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Klemmverschluß für Aufsteckspindeln Die Erfindung betrifft einen Klemmverschluß
für Aufsteckspindeln, wie solche zum Tragen der Fadenwickel bei ihrer Naßbehandlung
dienen.
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Von den zu diesem Zwecke gebräuchlichen Aufsteckspindeln sind beispielsweise
je etwa 16o Stück mit ihrem einen Ende in Färbeigel oder ähnliche Materialträger
eingeschraubt oder auch eingesteckt.
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'Auf diese Spindeln werden die Fadenwickel, die auf Hülsen aufgewickelt
sind, aufgesteckt und durch auf die freien Enden der Spindeln aufgeschobene oder
aufgeschraubte Verschlußköpfe gehalten: Die Verschlußköpfe legen sich dabei an die
Hülsen der Fadenwickel mit Schrägflächen oder Einbuchtungen an, um das Austreten
der zur Behandlung dienenden Flüssigkeiten oder Gase an den äußeren Enden zu verhindern.
Die Verschlußköpfe sind vielfach mit Klemmfedern ausgerüstet, um ihren festen Sitz
auf den freien Enden der Spindeln zu sichern.
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Infolge des bestehenden Raummangels (in den meisten Fällen stehen
nur 8 bis 9 mm zur Verfügung) können diese Klemmfedern nur sehr schwach ausgeführt
werden. Außerdem müssen sie bei aus durchbrochenen Rohren bestehenden Aufsteckspindeln
selbst perforiert werden, decken aber trotzdem leicht deren Durchbrechungen ab.
Dadurch wird ein einwandfreies Durchfärben oder Durchbleichen der Fadenwickel gerade
an den Stellen der Klemmfedern behindert. Ferner werden die Klemmfedern infolge
der chemischen Einflüsse der Behandlungsmittel rasch zerfressen und daher schon
nach kurzem Gebrauche schlapp, so daß die Verschlußköpfe nicht mehr festsitzen und
ein Durchfärben oder Durchbleichen des Garnwickels infolge seitlichen Ausweichens
des Behandlungsmittels ganz unmöglich wird.
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Diese Mängel sind bei dem nachstehend beschriebenen Verschluß für
Aufsteckspindeln zum Naßbehandeln der Fadenwickel behoben. Neben einfacher und billiger
Herstellung solcher Spindeln und ihrer Verschlüsse wird nicht nur eine leichte und
rasche Handhabung beim Aufstecken und Abnehmen erzielt, sondern auch ein sicherer
Sitz gewährleistet. Ferner ist bei Verwendung der neuen Verschlußeinrichtung auch
ein an allen Stellen gleichmäßiges Durchfärben oder Durchbleichen der Fadenwickel
sichergestellt, weil die Innenräume der Spindeln und Hülsen ausfüllende Teile vermieden
sind.
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Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß an Stelle an den
Verschlußköpfen angebrachter Federn die Spindeln selbst an ihren freien Enden federnd
gestaltet sind, beispielsweise durch beliebig geführte Einschnitte, so daß die Verschlußköpfe
auf ihnen festen Halt gewinnen.
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An sich sind derartige Befestigungsweisen für Schnellverschlüsse natürlich
nicht mehr neu. Für Aufsteckspindeln hat man sie aber noch nicht vorgeschlagen,
anscheinend weil
man sich nichts davon versprach. Wo sie scheinbar
Anwendung irr der Textilindustrie fanden, beispielsweise für Spulenhalter umlaufender
Spulen in Kunstseidenspinnmaschinen, benutzt man daher auch keine durch ihre Federkraft
Wirkenden Zungen, sondern nur geschlitzte Kappen, die ihrerseits elastische Einsatzstücke
umgreifen und über die hinweg der äußere Tellerkopf dann geschoben wird. Eine derartige
Anoränung läßt sich bei Aufsteckspindeln schon deshalb nicht verwenden, weil der
Flottenstrom durch sie erheblich behindert werden würde. Auch würde die Einlage
unter der Einwirkung der Flotte alsbald ihre Elastizität verlieren, ganz abgesehen
davon, daß ihre Bedienung für vorliegende Verhältnisse allzu umständlich sein würde.
