DE27909C - Feuerung mit glockenförmigem Vorrost - Google Patents

Feuerung mit glockenförmigem Vorrost

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DE27909C
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Germany
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bell
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firing
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DENDAT27909D
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Original Assignee
G. ALEXIS-GODILLOT in Paris
Publication of DE27909C publication Critical patent/DE27909C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H7/00Inclined or stepped grates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom ig. December 1883 ab.
Es ist schon oft vorgeschlagen worden, Feuerungen mit geneigten Rosten anzulegen, auf denen das Brennmaterial je nach dem Mafse, in welchem es verbrennt, von selbst herabgleiten oder vom Heizer mittelst der Schaufel herabgestofsen werden kann.
Solche Feuerungen sind vielfach ausgeführt worden; bei ihnen aber nimmt der Rost die ganze Breite des Feuerraumes ein und bewirkt immer ein gleichmäfsiges Gleiten des Brennmaterials.
Das Wesentliche der vorliegenden Feuerung besteht nun darin, dafs das am höchsten Punkt des geneigten Rostes bezw. der Oberfläche, auf welcher das Brennmaterial verbrennen soll, aufgegebene Brennmaterial bei seinem Herabgleiten sich über eine allmälig gröfser werdende Fläche ausbreiten mufs. Hierdurch erreicht man, dafs sogar ein feinkörniges und feuchtes Brennmaterial gut verbrennt und dafs dem Brennmaterial viel Luft zugeführt wird.
Es gestattet eine solche Feuerung ferner bei continuirlichem Betrieb die Erzeugung einer absolut constanten und gleichmäfsigen Hitze, da man den Zug ein für alle Mal reguliren kann.
Bei periodisch beschickten Feuerungen ist dies natürlich nicht möglich,, da man den Zug je nach dem Stadium der Verbrennung reguliren mufs. Die Zuführung des Brennmaterials geschieht bei diesem System stets am oberen Theil des Feuerraumes, gleichviel ob von vorn oder von der Seite.
Bei letzterer Anordnung läfst sich übrigens leicht eine automatische Beschickung der Feuerung einrichten.'
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist dieses Feuerungssystem in verschiedenen Modificationen zur Ausführung gebracht.
Die Feuerung besteht aus einer Kammer A, die durch den horizontalen Rost B in zwei Theile getheilt wird, dem oberen Feuerraum und dem unteren Aschenraum C. Die Verbrennungsgase entweichen durch den Fuchs D. Eine Thür E vorn an der Feuerung verschliefst bezw. öffnet zugleich Aschenraum und Feuerraum.
Das Einschütten des Brennmaterials geschieht durch die obere Oeffnung F. Die seitlichen Kanäle G G, welche in Höhe des Rostes B in beliebiger Anzahl angeordnet sind, dienen zum Reinigen des Rostes. Die geneigte Fläche, über welche das Brennmaterial gleichmäfsig vertheilt wird, bildet einen besonderen Körper H, welcher die Gestalt eines umgekehrten Eimers oder einer Glocke besitzt, welche sich an die Vorderwand der Feuerung anlegt.
Dieses sind die allgemeinen Grundzüge des vorliegenden Systems. Die einzelnen Ausführungen variiren nur in den Details.
Die Glocke H, welche voll oder durchbrochen, aber besser durchbrochen ist, hat stets eine nach oben hin sich verjüngende Gestalt, welche das Herabgleiten des Brennmaterials erleichtert. Die Durchbrechungen in dieser Glocke sind so angeordnet, dafs die Glocke selbst einen Rost von sehr gröfser Oberfläche bildet, welcher den Zutritt der Luft zu dem auf der Glocke liegenden Brennmaterial gestattet. Letzteres verbrennt, indem es auf der Glocke allmälig herabgleitet, und ist, wenn es unten auf dem horizontalen Rost B angekom-
men ist, gänzlich oder doch zum gröfsten Theil verbrannt; auf dem Rost B sammelt sich nur die Asche. Der Rost B ist übrigens unterhalb der Glocke H ausgeschnitten, um das Durchfallen der Asche von der Glocke direct in den Aschenraum C zu gestatten. Zwischen der Glocke H und dem Rost B ist ein Zwischenraum gelassen, um dem Heizer das Reinigen des Rostes C von Asche und Schlacken zu erleichtern.
Die Glocke H kann aus verschiedenem Material bestehen, aus Gufseisen oder feuerfestem Material etc. Sie kann die Gestalt eines mehr oder weniger gewölbten Dornes besitzen, Fig. ι und 2, Ii und 12 und 13 und 14, oder einer Pyramide, Fig. 3 und 4, oder einer Pyramide, combinirt mit einem Prisma, Fig. 5 und 6, oder eines Kegels, Fig. 7 und 8, oder eines Kegels, combinirt mit einem Prisma, Fig. 9 und 10.
Welches auch die Gestalt' der Glocke sei, immer hat sie den Zweck, das Brennmaterial in brennendem Zustande über sie hinweggleiten zu lassen und durch ihre Durchbrechungen Luft zuzuführen. In gewissen Fällen indessen kann für gewisse Brennmaterialien, wie bereits erwähnt, die Glocke auch voll oder wenigstens theilweise voll sein. Das Brennmaterial erhitzt sich dann, während es über die Glocke gleitet, und gelangt erst auf dem horizontalen Rost B zur Verbrennung.
