DE615592C - Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfaeden auf den Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfaeden auf den Spinnspulen von KunstseidespinnmaschinenInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfäden auf den Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen Die vorliegende Erfindung ist eine weitere Ausbildung des den Gegenstand des Patents 614441 bildenden Verfahrens und der Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens, die von den Spinndüsen kommenden Kunstfäden bei Kunstseidespinnmaschinen während des Aufwindens auf die Spinnspulen so zu führen, daß die Fäden nicht ungleichmäßig gestreckt wenden.
- Das Kennzeichen des Verfahrens nach dem Hauptpatent besteht darin, daß die Fäden vor ihrem Auflaufen auf die Spulen in einem Kreisbogen geführt werden, dessen Mittelpunkt im Ausgangspunkt der Kunstfäden (Spinndüse, Streckwerk o. dgl.) liegt. Das Hauptmerkmal der Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens besteht darin, daß Schwenkarme als Lenker für die periodisch hin und her bewegten Fadenführerschienen vorgesehen sind, deren wirksame Hebellänge gleich ist dem Abstand vom Ausgangspunkt der Kunstfäden bis zur Fadenführeröse.
- Es hat sich nun bei dem durch das Hauptpatent gekennzeichneten Verfahren herausgestellt, daß die Kunstfäden, insbesondere im Augenblick der Umkehr :der Fadenchangierung, einer nicht unwesentlichen Zug-Wirkung unterworfen sind, die unter dem E2nfluß des Beharrungsvermögens der in Bewegung befindlichen Fäden zustande kommt. In besonders starkem Ausmaße tritt dieser Umstand dann ein, wenn die Kunstfäden erst ein Bad, z. B. das Fällba@d, durchwandert haben; denn dann sind die Kunstfäden, weil sie an sich viel Flüssigkeit mitreißen, verhältnismäßig schwer. Die unmittelbare Folge davon ist, .daß die Kunstfäden im Augenblick der Umkehr der Changierbewegung in Form eines mehr oder weniger schlanken Bogens nach der vorher inneg,ehabten Bewegungsrichtung streben.
- Dadie Kunstfäden in diesem Zustand noch sehr stark bildungsfähig sind, neigen sie gerade an den Umkehrstellen unter dem Einfluß der geschilderten Umstände stark dazu, sich .hier zu strecken, also ihren Querschnitt zu ändern. Das ist an sich nachteilig; denn Titerschwankungen machen sich, selbst wenn sie nur gering sind, bemerkbar.
- Zweck der Erfindung ist, einem solchen Einfluß an diesen gefährlichen Stellen, also im Bereich der Umkehrpunkte der Fadenchangierung, entgegenzuwirken.' Das wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, daß idie Kunstfäden vor ihrem Auflaufen auf die Spulen in einem Kreisbogen geführt werden, ,dessen Radius in der Auflaufrichtung der Fäden kleiner ist als das Maß vom Ausgangspunkt ,der Kunstfäden (Spinndüse, Streckwerk usw.) bis zur Wickelspindelebene.
- Im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen, wo waagerecht schwingende Fadenführer zur Anwendung kommen und bei denen die ganze, -dem Faden erteilte Beschleunigung demgemäß nur in waagerechter Richtung wirkt, werden bei der Einrichtung nach vorliegender Erfindung infolge der in der Nähe der Umkehrpunkte schräg abwärts -gerichteten Bewegung der Fadenführeröse die in ,waagerechter Richtung auf -deri Faden wirkende Kraftkomponente so weit verringert,-daß das waagerecht gerichtete--Beharrungsvermögen des Fadens unterhalb der Grenze bleibt, die noch zu einer schädlichen Streckung führen könnte.
- Denfgemäß wird bei ,der Erfindung die Entstehung irgendwie gearteter schädigender Schwankungen unterbunden, die sich vielleicht daraus erben könnten, daß der Faden auf dem letzten Teil seines Weges vor dem "Auflaufen auf ,die Spule über ,den Fadenführer vielleicht geknickt geführt. ;wird.