Es darf daher als überraschend bezeichnet werden, daß die denkbar einfache Ausgestaltung
der Spindelenden gemäß der Erfindung einen auch bei längerem Gebrauch durchaus zuverlässigen
Halt bietet. Außerdem können diese federnd gestalteten freien Enden der Aufsteckspindeln
auch auswechselbar angebracht sein.
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In- den Abb. i bis q. der Zeichnung ist beispielsweise eine aus einem
Profilstab bestehende Spindel je mit ihrem oberen Teil in drei Ausführungen veranschaulicht.
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Es zeigen Abb. i die Spindel mit dem Verschlußkopf und dem Fadenwickel
im Schnitt, Abb. 2 und 3 den Oberteil je einer Spindel in zwei weiteren Ausführungen
und Abb. q. einen Querschnitt. zu Abb. i mit Hülse ohne Fadenwickel.
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Der Klemmverschluß für Aufsteckspindeln zum Naßbehandeln von Fadenwickeln
auf Färbeigeln o. dgl. besteht bekanntlich aus dem eigentlichen, beispielsweise
als Profilstab dargestellten Halter a, auf welchem die durchbrochene Hülse b mit
ihrem Fadenwickel c aufgesteckt ist.
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Die Hülse b mit ihrem Fadenwickel c ist dabei durch einen vorn auf
-das freie Ende des Profilstabes a aufgesteckten Verschlußkopf
d
gehalten, der zu diesem Zwecke mit einem Konus e in die Hülse b einfaßt.
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Gemäß der Erfindung ist nun der Verschlußkopf dadurch auf der Spindel
a gehalten, daß diese selbst an ihrem freien Ende federnd gestaltet ist. Es könnte
auch ein solches federndes Teil für sich an der Spindel a angebracht, d. h. auswechselbar
angeordnet sein. -Nach Abb. i ist das Spindelende dadurch federnd gestaltet, daß
an seinem freien Ende Einschnitte f und darüber ausgebauchte Teile g vorgesehen
sind, so daß beim Aufstecken des Verschlußkopfes die Spindel diesen federnd festhält,
ähnlich wie birnenförmig aus federnden Drähten gebogene Kopsträger die Papphülsen
der Kopse festhalten.
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Abb. 2 zeigt eine Abänderung insofern, als die am freien Ende der
Spindel angeordneten Einschnitte lt nach vorn oben oder seitlich auslaufen. Dadurch
entstehen gegebenenfalls nach außen gebogene federnde Zungen i; dieses Nachaußenbiegen
kann auch durch Ausbauchen des Stabes. bzw. der Spindel ersetzt werden: Abb.3 zeigt
schließlich noch eine Aufsteckspindel mit einem runden freien Ende, das durch einen
quer geführten Einschnitt k in Zungen L geteilt ist. Die Zungen
L können im Bedarfsfälle etwas nach außen gebogen sein oder nach außen gebaucht
sein, um' die Federwirkung zu erhöhen. Anstatt eines Einschnittes können ferner
auch mehrere vorgesehen. und damit auch mehrere federnde Zungen i und
l gebildet sein.
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Auf das Wesen der Erfindung ist es ohne Einfluß, ob dieser Klemmverschluß
an den dargestellten Profilstäben oder an anderen im Querschnitt beliebig gestalteten
Stäben Anwendung findet. Außerdem kann diese Einrichtung auch an durchbrochenen,
als Aufsteckspindeln dienenden Rohren angeordnet sein. Auch können gegebenenfalls
auf den Profilstäben oder Rohren bzw. anderen ,massiven.-Stangen mit rundem oder
flachem Querschnitt die mit diesem Klemmverschluß versehenen freien Enden besonders
aufgesetzt sein. -