DEP0035899DA - Verfahren zum Betriebe von Mühlenanlagen mit pneumatischer Förderung und diese selbst - Google Patents
Verfahren zum Betriebe von Mühlenanlagen mit pneumatischer Förderung und diese selbstInfo
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Description
Die Erfindung hat erkannt, daß bei Saugluftförderung die Vorteile der vorgereinigten atmosphärischen Luft und ihrer automatischen Änderung auf eine zweckentsprechende Temperatur und Feuchtigkeit erzielt werden können, wenn die Saugluft nicht direkt aus dem Mühlenraum entnommen wird, sondern aus einem Vorbereitungsraum, der mit der Atmosphäre in Verbindung steht.
In dem Vorbereitungsraum werden Vorbehandlung und Vorreinigung der Außenluft mit bekannten Apparaten, einer Art Klimaanlage, vorgenommen. Die einzelnen Saugluftleitungen, die unter der Wirkung eines in üblicher Weise hinter den Abscheidern angeordneten saugenden Exhaustors stehen, werden verlängert und an eine oder mehrere Sammelleitungen oder einem Sammelbehälter angeschlossen, die mit dem Vorbereitungsraum in Verbindung stehen. Die zu fördernden Zwischenprodukte strömen von den Maschinen in die einzelnen Saugstränge ein.
Auf diese Weise besteht die fördernde Saugluft nicht mehr aus Raumluft, die immer mit Verunreinigungen durchsetzt und wechselnder Temperatur und Festigkeit unterworfen ist, sondern aus atmosphärischer Luft, die eine Vorreinigung und sonstige Behandlung, z.B. in Bezug auf Temperatur und Feuchtigkeit, erfährt, bevor sie zur Förderung benutzt wird.
Bekannt sind Ventilationsverfahren geworden, bei welchen durch Filter eingesaugte Luft in sämtliche Mühlenräume gedrückt wird, um die ganze Mühle gleichmäßig mit Luft derselben Temperatur zu erfüllen, während besondere Ventilatoren auf jeden Boden diese Mühlenraumluft durch Filter ansaugen und in und um die Maschinen leiten, welche Luft alsdann unter Saugwirkung der gleichen Ventilatoren und im Kreislauf zu den Filtern zurückkehrt. In ähnlicher Weise will ein anderes bekannt gewordenes Verfahren das Mahlgut mittels gekühlter Luft kühlen, wobei die kühlen Luftströme auch im Kreislauf geführt werden.
Neben diesen der Ventilation bzw. Kühlung dienenden Verfahren wurde noch ein Vorschlag bekannt, bei welchem die Förderung der Mühlenprodukte auf pneumatischem Wege von einer Zentralstelle aus erfolgt; auch hier ist die Förderluft unter Anwendung von Saug- und Druckluftwirkung im Kreislauf geführt; diese Vorschläge, die zum Teil sehr kompliziert und teuer in der Ausführung sind, haben sich nicht durchgesetzt.
Der bisher bei Saugluftbetrieb entstehende Schwund, der die Rentabilität ungünstig beeinflußt, läßt sich vermeiden, indem durch die Vorbehandlung Temperatur und Feuchtigkeit so eingestellt werden, daß die bei Saugförderung auftretende Austrocknung von vornherein ausgeglichen wird oder sogar höhere Feuchtigkeitswerte in den Endprodukten erzielbar sind.
Außerdem kann die Saugluft auf diesem Wege Zusätze in gas- oder pulverförmiger Form erhalten, die z.B. backtechnische Eigenschaften der Zwischen- und Endprodukte, sowie ihre Lagerfähigkeit und Farbe verbessern. Die Möglichkeit von Zusätzen besonderer Art zur Verhinderung oder Erstickung von Brandentwicklungen ist jetzt ebenfalls bei dem Saugbetrieb gegeben, weil die Saugluftzu- und -ableitung über einen Vorbereitungsraum mit der Atmosphäre und nicht - wie bei den bekannten Anlagen - über den Mühlenraum erfolgt. Für manche Fälle wird man, um die Temperatur für Kühlzwecke zu ermäßigen, verdampfende feste Kohlensäure als Zusatzmittel nehmen.
Die aus den Abscheidern austretende Reinluft kann entweder direkt oder nach Passieren einer Nachreinigung in den Mühlenraum oder ins Freie austreten, um ganz oder zum Teil, evtl. nach nochmaliger Reinigung, mit der Frischluft gemischt zu werden.
Will man bei bestehenden Saugluftförderanlagen die Vorteile der Erfindung nicht in vollem Umfange ausnützen, so kann auch die bisherige Benutzung der Raumluft dadurch ausgeschaltet werden, daß z. B. bei der Getreidemüllerei die Walzenstühle über ihre Aspirationsöffnungen an den Vorbereitungsraum angeschlossen werden, da diese Luft das Trägergas für den Weitertransport des Mahlgutes bildet; in ähnlicher Weise kann auch den Grießputzmaschinen die vorgereinigte Außenluft zugeführt werden.
Claims (7)
1. Verfahren zum Betrieb von Mühlenanlagen mit pneumatischer Förderung, z.B. in der Getreidemüllerei, dadurch gekennzeichnet, daß bei Saugluftförderbetrieb das Trägergas nicht aus dem Raum, sondern aus der Atmosphäre entnommen und hiernach in einem Vorbereitungsraum mit bekannten Apparaten gereinigt und - automatisch regelbar - auf dem Zweck entsprechende Temperatur und Feuchtigkeit gebracht wird.
2. Verfahren nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausblaseluft des Zentralexhaustors, evtl. nach nach Passieren einer Nachreinigung, die in einer Staubkammer, Druck- oder Saugschlauchfilter oder elektrischer Reinigung bestehen kann, wieder zu dem Vorbereitungsraum zurückgeführt wird, um - evtl. nach nochmaliger Reinigung - ganz oder zum Teil mit der angesaugten Frischluft gemischt zu werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Übertritt der Ausblaseluft des Zentralexhaustors in den Mühlenraum ein Einfluß auf die Raumluftbeschaffenheit hinsichtlich Feuchtigkeit und Temperatur ausgeübt wird, wodurch im Mühlenraum ein geringer Überdruck entsteht.
4. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die bestehenden Saugluftförderleitungen verlängert und an eine oder mehrere Zentralsammelleitungen oder einen besonderen Sammelbehälter angeschlossen sind, wobei die Zentralsammelleitungen oder der Sammelbehälter über einen Vorbereitungsraum mit der Atmosphäre in Verbindung stehen.
5. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aspirationsöffnungen der Walzenstühle und Grießputzmaschinen mit dem Vorbereitungsraum in unmittelbarer Verbindung stehen.
6. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch Zusätze für das Trägergas, durch die die Eigenschaften des Mahlgutes verbessert werden oder bei auftretenden Brandentwicklungen der Brand gehemmt oder erstickt wird.
7. Anlage nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch Verwendung fester Kohlensäure zur Temperaturermäßigung oder für Kühlzwecke als Zusatzmittel zur Förderluft.
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