CH167128A - Verfahren zum Verlegen der Kunstfäden auf die Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen. - Google Patents

Verfahren zum Verlegen der Kunstfäden auf die Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen.

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CH167128A
CH167128A CH167128DA CH167128A CH 167128 A CH167128 A CH 167128A CH 167128D A CH167128D A CH 167128DA CH 167128 A CH167128 A CH 167128A
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CH
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Inventor
Carl Hamel Aktiengesellschaft
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Hamel Gmbh Zwirnmaschinen
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D11/00Other features of manufacture
    • D01D11/04Fixed guides

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description


  Verfahren zum Verlegen der Kunstfäden auf die Spinnspulen  von Kunstseidespinnmasehinen.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren und eine Vorrichtunag um die, von den  Spinndüsen bei Kunstseidespinninaschinen  kommenden Fäden während ihres     Aufwin-          dens    auf die Spinnspulenumfänge so zu  führen, dass die Fäden während des     Aufwin-          dens    nicht gestreckt werden.  



  Das Verlegen und Aufwinden der Kunst  fäden oeschieht nach einem bekannten Ver  fahren, zum Beispiel in der Weise, dass die  Arme von Fadenführerösen, die die Fäden  hin- und herführen, an horizontal beweg  liehen Schiebern befestigt sind. Diese     Sehie-          ber    werden in der Regel in ortsiesten Gleit  lagern oder auf Rollen durch     Schwingliebel     hin- und herbewegt, und die Fadenösen be  schreiben dabei infolge dieser     Beewegungs-          erteilunog    einen Weg, der genau horizontal  verläuft.  



  E     ine    weitere bekannte Art der Faden  verlegung bei     Kunstseidespinnmaschinen    ist  noch die,     dass    die Fadenösen an kleine    Schwenkarme gesetzt sind, welch letztere  ihren Drehpunkt oberhalb der horizontalen  Ebene der     Spulenspindeln    haben. Die Faden  ösen beschreiben bei der     Ausschwenkung    der  verhältnismässig kurzen Schwenkarme einen  kleinen Kreisbogen, dessen Mittelpunkt im  Drehpunkt der Schwenkarme liegt.  



  Es gibt selbstverständlich auch noch an  dere     Fadenverleg        angseinriehtungen,    die mit  andern Mitteln, auf jeden Fall aber immer so  arbeiten,     da3    die Fadenösen einen kleinen       Kreisbügen    mit einem sehr -viel kleineren  Radius beschreiben, als dem     natürliehen     Radius entspricht, den ein beliebiger Punkt  des. Fadens beschreibt, wenn man seinen  Weg von seinem Ausgangspunkt aus ver  folgt.  



  Alle bekannten Einrichtungen und Ver  fahren, wie sie eben beschrieben sind, haben  den Nachteil,     dass    der Weg, den     die        Faden-          führerösen    beschreiben, ein grundsätzlich an  derer ist als der Bogen des Kreissektors, den      ,das aus den Spinndüsen kommende Faden  stück während seiner nach beiden Seiten er  folgenden Ausschwenkung beschreibt.  Dae ist bei Kunstseidespinnmaschinen be  sonders nachteilig, denn diese grundsätzliche  Unterschiedlichkeit der Bewegungsbahnen ist  stets die Ursache von Verzeriungen, die sieh  im Bereich der Umkehrpunkte der     Faden-          changierung    ergeben und sieh nachteilig auf  ,den Faden auswirken.  



  Die Fig. 1 und 2 der Zeiehnung veran  schaulichen den Unterschied der Bewegungs  bahnen in schematischer Form. Durch die  schraffiert bezeichneten Felder ist im beson  deren kenntlich gemacht, wie gross der Weg  unterschied     währendder    Fadenverlegung bei  den bekannten Einrichtungen, die hier Er  wähnung gefunden haben, sein kann.  



