DE188910C - - Google Patents

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DE188910C
DE188910C DE1905188910D DE188910DA DE188910C DE 188910 C DE188910 C DE 188910C DE 1905188910 D DE1905188910 D DE 1905188910D DE 188910D A DE188910D A DE 188910DA DE 188910 C DE188910 C DE 188910C
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DE
Germany
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threads
thread
bobbins
winding
aftertreatment
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Expired - Lifetime
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DE1905188910D
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English (en)
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Publication of DE188910C publication Critical patent/DE188910C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0409Supporting filaments or the like during their treatment on bobbins

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

S Λ
im»
KAISERLICHE '
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
188910 KLASSE 29«. GRUPPE
Künstliche Fäden werden bekanntlich aus Zellulose oder dergl. in der Weise hergestellt, daß diese unmittelbar oder nach Umwandlung in Zellulosederivate in geeigneten Lösungsmitteln aufgelöst wird und die Lösungen durch Öffnungen von entsprechendem Querschnitt in ein geeignetes Fällbad geführt werden, wobei die erhaltenen Gebilde zu Fäden erstarren.
ίο Die Nachbehandlung, welche diese Fäden erhalten, soll nun nach vorliegender Erfindung derart ausgeführt werden, daß die Fäden beim Waschen, Färben usw. möglichst unempfindlich gegen Wasser, selbst gegen kochendes Wasser werden, eine größere Festigkeit und Weichheit und den Glanz der Naturseide erhalten.
Zu diesem Zwecke werden gewellte Spulen benutzt, auf welche die erzeugten Fäden aufgespult werden. Hierbei wird der Faden über Kreuz geführt, so daß nur an den Kreuzungsstellen Faden auf Faden liegt und Hohlräume entstehen, durch die die Flüssigkeit in innige Berührung mit dem Faden treten kann.
Durch diese Kreuzwicklung entstehen bei den Spulen Quadrate, die sich bei dem weite-
■■.■':. ren Aufspulen immer mehr vertiefen. Die Versuche zeigten, daß diese Vertiefungen nur dann eine genügende Einwirkung der für die Nachbehandlung anzuwendenden Flüssigkeiten gestatten, ohne dabei eine schädliche, zu lange Berührung der Flüssigkeit mit den Fäden eintreten zu lassen, wenn gewellte Spulen für diese Kreuzwicklung angewendet werden. Bei Parallelwicklung und Benutzung von glatten Spulen werden die Fäden nur teilweise von den Nachbehandlungsflüssigkeiten beeinflußt, weil letztere unterhalb des Fadens nicht zirkulieren können. Damit sie wenigstens einigermaßen auf die Gesamtmasse des Fadens einwirken können, muß die Nachbehandlung erhebliche Zeit dauern.
Wendet man Kreuzwicklung bei glatten Spulen an, so können die Nachbehandlungsflüssigkeiten ebenfalls nicht genügend zirkulieren. Sie bleiben in den quadratischen Vertiefungen stehen und üben so eine unerwünschte Wirkung auf die künstlichen Fäden aus.
Man kann deshalb bei Kreuzwicklung auf glatten Spulen nach der Nachbehandlung den Faden nicht mehr richtig abspulen, sondern erhält ein zusammengeklebtes, gewebeartiges Gebilde.
Die Nachbehandlung solcher Fäden, die aus beispielsweise 12 bis 80 Einzelfäden bestehen, kann im Strang nicht stattfinden, weil die Fäden sich völlig verwirren und von dem Strang nicht mehr auf Spulen gebracht werden können. Die Anwendung der Kreuzwicklung auf gewellten Spulen hilft allen solchen Übelständen ab, indem die quadratischen Vertiefungen die Nachbehandlungsflüssigkeiten nicht dauernd aufnehmen, son- dem ihnen einen leichten, glatten Durchgang
gestatten, weil sie nach unten hin in die Oberflächenkanäle der Spulen münden, die nach beiden Seiten hin offen sind und offen bleiben. Da die Fäden, indem sie sich von Wellenrücken zu Wellenrücken ziehen, die Wellenböden überspringen, wird auch jede übermäßige Spannung verhindert.
Auf der Zeichnung ist in einem Beispiel· die Art der Aufspulung des Fadens bei einer ίο gewellten Spule gezeigt, die aus den Wellenrücken α und aus den Wellenböden b besteht. Der künstliche Faden erhält von c aus eine Kreuzführung d, e. Durch die bei dieser Wicklung gebildeten Hohlräume / treten die zum Waschen, Bleichen usw. dienenden Flüssigkeiten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von künstliehen Fäden, dadurch gekennzeichnet, daß diese unmittelbar nach ihrer Formung auf längsgewellte Spulen mittels Kreuzwicklung aufgespult werden, worauf der so aufgewickelte Fäden den üblichen oder gewünschten weiteren Behandlungen, wie Behandlung in Bädern, Trocknen usw. unterworfen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905188910D 1905-11-14 1905-11-14 Expired - Lifetime DE188910C (de)

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AT32553D AT32553B (de) 1905-11-14 1907-02-18 Verfahren zur Herstellung von künstlichen Fäden.

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