DE398799C - Verfahren zur Herstellung von Florteppichen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Florteppichen

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DE398799C
DE398799C DER55837D DER0055837D DE398799C DE 398799 C DE398799 C DE 398799C DE R55837 D DER55837 D DE R55837D DE R0055837 D DER0055837 D DE R0055837D DE 398799 C DE398799 C DE 398799C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04GMAKING NETS BY KNOTTING OF FILAMENTARY MATERIAL; MAKING KNOTTED CARPETS OR TAPESTRIES; KNOTTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04G3/00Making knotted carpets or tapestries

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Carpets (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Florteppichen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Florteppichen in einfacher Weise dadurch, daß auf einem Grundgewebe Florbüschel :mittels Metallklammern befestigt werden. Vorzugsweise wird das Verfahren derart ausgeübt, daß in Richtung der Kette Strang weise verteilte Florfädengruppen durch quer ,zur Kette verlaufende Metallstreifen befestigt werden, die Metallspitzen zum Durchdringen des Grundgewebes und Aussparungen zur Aufnahme der Schenkel von Florschleifen aufweisen, deren Bildung aus den Florfädengruppen über quer zur Kettenrichtung hochkant gestellte Lineale erfolgt.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausfühmungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Abb. i eine Draufsicht in verkleinertem Maßstabe der Vorstufe der Herstellung eines Teppichs gemäß Erfindung .
  • Abb.2 veranschaulicht in vergrößertem Maßstabe einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. i bzw. in gleich großem Maßstabe nach der Linie III-III der .Abt. 3.
  • Abb. 3 veranschaulicht die Draufsicht zu Abb. 2.
  • Abb. d. zeigt einen Schnitt ähnlich der Abb. 2 des zweiten Ausführungsbeispiels.
  • a (Abb. i, 2, 3) bezeichnet den Gurt oder (las Grundgewebe mit Leinwandbindung von beliebiger Dicke. Es werden nun von Spulen in der Längsrichtung des Teppichs stranb weise verteilte Florfädengruppen b von unterschiedlicher Färbung abgespult, welche nachher in FoTm von Schleifen oder Büscheln auf dem Grundgewebe a mittels Reihen von Klamanern .festgelegt werden sollen. Diese Klammerreihen verlaufen quer oder senkrecht zu den Kettenfäden und sind in Abb. 2 und 3 dargestellt. Sie stellen dünne !:.Metallstreifen dar, die einerseits halbkreisrunde Aussparungen und anderseits Spitzen d aufweisen. Die Aussparungen dienen zur Aufnahme der Schenkel der Florschleifen und die Spitzen .zur Befestigung der Metallstreifen und der Garne mit den Schleifen oder Büscheln an dem Grundgewebe, indem sie, wie bei d' angedeutet, das Grundgewebe durchdringen und auf der Unterseite umgelegt werden. Die Aussparungen verlaufen an den beiden Seiten des Bandes versetzt zueinander, und der senkrecht zu dem Streifen c verlaufende Florfädenstrang wird in die beiden gegenüberliegenden Aussparungen derart eingelegt, daß er nach und nach einen zickzaokförmigen Verlauf erhält. Der Abstand zwischen je zwei benachbarten Aussparungen und demzufolge zwischen den Florfadensträngen wird so klein als ,möglich gewählt und stellt den leeren Raum dar, der zwischen den einzelnen Büscheln im fertigen; Teppich vorhanden ist.
  • Um diese Büschel oder Schleifen herzustellen, hebt man die in der Richtung der Kette verlaufenden Flurfäden b mittels eines L ineals f von flach rechteckigem Querschnitt empor, das man an den vorangehenden Metallstreifen hochkant anlegt. Die Lineale f werden parallel zu den Metallstreifen, d. 1i. quer oder senkrecht zur Kettenrichtung, angelegt, so daß eine ganze Querreihe von Schleifen zugleich gebildet werden kann. Anis der rechten Seite der Abb. 2 ist zu erkennen, wie das auf dein Grundgewebe a aufruhende Lineal f sich nach links gegen den Metallstreifen c' abstützt, so daß die Morfädenstränge b' nach aufwärts lotrecht gerichtet werden. Alsdann drückt man die Florfädenstränge auf die freie Seite des Lineals nieder, so daß sie lierumgebogeli werden, wodurch eine Schleife mit zwei aufwärts gerichteten Schenkeln gebildet wird. Das Durchstechen und Umlegen der Spitzen c" erfolgt mittels eines Dornes P (-AM). 