DE429026C - Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Straehnform - Google Patents
Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in StraehnformInfo
- Publication number
- DE429026C DE429026C DEH95939D DEH0095939D DE429026C DE 429026 C DE429026 C DE 429026C DE H95939 D DEH95939 D DE H95939D DE H0095939 D DEH0095939 D DE H0095939D DE 429026 C DE429026 C DE 429026C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- strand
- thread
- rayon
- different
- stripping
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 7
- 229920000297 Rayon Polymers 0.000 title claims description 6
- 239000002964 rayon Substances 0.000 title claims description 6
- 229920002955 Art silk Polymers 0.000 claims description 4
- 238000009987 spinning Methods 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 2
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000000700 radioactive tracer Substances 0.000 description 2
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 2
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 239000003086 colorant Substances 0.000 description 1
- 230000007812 deficiency Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 230000001747 exhibiting effect Effects 0.000 description 1
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
- 238000003860 storage Methods 0.000 description 1
- 239000004753 textile Substances 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H54/00—Winding, coiling, or depositing filamentary material
- B65H54/56—Winding of hanks or skeins
- B65H54/62—Binding of skeins
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65H—HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
- B65H2701/00—Handled material; Storage means
- B65H2701/30—Handled filamentary material
- B65H2701/31—Textiles threads or artificial strands of filaments
Landscapes
- Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)
Description
- Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Strähnform. Die Herstellung von Kunstseide geschieht in manchen Fällen vorteilhaft unmittelbar in Strangfor m, wobei die entstehenden Fäden mittels eines Haspels aufgewunden werden. Die so erhaltenen Fadenstränge werden dann vom Haspel heruntergenommen und auf besonderen Färbebarken nach Art der Stranggarnfä rl>erei neutralisiert, mehrfach geseift, wiederholt gespült und getrocknet, gefärbt, gestreckt oder auf sonst irgendeine der in der Kunstseidenherstellung und Färberei üblichen Arten behandelt.
- Damit die Stränge nun bei dieser oft tagelang andauernden Behandlung sowie bei den dazwischenliegenden Lagerzeiten, beim Transport usw. nicht durcheinanderkornmen, werden sie, wie dies bei strangenförmigem Fasermaterial ganz allgemein üblich ist, vor dem Abnehmen vom Haspel in noch feuchtem Zustande gefitzt, d. h. durch Einschlingen und Verknoten eines stärkeren Ouerfadens unterbunden.
- Da die nach dem Streckspinnverfahren hergestellte Faser ein außerordentlich feines Material darstellt, das keine oder nur sehr geringe Drehung besitzt und an Feinheit der einzelnen Kapillarfäden sogar die feinste Faser, die Naturseide, noch übertrifft, so tritt hierbei naturgemäß besonders leicht ein Ver-«-irren der Fäden ein. Derartiges Kunst-Seidengarn läßt sich nur unter sehr großen Schwierigkeiten abspulen und bedingt dadurch hohe Spullöhne, ergibt viel Abfall und liefert eine schlechtere unansehnlichere Textilware.
- Ganz besonders schwer fällt dabei der Umstand ins Gewicht, daß die erhaltenen Haspelstränge bei jedem vorzunehmenden Arbeitsprozeß . ganz willkürlich und naturgemäß wieder anders aufgelegt «-erden. Was beim Spinnen zu enterst lag, liegt nun oben, was rechts' lag, wird links gelegt usw. Dies erschwert das Abspulen ganz bedeutend, da naturgemäß ein Strang nur dann glatt abgespult werden kann, wenn er so aufliegt, wie er beim Aufhaspeln gelegen hat, und bildet somit die Hauptursache der obenerwähnten Übelstände, zu deren Beseitigung es bisher noch kein Mittel gab.
- Diese Mängel werden gemäß vorliegender Erfindung dadurch vermieden, daß das ohnehin erforderliche Fitzen der Fadenstränge in einer besonderen Weise vorgenommen wird, und zwar ist das neue Fitzverfahren gekennzeichnet durch die Verwendung eines von Hand einzuknotenden Fitzfadens, dessen beide Hälften ein verschiedenartiges Aussehen besitzen, z. B. unterschiedliche Farbe aufweisen und derart in den Strang eingeschlungen und verknotet werden, daß die die eine Farbe aufweisende Hälfte des Fadens durchgehend auf der oberen Strähnseite und die die andere Farbe aufweisende Fitzfadenhälfte auf der unteren Strähnseite liegt.