  Die Wirkung ist bei allen bekannten Ein  richtungen grundsätzlich dieselbe. Der Weg  unterschied wirkt sich durchwegs nach oben  aus,     verstreckt    also den Faden, und zwar uni  so viel, als dem Klass x entspricht. Um so  viel muss je nach der Bauart der betreffen  den Einrichtung im Bereich der Umkehr  punkte des Fadenführers, also     anden    beiden  Spulenenden, durch den Fadenführer ein ent  sprechend grösserer Widerstand überwunden  werden. Dieser Widerstand äussert sich in  Form eines starken Zuges auf das     aue    der  Spinndüse oder aus dem Streckwerk kom  mende Fadenstück     und    führt, da der Faden  immer noch, feucht und demnach noch nach  giebig ist, ein nicht unerhebliches Strecken  an dieser Stelle herbei.  



  Diese Streckung beeinflusst die Gleich  mässigkeit des Fadenquerschnittes, ganz er  heblich. Wenn diese Querschnittsschwankun  gen auch nicht unmittelbar für das Auge     er-          kenubar    sind, so zeigensich die Unterschiede  ,doch ganz bestimmt später in irgendeiner  nachteiligen Weise, zum Beispiel nach dem  Färben oder nach der Verarbeitung.  



  Zweck und Aufgabe der Erfindung ist,  diese nachteiligen, während der Fadenver  legung auftretenden, unerwünschten     Strek-          kungen    zu verhindern und zu ermöglichen,  dass die Fäden in dem Zustand, der ihnen    ursprünglich gegeben ist, auf die Spinn  spulen gelangen.  



  Zu diesem Zweck werden die Fäden ge  mäss dem Verfahren nach vorliegender Erfin  dung vor ihrem Auflaufen auf die Spulen an  ,der Stelle, wo siedie Fadenführerösen     pas2sie-          ren,    in einem Kreisbogen geführt, dessen Mit  telpunkt im letzten Ausgangspunkt der  Fäden oder senkrecht über demselben liegt.  



  Unter dem letzten Ausgangspunkt ist<B>je</B>  nach der Bauart der Maschine die Spinndüse  zu verstehen, wenn es sich um Maschinen  handelt, bei denen der Faden von der Spinn  düse aus unmittelbar auf die Spinnspulen ge  langt. Handeltes sich jedoch um Maschinen  mit Streckwerkeinrichtung, so ist unter denm  letzten Ausgangspunkt die letzte Streckwerk  walze zu verstehen. Sinngemäss gilt daz auch  für andere Maschinen mit einem zwischen  Spinndüse und Spinnspule eingebauten Spe  zialwerk.    Bei ganz ruhiger Fadenehanogielrunog ist es  hinreichend, wenn der Mittelpunkt des       Fadenkreisbogenweges    unmittelbar im letzten  Ausgangspunkt des Fadens liegt.

   Ist die  Fadenchangierung aber eine rasche, das heisst  wird der Faden während der Verlegung  schnell hin- und hergeführt, so. würde     der     Fall eintreten,     dass    die Kunstfäden im  Augenblick der Bewegungsumkehr das Be  streben zeigen, die alte     Bewegungsrichtung     beizubehalten. Unter dem     Einfluss    dieses     Be-          harrungsvermögens        tiitt,dann    eine, bestimmte       Zugwirkung    auf den Faden ein,     die    unter  Umständen auch eine unerwünschte     Strek-          kung    herbeiführen kann.

   In 'besonders star  kem Ausmass kann dieser Umstand eintreten,       wenn,die        Kunstfäden    -erst ein Bad, zum Bei  spiel das     Fällbac1,durchwandert        liaben,denn          ,da,n-n    sind die     Kunstfäden,    weil sie an sich  -viel Flüssigkeit mitreissen, unverhältnismässig  schwer. Die unmittelbare Folge davon ist,       da3    bei rascherer Fadenbewegung die Kunst  fäden im     Augenblick,der    Bewegungsumkehr  in Form eines     mehroder    weniger schlanken  Bogens nach der vorher     innegehabten    Bewe  gungsrichtung streben.

