CH110464A - Verfahren zum Fitzen von Kunstseide. - Google Patents

Verfahren zum Fitzen von Kunstseide.

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CH110464A
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Martin Hoelken D Aelt
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Martin Hoelken D Aelt
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  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

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  Verfahren zum Fitzen von Kunstseide.    Bei Herstellung von     Kunstseide    wird  diese in manchen Fällen vorteilhaft unmittel  bar in     Strähnform    gebracht, indem die ent  stehenden Fäden mittelst eines Haspels auf  gewunden werden. Die so erhaltenen Faden  strähne werden dann vom Haspel herunter  genommen und auf besonderen Färbebarken  nach Art der     Stranggarnfärberei    neutrali  siert, mehrfach geseift, wiederholt gespült  und getrocknet, gefärbt, gestreckt oder auf  sonst irgendeine der in der     Kunstseidenher-          stellung    und Färberei     übliehen    Arten be  handelt.  



  Damit die Strähne nun bei dieser oft  tagelang andauernden Behandlung, sowie bei  den     dazwischenliegenden    Lagerzeiten, beim  Transport usw. nicht durcheinander kommen,  werden sie, wie dies bei     strähnförmigem     Fasermaterial ganz allgemein üblich ist, vor  dem Abnehmen vom Haspel, in noch feuch  tem Zustande "gefitzt", d. h. durch Ein  schlingen und Verknoten eines stärkeren  Querfadens unterbunden.  



  Da die nach     clem        Streckspinnverfahren     hergestellte Faser ein ausserordentlich feines    Material     clarstelll,    das keine oder nur sehr  geringe Drehung besitzt und gegebenenfalls  an Feinheit der einzelnen     Kapillarfäden    so  gar die feinste Faser, die Naturseide, noch  übertreffen kann, so tritt hierbei naturgemäss  besonders leicht .ein Verwirren der Fäden  ein. Verwirrtes Kunstseidengarn lässt sich  aber nur unter sehr grossen     Schwierigkeiten     abspulen und bedingt dadurch hohe Spul  löhne, ergibt viel Abfall und liefert eine  schlechtere, unansehnlichere Textilware.  



  Ganz besonders schwer fällt dabei der  Umstand ins Gewicht, dass die erhaltenen       Haspelstränge    bei jedem vorzunehmenden       Arbeitsprozess    ganz     willkürlich    und natur  gemäss wieder anders aufgelegt werden. Was  beim Haspeln zu     unterst    lag, liegt nun  oben, was rechts lag,     wird    links gelegt usw.

    Dies erschwert das     Abspulen    ganz bedeu  tend, da     naturgemäss    ein Strang nur dann  glatt abgespult werden kann, wenn er so  aufliegt, wie er beim     Aufhaspeln    gelegen  hat, und bildet somit die Hauptursache der  oben erwähnten     Übelstände,    zu deren Besei  tigung es bisher noch kein     Mittel    gab.

        Um diese Mängel leicht vermeiden zu       können,    werden beim Verfahren zum Fitzen  von Kunstseide gemäss vorliegender Erfin  dung die auf einem Haspel aufgewundenen       Kunstseidensträ.hne    mit     Fitzfä.den,    deren  beide Hälften ein verschiedenartiges Aus  sehen besitzen, von Hand derart     abgeburi-          (ten,    dass die eine Hälfte eines jeden     Fitz-          fadens    hauptsächlich auf .der äussern,     die     andere Hälfte dagegen hauptsächlich auf der       innern    Seite der Strähne liegt.  



  Dadurch werden die beiden Seiten der       liunstseidenstrü.line    in einfacher Weise und  deutlich voneinander kenntlich gemacht, so       dass    man bei der Weiterbehandlung, insbe  sondere beim     Abspulen    leicht dafür sorgen  kann, dass die Strähne immer in der gleichen  Weise aufgelegt werden, wie sie auf dem  Haspel aufgelegen haben.

   Dadurch     kann     jede schädliche Verdrehung der Strähne     ver-          inieden    werden, die Strähne geraten nicht  in Unordnung und insbesondere das Ab  spulen wird nicht nur erheblich erleichtert,       sondern    es kann auch mit wesentlich höherer  Geschwindigkeit erfolgen, so dass eine     erheb-          !iche    Zeit- und Lohnersparnis erzielt wird.  



  Auf der Zeichnung sind zur Erläuterung  von Ausführungsbeispielen des     Verfahrens     in     verschiedener    Weise gemäss der Erfindung       abgebundene        Kunstseidensträhne        veranschau-          licht,    und zwar zeigt:

         Fig.    1 die Anordnung eines gemäss der  Erfindung ausgebildeten     Fitzfadens    bei       einem    einzelnen     Kunstseidensträhn,          Fig.    2 und 3 je eine Gruppe von meh  reren durch einen gemeinsamen, gemäss der       I?rfindung    ausgebildeten     Fitzfaden        vereinIg-          ten        Kiinstseidensträhnen.     



