DEP0048346DA - Schlepper mit angebauter Seilwinde - Google Patents

Schlepper mit angebauter Seilwinde

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DEP0048346DA
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DE
Germany
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tractor
winch
wheel
winch drum
driven
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Artur Pieroth
Original Assignee
Binger Seilzug, Bingen, Rhein.
Publication date

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Description

Es ist bekannt, Schlepper mit einer Seilwinde auszurüsten, die meist am hinteren Ende des Schleppers liegt und bei Stillstand des Fahrzeuges von der Zapfwelle aus in der Regel über ein besonderes Getriebe in Drehung versetzt wird. Die Zugrichtung solcher Winden liegt gewöhnlich in der Längsrichtung des Fahrzeuges. Sofern keine zusätzlichen Schaltgetriebe für den Windenantrieb vorgesehen sind, lässt sich die Drehzahl der Winde nur durch Änderung der Motordrehzahl verändern, die aber nachteilig ist, weil sie eine Veränderung der Antriebsleistung zur Folge hat und sich praktisch auch nicht auf bestimmt festliegende Drehzahlabstufungen einregeln lässt.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile und sieht eine Windenanordnung vor, die sich ohne Zwischengetriebe raumsparend einbauen und in ihrer Drehzahl mit dem Stufengetriebe für den Fahrantrieb des Schleppers regeln lässt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Windentrommel von der Radachse des Schleppers aus angetrieben wird. Dieser Antrieb kann mittelbar unter Verwendung von Zwischengetrieben jeglicher Art erfolgen. Vorzugsweise ist die Windentrommel jedoch unmittelbar auf die angetriebene Radachse des Schleppers bzw. auf einen an dieser Radachse gelagerten Teil, z.B. auf den Radkörper oder die Radnabe aufgesetzt, sodass die Windentrommel gleichachsig mit der Radachse liegt.
Bei einer derartigen Anordnung kann die Windentrommel z.B. unmittelbar am Radkörper angebracht sein, wenn man den Schlepper mit einer Stützvorrichtung ausrüstet, mit deren Hilfe sich die angetriebenen Fahrräder bei Stillstand des Fahrzeugs vom Erdboden abheben lassen, damit sich zum Gebrauch der Winde die Fahrräder auch während des Stillstandes des Schleppers drehen können. Eine solche Stützvorrichtung wird jedoch entbehrlich, wenn man nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung die angetriebenen Fahrräder mit einem Freilauf oder einer Kupplung ausstattet, so dass sich ihr Antrieb zeitweilig ausschalten lässt und nur die Windentrommel von der Radwelle einen Antrieb erhält. Ist die Windentrommel in starrer Verbindung fest auf die Radachse aufgesetzt, so kann die Freikupplung des zugeordneten Fahrrades entweder an der Radachse oder auch an der Windentrommel erfolgen.
Je nach Bauart des Schleppers und seiner Radkörper kann die Windentrommel auf der Innen- oder Aussenseite des zugeordneten Schlepperrades liegen. Zweckmässig ist die Winde an der Innenseite des zugeordneten Fahrrades, also zwischen dem Fahrrad und dem Motorgehäuse bzw. dem Schlepperaufbau untergebracht und dann zur Erzielung eines gedrängten Aufbaues vorzugsweise einseitig freitragend an einer dem Fahrrad zugekehrten Trommelstirnwand angebracht, so dass die Windentrommel den seitlich vorstehenden Achslagerteil des Schlepperaufbaues übergreift.
Zweckmässig ist der Schlepper nach der Erfindung mit zwei Windentrommeln in solcher Weise ausgerüstet, dass jedem der angetrieben Fahrräder des Schleppers eine Windentrommel zugeordnet ist. Bei dieser beidseitigen Windenanordnung können die Seile beider Winden vor oder hinter dem Schlepper zusammengeführt werden, so dass sie auf eine gemeinsame Last arbeiten. Ausser einer entsprechenden Erhöhung der Windenzugkraft ergibt sich hieraus eine zentrische Kraftaufnahme bezüglich der Übertragung des Windenzuges auf den Rahmen oder Aufbau des Schleppers. Drehzahlunterschiede der beiden Seiltrommeln werden durch das Schlepperdifferential ohne weiteres ausgeglichen. Die beiden Winden können nach Bedarf jedoch auch einzeln betrieben werden.
Um ein sicheres Auf- und Abwickeln des Windenseils zu gewährleisten und Berührungen des Seils mit dem Schlepperaufbau, den Bereifungen o.dgl. zu vermeiden, ist der Schlepper an geeigneter Stelle mit einer in Abstand von der Windentrommel liegenden Seilführung ausgestattet, die in ihrer Lage vorzugsweise auf die Mitte der Windentrommel ausgerichtet ist. Um den Seilzug auch in Querrichtung des Schleppers, sowie nach oben oder nach unten ausüben zu können, kann der Windentrommel eine Umlenkrolle zugeordnet sein, deren Halter tunlichst um eine in der Verlängerung des ablaufenden Seiles liegende Achse schwenkbar ist, weil er dann besonders leicht auf Änderungen des Seilwinkels während des Anziehens einer Last einspielt.
