DE148155C - - Google Patents
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- DE148155C DE148155C DENDAT148155D DE148155DA DE148155C DE 148155 C DE148155 C DE 148155C DE NDAT148155 D DENDAT148155 D DE NDAT148155D DE 148155D A DE148155D A DE 148155DA DE 148155 C DE148155 C DE 148155C
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B11/00—Treatment of selected parts of textile materials, e.g. partial dyeing
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B2700/00—Treating of textile materials, e.g. bleaching, dyeing, mercerising, impregnating, washing; Fulling of fabrics
- D06B2700/04—Partial dyeing, e.g. of fabrics
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- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung
farbiger Effekte auf Fäden in der Weise, daß die einzelnen Farben in ganz bestimmten
Entfernungen wiederkehren, um darauf eine beliebige und durchaus regelmäßige Bemusterung
des aus den Fäden hergestellten Gewebes aufbauen zu können. Im wesentlichen
besteht das Verfahren darin, den Faden,
ίο welcher in Form von Strähnen oder Copsen
aus der Spinnerei kommt, auf einen flachen oder vieleckigen Rahmen straff aufzuwickeln,
so daß die einzelnen Fadenlängen nebeneinander zu liegen kommen, und den so entstandenen
straff gespannten Wickel mit den schleifenförmigen Enden an den Ecken des
flachen oder nachgedrückten vieleckigen Rahmens bis auf eine ganz bestimmte Länge
in verschiedenen Farbflotten einzutauchen, wobei die Farben durch Einklemmen des Wickels
vermittelst verstellbar angeordneter, an sich bekannter Klemmschienen an den Stellen, wo
auf den Fäden zwei derselben zusammentreffen sollen, verhindert werden, sich über jene Stellen
hinaus auszudehnen.
Es ist bereits ein Verfahren bekannt geworden, nach welchem man auf einem Garnstrahn
mehrere Farben durch Eintauchen der lose hängenden schleifenförmigen Enden des Strahns in die Farbflotten hervorbringt, in
diesem Falle lassen sich jedoch mit dem Garn keine regelmäßig bemusterten Gewebe
herstellen, weil die einzelnen Empfänge im
■ Garnstrahn ungleich lang sind und die Farben nicht scharf aneinander grenzen.
Man hat auch in Vorschlag gebracht, Kettenfäden auf einen polygonalen Haspel
aufzuwickeln und ihn auf den Seiten des Haspels zu bedrucken. Auf einem solchen Haspel lassen sich bei der unveränderlichen
Breite der Seiten des Polygons keine beliebigen Muster anfertigen, wie dies durch Eintauchen
des Wickels an den Ecken des Haspels möglich ist. Außerdem würde man mit dem bedruckten
Garn nur sehr mangelhafte Muster erhalten, indem die Spannung, welche der Kettenfaden beim Weben erhält, eine Drehung
desselben verursacht, so daß die ungefärbten Stellen des Fadens da an die Oberfläche des
Gewebes treten; wo gefärbte sein sollten.
Zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens kommt eine Haspelvorrichtung zur Anwendung,
die aus einem Rahmen von flacher oder eckiger Gestalt besteht. In letzterem Falle ist der Rahmen zum Zusammendrücken
eingerichtet. Das Aufwickeln des Fadens geschieht auf die Längsseiten des Rahmens bildenden,
mit schmalen, abgerundeten Kanten versehenen Längsschienen, die in einer der Wiederkehr der Farben angepaßten Entfernung
voneinander fest oder einstellbar angeordnet sind. Von einer Schiene zur anderen
geht der Faden zwischen einem oder mehreren verstellbar angeordneten Klemmschienenpaaren
hindurch, welche nach dem Aufwickeln des Fadens auf den Rahmen an den Stellen, bis
zu denen die schleifenförmigen Enden des Wickels in die Flotten eingetaucht werden
sollen, in bekannter Weise gegeneinander gepreßt werden, um ein Ziehen der Farben
über jene Stellen hinaus zu verhüten.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei
Ausführungsformen der zur Ausführung dieses Verfahrens bestimmten Haspelvorrichtung
veranschaulicht.
Fig. I zeigt die Kopfansicht und Fig. 2 die Seitenansicht eines flachen Haspels, Fig. 3
ist die Kopfansicht und Fig. 4 die Seitenansicht eines viereckigen Haspels. Fig. 5
stellt eine Kopfansicht des viereckigen Haspels im zusammengedrückten Zustande dar.
Zur Erzeugung von Effekten auf dem Faden in drei verschiedenen Farben nach
diesem Verfahren wird der Faden auf einen flachen Haspel gewickelt, wie er in Fig. 1
und 2 dargestellt ist.
Auf Vierkante an den Enden einer Achse a sind Klötze b geschoben, die an beiden Seiten
der Achse viereckige Löcher zur Aufnahme von nach entgegengesetzten Richtungen gehenden
Stangen c besitzen, deren innere Enden in den Löchern verschiebbar sind und je eine
Reihe kleiner Löcher haben, um sie vermittelst eines durch den Klotz und die Achse
hindurchgeführten Bolzens d beliebig einstellen zu können. Auf den Enden dieser
Stangen sind T-förmige Schienen e befestigt, welche je zwei der Kopfstangen c miteinander
verbinden, so daß ein flacher Rahmen entsteht, der um die Achse α drehbar ist.
An einem Ende dieses Rahmens anfangend, wickelt man den zu färbenden Faden bis zum
anderen Ende derselben auf, so daß ein flacher Wickel gebildet wird, dessen beide
Enden über die schmalen, abgerundeten Kanten der beiden Schienen e geführt sind.