        Diesem Mangel begegnet man dadurch,  dass die Kunstfäden vor ihrem Auflaufen  auf die Spulen da, wo sie die Fadenführer  ösen passieren, immer in, einem Kreisbogen  geführt werden, dessen Mittelpunkt senk  recht über dem letzten Ausgangspunkt der  Kunstfäden liegt.  



  In der praktisehen Auswirkung bei An  wendung entsprechend gesteuerter Faden  führungen ist es im Hinblick auf den eben  geschilderten Fall so, dass der Fadenführer  im Augenblick der Bewegungsumkehr dem  Bestreben des unter dem Einfluss des     Behar-          runggsvermögens    stehenden Fadens entgegen  kommt und ihn lockerer hält. Die Führung  kann in     dieseni    Fall sogar so locker sein,     dass     der Faden an den Spulenenden in völlig ent  spanntem Zustande auf die Spulen aufläuft.  In dem Mass, wie sieh dann der Fadenführer  nach der Umkehr wieder dem Scheitelpunkt  des Kreisbogens nähert, wird der Faden wie  der entsprechend nachgezogen.  



  Auf solche Weise wird ständig ein     Aus-          e    gleich herbeigeführt und erreieht, dass aueli  durch den     Einfluss    des Beharrungsvermögens  bei der Umkehr der Fadeirführerbewegung  <B>C</B>  keine ungleichmässige Streckung erfolgt.  



  Zwei Ausführungsbeispiele einer     Vor-          riehtung    zur Ausübung des Verfahrens ge  mäss vorliegender Erfindunog sind in der     bei-     gefügten Zeichnung schematisch     veranschau-     licht.  Fig. 1 und 2 zeigen, wie schon oben er  wähnt, die schematische Darstellung be  kannter Fadenverleoguingen:  Fig. 3 veranschaulicht eine Lösungsform  der Fadenverlegnung, bei welcher der Mittel  punkt des Kreisbogenwegesder Fadenführer  öse im Ausgangspunkt der Spinnadüse liegt  wo also bei der Anordnunog von Schwenk  armen als Lenher für die pe riodisch hin- und  herbewegbaren Fadenführerschienen deren  wirksame Hebellänge gleich ist dem Ab  stand vom Ausgangspunkt der Nunstfäden  bis zur Fadenführeröse;  Fiog. 4 veranschaulicht eine Lösungsform.

         tn     für die Fadenverlegung, bei welcher der Mit  telpunkt des Kreisbogenweges der Faden-    führeröse etwas über dem Ausgangspunkt  der Spinndüse, und zwar senkrechit über der  selben, liegt, wo also bei der Anordnung von  Schwenkarmen als Lenker für die vertikale  Steuerung der Fadenführerschienen deren  wirksame Hlebellänge kleiner ist, als das Mass  zwischen dem letzten Ausgangspunkt des  Fadens und der Fadenführeröse;  Fig. 5 veranschaulicht eine Stirnaasicht  der Fig. 4.  



  Die gezeigten Lösungsformen sind nur  Beispiele. Die, Kreisbogenbewegung der  Fadenführerösen kann auch noch auf andere  Weise, nämlich durch Kurvenstücke oder  Lenker beliebioer anderer Form herbei  geführt werden.  



  Eine besondere Ausfülrrungsforrn kann  auch noch die sein, bei welcher die Lenker  als federnde Arme ausgebildet sind,     welclie     ,an ihrem untern Ende festgehalten sind.  



  Bei den     seliematischen    Darstellungen sind  a     und   <B>b</B> die Spulen einer doppelseitigen  Kunstseidespinnmaschine. Über den Spulen  a und b ist jeweils eine Fadenführerschiene c  sehwingbar angeordnet. Die achsiale     Ver-          schiebungo    wird durehdenperiodisch     schwin-          genden    Hebel<B>f</B> vermittelt, kann aber auch       selbstveretändlich    anders erfolgen.

