DER0000385MA - Enzymhaltiges Mittel für die Wundbehandlung - Google Patents

Enzymhaltiges Mittel für die Wundbehandlung

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DER0000385MA
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Germany
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enzyme
enzymes
wound treatment
fiber material
containing agent
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Expired
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English (en)
Inventor
Joseph Dr. Darmstadt Krebs
Helmuth Dr. med. Frankfurt/Main Will
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roehm GmbH Darmstadt
Original Assignee
Roehm and Haas GmbH
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Description

Die Wirkung gewisser eiweißabbauender Enzyme auf Wunden ist eine überraschend günstige. Man hat deshalb nach Möglichkeiten gesucht, Mittel zur Wundbehandlung herzustellen, die die Enzyme in einer wirksamen und für den vorliegenden Anwendungszweck geeigneten Form enthalten. Wegen der unsicheren und oftmals beschränkten Lebensdauer der Enzyme in Gegenwart von Wasser hat man sie in Salben eingearbeitet. Es zeigt sich jedoch, dass die wirksamen Bestandteile durch das Fett der Salben eingehüllt waren, so dass sie nur beschränkt zur Wirkung kamen. Aus diesem Grunde sind auch enzymhaltige Puder hergestellt worden, mit denen aber eine genaue Dosierung der Enzyme Schwierigkeiten macht. Man hat auch schon wässrige Aufquellungen von Schleimstoffen verwendet, denen man Enzyme vor Gebrauch zusetzte, um auf diese Weise eine bessere Wirkung zu erzielen.
So wurde nun gefunden, dass man ein wesentlich leichter anwendbares, genau dosierbares, haltbares und in seiner Wirkung besonders günstiges Mittel zur Wundbehandlung mit Enzymen dadurch herstellen kann, dass man auf saugfähiges, für Verbände geeignetes Fasermaterial aller Art, z.B. Mull, Zellstoff oder Watte, eiweißlösende Enzyme aufbringt. Dies kann durch Tränken des Fasermaterials mit einer enzymhaltigen wässrigen Lösung und anschließendes Trocknen geschehen. Man kann auch Aufschlämmungen des Enzyms auf das Fasermaterial aufbringen und ein Abstäuben durch Mitverwendung von Fixierungsmitteln, z.B. Pektin, Pflanzenschleim, Polyvinylalkohol, Polyäthylenoxyd usw., verhindern. Es lässt sich auf diese Weise ein Material herstellen, dass eine genau eingestellte enzymatische Wirksamkeit besitzt und das die Enzyme in sehr gut haltbarer Form enthält. Es ist möglich und in vielen Fällen zweckmäßig, auf das Fasermaterial noch weitere Zusätze zu bringen, z.B. Antiseptika, Sulfonamide, wie Paraminobenzolsulfothiocarbamid, Farbstoffe, Pflanzenextrakte, schleimbildende Stoffe usw. In der Form eines enzymatischen Verbandstoffes lassen sich Enzympräparate leichter und vielseitiger anwenden, sei es z.B. als feuchte oder als saugende Kompressen, als Tamponstreifen, Tupfer usw. Während es sonst oft unmöglich oder sehr erschwert ist,
Enzympräparate in tiefere Wunden oder engere Körperteilchen in genau dosierbaren und damit kontrollierbaren Mengen einzuführen, stellt in dieser Form die Anwendung keine Schwierigkeiten dar.
Beispiele:
1) Ein Mullgewebe mit einem qm-Gewicht von etwa 25 g wird mit einer Pankreas-Trypsin-Lösung, die pro ccm 37-38 Willstätter Einheiten enthält, getränkt und an der Luft bei 35°C getrocknet. Das auf diese Weise mit dem Enzym beladene Gewebe enthält pro qdm 17-18 Willstätter Eineiten. Bei schwächeren Enzymlösungen wird das Mullgewebe wiederholt imprägniert. Es kann je nach der anzuwendenden Enzymmenge in einfacher oder mehrfacher Lage auf die zu behandelnden Wunden gebracht werden.
2) Ausführungen nach Beispiel 1. Anstelle von Pankreas-Trypsin wird Pepsin als proteolytisches Enzym verwendet. Ein Mullgewebe mit einem qm-Gewicht von etwa 25 g wird mit einem wässrigen Auszug von etwa 10 g Pepsin 1:350 je 50 ccm getränkt und wie in Beispiel 1 weiter behandelt.
3) Ausführung nach Beispiel 1. Der Pankreas-Trypsin-Lösung wird ein bakteriostatisch wirkendes, aber enzymverträgliches Präparat, z.B. Aminobenzolsulfothiocarbamid, zugesetzt. Zur besseren Fixierung auf dem Gewebe kann vorteilhaft Polyäthylenoxyd in einer Menge von etwa 1 g pro qm zugegeben werden.
4) Ein Mullgewebe von 1 qm wie in Beispiel 1 wird mit einer alkoholischen Lösung von Polyäthylenoxyd oder von einem Mischpolymerisat aus Methacrylsäuremethylester und Acrylsäure im Verhältnis 30:70, in der ca. 10 g Pankreas-Trypsin-Konzentrat, entsprechend etwa 1800-2000 Willstätter Einheiten, möglichst homogen suspendiert sind, getränkt oder auch besprüht und anschließend wie im Beispiel 1 getrocknet.

Claims (3)

1) Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Wundbehandlung mit Enzymen, dadurch gekennzeichnet, dass man eiweißlösende Enzyme auf saugfähiges, als Verbandstoff geeignetes Fasermaterial aufbringt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fasermaterial mit enzymhaltigen Lösungen imprägniert und anschließend getrocknet wird.
3) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass pulverförmige Enzyme mit Hilfe eines Bindemittels auf dem Fasermaterial fixiert werden.

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