- Jedenfalls wird so planmäßig ein ständiger Ausgleich herbeigeführt, und es wird dadurch erreicht, daß auch unter dem E,inüuß,des Beharrungsvermögens -bei der Umkehr der Changierung keine ungleichmäßigge Streckung. erfolgt.
- Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens ist in der Zeichnung als Beispiel schematisch ,gezeigt.
- Abb. i zeigt den Querschnitt durch eine Spinnmaschine, und Abb. a ist eine Stirnansicht auf die Spinnspule.
- Bei (der gezeigten Darstellung sind a .und b die Spinnspulen ,einer doppelseitigen Kunstseidespinnmaschine. Über den Spulen rx und b ist eine Fadenfübrerschiene c vorgesehen, die nicht nur längs verschiebbar, sondern auch in der vertikalen Ebene verstellbar ist. Die Längsverschiebung erfolgt von dem periodisch" schwingenden Hebel f aus; kann aber auch anders erfolgen hzw. durch andere Mittel ersetzt werden. An der Schiene c sitzen die Arme g, h, die an ihrem Ende Fadenösen i, j aufweisen und mittels dieser Ösen -die Kunstfäden k, Z lenken, .die von den Spinndüsen m und n kommen. Die vertikale Steuerung der Fadenführerschiene c erfolgt durch die beiden Schwinghebel o und p, die ihren Drehpunkt bei q lind r haben.
- Die- Länge y dieser Schwinghebel ist kleiner als das Maß z des Radius von der Düsenausanündung rrv oder n bis zur Wickelspindelebene der Spulen a, b.
- Ist zwischen den Spülen und der Düsenzusmündung ein Streckwerkeingeschaltet, so ändert- sich sinngemäß das Maß y und das Maß z; 'denn maßgebend ist immer der letzte Ausgangspunkt des Kunstfadens.
- Die"bägenförmige Ausladung des Fadens im Augenblick der Changieru.mkehr ist des besseren Verständnisses wegen etwas übertrieben in dem maßstäbl,icben Verhältnis dargestellt.
- Der aus- der Verschiedenheit der Radien sich ergebende Unterschied wird als Spannungsausgleich verwertet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Lernken und Verlegen der Kunstfäden auf den Spinnspulen von Kunst seidespinnmaschin.en nach Patent 614 441, ,dadurch gekennzeichnet, daß ,die Kunstfäden vor :ihrem Auflaufen auf die Spulen .in einem Kreisbogen geführt werden, dessen Radius in der Auflaufrichtung .der Fäden kleiner ist als das Maß vom Ausgangspunkt der Kunstfäden (Spinndüse, Streckwerk usw.) bis zur Wickelspnndelebene. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung von Schwenkarmen als Lenker für die vertikale Steuerung der Fadenführerscbiene, deren wirksame Hebellänge kleiner ist als das Maß zwischen dem letzten Ausgangspunkt de's Fadens und der Wickelspindelebene. -
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH129569D DE615592C (de) | 1931-11-28 | 1931-11-28 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfaeden auf den Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH129569D DE615592C (de) | 1931-11-28 | 1931-11-28 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfaeden auf den Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE615592C true DE615592C (de) | 1935-07-08 |
Family
ID=7175890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH129569D Expired DE615592C (de) | 1931-11-28 | 1931-11-28 | Verfahren und Vorrichtung zum Lenken und Verlegen der Kunstfaeden auf den Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE615592C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182383B (de) * | 1957-05-21 | 1964-11-26 | Maihak Ag | Fadenfuehrung an Spulenspinnmaschinen |
-
1931
- 1931-11-28 DE DEH129569D patent/DE615592C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182383B (de) * | 1957-05-21 | 1964-11-26 | Maihak Ag | Fadenfuehrung an Spulenspinnmaschinen |
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