  In     Fig.    1 ist a einer der auf einem  Haspel von der     Kunstseidenspinnmaschine     gewonnenen     Kunstseidensträ        hne,    welcher in  üblicher Weise mittelst eines     Fitzkammes     beispielsweise viermal unterteilt ist, worauf  die einzelnen Abteilungen durch einen ein  geschlungenen     Fitzfaden    b abgebunden und  auseinander gehalten worden sind.

   Gemäss  der Erfindung sind die beiden Enden oder  Hälften     b',        b-    des     Fitzfa.dens    in ihrem Aus-    sehen, und zwar beispielsweise durch die  Farbe voneinander verschieden     gehalten    und  so in den     Strähn        eingeschlungen,    dass die  eine Fadenhälfte     bi    hauptsächlich auf der  Aussenseite, die andere     Fitzfadenhälfte    b   dagegen     hauptsächlich    auf der Innenseite  des     Strähnes        bleibt,

      so dass beide     genannten          Strä.hnseiten    dadurch unterschiedlich     kennt-          lieli    gemacht sind.     Anstatt    durch die     Farbe     können die     b(-iden        Hiilften    des     Fitzf:id(#ns     gegebenenfalls     auch    durch die Art ihres  Materials ein verschiedenes Aussehen be  sitzen, indem zum     Beisl)iel    die eine     Faden-          hälfte    aus Baumwolle, die andere Hälfte  aus Wolle bestehen kann.  



  Im Beispiel     nach        Fig.    ? sind     a1,   <I>a:'</I><B>...</B>     a'     fünf nebeneinander auf einem     gemeinsamen     Haspel in     Kreuzwicklung    aufgewickelte       Kunstseideiisl-,riiline.    Die einzelnen     Striiline     werden auf     ileni        Haspel    in üblicher Weise  mittelst eines     gewöhnlichen        Fitzfadens    je für  sich gefitzt:

  , und schliesslich werden sie durch  einen zusätzlichen     Fitzfaden        c    zu     einer          Strähngruppe        miteinander    verbunden. Der  Faden c besitzt in seinen beiden Hälften       c@,        c'    durch die Art der Farbe oder des 'Ma  terials ein verschiedenes     aussehen    und ist so  in die     Fadensträhna--ruppe    eingeschlungen.

    dass die eine Fadenhälfte,     c1.    vornehmlich  auf der Aussenseite, die andere Hälfte.     e-.     dagegen     vornehmlich    auf der Innenseite     der     Strähne liegt und     dadurch    beide genannten  Seiten der     Strälingruppe    voneinander kennt  lich machen. Anstatt dass der zusätzliche       Fitzfaden    c jedesmal nur durch die Zwi  schenräume zwischen zwei Strähnen Hin  durchgeführt wird, kann er, wie aus     Fig.    3  ersichtlich ist, gegebenenfalls auch in die  Einzelsträhne selbst eingeschlungen werden,  um ein Verdrehen der letzteren zu vermei  den.  



  Durch diese Anordnung kann nicht nur  ein Verwirren der Fadensträhne und ein  falsches Auflegen der letzteren vermieden  und damit das     Abspulen    erleichtert,     sondern     auch (las übrige Hantieren und die Behand  lung der Fadenstränge bei allen Arbeiten      wesentlich erleichtert und vereinfacht wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Fitzen von Kunstseide, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einem Haspel aufgewundenen Kunstseidensträhne mit Fitzfäden, deren beule Hälften ein ver schiedenartiges Aussehen besitzen. von Hand derart abgebunden werden, dass die eine Hälfte eines jeden Fitzfadens hauptsächlich auf der äussern, die andere Hälfte dagegen hauptsächlich auf der innern Seite der Strähne liegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch belz,ennzeiclinet, dass in jeden Strähn ein besonderer Fitzfaden, dessen beide Hälf ten ein verschiedenartiges Aussehen be sitzen, von Hand derart eingeschlungen und verknotet wird, dass seine eine Hälfte hauptsächlich auf der äussern, seine an dere Hälfte dagegen hauptsächlich auf der innern Seite des zugehörigen Strähnes liegt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da.durob gekennzeichnet, dass ein jeder Strähn zu nächst mittelst eines gewöhnlichen Fitz- fadens für sich gefitzt und dann die Strähne durch gemeinsame Fitzfäden, deren beide Hälften ein verschiedenartiges Aussehen besitzen, derart gruppenweise verbunden \werden, dass die eine Hälfte eines jeden dieser Fäden hauptsächlich auf der äussern, die andere Hälfte dagegen hauptsächlich auf der innern Seite der zugehörigen Strähngruppe liegt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der auf ihren beiden HälftQn verschiedenartig aussehenden Fitzfäden gleichzeitig in die Einzelsträhne der durch ihn verbundenen Strälingruppe ein geschlungen wird.
CH110464D 1924-02-01 1924-05-19 Verfahren zum Fitzen von Kunstseide. CH110464A (de)

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