene
Luft vorgewärmt der Erst- und/oder Zweitluftzufuhr zugeleitet wird.
8. Ofen nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuerraum- und die Verbrennungskammerwände
durch Wasserkästen (33) gebildet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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