DEP0037296DA - Verfahren zur Herstellung von Oxalsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxalsäure

Info

Publication number
DEP0037296DA
DEP0037296DA DEP0037296DA DE P0037296D A DEP0037296D A DE P0037296DA DE P0037296D A DEP0037296D A DE P0037296DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxalic acid
production
hydrochloric acid
acid
alkali metal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr. Marl Knepper
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Publication date

Links

Description

Bekanntlich kann man Oxalsäure durch Umsetzen von Alkalioxalaten mit Kalkmilch und Zersetzen des entstandenen Kalziumoxalates mit Schwefelsäure herstellen. Man hat auch schon Oxalsäure aus Alkalioxalaten durch Umsetzen mit Mineralsäuren, z.B. Schwefelsäure, Salzsäure, in Gegenwart von organischen Lösungsmitteln in Abwesenheit von Wasser erhalten, doch ist es bisher nicht gelungen, Oxalsäure aus wässrigen Alkalioxalatlösungen durch direktes Umsetzen mit Mineralsäure zu erhalten, weil diese Arbeitsweise nur zu den schwerlöslichen sauren Alkalioxalaten führt.
Es wurde nun gefunden, dass man Oxalsäure aus Alkalioxalaten in Gegenwart von Wasser durch Salzsäure freimachen kann, wenn man in der Wärme zu dem Alkalioxalat in Gegenwart von Wasser Salzsäuregas bis zur Sättigung einleitet. Hierbei wird die Löslichkeit des entstehenden Alkalichlorids im Reaktionsmedium soweit erniedrigt, dass es sich vollständig abscheidet und abfiltriert werden kann, während die in Freiheit gesetzte Oxalsäure sich beim Abkühlen aus dem Filtrat abscheidet. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ, da Verluste an Oxalsäure durch Verwendung der anfallenden oxalsäurehaltigen Mutterlaugen zum Anschlämmen des Alkalioxalates weitgehend vermieden werden können.
Beispiel 1
600 Gewichtsteile Natriumoxalat werden in 1650 Gewichtsteilen Wasser angeschlämmt. Man leitet in die Suspension Salzsäuregas bis zur Sättigung ein, wobei die Temperatur bis auf 80° ansteigt. Es scheidet sich hierbei Natriumchlorid aus und die Temperatur beginnt zu fallen. Sobald das Reaktionsgemisch auf 65 - 60° abgekühlt ist, wird filtriert und der Rückstand Natriumchlorid mit 50 - 60° heisser konzentrierter Salzsäure ausgewaschen. Die erhaltenen Filtrate werden vereinigt und abgekühlt, wobei sich
Oxalsäure abscheidet. Man filtriert ab und wäscht mit, von der Umkristallisation der Oxalsäure stammender, Mutterlauge nach. Die anfallenden Filtrate können zur Anschlämmung von weiteren Mengen Natriumoxalat verwendet werden. Aus der so gewonnenen rohen Oxalsäure erhält man bereits durch einmaliges Umkristallisieren eine Oxalsäure sehr hoher Reinheit in vorzüglicher Ausbeute.
Beispiel 2
600 Gewichtsteile Natriumoxalat werden in 2100 Gewichtsteilen einer Mutterlauge mit 82 Gewichtsteilen Oxalsäure und 575 Gewichtsteilen Salzsäuregas, wie sie bei der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise nach dem Abfiltrieren des entstandenen Natriumchlorids anfällt, angeschlämmt und auf 85° erhitzt. Unter Rühren wird Salzsäuregas bis zur Sättigung eingeleitet. Sobald Sättigung erreicht ist, beginnt die Temperatur im Reaktionsgemisch zu fallen. Bei einer Temperatur von 65° wird das abgeschiedene Natriumchlorid abfiltriert, worauf mit 300 Gewichtsteilen konzentrierter Salzsäure von 60° nachgewaschen wird. Beim Abkühlen der Filtrate auf Raumtemperatur scheidet sich die Oxalsäure ab, die abfiltriert und mit 200 Gewichtsteilen Mutterlauge von der Umkristallisation der rohen Oxalsäure nachgewaschen wird. Man erhält eine Oxalsäure, die durch Umkristallisieren noch weiter gereinigt werden kann.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Oxalsäure aus Alkalioxalat und Salzsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Wasser in der Wärme Salzsäuregas bis zur Sättigung einleitet, in der Wärme vom ausgeschiedenen Alkalichlorid abfiltriert und aus dem Filtrat die Oxalsäure durch Abkühlen abscheidet.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2058518B2 (de) Verfahren zur gewinnung von ditrimethylolpropan
DEP0037296DA (de) Verfahren zur Herstellung von Oxalsäure
DE971013C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem p, p'-Dioxydiphenyldimethylmethan
US2303602A (en) Calcium tartrate production
CH646438A5 (en) Process for the preparation of cobalt dicyclopentadienyl
US3205260A (en) Process for the purification of terephthalic acid
DE907172C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosemicarbazid
DE336710C (de) Verfahren zur Darstellung von Bariumsalzen der Ameisensaeure und ihrer Homologen
DE811349C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumformiat
DE1620334C (de) Verfahren zur Reinigung von rohem 2,4,7-Triamino-6-phenylpteridin. Ausscheidung aus: 1217388
US2161745A (en) Tetrahydrofurfurylaminonaphthalene compounds and process for their preparation
DE725605C (de) Verfahren zur Herstellung der sauren Alkalisalze von Dichlorphthalsaeuren oder der freien Dichlorphthalsaeuren
AT237610B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Chlor-naphthochinon-(1, 4)
DE1568184A1 (de) Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls im Kern substituierter Zimtsaeure
DE819692C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2, 6-dialkyl- bzw. -diaralkylpyrimidinen
AT117067B (de) Verfahren zur Darstellung von festem Ammoniumformiat.
DE1240087B (de) Verfahren zur Herstellung von omega-Aminododecansaeure
DE838606C (de) Verfahren zur Gewinnung von Tonerde aus silicathaltigen Rohstoffen, insbesondere aus Kohlenasche
AT217455B (de) Verfahren zur Gewinnung der optischen Isomeren von Phenylserinestern
DE499994C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinoncarbonsaeuren und deren Derivaten
DE2123232C3 (de) Verfahren zur Herstellung von DJ^-Penicillamin
DE486772C (de) Verfahren zur Darstellung der N-Oxyaethylderivate des 4-Amino-1-oxybenzols
CH307322A (de) Verfahren zur Herstellung von Di-(a-naphthoyl)-D-weinsäure.
AT239244B (de) Verfahren zur Reinigung von 7-Chlor-1-methyl-5-phenyl-1, 4-3H-benzodiazepin-2(1H) -on
DE854208C (de) Verfahren zur Herstellung eisenfreier Kieselsaeure aus eisenhaltigen Schlacken