Die Zeichnung zeigt ein Beispiel für die Ausführung des Schleppers nach der Erfindung und stellt einen Grundriss des Schleppers dar in schematischen Linien, die Seiltrommeln und hinteren Fahrräder im waagerechten Schnitt gezeichnet.
Der Schlepper 1 ist mit lenkbaren Vorderrädern und hinteren Fahrrädern 3 ausgestattet, die ihren Antrieb unter Zwischenschaltung eines nicht dargestellten Stufengetriebes über ein Differential 4 und die Radwellen 5 erhalten. Zwischen den mit 6 bezeichneten Radkörpern der Hinterräder und dem Schlepperaufbau ist an jeder Seite des Schleppers eine Windentrommel 7 angeordnet. Die Windentrommeln sind einseitig freitragend je an einer Stirnscheibe 8 befestigt, die starr mit der zugeordneten Radwelle 5 verbunden ist. Die Stirnscheiben 8 liegen an den Aussenseiten der Winden, sind also den Radkörpern 6 zugekehrt, so dass die Windentrommeln die nach aussen vorstehenden Radachsenlager 9 des Schleppers übergreifen. Hierdurch ist eine raumsparende Unterbringung der Windentrommeln gesichert. Die Radkörper 6 sind mit Achslagern 10 lose drehbar an den Radwellen 5 gelagert und je mit einem Kupplungsbolzen 11 versehen, durch den sie sich nach Bedarf mit den Stirnscheiben 8 der Windentrommeln kuppeln lassen. Der obere Radkörper ist mit gelöster, der untere mit eingerückter Kupplung dargestellt.
Das dem entkuppelten Fahrrad zugeordnete Windenseil 12 ist durch eine Seilführung aus sich kreuzenden Führungsrollen 13 geleitet und soll hier seinen Zug in Längsrichtung des Schleppers ausüben. Diese Seilführung kann auf dem
Achsträger der Vorderradachse oder auf einem geeigneten Halter sitzen und ist so angebracht, dass sie etwa auf die Mitte der zugeordneten Windentrommel 7 ausgerichtet ist. Das Windenseil 14 der gekuppelten Windentrommel läuft über eine Umlenkrolle 15, die mittels eines Halters 16 an einem Drehzapfen 17 gelagert ist. Der Drehzapfen 17 ist mittels Stützen 18 so am Schlepper angebracht, dass er in der Verlängerung des von der Trommelmitte zur Umlenkrolle 15 ablaufenden Seilabschnittes liegt. Mit Hilfe einer solchen Umlenkrolle kann das Seil sowohl in senkrechter, als auch in waagerechter Richtung in jedem praktisch vorkommenden Winkel zur Schlepper-Längsachse auf die Umlenkrolle auflaufen, ohne dass es zwischen der Umlenkrolle 15 und der Windentrommel 7 aus der Mittellinie 19 heraustritt.
Für den Fahrantrieb des Schleppers werden die beiden Kupplungsbolzen 11 eingerückt, so dass die Fahrräder 3 von den Radwellen 5 über die Stirnscheiben 8 der Windentrommeln angetrieben werden. Sie laufen dann also zusammen mit den Windentrommeln um, deren Seile dann natürlich aus den Seilführungen 13 bzw. 15 herausgezogen und auf die Trommeln vollständig aufgewickelt oder auch davon ganz abgenommen sind.
Will man mit den Winden arbeiten, so werden bei Stillstand des Schleppers beide Radkörper durch Herausziehen der Kupplungsbolzen 11 entkuppelt. Der Schlepper treibt dann über die Radwellen 5 lediglich die Windentrommeln 7 an, deren Drehzahl sich mit dem Fahr-Schaltgetriebe des Schleppers nach Bedarf abstufen lässt. Hierbei laufen die Radwellen 5 lose in den Achslagern 10 der Radkörper. Die Achslager 10 nehmen den Stützdruck und die Windenzugkräfte auf und sind zur Verminderung der Lagerbeanspruchungen vergleichsweise lang bemessen. Nach Bedarf kann man mit einer Winde oder mit beiden gleichzeitig arbeiten. Wird nur eine Winde benutzt, so bleibt das Seil der anderen Winde auf die Trommel vollständig aufgewickelt. Zweckmässig werden Seilführungen 13 und Umlenkrollen 15 auf beiden Seiten des Schleppers angeordnet, damit bei Bedarf, d.h. bei besonders schweren Lasten, die Seile 12 und 14 zusammengeführt und an einer gemeinsamen Last befestigt werden können.
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten in der Ausführung beschränkt. Die Freilaufkupplung der Radkörper 6 kann z.B. an dne Achslagern 10 stattfinden. Die Radkörper können auch in Umfangsrichtung geteilt sein und aus einer an der Radwelle fest angebrachten Nabe und einem lösbar damit gekuppelten Felgenkranz bestehen. Die Windentrommel kann dann an der Radnabe angebracht sein. Sie kann auch auf einer Nabenhülse des Radkörpers oder auf einer die Radwelle umgebenden Hohlwelle sitzen und eine Kupplung aufweisen, mit der sie sich bei Nichtgebrauch der Winde von der Radwelle entkuppeln lässt. Weist der Schlepper nur eine Windentrommel auf, so braucht bei Schleppern mit Einzelradantrieb nur derjenige Achsstummel mit einem Achslager 10 und zugeordneter Kupplung versehen zu werden, der die Windentrommel trägt.