Zwischen diesen Kanten verbleiben innerhalb des Wickels freie Räume, damit die Farbflüssigkeit
beim späteren Eintauchen in die Flotten allseits an den Faden herantreten kann. Nach dem Aufwickeln des Fadens auf den
Rahmen werden die schleifenförmig«! Enden des Wickels an bestimmten Stellen, bis zu
denen dieselben eingetaucht werden sollen, beiderseits zwischen Schienen f eingeklemmt,
welche von Gleitblöcken g getragen werden, die auf den Kopfstangen c verschiebbar angebracht
sind. In diesem Zustande taucht man den Wickel mit den beiden schleifenförmigen Enden nacheinander in verschiedene
Flotten, so daß der Faden drei Farben erhält, die in bestimmten Abständen wieder
vorkommen (Fig. 2).
Um fünf verschiedene Farben auf dem Faden hervorzubringen, verfährt man in
gleicher Weise unter Benutzung des in Fig. 3 bis 5 dargestellten viereckigen Haspels, welcher
behufs Eintauchens zweier entgegengesetzter Enden des darauf befindlichen Wickels
zusammengedrückt werden kann.
Die T-förmigen Längsschienen e sind an den Enden gelenkig mit Stangen h verbunden,
die zusammen ein Viereck bilden und beim Aufhaspeln des Fadens auf zwei von einer
Achse getragene Kreuze i geschoben werden (F'fe- 3)· Nach dem Aufhaspeln des Fadens
und Einklemmen des Wickels zwischen die Klemmschienen an zwei gegenüberliegenden
Ecken des Rahmens wird letzterer von den Kreuzen i entfernt und eingedrückt. In
dieser Stellung wird der Rahmen durch an den Enden angebrachte diagonale Stangen k
gehalten (Fig. 5), um die auf diese Weise gebildeten Schleifen an den spitzwinkligen Ecken
in verschiedene Farbflotten einzutauchen. Hiernach klemmt man den Wickel durch die
Klemmschienen an den beiden, stumpfe Winkel bildenden Ecken des Rahmens ein, hakt die
Diagonalstangen k aus, drückt den Rahmen von der anderen Seite herein, so daß die
entsprechenden Seitenstangen h jetzt spitze Winkel bilden, und setzt die Diagonalstangen
umge\vechselt wieder ein, worauf das Eintauchen der betreffenden Wickelenden in
gleicher Weise wie zuvor vorgenommen wird.
Es besitzt der Faden somit fünf verschiedene Farben, je zwei an den Ecken des Vierecks
und seine natürliche Farbe bezw. die vor dem Aufhaspeln erzeugte Farbe, auf den zwischen diesen Teilen befindlichen Längen
des Fadens (Fig. 4).
Die Seiten h des viereckigen Rahmens können je aus zwei Stangen zusammengesetzt
sein, die aufeinander verschiebbar sind, damit man die Länge der Seiten und demnach die
Größe des Vierecks variieren kann, woraus sich die Entfernung ergibt; in welcher die
Farben wiederkehren.
Nach dem Färben öffnet man den Rahmen, setzt ihn wieder auf die Kreuze der Achse
(Fig 3) und entfernt die äußeren der Klemmschienen, um den bunten Faden schließlich
vom Haspel aufzuspulen.
Wie leicht ersichtlich, lassen sich durch Veränderung der Seitenzahl des Rahmens beliebig viele Farbeneffekte auf dem Gespinstfaden
nach diesem Verfahren erzielen. So kommt beispielsweise bei Färbung von drei Farben auf die Grundfarbe ein dreieckig ausgebildeter
Rahmen zur Verwendung.
Nach dem vorliegenden Verfahren kann man also auf dem Gespinstfaden mit großer
Leichtigkeit beliebig viele und beliebig lange, regelmäßig wiederkehrende und scharf abgegrenzte
Farben erzeugen, so daß sich durch entsprechende Anordnung der so gefärbten Kettenfäden ganz bestimmte Gewebemuster
herstellen lassen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zum streif enförmigen Färben von Garnen usw., dadurch gegekennzeichnet, daß das Garn usw. in nebeneinanderliegenden Windungen aufeinen Rahmen gewickelt und hierauf der Rahmen mit seinen Kanten in das Färb-, bad eingetaucht wird, um die über die Kanten liegenden Teile des Arbeitsgutes in gespanntem Zustande der Wirkung der Farbflotte auszusetzen.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verringerung der Auflage der Fäden an den Kanten des Rahmens diese von I-förmigen Schienen gebildet werden, welche Stangen tragen, die im Bedarfsfalle eine Verschiebung in ihrer Längsrichtung gestatten.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle der Verwendung eines mit mehr als zwei I-förmigen Kantenschienen ausgerüsteten Rahmens die Schienen durch Stangen gelenkig miteinander verbunden sind, um zu ermöglichen, daß die jeweils in das Farbbad einzutauchende Rahmenkante von zwei spitzwinklig zueinander verlaufenden Rahmenseiten gebildet wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß die die Kantenschienen verbindenden Stangen mit Klemmen ausgestattet sind, welche ermöglichen, die Eintauchtiefe des Rahmens genau zu begrenzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE148155C true DE148155C (de) |
Family
ID=415272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT148155D Active DE148155C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE148155C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741218C (de) * | 1941-01-03 | 1943-11-06 | Eduard Esser & Co | Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von Schattierungen auf haengendem Textilgut, insbesondere Straehngarn |
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- DE DENDAT148155D patent/DE148155C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE741218C (de) * | 1941-01-03 | 1943-11-06 | Eduard Esser & Co | Verfahren und Vorrichtung zum Faerben von Schattierungen auf haengendem Textilgut, insbesondere Straehngarn |
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