DEP0038035DA - Gelochte Kunstseidespinnspule - Google Patents

Gelochte Kunstseidespinnspule

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DEP0038035DA
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Germany
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holes
coil
hole
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bobbin
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Inventor
Friedrich Rückemann
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Description

Kunstfäden, insbesondere Kunstseidefäden, werden in großen Zügen so hergestellt, daß gelöste Zellulose, die sich in viskoser, fadenziehender Beschaffenheit befindet, durch eine große Zahl von Düsen in ein Fällbad gepreßt wird. Dabei verfestigt sich das Material in dem Bad, und die hergestellten Fäden werden mechanisch oder strömungstechnisch so geführt, daß sie auf einem im Fällbad umlaufenden Hohlzylinder, die Spinnspule, aufgewickelt werden, wobei diese Spulen sich leicht einspannen und herausnehmen lassen. Die Spulen sind auf dem ganzen Umfang siebartig gelocht, bestehen aus Leichtmetall und sind mit einem säure- und laugefesten Überzug aus Kunstharz o.dgl. versehen.
Die Spulen werden nach dem Bewickeln mit den aufgewickelten Fäden zur Neutralisierung von Säuren bzw. zur Reinigung der Fäden usw. durch verschiedene Behandlungsbäder geführt und dabei so eingespannt, daß die Behandlungsflüssigkeiten vom Innern der Spule her durch die Wickel gepreßt werden. Da die Wickel in der Mitte eine Dicke von etwa 2 - 3 cm und mehr aufweisen und die Fäden sehr dicht liegen, ist erklärlich, daß äußerst hohe Drücke angewendet werden müssen, um die Flüssigkeiten durch die Spule und die Wickel zu pressen. Man hat schon versucht, diese spezifischen Flächendrücke an den Spulenlöchern herabzusetzen, indem man die Lochzahl der Spule erhöhte. Dies führte andererseits zu einer übermäßigen Schwächung der Spule; vor allen Dingen zeigte sich bei allen gelochten Spulen beim Abnehmen der Wickel, daß sich das gesamte Bild der Spulenlöcher auf der Innenfläche der Wickel abgebildet hatte, d.h. es bildeten sich an den Rändern der Spulenlöcher Verfärbungen und Fadenteile bzw. wurde die ganze Fläche der Lochungen verfärbt oder verschmutzt, was darauf zurückzuführen ist, daß die Behandlungsflüssigkeiten nie ganz sauber sind und daher diese mit hoher Geschwindigkeit durch die Löcher gepreßten Flüssigkeiten unmittelbar vor den Löchern den Schmutz an die hier liegenden Fadenteile abgeben. Aus den vorstehenden Gründen mußten die Fadenlagen, die sich unmittelbar auf der Spule befanden, von dem Wickel gelöst und nochmals gereinigt werden.
Um nun einerseits die Lochzahl der Spulen auf ein Minimum herabzusetzen und zum andern schon mit geringen spezifischen Flächendrücken beim Nachbehandeln der Wickel von innen nach außen auszukommen, ohne daß die bisherige starke Verschmutzung der Fäden vor den Lochungen der Spule eintritt bzw. nur in ganz geringem Maße auftritt, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, daß sich auf der Außenseite der Spule an die Lochränder Einpressungen, Kerben o.dgl. anschließen, die vorteilhaft von der Lochmitte aus sternförmig auslaufen. Infolge dieser Einpressungen bzw. Kerben, welche sich an die Lochränder anschließen, wird die durch die Löcher von innen nach außen unter hohem Druck durchtretende Flüssigkeit nicht nur in Richtung des Loches durch die Wickel gedrückt, sondern unmittelbar am äußeren Lochrande nach außen über die Einpressungen und Kerben verteilt, so daß auf die Innenfläche des Wickels nur ein geringer spezifischer Flächendruck wirkt. Je nach der Größe der Fläche der Einpressungen bzw. Kerben kann die Zahl der Spulenlöcher herabgesetzt werden. D.h., ist beispielsweise die Zahl der Spulenlöcher einer bekannten Spule = X und ist die