DEP0041327DA - Reinigung und Veredlung von Eiweißabbauprodukten von Kondensationsprodukten aus höheren Fettsäuren und Eiweißabbauprodukten, sowie von Wollfett - Google Patents

Reinigung und Veredlung von Eiweißabbauprodukten von Kondensationsprodukten aus höheren Fettsäuren und Eiweißabbauprodukten, sowie von Wollfett

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DEP0041327DA
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Inventor
Helmut Dr.-Ing. Konstanz v. Zeppelin (Bodensee)
Original Assignee
Zeppelin-Chemie Konstanz, Dr. Helmut v. Zeppelin, Konstanz
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Description

Die Reinigung von von Kondensationsprodukten aus höheren Fettsäuren und Eiweissabbauprodukten sowie von Wollfett hinsichtlich Geruch und Farbe usw. bereitet oftmals Schwierigkeiten. Die Bleiche mit Wasserstoffsuperoxyd erfordert oft sehr lange Behandlungszeiten und der Reinigungseffekt lässt zu wünschen übrig.
Gemäss vorliegender Erfindung werden Eiweissabbauprodukte und Fetteiweisskondensationsprodukte - nachfolgend FEK-Produkte genannt - sowie Wollfett sehr wirksam dadurch gereinigt, dass sie mit Chloriten (beispielsweise NaClO(sub)2) oder chloriger Säure, zweckmässig in wässrigem Medium oder mit Chlordioxyd behandelt werden. Die Reinigung kann bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur und sowohl in saurem wie neutralem oder alkalischem Medium vorgenommen werden. Zur Beschleunigung der Reinigung sowie der Zersetzung überschüssigen Bleichmittels kann Formaldehyd zugesetzt werden. Es empfiehlt sich häufig bei verfahrensmässiger Anwendung der vorliegenden Erfindung, die Reinigungsbehandlung bei bestimmtem p(sub)H-Bereich zu betreiben. Die zweckmässigste Höhe des p(sub)H-Wertes hängt von der Rohstoffart der FEK-Produkte, die bekanntlich je nach ihrer Herstellungsart recht verschiedene Eigenschaften aufweisen können, sowie von der Art des gewünschten Reinigungseffektes ab. Beispielsweise zeigte es sich, dass aus Ölsäurechloriden und abgebauter Leimlösung hergestellte FEK-Produkte, die mit widerlichem Geruch behaftet waren, durch erfindungsgemässe Reinigungsbehandlung bei gewöhnlicher Temperatur und einfaches Stehenlassen während 2-5 Tagen bei p(sub)H-Werten zwischen 7 und 9 von der widerlichen Geruchskomponente ohne weiteres befreit werden konnten. Die dabei angewandten Mengenverhältnisse der eingesetzten Stoffe waren dieselben, wie sie im nachstehenden Beispiel beschrieben sind. Andererseits ergaben beispielsweise FEK-Produkte, die Knochenfettsäuren entstammen und Dunkelfärbung aufweisen, bei einer Reinigungsbehandlung im p(Sub)H-Bereich von 3-5 unter den im nachstehenden Beispiel angegebenen Bedingungen und Mengenverhältnissen eine befriedigende Reinigung sowohl bezüglich des Geruchs als auch der Farbe (wesentliche Hellerfärbung) des FEK-Produkts.
Die Reinigung gemäss Erfindung von FEK-Produkten kann vorteilhaft mit der Säureumfällung dieser Produkte verbunden werden.
Es ist zwar bekannt, dass man Textilien auf Basis der Zellulose und deren Derivaten wie z.B. Baumwolle mit Na-Chlorit oder chloriger Säure bleichen kann. Dagegen bewährt sich die Bleiche für Textilien auf Basis von Eiweiss und dessen Derivaten weniger oder gar nicht. Es war daher von vornherein nicht zu erwarten sondern eher überraschend, dass die Bleiche von Eiweissabbauprodukten und deren Kondensationsprodukten mit Fettsäuren gute Resultate ergeben würden.
Beispiel:
100 Gewichtsteile FEK-Produkte werden mit 4 Teilen ca. 33%iger Na-Chloritlösung und 0,5 Teilen Formaldehyd versetzt. Etwa überschüssiges Natriumchlorit wurde unter schwachem Ansäuern zersetzt und das Produkt wieder durch Alkalizusatz neutral gestellt. Bei einer Temperatur von etwa 50° wurde bereits nach ca. 1 Stunde ein nach Farbe, Geruch und sonstigen Eigenschaften befriedigendes Produkt erzielt.
Statt mit FEK-Produkt kann in analoger Weise mit Wollfett verfahren werden.

Claims (2)

1) Reinigung und Veredlung von Eiweissabbauprodukten, von Kondensationsprodukten aus höheren Fettsäuren und Eiweissabbauprodukten, sowie von Wollfett, dadurch gekennzeichnet, dass die FEK-Produkte, bzw. Eiweissabbauprodukte, oder Wollfett mit Chloriten oder chloriger Säure behandelt werden.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung je nach den Verhältnissen, Rohstoffen und der Art des gewünschten Reinigungseffektes unter Einstellung eines bestimmten p(sub)H-Wertes vorgenommen wird.

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