In den gewöhnlichen Fällen aber wird die Glocke durchbrochen sein, und die Vertheilung dieser Durchbrechungen richtet sich dann ganz nach der Natur des Brennmaterials, nach seiner Gröfse und Feuchtigkeit. Ist das Brennmaterial grofsstückig, so kann man die Durchbrechungen so anordnen wie in einem gewöhnlichen Rost, doch gehen die Oeffnungen bezw. die Roststäbe in der Richtung der gröfsten Neigung der Glocke, d. h. von oben nach unten, wie dies in den Fig. 3 bis 10 gezeigt ist.
Wenn aber die Brennmaterialien pulverförmig sind, so ist es vorzuziehen, anstatt die Roststäbe sehr dicht neben einander zu legen, dieselben in horizontaler Richtung anzuordnen. Man mufs ihnen dabei eine passende Gestalt geben, etwa horizontal, wie auf der linken Seite der Fig. 15, oder geneigt, wie in Fig. 16; sie können auch eine im Querschnitt dreieckige oder winklige Gestalt erhalten, wie auf der rechten Seite der Fig. 15 oder wie in Fig. 17 und 18. In allen diesen Fällen sind die Roststäbe so gestaltet, dafs sie ein Durchfallen selbst des dünnsten Brennmaterials nicht gestatten.
Anstatt die Glocke mit langen Schlitzen zu versehen, kann man sie auch nur durchlöchern, wie in Fig. 11 und 12, in welchem Falle dieselbe vortheilhaft aus feuerfesten Steinen aus Chamotte hergestellt wird.
Der Rost B hat bei dieser Feuerung, wie ersichtlich, nur eine untergeordnete Bedeutung, denn das Brennmaterial ist in den meisten Fällen, wenn es auf demselben angekommen ist, vollständig verbrannt. Es ka,nn deshalb in manchen Fällen der Rost B durch eine volle Sohle ersetzt werden. Das Aufgeben des Brennmaterials kann von verschiedenen Stellen aus geschehen, schräg von oben, Fig. 1, 3 und 9, seitlich von vorn, Flg. 5, 13 und 19, oder von oben, Fig. 7, 11 und 20. Eine automatische Zuführung des Brennmaterials ist in Fig. 19 dargestellt. Vor der Einfüllöffnung F befindet sich eine horizontale Transportschnecke K, welche von einer Transmission oder von Hand in Umdrehung versetzt wird und in regelmäfsiger Weise das Brennmaterial aus dem Schacht / in die Feuerung befördert.
Bei der Anordnung Fig. 20 wird die Feuerung von oben beschickt, das Brennmaterial fällt durch ein nach unten zu ein wenig erweitertes Rohr L herab. Wenn das Brennmaterial durch die Erwärmung zusammenbacken sollte, so kann bei dieser Anordnung das Rohr L durch Wasser, welches in den Behältern M circulirt, gekühlt werden.
Der Feuerraum kann eine beliebige Gestalt besitzen; er kann cylindrisch, wie in Fig. 1 bis 12, halbkugelig, wie in Fig. 13 und 14, oder auch glockenartig, Fig. 24, gestaltet sein.
Wenn die Verbrennungsgase der Feuerung für die Erhitzung von Generatoren verwendet werden sollen, so ist es zu empfehlen, den Generator direct über der Feuerung anzulegen.
In den meisten Fällen genügt eine einzige Glocke H für die Erhitzung mehrerer Generatoren. Wenn indessen die Erhitzung eine ziemlich hohe sein soll, so mufs man mehrere Glocken in derselben Feuerung anordnen oder die Abzugskanäle mehrerer Feuerungen mit je einer Glocke vereinigen.
Dafs sich dieses Feuerungssystem auch für flüssiges Brennmaterial, wie Petroleum, Naphta u. s. w., eignet, wurde im Anfange bereits erwähnt.
Es genügt dann, wie in Fig. 2 5 dargestellt, das Petroleum mittelst eines Rohres N oben auf die Glocke H fliefsen zu lassen, welche letztere dann im Querschnitt wie in Fig. 15, 16, 17 und 18 dargestellt aussieht oder wie in Fig. 25. In dieser letzteren Figur bilden die Roststäbe gewissermafsen kleine Bassins, in die das OeI von oben hineintropft und über den Rand wieder abtropft. Unten wird das OeI von einem vollen Bassin O aufgenommen, welches den horizontalen Rost vertritt.
Eine noch bessere Vertheilung des Oele's wird erreicht werden, wenn die Glocke noch mit Längsrinnen versehen wird.
Um die Verbrennungsgase gut zu mischen, kann man eine Feuerbrücke, Fig. 22, 23 und 24,
anordnen. Auch kann man an dieser Stelle Luft zufuhren, indem man in der Wand P Kanäle Q anbringt, in denen sich die Luft erwärmt und aus denen sie durch die Löcher ο ο austritt.
Diese Luft mischt sich dann im Kanal RST mit den Verbrennungsgasen. Um das Entfernen der Asche und Schlacke vom horizontalen Rost zu erleichtern, kann man zwischen diesem und der Hinterwand des Feuerraumes einen Zwischenraum U lassen, welcher event, mit Thüren versehen werden kann.
Fig. 2i zeigt die Anwendung dieses Feuerungssystemes für Lokomotiven.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Feuerungssystem für Brennmaterialien in Form von feuchten oder trockenen Stücken, oder von Pulver, oder von Flüssigkeit, gekennzeichnet durch die Glocke H innerhalb des Feuerraumes A, auf deren oberstem Gipfel das Brennmaterial aufgegeben wird und über welche dasselbe hinabgleitet, indem es hierbei trocknet, sich entzündet und verbrennt. Die Glocke erhält die Gestalt einer Pyramide oder eines Kegels und ist ganz oder zum Theil voll oder durchbrochen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT27909D Feuerung mit glockenförmigem Vorrost Active DE27909C (de)

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