- Dadurch werden die beiden Strangseiten in einfacher Weise und deutlich voneinander kenntlich gemacht, so daß .man bei der Weiterbehandlung, insbesondere beim Spulen, leicht dafür sorgen kann, daß der Strang immer in der gleichen Weise aufgelegt wird, wie er auf dem Haspel aufgelegen hat. Infolgedessen wird jede schädliche Verdrehung der Stränge vermieden; die Stränge geraten nicht in Unordnung, und insbesondere das Abspulen wird nicht nur erheblich erleichtert, sondern es kann auch mit wesentlich höherer Geschwindigkeit erfolgen, so daß eine erhebliche Zeit- und Lohnersparnis erzielt wird.
- Schließlich sei noch bemerkt, daß es bei Garnsorten anderer Art bereits an sich bekannt ist, beide Strangseiten so zu fitzen, daß sie ein verschiedenartiges Aussehen besitzen, indem das Fitzen mittels einer Nähmaschine unter Benutzung von zwei getrennten Fäden auf maschinellem Wege vorgenommen wird und hierbei infolge der verschiedenen Anordnung des Unter- und Oberfadens auch die Fitzung ein unterschiedliches Aussehen erhält. Dieses Verfahren ist jedoch für Kunstseide nicht anwendbar, weil das Fadenbündel sich beim Fitzen in einem nassen, von Säure triefenden Zustand befindet. Demgegenüber beschränkt sich die vorliegende Erfindung auf die Eintragung eines einzelnen Fitzfadells von Hand, wobei die beiden Hälften des Fadens ein unterschiedliches Aussehen besitzen und in der geschilderten besonderen Weise eingetragen werden.
- Auf der Zeichnung ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i die Anordnung eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Fitzfadens bei einem einzelnen Fadenstrang, Abb. 2 eine Gruppe von mehreren gemäß der Erfindung durch einen Kennfaden vereinigten Fadensträngen.
- In Abb. i ist a ein Teil des auf einem Haspel von der Kunstseidenspinninaschine gewonnenen Fadenstranges, welcher in üblicher Weise mittels eines Fitzkammes beispielsweise vieranal unterteilt ist, worauf die einzelnen Abteilungen durch den eingeschlungenen Fitzfaden b abgebunden und auseinandergehalten sind. Gemäß der Erfindung sind die beiden Enden oder Hälften b1, b2 des Fitzfadens in ihrem Aussehen, und zwar beispielsweise durch die FarLe, volieinander verschieden gehalten und so in den Strang eingeschlungen, daß die die eine Farbe aufweisende Farbenhälfte b1 stets auf der Oberseite des Garnstranges, die andere Fitzfadenhälfte b2 dagegen auf der Unterseite des Stranges bleibt, so daß beide Strangseiten dadurch unterschiedlich kenntlich gemacht sind. Anstatt durch die Farbe können die beiden Hälften des Fitzfadens gegebenenfalls auch durch die Art ihres Materials ein verschiedenes Aussehen besitzen, indem z. B. die eine Fadenhälfte aus Baumwolle, die andere Hälfte aus `Volle bestehen kann.
- Im Beispiel nach Abb. 2 sind als a.2 bis a' die fünf Kunstseidenstränge, welche gewöhnlich nach Austritt aus der Spilininaschine auf einen gemeinsamen Haspel in Kreuzwicklung aufgewickelt werden, Die einzelnen Stränge «erden dann auf dem Haspel in üblicher Weise je für sich gefitzt, und schließlich sind sie durch einen zusätzlichen Kennfaden c miteinander verbunden. Dieser Verbindungsfaden c besitzt in seinen beiden Hälften cl, c2 durch die Art der Farbe oder des Materials ein verschiedenes Aussehen und ist in entsprechender Weise wie der Fitzfaden b nach Abb. I so In die Fadenstränge eingeschlungen, daß die eine Fadenhälfte cl vornehmlich auf der Oberseite, die andere Hälfte c= dagegen vornehmlich auf der Unterseite des Stranges liegt und dadurch beide Seiten der Stranggrtippe voneinander kenntlich macht.