2) und eines Widerlagers 1, welches auf der Unterseite des Grundgewebes a angelegt wird. Die Schleifen können mittels einer Schere aufgeschnitten -werden, wie dies bei der Samtfabrikation üblich ist. Die aufgeschnittenen Fadenbüschel b breiten sich nach dem Zerschneiden aus und bilden den Teppich, dessen Flor uni so dichter ist, je schmäler die Streifen c sind. Das Aufschneiden ist nicht erforderlich, wenn der Flor aus geschlossenen Schleifen bestehen soll.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. q. stellt :man die Büschel nicht unmittelbar aus Florfadensträngen auf dein Grundgewebe dar, sondern ersetzt sie durch Schleifen, die vorher auf Linealen für sich leergestellt werden. Diese mit Schleifen versehenen Lineale werden dann eins nach dem- anderen auf das Grundgewebe angelegt und mittels der Metallstreifen befestigt.
  • Die Ausführung erfolgt, -wie aus Abb.4 ztl erkennen ist, derart, daß der Flurfaden gleichzeitig :um das Lineal f und den anliegenden Streifen c herumgewickelt wird, die somit an dem Lineal festgelegt und mit diesem an das Grundgewebe herangebracht wird. Das Umwickeln der Lineale mit Fäden kann von anderen Arbeiterinnen bewirktwerden als von denen, die an der eigentlichen Herstellung des Teppichs arbeiten. Das Festlegen der Schleifen an den- Gruildgewebe kann von Hand oder mittels einer Vorrichtung bewirkt werden, welche zweckmäßig aus einem Führungshügel g .und einer Traverse h bestellt, die durch eine Schraube i betätigt wird. -Man driickt alsdann die Spitzen d der Haken c in (las Grundgewebe a ein, auf dessen Unterseite alsdann die Hakenspitzen d durch Auftreffen auf ein Gelenk L umgebogen werden. Das Grundgewebe a selbst kann über Rollen in gespannt gehalten werden.
  • Das Anbringen der Flurfäden, welche zweckmäßig aus losem Vorgespinst bestellt, an Teil Linealen f kann mechanisch oder von Hand finit einfarbigem oder mehrfarbigem Vigouretixgarn erfolgen, so (laß die Schleifen bzw. Büschel an sich einfarbig oder bunt sein :können. Nach dein Anbringen eines Lineals kiinnen die Schleifen oben zerschnitten werden, um das Lineal zu entfernen, wonach die einzelnen Schleifen alsdann in der üblichen Weise geschoren werden. Die Anordnung der Schleifen auf Linealen hat -wesentliche praktische Vorzüge zur -Folge-, man erspart Handarbeit, da das Aufwickeln eines Fadens tim ein Lineal sehr leicht auszuführen ist; die Festlegung des Streifens finit fertigen Schleifen auf dem Grundge:-webe ist äußerst einsfach und die hervorgebrachten Farbenw irkunge.n sind sehr mannigfaltig, ohne daß man zu komplizierten Webemechanismen, wie Jacquard, greifen muß. Es ist noch zu erwähnen, daß gemäß dein Verfahren ohne Schwierigkeit runde oder ovale Teppiche oder solche von anderer Gestalt hergestellt werden können; es ist hierzu nur notwendig, die Längen der verwendeten Lineale zu wechseln.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung voll Florteppicheil, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Grundgewebe Flurbüschel mittels Metallklammern befestigt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in Richtung der Kette strangweise verteilte Florfädengruppen durch quer zur Kette verlaufende Metallstreifen befestigt :werden, die -Metallspitzen zum Durchdringen des Grundgewebes und A.tissparungen zur Aufnahme der Schenkel von Flurschleifen aufweisen, deren Bildung aus den Florfädengruppen über quer zur Kettenriclitung-lioclikant gestellte Lineale erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch t und 2. dadurch gekennzeichnet, daß all Stelle der Verwendung von kettenmäßig verlaufenden Florfadensträngen diese fortlaufend in Schleifenforin über Lineale und Metallstreifen mit Spitzen zum Durchstechen durch das Grundgewebe und mit Aussparungen zur Aufnahme der Fadenstränge :gewickelt ---erden.
DER55837D 1922-05-11 1922-05-11 Verfahren zur Herstellung von Florteppichen Expired DE398799C (de)

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