Fläche der Einpressungen um die Lochränder auf der Außenseite der Spule nach der Erfindung gleich der Fläche der Löcher, so kann erfindungsgemäß theoretisch mit halber Lochzahl gearbeitet werden. Praktisch wirkt sich die Erfindung so aus, daß die Einpressungen, die sich auf der Außenseite der Spule an die Lochränder anschließen, in ihrer Flächenausdehnung ein Mehrfaches der Fläche der Spulenlöcher betragen, so daß die von innen nach außen durchgepreßte Flüssigkeit sich auf großer Fläche verteilt, wodurch sich ergibt, daß die Eintrittsgeschwindigkeit der Behandlungsflüssigkeit in die Wickel verhältnismäßig gering ist. Hieraus ergibt sich andererseits, daß sich Schmutzteilchen, die sich in der Flüssigkeit befinden, vor den Spulenlöchern wenig oder nur in ganz geringem Maße absetzen. Auf keinen Fall wird die starke Abbildung des Lochmusters auftreten wie bei den bekannten Spulen.
Ein Ausführungsbeispiel ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer bewickelten Spule,
Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt durch die bewickelte Spule nach Fig. 1,
Fig. 3, 4 und 5 die Aufsicht auf Teilausschnitte des Spulenkörpers mit verschiedenen Einpressungen an den Lochungen.
Die Spule 1, die in üblicher Weise mit einer wulstförmigen Endverstärkung versehen ist, besteht, wie bisher, aus
ASluminium oder einer Aluminiumlegierung. Die Spule 1 wird mit den beiden Wulsten 2 in einem Fällbad in bekannter Weise eingespannt und durch einen äußeren Antrieb in Umdrehung versetzt. Die aus Düsen austretenden, im Bad ausgefällten Zellulosefäden werden auf der Spule 1 aufgewickelt, wie Fig. 1 zeigt.
Erfindungsgemäß besitzt der Spulenkörper 1 auf dem gesamten Umfang eine Anzahl Löcher 3, die gegenüber der Lochzahl der bekannten Spulen bis zu 70% herabgesetzt werden kann. Dies ist dadurch möglich, daß sich auf der Außenseite der Spule Einpressungen 4 befinden, die sich an die Löcher 3 anschließen und vorteilhaft sternförmig auslaufen, wie beispielsweise aus den Fig. 2, 3 und 4 ersichtlich ist. Es ist selbstverständlich möglich, die Zahl der Strahlenspitzen der Einpressungen 4 beliebig zu erhöhen und auch diese Strahlenspitzen gerade oder gekrümmt verlaufen zu lassen. Es ist sogar möglich, die Einpressungen der aneinander angrenzenden Sieblöcher 3 ineinander zu verschlingen. Nach Fig. 5 schließt sich an das Bohrungsloch 3 eine kreisringförmige Einpressung 5 an, die wieder in Strahlenarme 6 ausläuft. Vorteilhaft sind die Lochreihen mit den Einpressungen auf der Außenseite der Spule so angeordnet, daß je zwei aneinander angrenzende Lochreihen zueinander versetzte Löcher besitzen, wie die Fig. 3 bis 5 zeigen. Die Versetzung beträgt vorteilhaft einen halben Lochabstand. Es ist verständlich, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, daß beim Durchpressen von Nachbehandlungsflüssigkeit von innen nach außen durch die Löcher 3 der Spule und den Wickel 7 die Flüssigkeit von dem Rand des Loches 3 sich sternförmig über die Einpressungen 4 bzw. 5, 6 verteilt, so daß die Eintrittsfläche der Lauge in den Wickel 7 sehr viel größer ist, als wenn die Nachbehandlungsflüssigkeit direkt durch die Löcher 3 in den Wickel eintreten würde.

Claims (3)

1. Gelochte Kunstseidespinnspule, dadurch gekennzeichnet, daß sich auf der Außenseite der Hohlzylinderspule an die Lochränder Einpressungen (4 bzw. 5, 6), Kerben o.dgl. anschließen, die vorteilhaft von der Lochmitte aus sternförmig auslaufen.
2. Spule nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche der Einpressungen (4 bzw. 5, 6) größer ist als die Lochfläche.
3. Spule nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrungen (3) je zweier aneinander angrenzender Lochreihen zueinander versetzt sind, vorteilhaft um den halben Lochabstand.

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