   An der       Eadenführerschiene        c    sitzen die     Faden-          führeera,rme   <B><I>g,</I></B><I> h,</I> die an, ihrem Ende die  Fadenösen<I>i,<B>j</B></I> tragen, welche die Kunst  fäden k,<B>1</B> führen, die 'hier von den Spinn  düsen m, n kommen. Die vertikale Lenkung  als     Ergänzungder    horizontalen     Achsialbewe-          gung    der     Fadenführerschiene    erfolgt durch  die mit o und<B>p</B> bezeichneten     S,eIlwinghebel,     die sich um die Lagerpunkte     q    und r drehen.

    Jede     Fadenführerösebesehreibt    so einen nach  oben gewölbten Kreisbogen, dessen Scheitel  punkt in der     Horizontalachsebene    der Spule  liegt,.  



  An Stelle dieser Schwinghebel können als  äquivalente Lösung die     Seliwenkarme    auch  federnd ausgebildet und in ihrem Schwin  gungspunkt festgehalten sein.  



  Die Länge<B>y</B> dieser Hebel ist beiden     bei-          ,den    Lösungsformen verschieden. Bei der Lö  sungsform einer     Fadenverlegung    im Sinne      der Fig. 3 ist das Mass der Länge des Hebels  <B>y,</B> wie ersichtlich, gleich der Entfernung z  jedes Kunstfadens von der     Diüisenau5snmün-          dung    bis zur zugehörigen Fadenöse.  



  Bei der Lösungsform nach Fig. 4 ist die  Länge<B>y</B> des Schwinghebels kleiner als, das  Mass z des Radius von der Düsenausmün  dung bis zur Fadenöse.  



  Sinngemäss richtet sich bei solchen     Kunst-          seidespinnmasehinen,    wo zwischen die Düsen  und die Aufwickelstellen eine besondere,  Streckvorriechtung eingebaut ist, die wirk  same Hebellänge der Fadenlenker nath dem  Abstand zwischen Ausgangspunkt Streck  werk und Fadenöse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Verlegen der Kunstfäden auf die Spinnspulen von Kunstseide spinnmaschinen unter Anwendung hin- und herwandernder Fadenfahrer, da durch gekennzeichnet, dass die r' äden vor ihrem Auflaufen auf die Spulen au der Stelle, wo sie die F adenführerösen passie ren, in einem Kreisbogen geführt werden, dessen Mittelpunkt im letzten Ausgangs punkt der Fäden oder senkrecht über demselben liegt. Il.
    Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach dem Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenführer durch eine Steuervorriehtung zwangläu fig so bewegt werden, dass jede Faden- füthueröse in einem nach oben gewölbten Kreisbogen hin- und hergeführt wird, dessen Scheitelpunkt in der Horizontal achsebene der Spule liegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuervorrichtung für die periodisch hin- und hergelienden Fadenführerschienen Schwenkarnie dienen, deren wirksame Hebellänge, höchstens gleich istdem Ab stand vom letzten Ausgangspunkt der Kunstfäden bis zur Fadenführeröse. 2. Vorrichtung nach dein Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kreisbogenbewegung der Fadenführer- ösen auch durch Kurvenstlieke herbei geführt wird.
    <B>3.</B> Vorrichtung nach dem Patentanspruch H und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass die, Schwenkarme federnd i ausge bilJet und in ihrem Schwingungs- punkt festgehalten sind.
CH167128D 1932-11-28 1932-11-28 Verfahren zum Verlegen der Kunstfäden auf die Spinnspulen von Kunstseidespinnmaschinen. CH167128A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2998655A (en) * 1958-03-24 1961-09-05 Thomas J White Leveling square

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2998655A (en) * 1958-03-24 1961-09-05 Thomas J White Leveling square

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