Claims (9)

1.) Schlepper mit angebauter Seilwinde, dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel von einer Fahrradtreibwelle des Schleppers aus angetrieben wird.
2.) Schlepper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel gleichachsig mit dem Radkörper auf einer angetriebenen Radachse des Schleppers angeordnet ist.
3.) Schlepper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel (7) zwischen einem angetrieben Fahrrad des Schleppers und dem Schlepperaufbau einseitig freitragend an einer dem Radkörper des Fahrrades zugekehrten Trommelstirnwand (8) angebracht ist und den seitlich vorstehenden Achslagerteil (9) des Schlepperaufbaues übergreift.
4.) Schlepper nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass der die Bereifung tragende Radkörper (6) des Schlepperfahrrades gegenüber seiner den Windenantrieb vermittelnden Radwelle eine Freilaufkupplung aufweist.
5.) Schlepper nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel (7) fest auf der Treibwelle des angetriebenen Schlepperrades angeordnet ist und der Radkörper des zugeordneten Schlepperrades eine mit der Windentrommel zum Eingriff kommende Kupplung (11) aufweist.
6.) Schlepper nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Windentrommel an der Radwelle (5) lose drehbar gelagert und mit einer ihren Antrieb vermittelnden Kupplung ausgestattet ist.
7.) Schlepper nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlepper eine Zwillings-Anordnung aufweist, bei der jedem der angetriebenen Fahrräder des Schleppers eine Windentrommel angeordnet ist.
8.) Schlepper nach Anspruch 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der von der Radwelle aus angetriebenen Windentrommel eine in Abstand davon liegende, vorzugsweise auf die Trommelmitte ausgerichtete Seilführung (13, 15) zugeordnet ist.
9.) Schlepper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilführung eine Umlenkrolle (15) aufweist, deren Halter um eine in der Verlängerung des ablaufenden Seils liegende Achse (17) schwenkbar ist.

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