Claims (2)
- PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Strähnform, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Fitzfaden,;, dessen beide Hälften ein verschiedenartiges Aussehen (z. B. unterschiedliche Farbe) aufweisen und dabei derart eingeführt werden, daß die die eine Farbe aufweisende Hälfte des Fadens durchgehend auf der oberen Strähnseite und die die andere Farbe aufweisende Fitzfadenhälfte auf der unteren Strähnseite liegt.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem in seinen beiden Hälften verschiedenartig aussehenden Fitzfaden mehrere bereits gefitzte Kunstseidensträhnen zusätzlich derart zusammen unterfitzt werden, daß auf der oberen und unteren Seite der Strähngruppe die verschiedenartigen Fitzfadenhälften liegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95939D DE429026C (de) | 1924-02-02 | 1924-02-02 | Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Straehnform |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH95939D DE429026C (de) | 1924-02-02 | 1924-02-02 | Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Straehnform |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE429026C true DE429026C (de) | 1926-05-17 |
Family
ID=7167433
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH95939D Expired DE429026C (de) | 1924-02-02 | 1924-02-02 | Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Straehnform |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE429026C (de) |
-
1924
- 1924-02-02 DE DEH95939D patent/DE429026C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2232281A1 (de) | Vorrichtung zum erzeugen eines zusammengesetzten garns | |
| DE666744C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Nachbehandlung endloser kuenstlicher Faserstraenge im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| DE2608039C2 (de) | Seil | |
| DE763735C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kunstseidekettenbaumwickeln | |
| DE102009023265B3 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Behandeln einer Kettfadenschar | |
| DE429026C (de) | Verfahren zum Abfitzen von Kunstseide in Straehnform | |
| DE2252946A1 (de) | Auftrennverfahren vielfach-gewickelter monofiler und multifiler faeden | |
| DE1944361A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Garnen aus vollstaendig oder teilweise metallisierten Fasern | |
| DE1097400B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Glaetten von Garn in fortlaufendem Arbeitsgang | |
| DE518541C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenfaeden | |
| DE953786C (de) | Verfahren, bei dem die Maschenknoten von Netzen, insbesondere Fischnetzen, aus thermoplastischem Kunststoffgarn unter Einwirkung einer heissen wasserhaltigen Fluessigkeit verfestigt werden, und Vorrichtung zur Durchfuehrung desselben | |
| DE693729C (de) | Trockner fuer endlose kuenstliche Faserstraenge oder -baender | |
| DE1660400C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von kompakten Mehrfadengarnen | |
| DE10124162A1 (de) | Lufttexturierter Faden sowie Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE838195C (de) | Textiles Zwischenprodukt und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE1410818C3 (de) | Verfahren zum Herstellen einer aus gekräuselten Einzelfäden oder Fadenbünden aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden gewirkten oder gewebten Ware. Ausscheidung aus: 1145743 | |
| DE694144C (de) | lgut, insbesondere zur Nachbehandlung von endlosen Kunstfaserstraengen im fortlaufenden Arbeitsgang | |
| CH110464A (de) | Verfahren zum Fitzen von Kunstseide. | |
| DE493262C (de) | Verfahren zur Herstellung von absatzweise gefaerbtem Garn | |
| DE706165C (de) | Verfahren zum Vorbereiten von Garnstraehnen fuer die Zwecke des Mercerisierens | |
| DE1510508A1 (de) | Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Faeden | |
| DE507349C (de) | Verfahren zum Anzwirnen fortlaufend gesponnener Kunstseidenfaeden | |
| DE2407357A1 (de) | Garn und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE585802C (de) | Verfahren zum Vorbereiten von Kreppgarn fuer Strick- und aehnliche Maschinen | |
| AT134448B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Be- und Verarbeitung von Kunstseide. |